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Wie geht es weiter mit mir?


Max70

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Hallo zusammen,

ich (männlich, 47 Jahre jung) stehe in wenigen Wochen vor der wichtigen Entscheidung ob ich eine biologische oder künstliche Aortenklappe einsetzen lasse. Vielleicht kurz zu den gesundheitlichen Eckdaten. Seit vielen Jahren jährliche Untersuchungen bei Kardiologe mit aktuell folgendem Befund:

 

bikuspide Aortenklappe mit hochgradiger Stenose (Stufe 3)

erweiterte Aorta ascendens 46 mm (nicht direkt am Ausgang - die ersten 25 mm sind normal)

 

Da ich die letzten Jahre immer mehr an Leistungsfähigkeit eingebüßt habe und mein Kardiologe immer wieder erwähnt hatte das man den richtigen Zeitpunkt für die OP nicht verpassen sollte, begab ich mich ins Herzzentrum Konstanz für eine Herzkatheter-Untersuchung. Dort wurde die Diagnose bestätigt und festgestellt das operiert werden muss. Ich wurde gefragt ob ich mir den schon Gedanken gemacht habe, ob ich eine biologische oder künstliche Klappe möchte. Ich verneinte, da ich das Thema im Grunde bis heute verdrängt hatte. Ein richtiges Beratungsgespräch bezgl. der Wahl fand nicht statt. Lediglich im Patientenzimmer ergab sich ein kurzes Gespräch mit dem Herzchirugen. Sollte ich da nicht nochmals vor der OP (nicht erst 1-2 Tage davor) ein intensiveres Beratungsgespräch haben oder beantragen?

 

Und ab hier fängt nun mein Dilemma an....ich weiß gar nicht mehr wo mir der Kopf steht, habe dennoch eine kleine Pro Contra Liste zusammengefasst, die sich wie folgt liest.... 

 

Pro Biologisch

- kein Marcumar

- keine Klappergeräusche

- kaum Einschränkung beim Essen

Contra Biologisch

- geringere Lebensdauer

- Infektanfällig?

 

Pro Künstlich

- sehr hohe Lebensdauer

- nicht so empfindlich bzgl. Bakterienansiedlung?

Contra Künstlich

- Klappergeräusche

- Marcumar ( bei Verletzungen oder kleineren OP`s ?)

- Essenseinschränkungen

- regelmäßige INR Messungen

 

Es ist auch noch unklar ob die Aorta ascendens jetzt schon mit repariert wird (Normalerweise ab >50 mm). Angenommen ich entscheide mich z.b. für künstlich und 5 Jahre (oder früher?) später muss ich nochmal unters Messer um die Aorta ascendens zu reparieren?

Wie hoch ist denn die Lebensdauer einer biologischen Klappe mitterweile? Man sagte mir dort zwischen 12-18 Jahren? Ich trinke keinen Alkohol und rauche nicht - könnte das die Lebendauer deutlich beeinflussen?

 

Ich bin aktuell völlig neben der Spur und beginne gerade erst mich mit der Bedeutung einer Wahl und deren Konsequenzen und Auswirkungen auf mein weiteres Leben auseinander zu setzen. Habe aber im Grunde schon einen OP-Termin Anfang September.

 

Viele Grüße,

Max

 

 

 

 

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Hallo Max!

 

Erstmal herzlich Willkommen hier!

 

Ich kenn das nur zu gut, mit der Frage, die springt mir mittlerweile auch immer häufiger in den Kopf, weil sich mein Herzfehler verschlechtert hat.

Hab im August ein MRT , danach muss ich warscheinlich zum Herzkatheter.

Aber mal eine andere Frage. Rekonstruiert werden kann bei dir nicht?

Ich persönlich hab mich innerlich schon für eine künstliche Klappe entschieden, ich lese von vielen anderen wie gut sie mit dem Marcumar umgehen und ich mach mir da keine Sorgen, dass ich das nicht auch kann. Ich hab einfach Angst vor einer Re-OP bei einer Bioklappe, die 12-15 Jahre hält, was aber nicht unbedingt sein muss.

Beide Klappenarten sind infektanfällig, Endokarditisprophylaxe werden bestehen bleiben.

Wenn du dir so unsicher bist, würd ich tatsächlich mal einen Termin dem Doc vereinbaren um die Möglichkeiten zu besprechen.

