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Ausdauersport nach Herzklappenrekonstruktion


ryanair

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hallo stefan!

 

glaubst du nicht das der körper mit einen "natürlichen schutzmechanismus" ausgestattet ist, das wenn etwas nicht stimmt er mit etwaige beschwerden oder symtome sich bemerkbar macht, außer man nimmt drogen oder übergeht eine infektion.

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Bei einigen Erkrankungen meldet sich der Körper leider erst, wenn schon eine Schädigung eingetreten ist, die dann leider nicht immer reversibel ist.

Und keiner kann Dir genau sagen, wann es kippt (Reversibel/Irreversibel) nach welcher Belastung. Sei froh, dass Du um Deine Erkrankung weißt und rechtzeitig

gegensteuern kannst.

Einige wissen es nicht und fallen dann einfach um, so wie ein Kollege von mir, der dann aufgrund einer nicht erkannten Herzerkrankung einen Herzstillstand hatte

und reanimiert werden musste.

Edited by Brigittchen
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Hallo Giovanni,

 

ob der Körper grundsätzlich mit einen Schutzmechanismus oder Warnsystem ausgestattet ist weiß ich nicht. Es sind jetzt genau 22 Jahre vergangen, seit bei mir der Klappenfehler entdeckt wurde. Diesen Defekt hatte ich gewiss schon länger, habe aber nie gemerkt, dass mein Herz nicht gesund ist. Nach der Diagnose hatte ich das Training reduziert (nur noch 4 - 5 mal pro Woche). Im Laufe der Jahre nahm meine Leistungsfähigkeit etwas ab, das lag aber vermutlich daran, dass ich weniger trainiert hatte. Bei den jährlichen kardiologischen Kontrollen wurde festgestellt, dass der linke Ventrikel und beide Vorhöfe immer etwas größer wurden und der Blutdruck stieg unter Belastung sehr stark an. Außerdem entwickelte sich allmählich eine Ausweitung des Aortenbulbus (45 mm). Noch 2 Tage vor der OP konnte ich problemlos 10 KM laufen. Die OP war bei mir durchaus erfolgreich, beide Klappen arbeiten auch heute noch gut, der Durchmesser des Aortnbulbus liegt konstant bei ca. 35 mm und die Ventrikel hatten bereits 3 Monate nach der OP wieder Normalgröße. Leider sind beide Vorhöfe immer noch viel zu groß, das ist wohl der Grund für meine Anfälligkeit gegenüber Herzrhythmusstörungen. Fazit: Beim mir gab es keinen Schutzmechanismus der mich zu einer rechtzeitigen OP veranlasst hätte. Ich hatte wohl Glück, dass ich die Jahre vor der OP relativ unbeschadet überstanden habe.

 

Gruß

Stefan

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  • 2 months later...

2011 eine ross-op, leider nach 6 jahren wieder hochgradig undicht geworden, am 18.12.2017 steht mir eine neuerliche op ins haus.

zwei möglichkeiten stehen mir zur wahl:

1. eine re-op, hält aber leider kein leben lang, nach ca. 10-15 jahren müßte wieder operiert werden.

2. eine mechanische klappe, hält eher ein leben lang, nachteile: blutverdünnung einnahme und das dicken der klappe

ich bin mir nicht sicher ob seinerzeit die entscheidung bei der ross-op die pulmonallklappe als aortaklappe zu ersetzen richtig war!

die pulmonalklappe muß ja nur ca. 20% vom druck aushalten wie die aorta, und besteht da nicht eher die wahrscheinlichkeit das bei regelmäßigen ausdauer/ultrasport (kein leistungssport, pulsbereich max. g2) diese sich eher abnützen/undicht werden kann?

ciao giovanni

 

Edited by giovanni f.
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Hallo Giovanni, 

 

Was ist Puls G2?

Ich bin heute froh, dass meine AK-Rekonstruktion nicht geklappt hat und alle anderen 3 Klappen gut arbeiten. An das Ticken habe ich mich so gewöhnt,  das nehmen andere mehr war als ich...

Alles Gute für Dich, 

 

Jens

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Hallo,

 

G2 soll wahrscheinlich GA2 heißen.

GA2 = Grundlagenausdauerbereich 2,  ca. 75% – 90% max. Herzfrequenz.

 

Grüße
Dietmar

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Hallo Giovanni,

Du hast Dich damals so entschieden, diese Überlegungen bringen nichts mehr. (Was wäre wenn)... Persönlich würde ich eine mech. nehmen, weil Du dann keine geplante 3. Op hättest. Sport kannst Du mit beiden Klappen machen, der Bereich sollte vom Kardiologen festgelegt werden. In den ersten Jahren ist eine Bioklappe hämodynamisch günstiger aber das ändert sich mit zunehmender Verkalkung. Zumal Du  ja jetzt gesehen hast, wie lang/kurz die Bioklappe halten kann. Welche muss ersetzt werden?  Deine Pulmonalklappe in Aortenposition oder die Bioklappe/Homograft in Pulmonalposition? Oder beide? Weil ansonsten müsstest Du ja doch nochmal unters Messer wenn nicht beide mech. sind.

