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Mitralklappeninsuffizienz doch hochgradig (Stadium 3) - Rekonstruktion empfohlen


sportskanoneLB98

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Hallo alle zusammen, 

bei mir wurde vor kurzem eine Mitralklappeninsuffizienz mit einem angeborenen Mitralklappenprolaps festgestellt. Nach der TEE in der Uniklinik kam jedoch heraus, dass sie nicht, wie vermutet mittelgradig, sondern hochgradig, Stadium 3, ist. Um festzustellen, wie viele Extrasystolen ich am Tag habe, soll jetzt noch ein Langzeit-EKG gemacht werden. Fest steht jedoch, da ich Symptome (Leistungsminderung, starke Palpitationen und Erschöpfung) habe, muss die Klappe in den nächsten Monaten (?!) operiert werden. Mein Fall kommt nächste Woche in der Kardio-Kardiochirurgie-Konferenz auf den Tisch und wird diskutiert. Danach weiß ich mehr. Der Assistenzarzt hat mich aber schon für eine Rekonstruktion "vorbereitet" (nach Absprache mit dem Oberarzt).

Nun ist das natürlich ein Schock, weil ich nie mit einer OP während meines Studiums gerechnet habe. Aber der Stationsarzt meinte, dass die Symptome nur schlimmer und nicht besser werden, weshalb ein Herauszögern keinen Sinn machen würde. Da mein Herz generell noch keine Schäden erlitten hat, sollte bald gehandelt werden. 

Eine Zweitmeinung werde ich mir in einem Herzzentrum trotzdem einholen, auch wenn ich meinen Ärzten voll und ganz vertraue. 

Jetzt muss ich erstmal abwarten, was mein Kardiologe dazu sagt. 

Ich bin im übrigen 23 Jahre alt, weiblich und Studentin.

Nach diesem Schock hätte ich noch einige Fragen. 

Wäre eine OP wirklich im nächsten halben Jahr sinnvoll? Wie schnell kann ich wieder ins Studium einsteigen? Muss ich in eine Reha gehen oder kann ich die zuhause machen? Wie die Nachbehandlung einer Rekonstruktion ab? 

Über einen Austausch würde ich mich freuen. 

Liebe Grüße, Lisa 

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Na wie die Ärzte sagen es wird nicht besser. Reha würde ich dir empfehlen sind meistens 3 Wochen habe neue pulmonalklappe bekommen damals. Ambulante Reha gibt es auch aber die geht dann auch über 3 Wochen. Kommt drauf an was du studierst wenn du an schreib Tisch sitzt bist du bestimmt schneller dabei als wenn du schwere Arbeit hast oder machen musst.

Gruß Uwe 

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Guten Morgen, 

genauso war es bei mir am Schluss. In welche Klinik möchtest du gehen?

Ich war im Westdeutschen Herzzentrum Essen. Der Oberarzt und vor allem der Chirurg Dr. El Gabry waren wirklich Engel. 

Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass die ersten 5 Tage wirklich nicht ohne sind. An den Op Tag und den Tag danach habe ich kaum Erinnerungen. Aber es wird Tag für Tag besser. Ich selbst hätte nicht damit. Die Zeit vergeht schnell. Meine OP war am 08.06.2022 ich wurde am 18.06.2022 Samstags entlassen. 

Meine ambulante Reha begann am 23.06.2022 und ging 4 Wochen. Ich wurde um halb 9 abgeholt und diese ging bis 14 Uhr.

Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen eine ambulante Reha zu machen. Dort wurde es Woche für Woche besser und du bist in guten Händen. Man Ergometer Training, Gymnastik, Entspannung , Trainingsfläche und diverse Vorträge. Es hat mir sehr geholfen. 

Ich würde es immer wieder so machen. Nur das ich nicht mehr lange Warten würde. Ich habe mir jahrelang Gedanken gemacht und Ängste ausgestanden. Umso fitter man in die OP geht umso besser verkraftet der Körper das. Ich bin 5 Tage nach der OP schon mit der Physio am Gang rumgelaufen. Tag für Tag kommen die Zugänge weg. JEden Tag einen weniger. Da du noch sehr jung bist und im gebärfähigen Alter kann ich dir sagen, dass du kein Marcumar bekommen wirst. Sondern das du dir Abends Heparin spritzt. Ich musste dies 3 Monate lang nehmen zur Vorbeugung von Gerinseln. Ferner muss ich 2,5 mg Bisoprolol nehmen aber dies wird ausgeschlichen. Es kann sein das man Wassereinlagerungen bekommt. ich hatte ziemlich mit Wasser in der Lunge zu kämpfen hab da aber diverse Entwässerungstabletten bekommen und es ging auch weg- 

 

Also Kopf hoch nach Vorne blicken und den Schaden hinter sich bringen. Es ist schlimmer als gedacht;) ich drück dir die Däumchen. 