 

Liebe Grüße

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Hallo Max, was meinst du mit "Esseneinschränkungen"? Ich bin seit knapp 21 Jahren "Besitzerin" einer mechanischen Aortenklappe und schränke mich beim Essen nicht im geringsten ein (inkl. Süsses, Fettiges, hin und wieder Alkohol). Hast du zu viel über Broccoli etc. gelesen, den man angeblich nicht essen soll, wenn man Marcoumar einnehmen muss? Stimmt nicht, es ist sogar notwendig, grünes Gemüse, das Vitamin K enthält, zu sich zu nehmen. 

Meine Klappe ist nicht lärmig, es muss schon sehr ruhig sein, damit ich etwas höre. Und auch das nicht immer, selbst in wirklich ruhigen Situationen. Insgesamt habe ich keine Einschränkungen mit dieser Klappe. Einziges "Problem": Wenn eine Operation ansteht, muss ich das Marcoumar absetzen und Heparin (Clexane) spritzen.

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Hallo Max. Ich bin 34 und seit letzten Jahr habe ich ein künstliche Herzklappe mit Conduit + Ersatz Aorta Ascendens + Ersatz Aortenbogen. 

 

Einschränkungen beim Essen habe ich gar keine. Wenn ich z. B. Sauerkraut oder Kohlsuppe essen will, dann mach ich das einfach. Ich weis das ich an diesem Tag einfach eine halbe Marcumar mehr nehme.

 

Da ich Selbstmesser bin (direkt in der Reha einen Kurs dazu gemacht) messe ich einmal pro Woche meinen INR selbst. Eine Sache von 5 Minuten, die mir mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen ist. Auch im. Urlaub kein Problem. 

 

Die Klappen Geräusche stören mich überhaupt nicht mehr. Im Gegenteil, wenn ich zum Beispiel dusche und meine Klappe nicht höre ist es irgendwie komisch. Meine Klappen Geräusche sind durch das Conduit und die beiden Aorten Ersatze lauter als sonst. 

 

Was Verletzungen betrifft hatte ich bis jetzt auch bei tiefe Schnitten keine Probleme. Man muss einfach sauber verbinden und ordentlich desinfizierend arbeiten bei der Wundversorgung. Ich denke aber das man das nicht nur bei Marcumar beachten sollte. 

 

In deinem Alter denke ich das es bei der Wahl zur biologischen Klappe definitiv eine Re OP gibt. Ich würde das sehr gut abwägen. 

Edited by LightEmUp
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Max - meine Erfahrung als Empfänger einer mechanischen Klappe:

 

Pro Künstlich

- sehr hohe Lebensdauer

- nicht so empfindlich bzgl. Bakterienansiedlung? (weis ich nicht ob das stimmt)

Contra Künstlich

- Klappergeräusche  - ja stimmt und nervt - ist aber nicht das Ende der Welt. Das Schließen der Klappe fühle ich - hängt letztlich auch von der Anatomie und der Lage des Herzens ab.

- Marcumar ( bei Verletzungen oder kleineren OP`s ?) - Bislang kein Problem

- Essenseinschränkungen - Kein Problem

- regelmäßige INR Messungen - Kein Problem - wenn Du selber misst kannst Du dies wöchentlich (ich messe 2x die Woche) machen und damit den INR Wert gut kontrollieren und alle Störgrößen schnell abregeln.

 

Was ich Dir noch aus eigener Erfahrung empfehlen kann zu erfragen:

  • Technik mit der das Brustbein geschlossen wird - Draht oder Klammer, letztere erlaubt schnelleres Heilen und reduziert Schmerzen
  • Brustbein komplett aufgetrennt oder nur auf halbe Länge - hängt von den Erfahrungen/Fähigkeiten des Arztes ab
  • Manschette um die Aorta anstatt Ersatz - kann die Aorta bei der OP mit reparieren gerade wenn nur leicht erweitert.

 

Habe alle drei Techniken (hier in den USA) bekommen, brauchte Opioide nur für einen Tag und konnte nach 2.5 Wochen wieder zurück zur Arbeit.

 

Jürgen

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Hallo Max.

 

Auch künstliche Klappen sind infektanfällig und daher ist Endokarditisprophylaxe angesagt. 

