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Ratlos, immer wieder Rückschritte


Ulithi

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Nachdem meine OP 4 Monate zurückliegt und ich sie bisher recht gut überstanden hatte, auch psychisch, hat sich Dienstag alles geändert.

Nach einem 40 Minuten leichtem Lauftraining ging es mir super ich dachte schon, jetzt ist es geschafft. Danach ging ich einkaufen, dort hatte ich einen heftigen Schwindelanfall und mußte mich abholen lassen. Mittwoch und Donnerstag war wieder alles ok, aber ich war verunsichert.  Donnerstag bis Freitag wurde ein Langzeit EKG angeschlossen.  Freitagvormittag gab ich das Langzeit-EKG ab um 13.00 Uhr sollte ich das Ergebis bekommen. Auf dem nach Hauseweg fing schon Herzrasen an, dann zeigte meine Uhr Vorhofflimmern an.

Als ich beim Kardiologen anrief, wollte man mich zum Hausarzt schicken, zum EKG! Als ich protestierte konnte ich kommen, das EKG bestätigte Vorhofflimmern, ich sollte ins Herzzentrum. Plötzlich normalisierte sich alles. Das Langzeit-EKG war völlig ok Diese Attacken hatte ich noch 3 mal. Ich habe dann einen anderen Kardiologen angerufen und mein EKG hingeschickt, der meinte das wäre Vofhofflattern, ich sollte das Flecainid absetzen und etwas mehr Bisoprolol nehmen. Das hat bisher gewirkt, aber ich bin sehr verunsichert und psychisch angeschlagen. Auf wen kann man sich noch verlassen?

 

Hanne

Edited by Ulithi
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  • 2 weeks later...

Oje, du Arme!

Sehr zermürbend, wenn klar wird, dass einer der Fachleute, denen man vertrauen können sollte, offenbar etwas (grob) falsch gemacht hat.

 

In welcher Form/Dosis hast du das Flecainid wann verschrieben bekommen? War dies deine erste Episode von VHF?

 

Ob das nun Vorhofflimmern oder -flattern war, würde ich von einem Rhythmologen klären lassen, damit du weißt, welchem der beiden Kardiologen du vertrauen kannst, und evtl. auch, damit du in Zukunft eine wirklich fachkundige Person konsultieren kannst, sollte das VH-Flimmern/Flattern noch einmal auftreten! 

 

Ich drück dir die Daumen!

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Liebe Mirjam,

ja mein Kaliumspiegel wurde gecheckt, ich bekomme Kalium und Magnesium. Das Flecainid bekam ich in der REHA da ich dort Vorhofflimmern hatte, das durch das Medikament aufhörte und nach 3 Monaten sowieso abgesetzt werden sollte.

Seit Flecainid nach dem Vorhofflattern abgesetzt wurde, ist es auch nicht wieder gekommen.

Allerdings war ich im MRT wegen der Schwindelattacke, dort hat man einen kleinen weißen Punkt gesehen und vermutet einen Mini-Infarkt. Ich werde gerade im Krankenhaus nochmal gründlich durchgecheckt. Jetzt wird überlegt ob der Blutverdünner gewechselt wird. Ich nehme zur Zeit Xarelto.

Ich dachte, ich hätte alles so gut überstanden.

Liebe Grüße

Hanne

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  • 5 months later...

Liebe Hanne,

 

40 Minuten Lauftraining nach 4 Monaten der OP? Das ist schon eine Hausnummer! Obwohl ich seit 35 Jahren regelmäßigem Sport mache, würde ich das momentan (knappe 3 Monate nach der OP) noch nicht wagen. So eine Herz-OP ist keine Kleinigkeit und ich bremse mich selbst in meinem Ehrgeiz.

 

Das war mein ganzes Leben lang mein Problem und hat vermutlich zu meiner Erkrankung beigetragen. Ehrgeiz, Perfektionismus und eine gute Portion Selbstverleugnung. Ich möchte Dir natürlich nicht unterstellen, dass Du der gleiche Typ bist ...

