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Meine Geschichte die sich im Dezember 2022 zuspitzte


Waldemar

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Zu meiner Geschichte. Im Dezember 2022 hatte ich einen Tinnitus. Dieser wurde vom HNO kurz nach dem Auftreten mit Cortison behandelt. Seit Jahren war ich schon wegen Bluthochdruck im Behandlung und gut eingestellt. In den Letzten Jahren wurden 2 Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt. Die Engstellen erwiesen sich dabei als nicht behandlungsbedürftig. Nach der Cortisoneinnahme war mein Blutdruck durcheinander und ich wandte mich an den Hausarzt der mir riet mich schnell an einen Kardiologen zu wenden, was ich auch tat. Dann ging alles recht schnell. Es wurde ein Herz-CT veranlasst, das starke Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen und eine bikuspidale Aortenklappe ergab. Daraufhin ein erneuter Herzkatheter und ein Schluckecho durchgeführt. Hier ergab sich ein neues Ergebnis zu meiner bekannten   Aneurysma auf 5 cm, der bisher bekannte Wert betrug 4,5 cm. 

 

Nach der Untersuchung hatte ich ein Gespräch mit den Herzchirurgen. Hier riet man mir dringend zu einer zeitnahen Operation, also innerhalb der nächsten 4 Wochen. In der Besprechung wurden mir 3 Bypässe, der Ersatz der Aortenklappe und der Ersatz des Aufsteigenden Bogens der Aorta angeraten. Im ersten Gespräch mit den Chirurgen wurde mir eine biologische Klappe vorgeschlagen, im Gespräch vor der OP eine mechanische. Ich bin 58 Jahre alt und somit wäre wohl eine mechanische angebracht gewesen. Ich entschied mich aber wegen meiner Arbeit die ein Verletzungsrisiko mit sich bringt für eine biologische um die Einnahme eines Blutverdünners zu vermeiden. 

 

Vor der OP beschäftigte ich mich in keiner Weise mit dieser und somit war mir die Schwere des Eingriffs auch nicht bewusst. Im nachhinein war das für mich die richtige Entscheidung. Es wäre sonst keine gute Zeit gewesen, da ich mich der Angst ausgesetzt hätte. Mitte Januar 2023 wurde die OP dann durchgeführt. Auch hier war ich wenig aufgeregt. Als ich dann nach der OP auf der Intensivstation aufwachte war ich doch extrem schwach und auch beeindruckt. Am ersten Tag wolle ich auch keine Angehörigen sehen. Am 2 und 3 Tag hatte ich mit dem Durchgangssyndrom zu kämpfen, das war sehr extrem. Mein Verstand gaukelte mir  extreme Situationen vor und hier schlug die Angst voll zu. Ich war sehr froh, als das überwunden war und ich wieder klar denken konnte. Meine Gedanken will ich hier nicht schilden, da ich an der Verarbeitung noch arbeite und dies mit mir und mir vertrauten Personen ausmachen will. Die zeitlichen Abläufe des 2 und 3 Tages sind in meinem Denken durcheinander und ich kann diese im Kopf nicht ordnen.

 

Nach der OP war ich 5 Tage auf der Intensivstation, auch weil ich eine Lungenentzündung bekommen hatte. Ab dem 4 Tag bin ich aufgestanden und mit Hilfe durch die Intensivstation gewandert. Dann ging es für 7 Tage auf die Normalstation und ich bemühte mich sehr mich viel zu bewegen. Jeden Tag ging es kleine Schritte aufwärts. Anschießend begann unmittelbar meine REHA. In der ersten Woche war ich noch auf den Rollstuhl angewiesen, da es weite Wege zu den Behandlungen waren. Dann machte ich alle Wege zu Fuß und war auch hier bemüht viel Bewegung zu haben. Nach 4 Wochen war die REHA zu ende und ich setzte meine Bemühungen fort wieder fit zu werden. 4 Wochen war ich noch in intensiver physiotherapeutischer Behandlung und bis jetzt (Juni 2023) arbeite ich täglich an meiner Kondition und will das auch fortsetzen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich meine alte Form wiedererlangen werde. 

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