 

Der Hauptunterschied ist sicherlich Haltbarkeit versus Blutvetdünnung. Blutvetdünnung wiederum hat unterschiedliche Nebenwirkungen - also für einen Risikosportler ist das vielleicht eher ein Problem als für jemanden, der da keine Hobbys in dieser Richtung hat.

 

Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen, aber man kann sagen was man selbst tun würde. Da gibt es dann aber auch immer die eine oder andere Wahl.

 

Ich persönlich würde künstlich nehmen, um das Risiko einer Re-OP zu resuzoeren.

 

Herzliche Grüße, Malte

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Rekonstruiert kann nicht werden?

Meine bikuspide Aortenklappe wurde rekonstruiert und die Aorta Ascendens durch eine Prothese ersetzt  (ich war noch nicht über 50 mm). Es wurde nach Yacoub operiert.

 

 

Wie sieht es mit einer Ross-OP als Alternative aus? 

 

Oder der Osaki-Methode? 

 

Ich denke es wäre wert, sich darüber Gedanken zu machen.

Auch wenn ich mit dem Risiko lebe,  mich nochmal unters Messer legen zu müssen, würde ich Stand heute wieder diesen Weg gehen. 

 

Aber jeder muss für sich die Entscheidung treffen. Ich fände aber einen ausführliches Gespräch in der Klinik, in der ich operiert werde, als sehr wichtig. Du solltest alle deine Fragen, die für dich wichtig sind, stellen können und seitens der Ärzte eine ausführliche Beratung erhalten. Sie können deine Gesamtkonstitution beurteilen.

 

Liebe Grüße 

Brigitte 

 

 

 

 

Edited by Brigittchen
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Hallo,

 

Hier gibt es auch einen Ratgeber zur Klappenwahl. Ich war ein Jahr jünger als Du und wollte eigentlich eine Rekonstruktion - heute bin ich froh, dass die nicht geklappt hat und ich eine Mechanische habe, da ich so davon ausgehen kann keine Re-op zu brauchen und ich klar sagen muss, dass die Op die schlimmste Erfahrung meines Lebens war - vermutlich durch die Medis war ich komplett depressiv geworden und wollte nicht mehr leben.

Letztlich kannst Du nur selbst für Dich entscheiden. An das Geräusch - durch Conduit bei mir recht laut - habe ich mich gut gewöhnt und höre es meist nur wenn ich dran denke, wie auch meine alte Standuhr auf dem Flur - die um ein vielfaches lauter ist ;). Und wegen Markumar merke zumindest ich keinen Unterschied trotz zwei schlimmer Fahrradstürze bisher. Ach ja - und ich esse was ich will - nur leider nicht so viel - aber das hängt mit dem Gewicht und nicht Marcumar zusammen ;).

 

Alles Gute,

 

Jens 

 

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Ich empfand die Op auch nicht als Spaziergang, aber machbar, aushaltbar und es gIng schneller bergauf, als ich und die Familie gedacht haben.

 Ich denke, das ist abhängig von sehr vielen Umständen. Und ich denke, jeder Verlauf ist individuell und nur bedingt vorhersehbar. Kannst du mit einem dich langjährig betreuuenden Arzt darüber sprechen, der dich gut kennt?

Liebe Grüße 

Brigitte 

 

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Vielen Dank für all eure Anworten. Ich werde sicherlich zu all euren Anregungen anworten. Im Moment schmerzt mein "Katheter-Arm" aber so sehr das ich nach und nach abarbeiten werde.

 

vor 13 Stunden schrieb AnneS:

Aber mal eine andere Frage. Rekonstruiert werden kann bei dir nicht?

Ich persönlich hab mich innerlich schon für eine künstliche Klappe entschieden, ich lese von vielen anderen wie gut sie mit dem Marcumar umgehen und ich mach mir da keine Sorgen, dass ich das nicht auch kann. Ich hab einfach Angst vor einer Re-OP bei einer Bioklappe, die 12-15 Jahre hält, was aber nicht unbedingt sein muss.

Beide Klappenarten sind infektanfällig, Endokarditisprophylaxe werden bestehen bleiben.

Wenn du dir so unsicher bist, würd ich tatsächlich mal einen Termin dem Doc vereinbaren um die Möglichkeiten zu besprechen.