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Ich glaube kaum das es sinnvoll ist mit der Op zu warten wenn man schon Symptome hat, das einzige was noch passieren kann ist das sich dein Herz vergrößert und an Pumpleistung verliert.

Einen irreparablen Schaden sollte man jedenfalls vermeiden auch wenn dieser sich nur langsam entwickelt.

Eine Zweitmeinung ist sicherlich nicht verkehrt aber ich befürchte das dein 24 Stunden EKG auch nicht positiv ausfallen wird.

 

Ich würde es jedenfalls nicht aufschieben und bin selbst froh das ich das schnell erledigt hatte damals.

Ich bin Mitte Mai 2021 in das Krankenhaus gekommen und war dort knapp 16 Tage. (Feiertage und Untersuchungen haben die Verzögerung begünstigt)

Danach war ich erstmal krankgeschrieben  1-2 Wochen (zu Hause) und bin danach direkt in die Reha gegangen.

Im Juli folgte dann noch eine 4 wöchige Eingliederung und ab August war ich bereits fit genug um unseren Slowenien Trip anzutreten.

Im Urlaub war ich dann viel auf den Beinen und bin auch eBike gefahren, eigentlich alles wie immer und im November sogar wieder Achterbahnen in Freizeitparks.

 

Die erste Zeit ist nicht schön aber man wird relativ schnell wieder fit, einzige Einschränkungen die ich hatte war das ich schweres Heben vermeiden sollte.

Ich musste die erste Zeit auch Macumar nehmen und Bisoprolol, das wurde aber schnell wieder abgesetzt nach 3 Monaten.


Die Diagnose war ein Schock aber im Endeffekt ist alles super verlaufen und der Schaden wurde behoben.

 

 

 

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Du kannst ja sicher für das kommende Semester ein Urlaubssemester einlegen und die Zeit nach der OP voll und ganz für dich nutzen.

Bei Symptomen macht das Rauszögern einer OP wenig Sinn. Es ist ja besser mit gutem Zustand in die OP zu gehen als mit einem schlechten.

Die stationäre Reha hat mir damals gut getan, alternativ kannst du ja schauen, was es ambulant für Angebote gibt.

 

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vor 10 Stunden schrieb Janine1987:

Guten Morgen, 

genauso war es bei mir am Schluss. In welche Klinik möchtest du gehen?

Ich war im Westdeutschen Herzzentrum Essen. Der Oberarzt und vor allem der Chirurg Dr. El Gabry waren wirklich Engel. 

Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass die ersten 5 Tage wirklich nicht ohne sind. An den Op Tag und den Tag danach habe ich kaum Erinnerungen. Aber es wird Tag für Tag besser. Ich selbst hätte nicht damit. Die Zeit vergeht schnell. Meine OP war am 08.06.2022 ich wurde am 18.06.2022 Samstags entlassen. 

Meine ambulante Reha begann am 23.06.2022 und ging 4 Wochen. Ich wurde um halb 9 abgeholt und diese ging bis 14 Uhr.

Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen eine ambulante Reha zu machen. Dort wurde es Woche für Woche besser und du bist in guten Händen. Man Ergometer Training, Gymnastik, Entspannung , Trainingsfläche und diverse Vorträge. Es hat mir sehr geholfen. 

Ich würde es immer wieder so machen. Nur das ich nicht mehr lange Warten würde. Ich habe mir jahrelang Gedanken gemacht und Ängste ausgestanden. Umso fitter man in die OP geht umso besser verkraftet der Körper das. Ich bin 5 Tage nach der OP schon mit der Physio am Gang rumgelaufen. Tag für Tag kommen die Zugänge weg. JEden Tag einen weniger. Da du noch sehr jung bist und im gebärfähigen Alter kann ich dir sagen, dass du kein Marcumar bekommen wirst. Sondern das du dir Abends Heparin spritzt. Ich musste dies 3 Monate lang nehmen zur Vorbeugung von Gerinseln. Ferner muss ich 2,5 mg Bisoprolol nehmen aber dies wird ausgeschlichen. Es kann sein das man Wassereinlagerungen bekommt. ich hatte ziemlich mit Wasser in der Lunge zu kämpfen hab da aber diverse Entwässerungstabletten bekommen und es ging auch weg- 

 

Also Kopf hoch nach Vorne blicken und den Schaden hinter sich bringen. Es ist schlimmer als gedacht;) ich drück dir die Däumchen. 

