Jump to content

Frage wegen Aneurysma- dringend, weil Not-OP bevorsteht :-(((


frauchenkiki

Recommended Posts

Hallo, an alle

 

ich schreibe hier wegen meinem Ehemann. Durch Zufall wurde ihm ein BAA festgestellt was uns sehr überrascht hat. Nun hat mein Mann aus der Klinik angerufen (er ist inzwischen auf dem Heimweg) dass man ihn nächste Woche dringend einweisen würde, weil das Immunsystem anscheinend sein Gewebe zerstören würde. Sein Aneurysma ist 5,5 cm.

 

Wie sieht es aus mit Chancen usw? Ich muss leider mitteilen, mein Mann ist ein enormer Pessimist und hat schon Angst, dass er nach oder während der OP sterben würde. Wie könnte ich diesen Menschen aufmuntern?

Würde mich über mehrere Infos freuen,

 

liebe Grüße, Kiki :(

Link to comment

Hallo Kiki,

 

das ist ja ein heftiger Schlag mit einer doch ernstzunehmenden Diagnose. Mich wundert es jetzt doch sehr, das man deinen Mann mit einem solch nachgewiesenen Aneurysma von 5,5 cm überhaupt hat wieder nach Hause gelassen wurde, immerhin sprichst du ja auch von einer dringenden Einweisung nächste Woche, also sollte man dies nicht unterschätzen.

 

Ich selbst hatte mehrere Aneurysmen vor allem in der Brust, das größte bei 7,5 cm und ein weiteres bei 5,5 cm und gerade in der Brust ist es ja noch gefährlicher und als ich meinen mech. AKE 2011 bekam und im Vorfeld untersucht wurde, hat man auch im Bauch die defekte Aorta und aneurysmatische Ausweitungen feststellen können. Dort sagte man mir auch, das es bei einer Größe ab 5 cm ernst werden würde mit einem weiteren Eingriff.

 

Dein Mann ist Pessimist, es ist eine schwere Diagnose und auch eine schwere OP, aber trotzdem sieht man doch auch an mir, was Ärzte heutzutage zustande sind zu leisten. Ich habe jene damalige OP 2006 , es war auch eine Not OP, gut überstanden, auch wenn dies alles seine Zeit natürlich braucht.

 

Er muss versuchen ruhig zu bleiben, gerade jetzt ist viel Aufregung und Stress auch nicht gut. Ich drücke die Daumen das alles gut wird

 

LG Thomas

Link to comment

Hi Kiki,

Ich kann gut nachempfinden was jetzt bei Euch abgeht, auch für Dich als Angehörige. Bei uns war aber eher ich der Pessimist. Nun denn, mein Mann hat direkt nach der Diagnose angefangen, alles zu Hause soweit zu ordnen, dass er nicht eine frau mit 3 kids im Worst case im Chaos vesinken lassen würde. Das mag sich doof anhören, aber Ablenkung jeglicher Art ist wohl mit das Beste, wobei ich auch sagen muss, dass ich dank der Infos in diesem Forum doch beruhigter war ubd somit er auch. Wir haben so z.B. Auf diesem Weg das passende KH gefunden und haben uns direkt mit denen in Verbindung gesetzt zwecks Vorstellung (2Tage später). Auch wenn es doch 5 Stunden Autofahrt entfernt liegt, so war das doch sehr beruhigend zu wissen, dass die Lübecker (Uniklinik) einen enormen Erfarhrungsschatz mit sämtlichen Herz-OP's haben. Zusätzlich sind sie im Focus in den letzten Jahren als die Beste Herz- und Thoraxchirurgie Deutschlands ausgezeichnet worden. So, slso haben wir uns mit unserem Recht suf eine Zeitmeinung von der Diagnoseklinik verabschiedet und "das Herz meines Mannes in die Hände der Topärzte des Lübeckers KH gelegt". Der Gedanke einer anschliessenden Reha am Timmendorfer Strand war auch nicht schlecht und mein Mann hat sich fast schon darauf gefreut (fast). Ich will hier nichts schön malen. Mein Schatz wurde gerade erst am vergangenen Montag 7 h operiert ( Rekonstruktion und Aortaprothese) und bietet gerade den Schmerzen seine Stirn. Er weiss aber auch das Schmerz zu empfinden, besser ist als die andere Alternative (v.a. Weil es -so hoffen wir doch- es bestimmt täglich besser wird). Dazu kommt noch, dass er das alles "alleine " durchstehen muss, da ich 3 Kidds hüten muss. Das heisst natürlich bangen und hoffen aus der Ferne. Bekomme aber jederzeit total nette und freundliche Auskünfte vom dortigen Personal. Zu wissen, dass man im Vorfeld alles daran gesetzt hat, die Besten der Besten zu suchen und gefunden zu haben ist enorm beruhigend. Den Rest entscheidet dann aber doch jemand anderes.