 

Liebe Grüße

 

Vielen Dank für die Frage ob rekonstruiert werden kann. Leider wurde dieser Punkt bisher absolut nicht angesprochen bei den Ärzten. Ich weiß das meine bikuspide Klappe wohl mal 3 Segel hatte. Denn bis jetzt hat noch jeder Kardiologesich daran die Zähne ausgebissen ob sie nun Tri- oder bikuspid ist. Man sieht es einfach nicht sauber. Selbst beim Katheter war das wieder Thema.

Ich werde aber in jedem Fall die Frage "Kann rekonstruiert werden?" mit zum Gespräch nehmen. Ich denke ich werde anfragen ob ich zeitnah ein Beratungsgespräch bekommen kann. Die mentale Belastung vor so einer OP habe ich vermutlich deutlich unterschätzt.

 

LG,

Max

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vor 13 Stunden schrieb Veronika Meyer:

Hallo Max, was meinst du mit "Esseneinschränkungen"? Ich bin seit knapp 21 Jahren "Besitzerin" einer mechanischen Aortenklappe und schränke mich beim Essen nicht im geringsten ein (inkl. Süsses, Fettiges, hin und wieder Alkohol). Hast du zu viel über Broccoli etc. gelesen, den man angeblich nicht essen soll, wenn man Marcoumar einnehmen muss? Stimmt nicht, es ist sogar notwendig, grünes Gemüse, das Vitamin K enthält, zu sich zu nehmen. 

Meine Klappe ist nicht lärmig, es muss schon sehr ruhig sein, damit ich etwas höre. Und auch das nicht immer, selbst in wirklich ruhigen Situationen. Insgesamt habe ich keine Einschränkungen mit dieser Klappe. Einziges "Problem": Wenn eine Operation ansteht, muss ich das Marcoumar absetzen und Heparin (Clexane) spritzen.

 

Vielen Dank für deine Antwort Veronika,

 

ja ich habe im Bekanntenkreis davon gehört das Broccoli und noch zahlreiche andereSpeisen gemieden werden sollten. Spinat zählt wohl auch dazu. Fisch? Grünen Salat sollte man nicht soviel essen? Generell sehr cholesterinarm? Oder ist das alles gar nicht so dramatisch? Gibt es eventuell Ernährungslisten für Herzklappen-Patienten? Ich habe immer wieder gehört das man mit einer biologischen Klappe alles essen kann und bei der künstlichen nicht.

 

Bezgl. des Lärm der Klappe sagte mir der Herzchirug im kurzen Gespräch, das dünne Menschen das Klappern eher hören als solche die etwas auf den Rippen haben. Ist es dann nicht so das Frauen anatomisch bedingt dabei bessere Vorraussetzungen haben?

 

LG,

Max

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Hallo Max,

 

ich würd mir einfach eine Liste schreiben, mit alle den Dingen die für die OP wichtig sind. Bei mir hat man sich anfangs auch gefragt ob die Klappe bikuspid oder trikuspid ist.

Am Ende waren zwei Segel verklebt, die könnte man tatsächlich "sprengen". Da eine Insuffizienz und Stenose vorliegt, ist eine Rekonstruktion bei mir nicht möglich.

Es gibt auch da verschiedene Möglichkeiten, wie Brigittchen schon geschrieben hat.

Die ganze Herz Geschichte kann einem schon nahe gehen (psychisch gesehen) und ich kann einen Psychologen nur empfehlen.

Ich werde im November eine Vorsorgekur machen, einfach um mal abzuschalten und mich in aller Ruhe auf mich konzentrieren zu können.

 

Liebe Grüße

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Meine Klappe war bikuspid (mit zwei verklebten Segel) und ist jetzt nach Rekonstruktion dreiflüglig.

 

Meinen Kinder musste damals über eine halbe Stunde geschaltet werden, um den dritten Flügel zu sehen.

 

Liebe Grüße 

Brigitte 

 

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vor 13 Stunden schrieb LightEmUp:

Hallo Max. Ich bin 34 und seit letzten Jahr habe ich ein künstliche Herzklappe mit Conduit + Ersatz Aorta Ascendens + Ersatz Aortenbogen. 