Hallo, 

vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Schilderung. Damit hast du mir sehr weiter geholfen. Ich möchte im Herzzentrum in Essen eine Zweitmeinung einholen, weil ich viel gutes hier gelesen habe und ich in Düsseldorf in Behandlung bin. Und dann lasse ich mich dort operieren, wo ich mich wohler fühle. Danke auch für den Tipp mit der Reha. :)

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vor 8 Stunden schrieb AnneS:

Du kannst ja sicher für das kommende Semester ein Urlaubssemester einlegen und die Zeit nach der OP voll und ganz für dich nutzen.

Bei Symptomen macht das Rauszögern einer OP wenig Sinn. Es ist ja besser mit gutem Zustand in die OP zu gehen als mit einem schlechten.

Die stationäre Reha hat mir damals gut getan, alternativ kannst du ja schauen, was es ambulant für Angebote gibt.

 

Hallo, 

vielen Dank für deine Antwort und den Hinweis mit dem Urlaubssemester. Das ist tatsächlich eine Idee, worüber ich nachdenken werde. Ich setze mich mal mit der Hochschule in Verbindung, wenn ich alle Untersuchungsergebnisse habe. 

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vor 9 Stunden schrieb Christian83:

 

Ich glaube kaum das es sinnvoll ist mit der Op zu warten wenn man schon Symptome hat, das einzige was noch passieren kann ist das sich dein Herz vergrößert und an Pumpleistung verliert.

Einen irreparablen Schaden sollte man jedenfalls vermeiden auch wenn dieser sich nur langsam entwickelt.

Eine Zweitmeinung ist sicherlich nicht verkehrt aber ich befürchte das dein 24 Stunden EKG auch nicht positiv ausfallen wird.

 

Ich würde es jedenfalls nicht aufschieben und bin selbst froh das ich das schnell erledigt hatte damals.

Ich bin Mitte Mai 2021 in das Krankenhaus gekommen und war dort knapp 16 Tage. (Feiertage und Untersuchungen haben die Verzögerung begünstigt)

Danach war ich erstmal krankgeschrieben  1-2 Wochen (zu Hause) und bin danach direkt in die Reha gegangen.

Im Juli folgte dann noch eine 4 wöchige Eingliederung und ab August war ich bereits fit genug um unseren Slowenien Trip anzutreten.

Im Urlaub war ich dann viel auf den Beinen und bin auch eBike gefahren, eigentlich alles wie immer und im November sogar wieder Achterbahnen in Freizeitparks.

 

Die erste Zeit ist nicht schön aber man wird relativ schnell wieder fit, einzige Einschränkungen die ich hatte war das ich schweres Heben vermeiden sollte.

Ich musste die erste Zeit auch Macumar nehmen und Bisoprolol, das wurde aber schnell wieder abgesetzt nach 3 Monaten.


Die Diagnose war ein Schock aber im Endeffekt ist alles super verlaufen und der Schaden wurde behoben.

 

 

 

I

 

 

 

Hallo, 

vielen Dank für deine Erfahrungen, die du geschildert hast. Ich vermute auch, dass das Langzeit-EKG viele Extrasystolen anzeigen wird, da ich in 4 von 5 Ruhe-EKG diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten hatte. Aber sobald ich den Besprechungstermin hatte, gebe ich ein Update. 

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vor 10 Stunden schrieb Uwe1981:

Na wie die Ärzte sagen es wird nicht besser. Reha würde ich dir empfehlen sind meistens 3 Wochen habe neue pulmonalklappe bekommen damals. Ambulante Reha gibt es auch aber die geht dann auch über 3 Wochen. Kommt drauf an was du studierst wenn du an schreib Tisch sitzt bist du bestimmt schneller dabei als wenn du schwere Arbeit hast oder machen musst.

Gruß Uwe 

Hallo, 

danke für deine geschilderten Erfahrungen. Damit hast du mir auf jeden Fall schonmal eine erste Orientierung gegeben. 

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Hallo,

bei mir wurde die hochgradige Mitralklappeninsuffizienz im Oktober 2020 festgestellt und wurde dann im Februar 2021 minimalinvasiv Operiert (Rekonstruktion).

Ich war derzeit im 2. Semester meiner Umschulung und musste kurz vorm Ende des 2. Semesters abbrechen. War dann bis August 2021 krank geschrieben und habe dann wieder im 2. Semester beginnen müssen und dadurch habe ich jetzt 1 Jahr verloren. Aber die Gesundheit geht vor dachte ich, weil ich auch Symptome hatte und wollte dass die OP bald durchgeführt würde.

Ich denke also das es bei dir vielleicht auch kein Problem ist mit dem Semesterstop.

 

Alles Gute und schöne Grüße

Gerald

Edited by Feuerfisch
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