Euch alles erdenklich Gute, Dir viel Kraft, denn das braucht dein Schatz bestimmt mit am meisten. Ein Quentchen Glück und Zuversicht dazu und es wird, darf nichts schief gehen!!!

Liebe Grüße

Ada - eine Strohwitwe vom Niederrhein

(Weitere Beiträge unter herzklappe-treffen der Gorummitglueder in Reha).

Link to comment

Hallo Kiki,

 

versuche Deinem Mann klarzumachen und auch Dir, was er für ein Glück gehabt hat, das man das Aneurysma zufällig festgestellt hat. Das Risiko zu sterben war ohne diese Feststellung ungleich höher. Natürlich birgt auch jede OP Risiken, aber die sind in seinem Fall in aller Regel beherrschbar. Und dann ist ein ganz normales Weiterleben möglich. Das Glas ist halbvoll statt halbleer. Für Pessimismus besteht kein Grund.

 

Ganz "herz"liche Grüße, Dir und Deinem Mann, Peter

Link to comment

Hallo , frauchen kiki,

ich sitze an meinem Laptop und  lese deinen Beitrag. Solche  Zufallsbefunde BAA ( Bauchaortenaneurysmen)sind nicht selten . Diagnose ,meist mit

Ultraschall .  Da BAA sich in der Bauchaorta befinden, muß man auch da unterscheiden . (Aorta abdominalis  -Bauchaorta Teil der Ao.,der im Bauch-

raum verläuft . Bauchaortenaneurysma ,infrarenales BAA,das unterhalb,der Nierenarterie beginnt . BAA -suprarenales, BAA das oberhalb der Nierenarterie

beginnt . Diese Aneurysmen,sind eher leichter ,zu opperieren, als Aneurysmen in der Brustaorta (thorakal) ,oder Aneurysmen in der aufsteigenden AO.

Einschließlich Aortenbogen . In den letzteren genannten  AAA ascendens und Ao.Bogen, muß die Herzlungenmaschine eingesetzt werden . Mit

Brustbein -Eröffnung .  Daher ist diese  OP. anspruchsvoller ! Thorakale, bzw.BAA können minimalinvasiv operiert werden, mit einem Stent . Diese

OP. wird und kann nach neuesten  (etwa 10 Jahren ) chirurgischen Fortschritt oft angewendet werden . Muß aber genauestens geplant und von

routonierten,mit Erfahrung ,geübten Chirugen ausgeführt werden !

Also ,das BAA sollte ,mit dem CT, oder MR, genauesten vermessen werden, der Sitz des BAA lokalisiert und festgestellt werden.

Des weiteren ,sollte nur ein OP.-Team mit Erfarung und Routine die Op. ausführen. Sitzt das BAA , güstig und der Patient hat keine,weiteren

schw. Erkrankungen ,  wird auch, oder kann das BAA mit einer offne OP. ausgeschaltet werden . Da sollte man sich beraten lassen ,von dem Chirurgen

zu dem man Vertrauen hat . So, das ist einiges von mir,als Laie, der sich mit den Thema Aneurysmen und Dissektionen seit langen Jahren beschäftigt,

ich wurde ander Typ A Dissektion  1984 erfolgreich behandelt (NOT-OP.  Deinem lieben Mann alles Gute , bitte Keine Panik, alles wird  gut .

HG  und LG   Gerd

Link to comment

Hallo Kiki,

 

Aneurysmen werden meistens zufällig diagnostizert, da sie in den seltesten Fällen Probleme bereiten.

 

Ein BAA ist ein Aneurysma der Aorta im Bauchraum, wie Gerd schon richtig gesagt hat. Je nach Lage und betroffener Arterien und vorhandener Begleiterkrankungen ist die OP einfacher oder komplexer bzw. mit mehr oder weniger Risiken behaftet, dauert also kürzer oder auch länger.

Wenn Du in einer Großstadt oder in der Nähe davon wohnst und diese über eine Uniklinik oder ein Gefäßzentrum verfügt, würde ich zur OP dort hingehen (hier im Großraum Heidelberg sehr naheliegend, Prof. Dr. Böckler genießt hier jedenfalls deutschlandweit einen sehr guten Ruf), da diese Einrichtungen über sehr viel Erfahrung verfügen.