 

Einschränkungen beim Essen habe ich gar keine. Wenn ich z. B. Sauerkraut oder Kohlsuppe essen will, dann mach ich das einfach. Ich weis das ich an diesem Tag einfach eine halbe Marcumar mehr nehme.

 

Da ich Selbstmesser bin (direkt in der Reha einen Kurs dazu gemacht) messe ich einmal pro Woche meinen INR selbst. Eine Sache von 5 Minuten, die mir mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen ist. Auch im. Urlaub kein Problem. 

 

Die Klappen Geräusche stören mich überhaupt nicht mehr. Im Gegenteil, wenn ich zum Beispiel dusche und meine Klappe nicht höre ist es irgendwie komisch. Meine Klappen Geräusche sind durch das Conduit und die beiden Aorten Ersatze lauter als sonst. 

 

Was Verletzungen betrifft hatte ich bis jetzt auch bei tiefe Schnitten keine Probleme. Man muss einfach sauber verbinden und ordentlich desinfizierend arbeiten bei der Wundversorgung. Ich denke aber das man das nicht nur bei Marcumar beachten sollte. 

 

In deinem Alter denke ich das es bei der Wahl zur biologischen Klappe definitiv eine Re OP gibt. Ich würde das sehr gut abwägen. 

 

Vielen dank für deine Antwort :)

 

Bei mir ist Stand Heute noch unklar ob die Aorta-Erweiterung gleich mit gemacht wird. Hierfür wird kurz vor dem OP Termin nochmal ein Torax CT gemacht. Sollte aber die Aorta nicht mit repariert werden, könnte eventuell in einigen Jahren eine erneute OP anstehen? Daher der Gedanke einer biologischen, falls in einigen Jahren eh wiederaufgemacht wird.

 

Marcumar ist so eine Sache. Klar kann man sich selbst bestens einstellen. Verunfallt der Marcumar-Patient z.b. mit dem PKW oder Mountain-Bike drohen jedoch starke Blutungen. Oftmals eben auch innerlich. Ich würde so gene wieder Stand Up Paddling betreiben. Radfahren ohne im Hinterkopf zu haben das bei einem Sturz schlimmeres passieren könnte.

 

LG,

Max

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vor 9 Minuten schrieb Brigittchen:

Meine Klappe war bikuspid (mit zwei verklebten Segel) und ist jetzt nach Rekonstruktion dreiflüglig.

 

Meinen Kinder musste damals über eine halbe Stunde geschaltet werden, um den dritten Flügel zu sehen.

 

Liebe Grüße 

Brigitte 

 

 

Auch meine Klappe scheint lt. den Ärzten diese Verklebung zu haben. Mit dem Zusatz der hochgradigen Stenose. War bei dir auch eine Stenose dabei?

 

LG,

Max

Edited by Max70
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Hallo Max,

 

was noch wichtig ist bzgl. möglicher Rekonstruktion:

 

Die Aortenklappe wird nur in wenigen Kliniken rekonstruiert  (z.B. Stuttgart, Prof. Hemmerle, Homburg, Prof. Schäfers) , wobei ich nicht weiß, ob die noch praktizieren. Neulich hat sich hier ein Chirurg gemeldet (aus Düsseldorf ?), welcher die Osaki-Methode praktiziert. 

 

Ein Krankenhaus, welches nicht selbst rekonstruiert, wird eine Rekonstruktion normalerweise auch nicht empfehlen. Deswegen sollte man sich bzgl. Rekonstruktion auf jeden Fall nur in einer Klinik beraten lassen, die diese auch selbst durchführen.

 

VG, Rainer

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Er heisst Prof. Dr. Hemmer in der Sana Herzchirurgie in Stuttgart und hat meine Aortenklappe rekonstruiert.

Liebe Grüße 

Brigitte 

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vor 16 Stunden schrieb JuLiOr:

Max - meine Erfahrung als Empfänger einer mechanischen Klappe:

 

Pro Künstlich

- sehr hohe Lebensdauer

- nicht so empfindlich bzgl. Bakterienansiedlung? (weis ich nicht ob das stimmt)

Contra Künstlich

- Klappergeräusche  - ja stimmt und nervt - ist aber nicht das Ende der Welt. Das Schließen der Klappe fühle ich - hängt letztlich auch von der Anatomie und der Lage des Herzens ab.

