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Zahnextraktion ohne Marcumarunterbrechung


UweBa

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Hallo !

 

Mir wurde gestern ein Backenzahn oben gezogen , mein Zahnarzt hat gesagt das er bei einem INR Wert von

2 - 3 INR ohne irgendwelche Bedenken den Zahn ziehen würde.

Da ich aber keine Schmerzen hatte haben wir bis 2,2 INR abgesenkt und dann gezogen , außer das mir noch alles weh tut :unsure: hatte ich keine

Probleme.

Was mir etwas komisch vorkam war das er meinte das eine 600 mg Clindamycin eine Stunde vor dem Ziehen ausreicht und keine weitere Prophylaxe notwendig

wäre.

Ich habe aus eigener Erfahrung das Clindamycin weitergenommen, es reicht für 3 Tage ( Ärztemuster mit 6*600 gr )

Ich hoffe das das Ok ist.

Blutungen kann ich momentan keine mehr feststellen , scheint alles gut gelaufen zu sein.

 

Lg Didi

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Hallo,

 

mein Zahn wurde am Dienstag Morgen gezogen Ich habe das in einem abulanten OP Zentrum machen lassen. Eine sehr junge Ärztin führte die Extraktion durch. Die Wunde wurde lediglich mit zwei oder drei Stichen genäht. Der INR war bei 2,2 und ich habe seit Sonntag Heparin gespritzt. Leider gibt es Komplikationen. Am Mittwoch blutet die Wunde ziemlich. Einer der Oralchirurgen hatte mir die Wunde nochmals austamponiert. Die Blutung hörte dann auf. Am Donnerstag löste sich die Tamponade aus der Wunde, so dass es wieder leicht blutete. Ich stelle mich wieder im OP Zentrum vor. Die Wunde machte einen guten Eindruck, so dass weiter nichts unternommen wurde. Heute Nachmittag um 16:00 Uhr fing es wieder an zu bluten. Ich bin wieder zum OP Zentrum gefahren. Der behandelnde Zahnarzt zeigte sich überrascht von der starken Blutung. Es sagte "es blutet aus der Tiefe". Ich bekam einige Betäubungsspritzen, und der Zahnarzt nähte die Wunde nochmals sehr dicht zu. Er hofft, dass die Blutungen jetzt aufhören, denn sonst ist er mit seinem Latein am Ende. . Ich vermute, dass ich während einer Heparinmedikation eher zu Blutungen neige als unter Marcumar. Ich hoffe nun sehr, dass die Blutungen aufhören, denn allmählich wird mir etwas bange. Ich nehme nun schon eine Woche kein MArcumar mehr.

Beim googlen habe ich mehrere Berichte über Tranexamsäure gefunden. Es wird empfohlen, dass blutungsgefährdte Patienten Spülungen mit Tranexamsäure durchführen sollen, um Blutungen zu stoppen oder zu verhindern. Das sagte ich auch den behandelnden Ärzten. Diese reagieren aber nicht auf meinen Hinweis. Vielleicht hat jemand Erfahrungen mit solchen Mitteln.

 

Viele Grüße, Stefan

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Hallo Stefan,

 

ich hoffe, dass es dir mittlerweile besser geht. Es nützt dir jetzt nichts, dass mein Prof. mir sagte, dass es mit Heparin häufiger Nachblutungen gibt als mit Marcumar über 2,5 INR. Ich wäre niemals absichtlich unter 2,5 gegangen, da hier die kritsche Grenze zur Gerinnung unterschritten wird.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute.