 

Pessimismus ist nicht schön, packt aber jeden betroffenen Patienten mit großer Wahrscheinlichkeit. Es ist aber ratsam zu versuchen das Positivste an der Situation zu sehen, z. B., wie Peter schon sagte, dass das BAA entdeckt wurde bevor es reißt oder platzt. Viele Betroffene habem dieses Glück nicht. Auch positiv ist, dass die OP sehr gut vorbereitet werden kann, da Dein Mann einbestellt wird und nicht als Akutnotfall im Schockraum oder auf dem OP-Tisch liegt.

Ein weitestgehend "normales" Weiterleben nach der OP ist wahrscheinlich. Das Sterberisiko während der OP ungleich geringer im Vergleich zum Weiterleben mit nicht operiertem BAA.

 

Wie Du Deinen Mann aufmuntern kannst kann ich Dir nicht beantworten. Meine Lebensgefährtin hat mir aber gebetsmühlenartig immer gut zugeredet, gleich wie schwer ihr selber der Umgang mit der Situation fiel. Auch nach der OP wurde jeder kleinste Fortschritt positiv aufgefasst.

Vielleicht habt ihr ja auch jemanden im Freundes- und Bekanntenkreis, der diese OP überstanden hat, der - sofern Dein Mann das möchte - bereit ist, mit ihm darüber zu reden?

 

Ich wünsche Euch viel Glück, Zuversicht und Kraft!

 

Viele Grüße,

Michael

Link to comment

Hallo, an alle

 

und nun zur Sache: mein Mann hat alle möglichen Analysen und Aufnahmen hinter sich und kommt also Mittwoch ins Herzzentrum Bad Krozingen. Also wurden alle Messungen richtig gemacht und es sieht nicht gut aus. Warum er doch noch heimgeschickt wurde? Keine Ahnung. Bei uns in der Gegend sind die Ärzte sowieso ein bisschen oberflächlich. Ich will niemanden anschwärzen aber es ist nun mal wie es ist... Schmerzen hat er keine, er versucht nun bis dann sich zu schonen. 

 

Ausserdem reicht bei meinem Mann leider keine Invasivchirurgie aus, man wird ihm "traditionell" den Bauch aufschneiden müssen :-(

 

Hinzu kommt NOCH ein Problem: ich muss auch dringend im Krankenhaus, aber in ein anderes. Ich habe OP Termin am 7 November, einen Termin den ich auch nicht ablehnen kann. An und für sich nicht sooo schlimm, aber ein "weiblicher Infektionsherd" (sagen wir mal so) muss auch entfernt werden. Mein Mann, selber, war überrascht, dass er doch so schnell ins Krankenhaus muss. Hoffentlich kann ich dann 2 Wochen nach der OP meinen Mann besuchen, ansonsten keine Ahnung. Wie lange dauert ein Klinikaufenthalt? Gibt es nachher eine Reha? Ich hoffe, es passiert nichts in der Zeit wo ich auch im KH bin...

Zu meinem Mann kann ich nur sagen, wir haben hier in der Gegend keine Freunde, selbst die Nachbarn reden kaum mit einem irgendwie alle wie verscheucht. Dabei sind wir keine Menschen die beißen, eher das Gegenteil.  Mein Mann und ich lesen im Netz so ungefähr aber mit Leuten Kontakt zu haben die das hinter sich haben ist schon etwas besser. 

Link to comment

ach ja, genau! Noch eine Frage hätte ich: 

wie lange dauert die Vorbereitung auf die OP und was wird alles gemacht? Entzündungen wurden ausgeschlossen, bis auf einem geschwollenen Lymphknoten am Hals der heute durch CT analysiert wird. Er wird trotzdem Mittwoch eingewiesen.  :rolleyes:

Link to comment

Hallo,

 

da habt ihr ja leider keine einfache Situation. 2 OPs in der Familie, das ist schon heftig.

 

Normalerweise wird vor einer OP ausgeschlossen, dass akute Entzündungen vorliegen. Dies gilt insbesondere für die Zähne, den HNO-Bereich und eventuell für den urologischen Bereich. Wenn dein Mann so schnell operiert werden soll, werden die entsprechenden Untersuchungen, die noch fehlen, sicherlich in der Klinik gemacht.

 

In der Regel beträgt der stationäre Aufenthalt in der Klinik sieben bis zehn Tage, vorausgesetzt, es treten keine Komplikationen auf. Gewöhnlich schließt sich direkt daran eine dreiwöchige Reha (AHB) an.

