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Neuer Teilnehmer (Aortenklappe)


Sibbertz

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Hallo in die Runde, ich komme aus Hamburg, bin 53 Jahre alt und hatte im November 2023 eine größere OP in Hamburg St. Georg. Habe eine biologische Aortenklappe erhalten sowie ein Bypass an der Herzhinterwand. Die erste OP verlief planmäßig, leider ist das Sternum nach 5 Tagen komplett instabil gewesen und war quasi „zerstört“.

die zweite OP war dann mit viel mehr Komplikationen verbunden, ich hatte literweise Wasser im Körper und dadurch eine starke Herzinsuffizienz. Nun bin ich seit 4 Wochen zu Hause und leide unter hohenm Puls, (80-90) Appetitlosigkeit, massive Schlafstörungen. Außerdem schwingt die Angst immer mit, dass das Brustbein wieder instabil werden könnte, obwohl nun fast sechs Wochen vergangen sind.

Bei der ersten OP war das Brustbein entweder schlecht operiert oder zu früh belastet - oder beides. Bei der zweiten OP habe ich mir dann auf eigene Kappe eine Thorax Weste angeschafft. Ich denke, das ist eine gute Lösung und gibt viel mehr Stabilität. Seit 2013 hatte ich immer wieder kleinere OPs wie zum Beispiel Stents. Ich muss sagen, dass die letzte OP es wirklich in sich hatte und ich negativ überrascht bin, wie lange der Genesungsprozess nun dauert. Insbesondere das Schlafen in Rückenlage hat mich fast fertig gemacht. 

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  • 3 weeks later...

Hallo @Sibbertz

Puh, da hast du ja ziemlich was hinter dir!

Du schreibst: 2. OP? Was wurde da gemacht? Nochmal der Brustkorb auf und neu gedrahtet? 

Wie geht es dir denn mittlerweile?

Wie kann das Brustbein solchen Schaden nehmen?

Kannst du dich an irgendeine Bewegung erinnern? 

LG Elke 

 

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Hallo @Sibbertz

 

da hast Du einen wahren Albtraum durchlebt... Hast Du eine Ahnung, wann und wie es passiert sein könnte? "Zerstört" klingt heftig - weißt Du, was kaputt gegangen ist?

Meine eigene OP war vor 5 Monaten und ein Ct Anfang der Woche ergab, dass das Sternum auf Höhe der Rippen 1 - 5 noch nicht durchgeheilt ist, nur im unteren Drittel. Mein Chirurg meinte, das sei ok und normal, aber ich habe kein gutes Gefühl dabei und spüre auch immer wieder die Drähte, je nach Bewegung etc. Die Drähte sind lt. CT alle okay, allerdings kommt mir der oberste fast durch die Haut durch... will nachher zu meinen kleinen Enkeln, da habe ich mich jetzt gut "gepolstert", dass es nicht so weh tut, wenn sie mal mit dem Kopf dagegenstoßen...

Ich war am Anfang SEHR vorsichtig (hatte im Net gelesen, was man darf und was nicht - das Pflegepersonal im KH war da nicht immer so bedacht drauf), habe über 6 Wochen nur auf dem Rücken geschlafen - oder besser gesagt, es vor Rückenschmerzen nachts nicht im Bett aushalten können. In der Reha hat die Stationsärztin dann gemeint, ich könne es auch wieder mit Seitenlage probieren.

 

Mit Autofahren habe ich erst nach 9 Wochen begonnen, auch sonst war ich vorsichtig (nicht aufgestützt, nicht weit über Kopf gereckt etc. etc.). Einmal allerdings hatte ich das Gefühl, ich hätte mir das Brustbein "gezerrt" - meine Autotür war sehr weit geöffnet und, weil wir an einem Berg standen, ging sie schwerer zu als erwartet... ich habe sie zugezogen, aber musste viel fester ziehen als erwartet... seit der Zeit hatte ich das Gefühl, es sei anders als vorher... allerdings war auch das sicher schon 10 Wochen nach der OP.

Deine Angst kann ich sehr gut verstehen, das wäre für mich auch das reinste Schreckensszenario... Die erste OP war schon belastend, doch eine zweite nach so kurzer Zeit ist doch eine massive Belastung für den gesamten Organismus, mal ganz abgesehen von der emotionalen und psychischen Belastung. Was sagt denn Dein Kardiologe dazu, wie es Dir geht? Warst Du schon in der AHB?
Hast Du die Möglichkeit, die irgendwelche Hilfe zusätzlich zu holen? Hilfreiche Gespräche, vielleicht noch etwas naturheilkundliche Unterstützung, die helfen kann, den Heilungsprozess und auch Dein Nervenkostüm zu unterstützen? 