 

Uwe

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Hallo,

 

der weitere Verlauf meiner Zahngeschichte war sehr unangenehm. Am Montag den 7.09.09 musste ich nochmals zur Kontrolle den Kieferschirurgen aufsuchen. Es blutete wieder etwas. Nachdem er die Wunde begutachtet hat, fing es stärker an zu bluten. Im Büro wurde es immer schlimmer, so dass ich einige Tupfer erbrauchte. Ich bin wieder zum Kieferchirurgen gefahren, der hat nichts weiter unternommen, als mich krank zu schreiben. Nachmittags war es immer noch nicht besser. Meine Frau hat mich in die schnell erreichbare Zahnklinik MArburg gefahren . Dort wurde um 19:00 Uhr die stark blutetnte Wunde nochmals neu genäht, und ich wurde stationär aufgenommen. Am Dienstag Abend hatte ich wieder Blutgeschmack im Mund. Mittlerweile wurde mir auch das Medikament Cyclokarpn (Tranexamsäure) verordnet. Das MEdikament wirkt blutstillend. Am Mittwoch blutete es heftiger, obgleich das Blut nun auch begann zu gerinnen (Wirkung Cyclokapron). Der am Freitag vernähte Teil der Wunde blutete erneut. Die Wunde wurde nochmals geöffnet und ausgekratzt. Anschließend wurde eine sehr kompakte Naht angefertigt. Ab diesem Zeit blutete nichts mehr. Nach fünf blutfreien Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Seit dem 30.8.2009 nehme ich nun schon kein Marcumar mehr ein, sondern spritze zweimal pro Tag Clexane 100 mg. In der Klinik wurde durch Blutuntersuchung festgestellt, dass Clexane 100 mg trotz meines Gewichts von 100 Kg überdosiert ist. Seit Samstag bekomme ich nur noch 2 mal 80 mg. Mit Marcumar soll ich erst ab Mittwoch wieder beginnen. In Zukunft werde ich mir keinen Zahn mehr ambulant ziehen lassen, sondern nur noch stationär. Die Klinik Marburg verlangt jedoch einen INR Wert von max. 2,3 und besteht auf eine Überbrückung mit Clexane. Allerdings verstehen die Ärzt dort ihr Handwerk. Eine Alternative für mich wäre eine Zahnklinik in Kassel, wenn auch über 100 Km entfernt. Dort werden Zähne ohne absenken des INR gezogen Der dortige Professor ist wohl auch ein guter Bekannter des Hamburger Professors. Ich hoffe sehr, dass meine Zahnwunde nun zügig ausheilt, und es nicht zu weiteren Blutungen kommt. In der Klinik habe ich mich mit einem Patienten unterhalten der auch ein Kunstklappe hat. Auch dieser musste Marcumar absetzen, und es kam zu Nachblutungen. Genau wie ich, hatte auch dieser Patient den Eindruck, dass Heparin eher Blutungen auslöst als Marcumar.

 

Viele Grüße, Stefan

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Hallo,

 

habe hier mal einen Artikel aus !! 2005 gefunden - interressant was dort Prof. Dr. Watzke schreibt. Es scheint wirklich so zu sein, dass die Gefahr der Bridging Therapie mit Heparin, zumindest für Herzklappenträger (besonders Mitralklappen) größer ist als das (beherschbare) Blutungsrisiko unter Marcumar.

 

Hier der Link:

 

http://www.jeder-fehler-zaehlt.de/lit/2005...hlese_aem22.pdf

 

MfG

Thomas W.

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Hallo,

 

dir, Stefan, nochmals gute Besserung.

 

Allen Mitralklappenbenutzern lege ich immer wieder ans Herz: Lasst euch bei Klein-OPs wie z.B. Zahnziehen nicht von dem unteren Wert INR 2,5 abbringen!!! Es geht um euer Leben, bzw. das eurer Angehörigen, die euch mit Schlaganfall pflegen müssen, wenn ihr überlebt. Das wohl durch's Heparin verursachte Nachbluten, ist das zweite mögliche Übel, das es ja gerade zu verhindern galt. Wie der hamburger Prof. Kreusch sagte, stimmt mit den Füßen ab und geht woanders hin. Sagt dem (Zahn-)Arzt aber auch, warum ihr woanders hin geht. Das muss er doch wissen. Und in dieses Forum oder in "Die Gerinnung" muss ein Plan, wo es Zahnärzte gibt, die uns so behandeln wie wir es wollen. Gleichbleibende Marcumardosierung, kein Heprain!

 

Forums-Admins, wie bekommen wir das hin? Die Adressen werden die Forumsmitglieder beisteuern.

 

Gruß an alle

 

Uwe

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