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Paddy

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Hallo allerseits,

nachdem ich mich bereits durch einige Beträge hier im Forum gelesen habe, verfasse ich nun meinen ersten Beitrag :)

Zu meiner Situation:

 

Ich komme aus Hamburg, bin 28 Jahre jung und seit ungefähr 9 Jahren leide ich ca. alle sechs Monate unter Vorhof-Flimmern. Dieses dauert dann ca. 12 (bisher auch einmalig 24) Stunden an und verschwindet dann so spontan, wie es gekommen ist. Es gab auch eine Phase, in der ich ca. zwei Jahre lang keine Beschwerden hatte, dafür aber auch eine Phase, in der das Flimmern im Abstand von ca. 3 - 4 Monaten aufgetreten ist. Bevorzugt trat es die letzten Male nach Alkoholkonsum am Vorabend und direkt nach plötzlicher Anstrengung auf. Zudem wurde bei mir ein Prolaps der Mitralklappe festgestellt. Daraus resultiert inzwischen eine Mitralklappen-Insuffizienz dritten Grades.

 

In diesem Zusammenhang war ich die letzten Male bei akutem Flimmern in diversen Krankenhäusern. Die letzten Ultraschallaufnahmen bestätigen, dass bei mir demnächst eine Operation der Mitralklappe ansteht: idealer Weise eine Straffung/Rekonstruktion, im schlimmsten Falle eine künstliche Klappe. Eine organische Ersatzklappe kommt bei mir wegen des Alters eher nicht in Frage.

 

Jetzt stellt sich mir die Frage, welches Krankenhaus dafür am besten geeignet ist. Ich weiß: jeder favorisiert natürlich die Klinik, bei der er/sie erfolgreich behandelt wurde. Aber diese Erfolge spiegeln ja 'nur' Stichproben wieder. Ich will bei dieser Sache wirklich nichts dem Zufall überlassen. Daher die Frage:

 

Welche Klinik und welcher Arzt ist für eine Mitralklappen-Rekonstruktion die erste Wahl?

Innerhalb Deutschlands wäre ich bereit, für die OP überall hinzureisen.

 

Natürlich kann man nicht sagen: 'Diese Klinik ist die beste.' oder 'Dieser Arzt ist der beste.' Aber eine grundsätzliche Richtung... eine Tendenz würde mir schon sehr weiterhelfen.

 

Folgende Kliniken habe ich bereits recherchiert:

 

Kerckhoff Klinik in Bad Nauheim

Herzzentrum Leipzig

Herzzentrum im UKE in Hamburg - Eppendorf

 

Die ersten beiden genannten haben letztes Jahr im Focus Klinik-Test im Bereich Herz-Chirurgie extrem gut abgeschnitten. Generell liest man im Internet fast nur Positives über diese beiden Klniken. Das Herzzentrum im UKE war leider im Focus Klinik-Test im Bereich Herz-Chirurgie nicht gelistet. Aus Nähe zu meinem Wohnort und der Nähe zu Familie und Freunden wäre diese Klinik für mich dennoch interessant. Dort hätte ich sogar schon einen OP-Termin für Anfang April. Leider wird bei meiner Internet-Recherche leider überhaupt nicht ersichtlich, ob das Herzzentrum im UKE bei Mitralklappen-Rekonstruktionen zu DEN Top-Kliniken zählt oder ob sie einfach 'nur' gut sind.

 

Sorry, dass ich euch mit soviel Text erschlage. Ich hoffe, dass mir dennoch der ein oder andere Forum-User weiterhelfen kann :)

 

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe:

Paddy

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Hallo Paddy,

 

ich bin im UHZ-Hamburg von Prof. Detter operiert worden, er ist spezialisiert auf die Rekonstruktion der Mitralklappe,

ich war und bin von diesem Professor Begeistert, mir geht es gut,

Ich habe eine neue Bio Mitralklappe bekommen.

 

hier mal eine Seite vom Professor .