LG Steffi 

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hallo steffi,

meine pulmonalklappe in aortaposition muss ersetzt werden!

in der pulmonalposition habe ich vor 6 jahren eine pulmonal-spenderklappe erhalten

ciao giovanni

Edited by giovanni f.
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Dann müsstest Du ja wenn nur die Aortenposition ersetzt wird sowieso irgendwann der Homograft in Pulmonalposition reoperiert werden. Falls man dann keine Tavi macht. Das solltest Du genau mit dem Chirurgen/ Kardiologen beurteilen.  Wie sieht der Homograft jetzt nach 6 Jahren aus? Tut sich da was??? Also genau abwägen was alles auf Dich zukommen könnte und wofür Du bereit bist. Lohnt es sich jetzt eine Bioklappe zu nehmen um dann bei einer Reop beide auszutauschen. Ist die Tavi später eine Option etc. Oder sichert man schonmal eine Klappe vor einer Reop und nimmt mechanisch...

LG Steffi

 

Edited by steffi
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Hallo Giovanni, 

was genau Du implantiert bekommen hast kann ich nicht beurteilen von daher auch nicht die Haltbarkeit , aber normale Homografts  (Deine Pulmonal-Spenderklappe) halten leider auch nicht ewig sondern ähnlich wie Bioklappen oft länger, muss aber nicht. Die einzige Klappe die ewig hält ist eine mechanische. Ich glaube Du musst einen neuen Thread aufmachen, weil wir jetzt vom Sports abgekommen sind.... Tut mir leid, ich wollte Dich nicht beunruhigen, Dir nur ans Herz legen alle Möglichkeiten Betracht zu ziehen.

Deshalb habe ich mich vor 14 Jahren für eine mech. Pulmonalklappe entschieden. War aber nur die betroffen.

LG Steffi

Edited by steffi
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Bei der Sana Herzchirurgie in Stuttgart geht Rekonstruktion vor BioKlappe vor mechanische Klappe. So wie es aussieht, so der Arzt dort, benötigen die mechanischen Klappen bald nur noch die Einnahme von Aspirin. Daher ist die Entscheidung jetzt für eine Art von Klappe nicht einfach. Die Einnahme eines Gerinnungshemmers mag zwar durch die Selbst Messung einfacher sein, die langfristige Einnahme dieser Mittel kann halt auch zu entsprechenden Auswirkungen auf den Körper führen. 

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Hallo,

 

Vorsicht, mit solchen Aussagen.  Eine entsprechende Studie eines (vielleicht auch mehrerer?) Herstellers läuft, aber bis zum Ergebnis wird es noch gut zwei Jahre dauern - zumindest beim Hersteller meiner Klappe. Dennoch hoffe ich natürlich sehr, dass es dabei heraus kommt, dass Marcumar überflüssig ist wenn keine weiteren Indikationen vorliegen. Sollte das der Fall sein werde ich es den nächsten Tag absetzen!

 

LG Jens 

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Es hat der Herzchirug dort gesagt und es geht um zukünftige Klappen,  nicht schon eingesetzte, dafür würde keiner die Haftung übernehmen, auch wenn es ginge. Aber er sagte, ich soll mir das mitüberlegen,  da ich ursprünglich eine mechanische Klappe wollte (es wurde ja dann eine Rekonstruktion). 

 

Herzliche Grüße 

Brigitte 

 

 

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Ich würde nicht gerne eine der ersten Testpersonen sein wollen. Never Change a winnig Team....

LG Steffi

Edited by steffi
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Hallo,

 

solche Aussagen habe ich schon vor acht Jahren in der AHB vom dortigen ärztlichen Leiter gehört. Viele wünschenswerte Ideen in der Medizin führen leider nicht immer zu tatsächlichen erfolgreichen Umsetzungen in der Praxis. Ich kann mir vorstellen, dass hier auch widerstrebende wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen. Ist der Anwenderkreis zu gering und eine Entwicklung verspricht keinen Gewinn, werden Innovationen schnell wieder zu den Akten gelegt.

Aber ich hoffe natürlich für die Betroffenen, dass in Zukunft auch mechanische Herzklappen ohne großartige Gerinnungskontrolle auskommen werden.

 

Ich selbst bin aber auch mit dem jetzigen Status Quo zufrieden, denn meine Klappe arbeitet bisher ohne Probleme und auch mit der Marcumarisierung komme ich sehr gut zurecht.

 

Das Thema hier ist aber „Ausdauersport nach Herzklappenrekonstruktion“. Für die weitere Klappendiskussion sollte ein neues Thema aufgemacht werden.

 

Grüße
Dietmar

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Ich habe zwar eine Mitralklappen-Prothese, möchte euch aber trotzdem kurz schildern was bei mir noch geht und was nicht.