 

Auch die Psyche spielt eine große Rolle und vielleicht hast Du Dich da wirklich ein bisschen überfordert? Möglicherweise ist ein ein weniger fordernder Umgang mit sich selbst hilfreich?

 

Aber das sind nur Vermutungen von mir und Du kannst mich gerne Lügen strafen.

 

Mit dem Vertrauen in die Ärzteschaft habe ich auch so meine Probleme. Ich habe durch die Endokarditis, die der Grund meines Herzklappenersatzes war, das Augenlicht meines rechten Auges zur Hälfte verloren. Allerdings habe ich kein Problem, auch noch eine 3. und 4. Meinung einzuholen. Ich bin schon bei 2 verschiedenen Meinungen gelandet, aber das ist mir wichtig, wie man sich sicher vorstellen kann. Natürlich darf man den Zeitpunkt nicht übersehen, an dem man nur noch Ärztehopping betreibt. Daher wird bei Nr. 4 auch Schluss sein.

 

LG und alles Gute für Dich,

Petra

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Liebe Petra,

 

vielleicht habe ich mich im Januar wirklich etwas überfordert, allerdings habe ich immer auf meinen Puls und Blutdruck geachtet.

Mittlerweile hat sich bei anschließenden Untersuchungenim Januar/Februar  herausgestellt, daß ich 2 kleine Hirninfarkte hatte, einer schon länger zurückliegend, einer neueren Datums. Wann genau konnte nicht mehr festgestellt werden. Außerdem wurde festgestellt, daß meine linke Wirbelkörperschlagader deutlich zu schmal ist (wahrscheinlich von Geburt an) bis zur OP hatte ich damit keine Probleme. Aber bei mir wurde der Aortenbogen zum Teil ersetzt, vielleicht mußte sich das erst einpendeln. Das kann auch niemand genau sagen.

Meine OP ist mittlerweile 9 Monate her und seit Anfang Juni geht es mir sehr viel besser. Ich glaube es waren die Betablocker die jetzt auf 5mg am Tag reduziert wurden und mein Schwindel ist weg. Sehstörungen hatte ich auch nur noch einmal, als ich im Stress war und mich aufgeregt habe. Ich hoffe irgendwann auf die Betablocker verzichten zu können. Mein Blutdruck ist auch sehr gut eingestellt, vielleicht kann ich auch auf die Blutdrucksenker demnächst verzichten.

Stress und zu viel auf einmal machen habe ich schon sehr reduziert, was nicht immer gelingt.

Ich habe auch eine neue Kardiologin gefunden, die mich sehr gründlich untersucht hat und mir gesagt hat wieviel und lange ich mich sportlich betätigen kann, das hatte bisher noch keiner der Ärzte, da wollte sich keiner festlegen.

Was für mich schwierig war und noch ist, zu akzeptieren, daß sich mein Leben nach der OP verändert hat. Ich war vor der OP gesund ich hatte durch das Aneurysma und die Aortenklappe keinerlei Einschränkungen, nach der OP ging es mir erstmal viel schlechter.

Aber jetzt habe ich mittlerweile die Hoffnung, daß es mir weiterhin so gutgeht und noch besser wird. Es hat halt etwas länger gedauert als ich dachte.....

 

Liebe Grüße

Hanne

 

 

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Hallo Hanne,

 

ich freu' mich für Dich, dass es Dir gut geht. Ich nehme jetzt, ca. 3 Monate nach der OP, auch noch 5 mg Bisoprolol, allerdings aufgeteilt auf 2 x 2,5g und wäre das auch gerne los. Schwindel scheint bei Betablockern fast schon die Regel zu sein. Und mein Blutverdünner nervt mich, denn ich hab' öfter mal blaue Flecken und leichtes Nasenbluten davon.

 

Andererseits fühlt man sich ganz schnell mal sicherer mit den Medis, was ich als überzeugter Medikamentengegner nie gedacht hätte. Tja, die Welt steht wirklich nach einer Herz-OP komplett auf dem Kopf. Das mögen Außenstehende gar nicht nachvollziehen können und man selbst hätte dies niemals vermutet. Offensichtlich ist das Herz doch ein besonderes Organ. ;)

 

LG, Petra

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