 

http://www.cardioguide.de/arzt.php?anr=8444&auswahl=spezialgebiete

 

 

lasse dir bei ihn einen Termin zum Gespräch geben,

 

Gruß Marion

Edited by Marion Hut
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Hallo Paddy,

 

willkommen im aktiven Teil des Forums (auch im Namen der anderen Moderatoren).

 

Ich finde Du hat Glück im Unglück - in Hamburg hast Du die Auswahl unter drei versierten Kliniken die im Herzbereich eine hohe Kompetenz besitzen.

 

Da wäre das Herzzentrum UKE, das Albertinenkrankenhaus und Asklepios St. Georg. Alles Kliniken die hohe Behandlungszahlen haben. Schau Dir mal die Qualitätsberichte dieser Kliniken an - diese Berichte sind eine recht zuverlässige Quelle für Informationen über die jeweilige Klinik.

 

http://www.kliniken.de/kliniken/a-z/kliniken/index.htm

 

Hier kannst Du nach Postleitzahl oder Stadt nach den entsprechenden Kliniken suchen die Du recherchiert hast. Dann kannst Du die Berichte als PDF aufrufen und mit der PDF Suchfunktion ist es relativ leicht mit den Schlüsselwörtern Mitralklappe, Rekonstruktion usw. die entsprechen Stellen in den Berichten zu finden.

 

Test- und / oder Rankinglisten in Zeitschriften sind eher dazu da mit dem Thema Auflage zu steigern. Der Hintergrund für die Auswahl der Kliniken und deren Bewertung bleibt meist diffus bzw. stellt sich als wenig repräsentativ/belastbar heraus.

Ebenso Klinikbewertungen wie die "weisse Liste" sind letztendlich auch nur Suchmasken - ergänzt um Patientenbewertungen.

 

Meiner Meinung nach gibt es aber keine Möglichkeit DIE beste Klinik zu finden und was nutzen tendenziöse Aussagen. Letztendlich wird eine Klinik gut verkauft/dargestellt durch das jeweilige Krankenhauskonzern und im besten Fall steht hinter der jeweils dargestellten Philosophie des Krankenhauses noch ärztliche Fachkompetenz und nicht nur betriebswirtschaftliches Interesse.

 

Wenn Du keinen direkten Zeitdruck hast, solltest Du Dir mal die "heimischen" Herzkliniken anschauen. Ich bin wie Marion auch im UKE operiert worden (Dr. Wagner/Dr. Detter) allerdings schon 2004 und meine Mitralklappe war mit dem damaligen Stand der Technik nicht mehr zu reparieren. Mittlerweile gibt es mehr Erfahrungen und sicherlich auch bessere OP Technik so dass viel mehr Mitralklappen "gerettet" werden können. Aber selbst wenn nicht - ich lebe seit 2004 mit einer künstlichen Mitralklappe und habe eine wirklich gute Lebensqualität. Also egal wie man Dir helfen kann wirst Du nach der OP mit sehr großer Wahrscheinlichkeit besser darstehen als jetzt.

 

.

 

Mach Dich dazu, wie oben schon geschrieben, frei vom immer mehr um sich greifenden Test-/Rankingwahn - nur weil eine Klinik nicht in einer eher banalen Umfrage genannt wird ist sie deshalb nicht schlecht. Auch wird die Qualität nicht allein von einem Professor bestimmt - ohne ein gutes Team und weitere fähige Ärzte kann keine gute Leistung erbracht werden. Vielmehr ist es wichtig, das z.B.,wie im UKE, eine gute Zusammenarbeit zwischen der Herzchirurgie und der Kardiologie besteht und diese Abteilungen gemeinsam für die Patienten da sind.

 

Von Hamburg aus bietet sich dann eine AHB z. B. in Timmendorf (Ostsee) an. Also alles im gut überschaubaren Bereich

 

Ich wünsche Dir eine "ruhige Hand" bei Deiner Wahl und versuche evtl. den FOCUS zu vergessen und lieber den Focus auf Deine eigene Wahrnehmung und Bauchgefühl zu legen.

