Xxr77 Posted January 19, 2024 Posted January 19, 2024 Guten Abend zusammen, ich bin mitte 20 und leide seit 2 Jahren unter VES. Zu beginn waren es 500-1500 Stk in den Lz Ekgs. Wurde Teilweise mehr und lag dann bei knapp 10% / Tag. Bei dem letzten schlimmen Anfall wurde dann richtig geguckt: Mehrere Herzechos 1x MRT mit Kontrastmittel jeden 2 Monat Lz EKG mit min 3 Tagen 2 x belastungsEKG 1x Provokation mit Medikamenten Fazit: Mein Herz ist gesund, keine Strukturellen Veränderungen. Das blöde, es beengt mich & zerstört immer mehr meine Lebensfreude, weswegen ich mich zur Ablation entschieden habe. Vor 2 Tagen Biso 1.25 abgesetzte (darf nicht mehr weil Ruhepuls eh sehr niedrig) 12 Std nach dem Eingriff ist mein Puls als auf ca. 90 und ich habe immer noch VES..eig bin ich mit der Erwartung „danach ist alles weg…“ gegangen. Ist das normal? Mache ich mich zu verrückt?… Quote
Mirjam Posted January 22, 2024 Posted January 22, 2024 Ich kenn mich da zu wenig aus und hab jetzt auch nicht recherchiert, könnte mir aber vorstellen, dass so kurz nach der Ablation noch nicht das "Endergebnis" da ist, sondern sich erst einmal alles wieder beruhigen bzw. auch ein bisschen was heilen muss, wobei ich bei so etwas "häufig" vorkommenden wie VES, die an verschiedenen Stellen des Herzens entstehen können, niemals davon ausgehen würde, dass "danach alles weg" ist. Grundsätzlich würde ich bei allem, was psychisch sehr belastend ist, therapeutische Hilfe suchen. Ist zwar auch eine Glückssache, wie schnell man jemanden (oder Bücher/Selbsthilfevideos etc.) findet, den man wirklich hilfreich findet, aber man kann dabei nicht viel verlieren und (potentiell) kann man sehr viel Lebensqualität gewinnen. Mitten in einer so belastenden Phase kann man sich das vielleicht nicht vorstellen, aber es gibt wirklich viele Methoden, die sogar unter den schlimmsten Umständen wieder mehr Gelassenheit und Lebensfreude bringen können. Aber unabhängig davon: In einer Woche schaut die Sache für dich vielleicht schon wieder ganz anders aus. Selbst wenn das Ergebnis der Ablation "nur" eine Reduktion der VES sein sollte - der Unterschied wird im Alltag bestimmt spürbar sein. Wenn das trotz Reduktion weiterhin schlimm für dich ist, dann würde ich auf jeden Fall versuchen an der psychischen Komponente anzusetzen. Manchmal braucht man Anstöße von außen, damit das Negative in unserem Leben nicht mehr so viel von unserer Energie und Aufmerksamkeit "abbekommt". Quote
Xxr77 Posted January 23, 2024 Author Posted January 23, 2024 Vielen Dank für deine Antwort, dass macht mir ein bisschen Hoffnung. Ich hoffe das es nicht schlimmer wird..vielleicht muss ich dem ganzen ein paar Wochen Zeit geben. Quote
Ohrwurm Posted March 14, 2024 Posted March 14, 2024 Hallo! Ich hatte auch eine VES Ablation im November 23. Hatte 20000 Ves in 24 Std....... Quote
Vindicator Posted February 9 Posted February 9 @Ohrwurm Mahlzeit, hat es geholfen? ich habe 43000 Extra Schläge bei 100000 und gerade eine David op hinter mir. Quote
MajaD Posted February 10 Posted February 10 Ich hatte ab Nov. 24 nach Aufenthalt in einem starken elektromagnetischen Feld (Induktionsherd) ca. 30.000 VES pro Tag (26%), was äußerst unangenehm und beeinträchtigend war. Habe mir etliches dazu an Videos von amerikanischen Ärzten angeschaut und auf eigene Faust dann diverse Aminosäuren substituiert. Bis April 25 waren die VES auf 10% gesunken, aber immer noch sehr lästig. War dann bei einem Arzt in Bad Nauheim, der sich auf Herzerkrankungen spezialisiert hat - dieser empfahl Mini-Aderlässe, um das Herz zu entlasten sowie Phytotherapeutika zur Stressreduktion und ein leichtes Diuretikum. Das habe ich dann ein paar Monate brav gemacht, allerdings ohne vorerst einen Unterschied zu bemerken. Dann habe ich ein anderes Q10-Präparat kennengelernt (hatte vorher schon Q 10 genommen) und nach ca. 14 Tagen Einnahme waren