- Marcumar ( bei Verletzungen oder kleineren OP`s ?) - Bislang kein Problem

- Essenseinschränkungen - Kein Problem

- regelmäßige INR Messungen - Kein Problem - wenn Du selber misst kannst Du dies wöchentlich (ich messe 2x die Woche) machen und damit den INR Wert gut kontrollieren und alle Störgrößen schnell abregeln.

 

Was ich Dir noch aus eigener Erfahrung empfehlen kann zu erfragen:

  • Technik mit der das Brustbein geschlossen wird - Draht oder Klammer, letztere erlaubt schnelleres Heilen und reduziert Schmerzen
  • Brustbein komplett aufgetrennt oder nur auf halbe Länge - hängt von den Erfahrungen/Fähigkeiten des Arztes ab
  • Manschette um die Aorta anstatt Ersatz - kann die Aorta bei der OP mit reparieren gerade wenn nur leicht erweitert.

 

Habe alle drei Techniken (hier in den USA) bekommen, brauchte Opioide nur für einen Tag und konnte nach 2.5 Wochen wieder zurück zur Arbeit.

 

Jürgen

 

Vielen herzlichen Dank für deine Anwort Jürgen,

 

Diese drei von dir genannen Fragen werde ich definitiv abklären lassen. Diese sind jetzt wo ich sie lese in der Tat abklärungsbedürftig. Wo wohl auch der OP-Verlauf Einfluß auf die Anwort der ein oder anderen Frage mit sich bringen könnte? Ich glaube das das Klappergeräusch für mich zum Problem werden könnte. Ich höre meinen Herzschlag überhaupt nicht. Selbst in Aufregung nur schwach.

 

LG,

Max

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vor 7 Stunden schrieb JensBlond:

Hallo,

 

Hier gibt es auch einen Ratgeber zur Klappenwahl. Ich war ein Jahr jünger als Du und wollte eigentlich eine Rekonstruktion - heute bin ich froh, dass die nicht geklappt hat und ich eine Mechanische habe, da ich so davon ausgehen kann keine Re-op zu brauchen und ich klar sagen muss, dass die Op die schlimmste Erfahrung meines Lebens war - vermutlich durch die Medis war ich komplett depressiv geworden und wollte nicht mehr leben.

Letztlich kannst Du nur selbst für Dich entscheiden. An das Geräusch - durch Conduit bei mir recht laut - habe ich mich gut gewöhnt und höre es meist nur wenn ich dran denke, wie auch meine alte Standuhr auf dem Flur - die um ein vielfaches lauter ist ;). Und wegen Markumar merke zumindest ich keinen Unterschied trotz zwei schlimmer Fahrradstürze bisher. Ach ja - und ich esse was ich will - nur leider nicht so viel - aber das hängt mit dem Gewicht und nicht Marcumar zusammen ;).

 

Alles Gute,

 

Jens 

 

 

Vielen Dank für deine Antwort Jens,

 

ich werde versuchen mit dem Herzchirug der die OP dann wohl durchführen wird einen Beratungstermin zu vereinbaren. Ich habe noch einige Wochen bis zum OP-Termin. Zuvor muss ich noch beim Zahnarzt vorstellig werden und prüfen lassen ob möglich Entzündungsherde vorliegen. Dann noch Torax-CT zu finalen Beurteilung der erweiterten Aorta. Kannst du eventuell zu dem Ratgeber verlinken? Habe ihn noch nicht gefunden.

 

Sollte ein ausgiebiges Aufklärungs-, Beratungsgespräch nicht einige Zeit vor der OP angesetzt sein? Momentan habe ich nur den OP Termin und die geplante KH-Einweisung einen Tag zuvor. Wie war das bei euch? Gab es da noch Gespräche vor der OP? Oder reicht dies einen Tag vor der OP?

 

LG,

Max

Edited by Max70
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vor 6 Stunden schrieb Brigittchen:

Ich empfand die Op auch nicht als Spaziergang, aber machbar, aushaltbar und es gIng schneller bergauf, als ich und die Familie gedacht haben.

 Ich denke, das ist abhängig von sehr vielen Umständen. Und ich denke, jeder Verlauf ist individuell und nur bedingt vorhersehbar. Kannst du mit einem dich langjährig betreuuenden Arzt darüber sprechen, der dich gut kennt?