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und Genesung auf allen Ebenen,

ganz herzliche Grüße mitten aus Hessen

MajaD.

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  • 2 weeks later...

Hallo Maja und Elke,

danke für Eure Antworten und Eure Erfahrungsberichte.

 

Meine 2. OP war eine Re-Verdrahtung, weil das Brustbein und die Cerclagen herausgerissen waren. Ich vermute, es war direkt nach der OP, als ein Therapeut meinte, er müsse mich schnell mobil machen. Ich hörte es ziemlich laut ("klack-klack-klack..."). Vermutlich lag es daran. Nach der 2. OP war ich körperlich sehr geschwächt, bis heute (mittlerweile 10 Wochen nach nach der 2. OP) habe ich noch große Probleme. Angefangen mit einer erheblichen Kurzatmigkeit, über Schlaflosigkeit und Wasseransammlungen, fühle ich mich noch immer sehr krank. Was mich jedoch am meisten umtreibt, ist das Brustbein, das wieder knackt und gluckert und schon kommen die Erinnerungen wieder. Ich habe übrigens nach 5,5 Wochen nach der 2. OP das erst Mal auf der Seite geschlafen. Der Rückenschlaf war irgendwann nicht mehr möglich.

Vielleicht höre ich das Gras wachsen und mache mir zuviel Sorgen, aber ich bin negativ überrascht, wie lange der Genesungsprozess dauert und mit welchen Begleiterscheinungen man zu tun hat.

Nochmals Danke und ich wünsche Euch auch alles Gute.

Grüße 

S. Sibbertz

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Hallo S

 

Das wird wohl wieder, ich musste auch reoperiert werden (eine Woche nach der Klappe). Erneute Sternotomie mit allem was dazugehört. Mittlerweile geht es mir gut und so soll es noch eine Zeit bleiben.

 

Viele Grüße und Kopf hoch

Ralf

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  • 4 weeks later...

Liege inzwischen wieder im KH, heute Nachmittag erfolgt die 3.Re-Verdrahtung. Diesmal mit Vakuumschwamm und Pumpe, um alle  Entzündungen zu beseitigen. Mein Bettnachbar hat seine Klappe vor 2Wochen erhalten und geht heute nach Hause. 
Drückt mir die Daumen….ich hatte noch nie so wenig Hoffnung in eine OP. Warum sollte es jetzt klappen, wenn die anderen beiden Versuche (nach 10 Tagen und nach 90 Tagen)

fehlgeschlagen sind?

viele Grüße 

stefan

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Ich drücke dir die Daumen, dass alles wieder gut wird und du danach endlich Ruhe hast! Das es nun schon die 3.Op ist und du keine Hoffnung mehr hast, ist mehr als verständlich. 

Bist du denn wieder im selben Krankenhaus wie die ersten beiden Male? 

Alles erdenklich Gute für dich!!

 

 

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Hallo Stefan,

 

ich drücke dir ganz feste die Daumen, das diesmal alles gut verläuft.

Ich werde nächste Woche Donnerstag operiert(Aortenerzklappe und Aortenprothese).

Das du die Hoffnung komplett verloren hast kann ich vollkommen verstehen.

Versuche trotzdem positiv zudenken.

 

Ich wünsche dir alle Kraft, die du brauchst, um diese Zeit zu überstehen.

 

VG 

Frank

 

 

 

 

Edited by sockel2670
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Hallo Stefan

 

Ist leider noch nicht so gut gelaufen bei dir aber das wird. War selber über 30 Tage auf Intensiv und musste reoperiert werden mit anschließendem künstlichen Koma für über 2 Wochen während ich weiter an der Ecmo hing.

 

Das ganze liegt nun 3 Jahre zurück. Bin mittlerweile 60 und Frührentner.

 

Hatte selber Zimmermitbewohner die nach einem Tag Intensiv auf Normalstation kamen. 
 

Drücke dir die Daumen bin aber zuversichtlich das wird auch bei dir.

 

Beste Grüße 

Ralf

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Hallo @Sibbertz/Stefan,

das stelle ich mir überhaupt nicht schön vor und hoffe, es hat alles gut geklappt - wie geht es Dir jetzt? 

Falls Du einen guten Arzt für Naturheilverfahren (oder HP) kennst oder ausfindig machen kannst, wär es vielleicht eine Idee, dass Du komplementär die Entzündungsneigung angehst, damit die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder schief geht, verringert wird. Habe selbst immer gute Erfahrungen mit Enzymen, hochdosierten Vitamin-C-Infusionen, Auffüllen von Nährstoffen, ätherischen Ölen (zur Narbenpflege) etc. gehabt - alles keine Garantie, aber vielleicht ein bisschen zusätzliche Hilfe, damit der Körper es besser schafft.

Alles Gute und gute Besserung!

LG MajaD.

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