meine VES deutlich besser, teils nicht mehr spürbar. Gleichzeitig war auch das Wetter sommerlich geworden und ich war viel in der Sonne (mit Sonnenhut oder im Halbschatten unter Bäumen) + barfuß im Garten (Erdung), was mir auch gut getan hat. Jedenfalls ging es mir im Sommer insgesamt deutlich besser. Habe ab + zu noch Episoden, je nachdem, wie das Wetter ist (z. B. bei Sturmtief, evtl. auch starken Sonnenstürmen etc.). War letzte Woche zum Langzeit-EKG und bin gespannt, was dies nun ergeben hat. Ich hoffe sehr, dass ich um starke Medikamente oder Ablation herumkomme... Quote
Vindicator Posted February 14 Posted February 14 @MajaDDanke für die Infos. Ja, die Praxis hier hatte ich gesehen und gespeichert. Werde erstmal heilen nach David op und dann die extra Schläge mit rhythmologie etc. Angehen. mein ef ist hat schon sehr stark runter. Trage aktuell ne Life vest Quote
Vindicator Posted March 15 Posted March 15 @MajaDGrüsse, was ist bei deinem Langzeit EKG rausgekommen? Welches q10 Mittel nimmst du? Geht es Dir mittlerweile besser? Quote
Tomanik75 Posted March 16 Posted March 16 Hallo zusammen, laut den Ärzten kann es bis zu sechs Monate dauern, bis die Ablation sich gefestigt hat. Bei mir war es Vorhofflattern, vier Tage nach OP aufgetreten, Puls lag ca. 10 Tage zwischen 90-130/min, dann dauerhaft 24/7 bei 140/min. Jetzt nach der Ablation zwischen 60-75/min. Sport kann ich jetzt langsam anfangen. Das Klinikum Stuttgart hat mit sehr geholfen!!! Quote
Pe68 Posted March 18 Posted March 18 nach der Ablation ging es mir sehr gut,war im September 25, seit Januar 26 gibt es immer wieder Phasen mit Bluthochdruck,Schwindel, und Aussetzer mit Sehstörung,immer nur kurz,nicht vorhersehbar,keine Ahnung was das wieder ist,ansonsten läuft mein Herz wie ein Uhrwerk, z.Zt. habe ich ein Langzeit EKG Quote
Sabine1966 Posted March 18 Posted March 18 Hallo zusammen, ich weiß nicht ob meine Nachricht genau zu diesem Thema passt, aber ich versuche es mal hier. Nachdem im November 2023 minimalinvasiv versucht wurde meine Mitralklappe zu rekonstruieren, musste im Februar 2024 nach einem Abriss der Sehnenfäden, mittels Sternotomie eine neue Bioklappe eingesetzt werden. Bis vor drei Wochen war alles gut, heute hat der Kardiologe nun Vorhofflattern festgestellt. Seit ca. 3 Wochen besteht ein leichter Infekt der wohl der Auslöser sein soll. Der Kardiologe hat mir nun eilig ( bitte gleich heute nehmen), Eliquise 5mg und Bisoprolol 1,25mg verschrieben, die ich zweimal täglich nehmen soll. Schon in der nächsten Woche soll ein TEE und eine Kardioversion vorgenommen werden- damit ich wenigstens 6 Monate Ruhe habe. Danach hat er eine Ablation in Aussicht gestellt. Ich merke so ein Flattern in der Brust, bin sonst aber normal belastbar. Jetzt fühle ich mich irgendwie überfordert, das geht mir irgendwie zu schnell. Daher würde ich gern von anderen Erfahrungen hören, auch ob die Kardioversion immer der erste Schritt vor der Ablation ist. Viele Grüße Sabine Quote
MajaD Posted March 18 Posted March 18 @Vindicator, Beim letzten Langzeit-EKG vor wenigen Wochen hatte ich keine VES mehr (zwischenzeitlich hatte ich allerdings nochmal einen Tag lang ziemlich heftige bei einem massiven Wetterwechsel gehabt). Ich nehme QuinoMit Q10® fluid von mse (nach Dr. Enzmann) - falls Du gern mehr Infos dazu haben möchtest, schick mir auch gern eine Nachricht. Alles Gute für Dich, LG MajaD. Quote