Obwohl Herzfehler bekannt war, trotzdem 15 Jahre aktiv Feldhockey gespielt. Viel Ausdauertraining täglich, Begleiterscheinung durch das Herz erträglich, keinerlei Medikamente. Täglich Fahrrad gefahren, viel Schwimmen und Laufen. Angefangen wirkliche Probleme in den 90 er Jahren. An einem Tag habe ich mein Fahrrad  in der Arbeit stehen lassen müssen weil nichts mehr ging, obwohl ich ohne Probleme zur Arbeit geradelt bin. Ich habe nur noch mit großer Anstrengung mich bewegen können. Da hätten die Ärzte reagieren müssen. Alles nur psychisch hieß es, alles in Ordnung. Nach zwei Wochen war alles wieder gut. Es ging dann lange Zeit ohne Beschwerden. 1999 während eines Reha-Aufenthalts nach einem Unfall, bin ich während dem Training einfach bewustlos zusammengebrochen und erst im Zimmer wieder zu mir gekommen. Mir ging es dann sehr schlecht, in der Reha wurde es nicht akzeptiert. Treppe laufen unmöglich und die merkten nicht, dass mein Herz nicht mehr richtig arbeitete. Reha abgebrochen, Hausarzt aufgesucht, nächsten Tag Herzklinik und 6 Wochen, eigentlich viel zu spät OP.

Da ich ja vorher immer mich sportlich betätigt habe, wollte ich es nicht akzeptieren, dass ich jetzt für längere Zeit nichts mehr machen soll. Zwei Monate nach der OP mich wieder auf das Fahrrad geschwungen und die ersten Kilometer auf ebener Strecke gefahren. So mit Schnitt 20 km/h ging das schon ganz gut. Untersuchungen Kardiologe, vor OP 20% Leistung, nach OP langsame Steigerung alle Vierteljahr von 100  Watt, dann 150 Watt, dann 200 Watt und Spitze nach einem Jahr 250 Watt. Ausdauer war hervorragend für meine Begriffe, aber kurzzeitige Spurts mit dem Fahrrad oder auch Laufen ging absolut nicht und geht auch heute noch nicht. 2 Kilometer Schwimmen kein Problem, aber alles nur in gemäßigtem Tempo. Sobald ich einmal das Tempo verschärft habe, war danach Feierabend. Die Herzklappe braucht zulange um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Alles geht zwar sehr lange, acht Stunden Fahrrad-fahren kein Problem, aber ein Berg und nichts geht mehr. Ein Jahr nach der OP hatte mein Herz sich wieder auf die normale Größe zurückgebildet und ich konnte auch wieder Bergtouren machen. Was nicht ging, mit dem Auto eine Pass-Straße befahren. Es ging nur bis auf den Scheitelpunkt fahren und dann ein paar Minuten spazieren und dann wieder hinunterzufahren. Anders war der Druck in der Herzgegend nicht auszuhalten. Ich tauche leidenschaftlich gerne ohne Gerät. Tiefe mehr als fünf Meter oder Strecken von mehr als fünfzig Meter gehen nicht mehr. Der Druck ist unerträglich, das Herz rebelliert. Drei Jahre nach OP Wanderungen 2000 Höhenmeter an einem Tag kein Problem, aber über 2000 m Höhe unangenehm. Immer die gleichen Symptome. Der Druckunterschied als wenn es das Herz demnächst zerreißt. Was ich auch immer wieder bemerkt habe, unser Wohnwagen stand 400 m höher als wir wohnen. Nur ein Wochenende und der INR Wert hatte sich nach dem wir wieder zu Hause waren nicht verändert. Länger dann musste ich die Dosierung ändern. Das gleiche Spiel in den Urlaub fahren. Jedesmal wenn der Urlaubsort gleiche Höhe hatte, gab es keine Probleme. Bei Höhenunterschieden musste Dosierung geändert werden. Blutungsgefahr über tausend Meter Höhe war viel größer geworden. Häufiges Nasenbluten war dann zu bemerken. Heute nach bald achtzehn Jahren hat sich nichts weiter mehr verändert. Die Symptomatik ist genau gleich geblieben. Ich kann alles, aber alles in normalem Tempo. Die Leistung selber ist immer noch hervorragend. Nichts ist undicht, das laute Ticken vom Anfang, vor allem im Fahrstuhl, ist kaum wahrnehmbar außer bei Überanstrengung. Das Herz meldet sich sofort, wenn es sich überlastet fühlt. Aber was seit der OP gar nicht mehr gibt ist Seitenstechen.

 

Gruß

 

Klaus

Edited by Kobra58
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So ähnlich ist es bei mir. Stundenlang geht jeder mäßige Ausdauersport. Aber wehe ich belaste mich sehr stark wenn auch nur kurz. Es geht zwar leistungstechisch. Aber die Nacht darauf schlafe ich schlecht + Albträume und hab dann am Morgen HRS oder Vorhoflimmern. Das auch bei extremen Stress.

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  • 8 months later...

Also dieses Thema ist zwar jetzt schon ein bisschen älter und ich kann auch nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber bei dem Gespräch mit dem Prof., der mich mal operieren soll, hat er mir gesagt, er habe bei einer Leistungssportlerin eine Aortenklappen- Rekonstruktion durchgeführt, die danach wieder in der Bundesliga Fußball spielen konnte.
Das ist also sicher alles auch ein ziemlich altersabhängig.

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