Liebe Grüße 

Brigitte 

 

Ich werde Anfang August mit meinem Hausarzt den Facharztbrief aus dem Herzzentrum besprechen. Ob er dafür geignet ist werde ich dann feststellen. Eventuell kan ner für mich dne Termin beim Herzchirugen organisieren. Mein Kardiologe hier vor Ort, welcher mich schon Jahre betreut ist immer im Stress und hat selten Zeit für Fragen.

 

LG,

Max

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vor 43 Minuten schrieb rene:

Hallo Max,

 

was noch wichtig ist bzgl. möglicher Rekonstruktion:

 

Die Aortenklappe wird nur in wenigen Kliniken rekonstruiert  (z.B. Stuttgart, Prof. Hemmerle, Homburg, Prof. Schäfers) , wobei ich nicht weiß, ob die noch praktizieren. Neulich hat sich hier ein Chirurg gemeldet (aus Düsseldorf ?), welcher die Osaki-Methode praktiziert. 

 

Ein Krankenhaus, welches nicht selbst rekonstruiert, wird eine Rekonstruktion normalerweise auch nicht empfehlen. Deswegen sollte man sich bzgl. Rekonstruktion auf jeden Fall nur in einer Klinik beraten lassen, die diese auch selbst durchführen.

 

VG, Rainer

 

Vielen Dank für deine Antwort Rainer,

 

mir fehlt ein landesweiter Vergleich bezgl. sehr guten Herzkliniken. Bei mir läuft es wohl darauf heraus das ich im Herzzentrum Konstanz operiert werde. Da die Nähe zur Familie ein nicht zu unterschätzender Faktor darstellt, kam für mich nur Bad Krozingen, Freibug oder Konstanz in Frage. Im Herzzentrum Konstanz praktiziert ein Herzchirug dessen Spezialgebiet Rekonstruktion der Herzklappe sowie Aorta ist. Er wurde mir von meinem Kardiologen empfohlen. Mein erster Eindruck der Klinik während meines Aufenthaltes bezgl. Herzkatheter war sehr gut.

 

LG,

Max

 

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vor 35 Minuten schrieb Brigittchen:

Er heisst Prof. Dr. Hemmer in der Sana Herzchirurgie in Stuttgart und hat meine Aortenklappe rekonstruiert.

Liebe Grüße 

Brigitte 

Ob eine hochgradige Aortenklappestenose (bikuspid) rekonstruiert werden kann weiß ich nicht. Hat jemand unte euch diesbezüglich Erfahrung oder weiß mehr? In jedem Fall werde ich diese Frage im Herzzentrum stellen. Vermutlich muß jeder Fall individuell betrachtet werden. Mann wird nicht pauschal sagen können ob dies möglich ist oder nicht.

 

LG,

Max

Edited by Max70
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Mit einer mechanischen Herzklappe darf man alles essen! Falls du auf eine Speise stark reagieren solltest (eine Bekannte von mir reagiert auf Pouletfleisch, was ich ganz komisch finde und was vermutlich ein Sonderfall ist), merkst du das mit der Zeit, wenn du INR-Selbstmesser bist. Jedenfalls esse ich Spinat, Broccoli, Salat etc., aufs Cholesterin achte ich nicht. Was man nicht tun sollte (das gilt aber auch für "gesunde" Leute): unmässig viel von einem bestimmten Lebensmittel essen, z.B. ist es ungünstig, sich quasi nur noch von Salat zu ernähren. Bei Diäten wäre eine strengere Kontrolle des INR angesagt. 

Was das Geräusch einer mechanischen Klappe betrifft, so ist es wohl stark von der individuellen Anatomie abhängig. Eine Prognose kann dir niemand machen. Conduits und andere Anhängsel an der Klappe verstärken offenbar das Geräusch.

Stand-up-Paddling kannst du auf jeden Fall weiterhin machen; da fällt man ja ins Wasser, wenn man einen Fehler macht. Beim Radfahren sollte man ohnehin für den Selbstschutz nicht zu aggressiv fahren, sondern die Situationen vorausschauend beurteilen und sich lieber mal zurückhalten. Das gilt ja auch für "Gesunde". Ich habe mir nach der Operation sportlich überhaupt keine Limiten gesetzt und immer getan, was ich wollte, nämlich auf möglichst viele Berge klettern.

Veronika

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