 

Alles Gute dafür und wie sagt man in Hamburg "dat schiet sich schon torecht" (UT das wird schon klappen).

 

MfG

Thomas W.

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Moin,

 

schau' Dir mal meinen Beitrag zur Mitralklappenrekonstruktion in Thorax-Klinik in Homburg (Prof. Schäfers) an. Ich würde da jederzeit wieder hingehen, besser hätte es nicht laufen können.

Siehe auch meinen Beitrag zum Dressler-Syndrom (Du bist relativ jung, das könnte daher relevant für Dich sein).

 

Gruß

 

EvH

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Hallo Paddy,

 

als Hamburger hast Du wirklich eine Auswahl von 3 Kliniken, die sich auch in Deutschland nicht verstecken brauchen.

 

Ich kann Dir Prof. Rieß vom Albertinenkrankenhaus empfehlen, ein toller Mensch und super Chirurg.

Sicher einer der besten im Norden.

 

Wünsche Dir auch alles Gute und die richtige Wahl.

 

Gruß

 

Michael

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Hallo Paddy!

 

Um das Hamburger Klinik-Trio zu vervollständigen: Meine OP and in St. Georg statt.

Wie um UKE arbeiten auch Kardiologie und Chirurgie eng zusammen. Und was weitaus wichtiger für mich war, ist die Tatsache, dass die Hamburger Kliniken in beiden Bereichen auch untereinander in ständigem Austausch stehen.

Ich habe vor meiner endgültigen Entscheidung um ein Gespräch mit dem Chirurgen gebeten und mich dann auch von meinem Bauchgefühl leiten lassen. Das war für mich gut.

 

Ich wünsche Dir ebenfalls eine gute Enscheidung.

Dagmar

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  • 2 weeks later...

Hallo zusammen und vielen Dank für eure Antworten. Sorry, dass ich mich erst so spät melde, aber ich hatte ein bisschen zu tun, habe noch viel recherchiert und dann kam auch noch ein fieses, kleines Grippchen dazwischen... Aber nun bin ich wieder fit :)

Ich habe direkt einmal euren Rat befolgt und das empfohlene Hamburger Klinik-Trio etwas genauer unter die Lupe genommen. Da ich das UKE/UHZ bereits kannte (und dort etwas gemischte Gefühle hatte), habe ich mich zunächst online ein wenig über die anderen beiden (Asklepios + Albertinen) informiert. Nachdem mir mein Hausarzt dann ebenfalls das Albertinen Krankenhaus empfohlen hat, hatte ich dort gestern ein Informationsgespräch bei Dr. med. Lorenz Hansen (Ltd. OA Herzchirurgie). Ergebnis: Er hat sich wirklich sehr viel Zeit genommen, all unsere Fragen zu beantworten und uns ein paar Ängste zu nehmen... ohne Dinge zu verschönen oder zu dramatisieren. Nur eine Sache machte mich ein wenig stutzig: ich brauche evtl. keine Reha im Anschluss an die OP, da ich ja noch relativ jung bin. Habe auch schon öfters gelesen, dass mache Patienten eigenmächtig die Reha abgebrochen haben...

Hat da jemand Erfahrung, bzw. kann etwas über die Notwendigkeit einer Reha nach einer Herzklappen-OP berichten?

Ansonsten werde ich den Eingriff wohl im Albertinen Krankenhaus durchführen lassen... Im Idealfall bereits im Mai.

 

Vielen Dank schonmal für eure Antworten und beste Grüße:

Paddy

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Hallo Paddy,

 

auf eine AHB nach der Herz-OP solltest du auf keinen Fall verzichten. Sie gibt dir die nötige Zeit und Ruhe, dich von dieser schweren OP zu erholen und hilft dir, deinen Körper wieder allmählich für den Alltag fit zu machen.

Ich hätte absolut nicht darauf verzichten wollen.