KarstenNRW Posted March 19 Posted March 19 vor 16 Stunden schrieb Sabine1966: Schon in der nächsten Woche soll ein TEE und eine Kardioversion vorgenommen werden- damit ich wenigstens 6 Monate Ruhe habe. Danach hat er eine Ablation in Aussicht gestellt. Ich merke so ein Flattern in der Brust, bin sonst aber normal belastbar. Jetzt fühle ich mich irgendwie überfordert, das geht mir irgendwie zu schnell. Daher würde ich gern von anderen Erfahrungen hören, auch ob die Kardioversion immer der erste Schritt vor der Ablation ist. Hallo Sabine, ich hatte während der Reha mit Vorhofflattern zu tun, weswegen ich meine Reha um einen Tag pausieren musste. Ich hatte einen Herzschlag von ca. 160 und habe ebenfalls, außer dem schnellen Herzschlag an sich keinerlei Symptome verspürt. Nach der Untersuchung vor Ort, sollte ich ins Krankenhaus, damit eine Kardioversion gemacht wird. Allerdings hat sich das Vorhofflattern dann noch während des Gesprächs mit meiner Ärztin von alleine gegeben und das Ganze ist mir erspart geblieben. Eine Kardioversion ist aber ein vergleichsweise geringer Eingriff und ist eigentlich das Standardverfahren um akutes Vorhofflimmern oder -flattern zu beenden. Eine Ablation ist deutlich invasiver, aber natürlich dann geeignet, wenn die Rhythmusstörungen immer wieder kommen. Viele Grüße Karsten Quote
Brigittchen Posted March 19 Posted March 19 Da ich mich zur Zeit mit Nahrungsergänzungsmitteln befasse hier an Alle der Hinweis: Sprecht dies auf jeden Fall mit Euren behandelnden Ärzten ab. Hier kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen mit den/dem zu nehmenden Medikamenten(mix) kommen, auf die beim Nahrungsergänzungsmittel nicht hingewiesen wurde. Mir war das bei manchen Nahrungsergänzungsmitteln so nicht bewusst. Quote
Sabine1966 Posted March 19 Posted March 19 Hallo Karsten, vielen Dank, da hast Du wirklich Glück gehabt! Ich hatte wenige Tage nach der OP auch einen hohen Puls von über 130, den die Ärzte als nicht dramatisch und vorübergehend eingeschätzt haben und sie hatten Recht. Ich habe nach 2 Jahren nicht mehr damit gerechnet, dass so etwas sich wiederholt. Allerdings war der Kardiologe gestern nicht überrascht, da die Narben der zwei OPs eben zu solchen Leitungsstörungen bzw. Rhytmusstörungen führen können. Das Herz fühlt sich irgendwie anders und krank an, aber das mag auch eine Kopfsache sein. Brigittchen, ein wirklich wichtiger Hinweis! Ich nehme seit gestern 5mg Equise morgens und abends und habe u.a. nach Anraten des Arztes Omega3 aus meinem Plan gestrichen, aber auch Ingwer, Grapefruit u.ä. soll ich jetzt erst einmal meiden. Das wurde mir nach der OP ( ich habe 3 Monate Macumar genommen) vom Arzt nicht so direkt gesagt. Quote
Brigittchen Posted March 19 Posted March 19 Bei mir ähnlich, habe es noch nicht genommen, werde es aufgrund meiner Medikamentenkombi nicht nehmen: Taurin, Omega 3, Q10, Schwarzkümmelöl, usw...Die Wechselwirkungen hier sind oft auch hinsichtlich der " gefährlichen" Menge schlecht einschätzbar. Vor kurzem hatte ich eine elende Magen Darm Grippe mit extremer Übelkeit und durfte kein Vomex aufgrund des Flecainids nehmen, das war auch echt übel (im wahrsten Sinne des Wortes). Liebe Grüße Brigitte Quote
Vindicator Posted March 26 Posted March 26 (edited) @MajaDDanke für die Info. Edited March 26 by Vindicator Quote
Tomanik75 Posted April 12 Posted April 12 Am 18.3.2026 um 19:32 schrieb Sabine1966: Hallo zusammen, ich weiß nicht ob meine Nachricht genau zu diesem Thema passt, aber ich versuche es mal hier. Nachdem im November 2023 minimalinvasiv versucht wurde meine Mitralklappe zu rekonstruieren, musste im Februar 2024 nach einem Abriss der Sehnenfäden, mittels Sternotomie eine neue Bioklappe eingesetzt werden. Bis vor drei Wochen war alles gut, heute hat der Kardiologe nun Vorhofflattern festgestellt. Seit ca. 3 Wochen besteht ein leichter Infekt der wohl der Auslöser sein soll. Der Kardiologe hat mir nun eilig ( bitte gleich heute nehmen), Eliquise 5mg und Bisoprolol 1,25mg verschrieben, die ich zweimal täglich nehmen soll. Schon in der nächsten Woche soll ein TEE und eine Kardioversion vorgenommen werden- damit ich wenigstens 6 Monate Ruhe habe. Danach hat er eine Ablation in Aussicht gestellt. Ich merke so ein Flattern in der Brust, bin sonst aber normal belastbar. Jetzt fühle ich mich irgendwie überfordert, das