Du kannst deinen Mann bestimmt schon einen Tag nach der OP besuchen.

 

Ich wünsche euch für die kommenden Wochen viel Kraft und Zuversicht. Es wird alles wieder gut.

 

Grüße
Dietmar
Link to comment

Hallo, Dietmar :-)

 

meinem Mann hat man schon prophezeit er würde ca3 Wochen im Krankenhaus bleiben. Wird am offenen Bauch operiert, nicht Schlüsselloch. Wenn er nachher noch eine Reha kriegt wäre es super. danke^^

 

Meinen Mann werde ich, leider, nicht so leicht besuchen können da ich quasi zur gleichen Zeit auch eine OP habe. Mal schauen wie sich alles entwickelt. Jahrelang kommt nix dann so viel auch einmal  :(

Edited by frauchenkiki
Link to comment

Hallo,

 

ich bin bei meiner Angabe von einer Brustbeinöffnung ausgegangen. Wenn du die Angabe "3 Wochen" hast, könnte es bei der anstehenden OP vielleicht doch zu einer längeren LIegezeit kommen.

Trotzdem erscheint mir ein Zeitraum von 3 Wochen sehr lang. Eventuell ist da ja schon die Reha mit eingerechnet?

Vielleicht weiß jemand, der eine ähnliche OP hinter sich hat, Näheres darüber.

 

 

Grüße
Dietmar
Edited by marathon2
Link to comment

Hallo, Dietmar.

 

es scheint mit den Voruntersuchungen zusammen zu hängen, dass es so lange dauert. Nun ja, vielleicht läuft es gut. 

 

Liebe Grüße, und Dank an alle :-)

Link to comment

Hallo,

 

natürlich wird es gut laufen!

Ich drücke euch die Daumen.

 

Grüße
Dietmar
Link to comment

Hallo Kiki, bei den meisten Krankenhäuser gibt es genug Parkplätze, allerdings dürfen oder können die meisten postoperativen "Kunden" kein Auto fahren.

LG, Rainer

Link to comment

Soweit ich weiß, darf man nach der OP erstmal einige Zeit nicht fahren, da z. B. Narben verheilen müssen.

 

Mögliche Gründe für den langen stationären Aufenthalt können wirklich in der Lage des BAAs und der dadurch betroffenen Organe liegen, oder aber, dass bei Deinem Mann ggf. Begleiterkrankungen vorhanden sind.

 

Ein Krankenhaus behält heute eigentlich aus wirtschaftlichen Gründen kaum einen Herz-/Gefäß-Patienten länger als nötig im Haus.

 

Grüße

Micha

Link to comment

Hallo, Micha

 

das stimmt allerdings. Mein Mann macht ja im Anschluss auch eine Reha und er hat auch was kleines Infektiöses was im Krankenhaus noch geregelt werden muss. Deswegen werden es bei ihm mehrere Wochen sein werden. Schauen wir mal. 

Link to comment

Hallo, an alle :-)

Also, ich habe Neuigkeiten: am Montag wird operiert. Voraussichtlich um 11h. Soll 2 1/2 Stunden dauern und was mich selber wundert ist, dass man ihn schon im OP wecken wird. Hmm... warum macht man das so???

Link to comment

Hallo Kiki,

 

also meine Lebensgefährtin (OP-Schwester seit ca. nem Jahr in der Gefäßchirurgie) meinte, dass 2,5 h durchaus eine normale OP-Zeit sind für BAA's (Vermutlich meint der Arzt damit die Schnitt-Naht-Zeit, ohne die Vorbereitung des Patienten). Die OP-Zeit hängt u. a. davon ab, mit welcher Technik das BAA versorgt wird und welche Organe evtl. betroffen sind, hatte ich ja schonmal erwähnt. Ausserdem kommt ja zu der OP-Zeit ja auch diese für die Narkoseeinleitung und auch für's wieder Zumachen des Patienten und für die Aufwachphase (Narkoseausleitung) hinzu.

Zudem kommt es immer mal wieder zu Verzögerungen, die nichts mit Komplikationen der OP bzw. des Patienten zu tun haben.

 

Also das "Wecken" im OP gehört dazu ;-) und es kommt eben noch etwas Zeit für das ganze Drumherum zur OP-Zeit hinzu.

Ihr schafft das schon, alles wird gut. Bad Krozingen ist da wohl in Deutschland auch eine gute Adresse.

 

Meine Daumen sind für Euch gedrückt!

 

Viele Grüße

Micha

Link to comment

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Create New...