 

Wichtig ist nur, dass du dir vorher verschiedene Einrichtungen anschaust, damit du dich dann dort auch 3 Wochen wohlfühlen kannst.

 

Grüße

Dietmar

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Hallo Paddy,

 

ich war bei meiner OP damals 42 Jahre alt, ich hatte vorher keine Zeit mir über eine Reha Gedanken zu machen.

Ich habe mich dann nach der Entlassung aus dem KH für eine ambulante Reha beim Berliner Tor entschieden.

Körperlich kommt man eigentlich recht schnell wieder klar, also für den Alltag hat es gereicht, aber bei mir hat die Psyche

Probleme bereitet.

Allein dafür hat es sich gelohnt die Reha zu machen, allerdings brauchte ich auch keine INR Schulung oder so.

Alles andere hat mich nicht weiter gebracht. In diesem Forum gab es mehr Informationen als damals in Reha.

 

Im Übrigen hat das Albertinen KH eine Reha Klinik gleich nebenan, da hat man es bei Problemen nicht soweit und Deine Familie auch nicht.

 

Ich denke Du hast mit dem Albertinenkrankenhaus eine gute Wahl getroffen.

 

Weiterhin alles Gute.

 

Michael

 

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Hallo Paddy!

 

Zu einer Reha rate ich Dir in jedem Fall undabhängig von Deinem Alter. Dein Körper hat Schwerstarbeit geleistet, wenn die OP vorüber ist, und muss sich erholen und an die neue Situation gewöhnen. In der Reha kannst Du unter Aufsicht, Deine "Grenzen austesten", Dich beraten lassen. Und außerdem steht dir die Anschlussheilbehandlung - was die Reha eigentlich ist - zu. Es ist kein Kur- oder Erholungsaufenthalt.

Was du dir überlegen könntest, ist eine ambulante Anschlussheilbehandlung, zumal auch in HH dafür die Möglichkeit gegeben ist. Allerdings solltest Du Dir auch Informationen über andere Reha-Kliniken einholen. In der Nähe HH fallen mir ad hoc Bad Fallingbostel, Bad Bederkesa, Timmendorfer Strand ein. Von allen dreien habe ich positive Berichte gehört. Und es wird noch weitere geben.

 

Viele Grüße und alles Gute,

Dagmar

Edited by DBehr
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  • 1 month later...

Hallo allerseits,

bei mir ist es nun bald soweit: habe am 28.05. die Einweisung ins Albertinenkrankenhaus in Hamburg Schnelsen. Von Nervosität bisher keine Spur: Wahrscheinlich, weil ich schon soviel mit Freunden, Familie und Arbeitskollegen darüber gesprochen habe, dass der Gedanke an den Eingriff inzwischen schon zur Normalität geworden ist. Zudem strahlt alles, was ich vom Krankenhaus bisher mitbekommen habe (Broschüren, Filme, Gespräche, Tag der offenen Tür) ein hohes Maß an Professionalität und Sicherheit aus. Ich schätze mal, dass ich kurz vor der Einweisung dann doch noch nervös werde ;)

So verrückt das auch klingen mag: Irgendwie bin ich sogar ein bisschen neugierig auf den Eingriff und die Zeit danach...

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Hallo Paddy!

 

Da wünsche ich Dir doch jetzt sChon alles Gute für die OP. Du hast ja eine positive Einstellung, das ist die halbe Miete, damit kann man auch einen Anflug von mulmigem Gefühl besser wegstecken, wenn sich so etwas unerwartet doch noch breit macht. ;-)

 

Dat löppt sich allens trecht (das wird schon werden). Die Daumen sind gedrückt,

Dagmar

Edited by DBehr
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Paddy,

 

ich wünsche dir auch alles gute für die OP,

deine positiven Gedanken werden dir helfen.

Bei mir war es auch so,

bin im UHZ Hamburg operiert worden und war ganz optimistisch,

das alles gut wird.

 

Daumen sind gedrückt.

 

Gruß Marion

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