geht mir irgendwie zu schnell. Daher würde ich gern von anderen Erfahrungen hören, auch ob die Kardioversion immer der erste Schritt vor der Ablation ist. Viele Grüße Sabine Hallo Sabine, s.o. hab ich bereits etwas geschrieben. Bei der Ablation war es bei mir eine Isthmusablation. Kardioversion war der einfachere Eingriff, hat aber nicht geholfen. Eliquis und Bisoprolol 5mg habe ich auch verschrieben bekommen. Ich würde nicht so lange warten, mein Kardiologe hat sofort mit dem KH Kontakt aufgenommen. Bei mir waren es da bereits 3 Wochen, er meinte, das wird sich nicht mehr verändern. Bis heute alles gut, Gottseidank 🙏 LG Tomi Quote
Sabine1966 Posted April 13 Posted April 13 Hallo Tom, vielen Dank für Deine Ergänzung und hoffentlich hast Du jetzt nach der Ablation Ruhe! Ich kann ziemlich gut auf meiner Smartwatch nachvollziehen, dass das Herz am 7.3. aus dem Takt gekommen ist und ich plötzlich HRV Werte von > 100 bis 200 hatte. Sonst eher zwischen 10 und 20 bei mir. Im Herzzentrum am 30.3. sollte ja ein TEE und eine Kardioversion gemacht werden, da war das Herz bereits selbst wieder in den Sinusrythmus gegangen. Ob das eine bessere Prognose verheisst, weiß ich aber nicht. Jetzt am Freitag in der Rythmussprechstunde wird besprochen, ob die Ärzte erst einmal abwarten wollen, ob es erneut zum Vorhoffflattern kommt. Die Ursache der Vernarbungen aus 2 OPs sind ja noch da. Anderseits gehe ich davon aus, dass mein Absetzen des Bisoprolol im September mit Einverständnis des Kardiologen ebenfalls zu den Rythmusstörungen beigetragen hat. ich werde dann berichten, liebe Grüße Sabine Quote
Tomanik75 Posted April 14 Posted April 14 Hi Sabine, die letzte Kardiologin hat viel über meine Tabletten gesprochen. Sind halt doch für das Herz anders als eine Ibu für fast alle schmerzen. Das Biso soll ich über einen längeren Zeitraum absetzen, Ganze>Halbe>Viertel Tablette. Damit das Herz sich einstellen kann. Fahre so gut ich kann und so oft ich kann auf meinem Spinning Bike um das Herz zu belasten und zu trainieren. Jetzt muss ich bis zum 18.06. meine Tabletten nehmen und dann schauen wir mal wie es weitergeht. Ich berichte dann wieder….. Drücke dir ganz fest die Daumen 👍 Grüsse Tomi Quote
Sabine1966 Posted April 21 Posted April 21 Hi Tom, danke fürs Daumen drücken! Das EKG das im Rahmen der Rythmussprechstunde gemacht wurde, war soweit in Ordnung. Die Ärztin war leider wenig empathisch und hat mir kurz und knapp den weiteren Weg erklärt. Eine Ablation ist jetzt der einzige sinnvolle Weg, da das Vorhofflattern in jedem Fall wiederkäme. Meine ( bislang) überschaubaren VES würde sie dann nach 3 Monaten ebenfalls mittels Ablation behandeln. Nachdem ich dann gefragt habe, ob ich ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern habe ( das wohl auch nach erfolgreicher Ablation auftreten kann), ist das auch fast unvermeidlich aufgrund der Narben meiner zwei OPs. Zu behandeln natürlich ebenfalls mittels Ablation. Ich war ziemlich bedient von diesen Aussichten! Immerhin waren wir auf einer Linie, dass ich das Eliquise gern wieder absetzen würde. Das sah sie als realistisch an, 4 Wochen nach dem Eingriff. Bisoprolol oder ein Betablocker ständen als Mittel in den Leitlinien, bewirken aber nur das der Vorhof langsamer flattert, falls es wieder losgeht. Ich soll trotzdem dabei bleiben. Wobei ich beim Laufen oder höherer Belastung so eine Art Ring, wie eine Bremse spüre. Geht das nur mir so? Ich habe dann heute meinen behandelnden Kardiologen angerufen der meinte, es müsste ja nicht so kommen, aber er würde sich nicht wundern wenn es so wäre. Nicht gerade das was ich hören wollte 😏. Ich gebe mir jetzt mal ein paar Tage Zeit um mir Gedanken darüber zu machen, was ich tun soll und vor allem wie schnell. Dann drücke ich natürlich auch die Daumen 👍, viele Grüße Sabine Quote
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