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  1. Der Bericht ist etwas ausführlicher geworden. Wen es nicht interessiert, braucht ihn nicht zu lesen oder kann ihn auch nur grob überfliegen. Aber darin sind einige Informationen enthalten, die für für mich im Vorfeld der OP schon wichtig gewesen wäre und ich nirgendwo anders gelesen habe. Mein Operationsbericht: Sommer 2012 Erster Kontroll-Besuch beim Kardiologen, da mein Hausarzt Herzgeräuche diagnostizierte. Ergebnis Mittelgradige Mittralklappeninsuffizienz und Vergrößerung des Herzmuskel – daraufhin Einnahme von ACE-Hemmer, was die Herzmuskelvergrößerung reduzierte September 2013 Erste persönliche Feststellung, dass die Leistungsfähigkeit beim Sport reduziert ist (früher 10km joggen – jetzt nur noch 4 km) und zudem ein permanentes „Kribbeln“ in den Beinen. Diagnose: nun schwergradige Mitralklappeninsuffizienz und Empfehlung zur baldmöglichen Operation Daraufhin Einholung einer Zweitmeinung eines anderen Kardiologen: Bestätigung der baldmöglichsten Operationsempfehlung. Oktober 2013 Herzkathederuntersuchung in der Uniklink Ravensburg – keine Auffälligkeiten an den Herzkranzgefäßen – nur undichte Mitralklappe – Hinweis: Später stellte sich heraus, dass das Herzzentrum die Kathederuntersuchung lieber selbst durchgeführt hätte, damit die Leiste wegen dem Einsatz der Herz-Lungen-Maschine an der bewußten Stelle möglichst unverletzt ist. Anschließend Anmeldung zur Operation in Herzzentrum Bad Krozingen – Bestätigung des Operationstermin am 15.11.2013 kam aufgrund von meinem telefonischen Nachhaken innerhalb von wenigen Tagen (der Termin wurde auch nicht verschoben). 13.11.2013 Anreise nach Bad Krozingen – Voruntersuchungen (EKG, Echokardiographie, Röntgen...) – alles wurde wiederholt 14.11.2013 Weitere Voruntersuchung (Schluckecho) - gegen Abend ausgiebige Diskussion mit meinem Operateur (Operationsablauf, Risiken + Entscheidung künstl. oder biologische Herzklappe, falls Rekonstruktion nicht möglich) – späterer Abend Komplettrasur (selbst Arme und Beine mussten rasiert werden... wenn ich dass nur gewusst hätte – die Brust hatte ich ja vorsorglich schon rasiert) 15.11.2013 – Operationstag Nachts gut geschlafen, weil ich eine Schlaftablette bekommen hatte – morgens nochmals geduscht – um 9 Uhr dann zur Operation abgeholt – auf das Operationsbett rübergerutscht und mit diversen Elektroden verbunden worden – anschließend ein Mittelchen in die Vene eingeleitet und mich ins Nirwana geschickt. Gegen 2 Uhr nachmittags bekam meine Mutter einen Anruf, dass alles gut gelaufen ist. Gegen 5 Uhr bin ich dann das erste Mal aufgewacht und zwar in dem Moment, als der Tubus aus dem Hals herausgezogen wurde – bevor ich jedoch noch reagieren konnte, war er schon draußen. Gegen 7 Uhr war ich dann hellwach – Erste Frage war, welche Herzklappe ich erhalten habe. Antwort: Die Rekonstruktion hat geklappt – ich habe noch meine eigene. Große Freude! Schmerzen hatte ich zu dem Zeitpunkt keine. Mir war einfach nur langweilig. Gegen 9 uhr schob dann der Pfleger mir ein Fernseher vor das Bett und ich hatte die ganz Nacht nur Fernseher geschaut (mein Tag-Nacht-Rhythmus war durch die lange Narkose komplett verschoben). Nachts hatte mein Pfleger dann angefangen das Brom-Zeugs abzuwaschen. Das ging ganz gut, bis ich mich auf die Seite drehen musste. Dann hatte ich die Schmerzen gespürt. Ich konnte jedoch eine „Schmerzpumpe“ betätigen, was ein Schmerzmittel über ein Katheder direkt in die Wunde leitete und dann sofort eine merkliche Linderung brachte. Wie ich im Verlauf des Aufenthalts mitbekommen habe, war ich in ein Schmerztherapieprogramm integriert. Ziel des Programmes war es, die Schmerzen immer erträglich zu halten, was zu einem deutlich besserer Heilungsverlauf verhelfen sollte. Ich bekam permanent Thomapyrin intravenös und über den Schmerzkatheder ein Anästhetikum eingeleitet. Zusätzlich konnte ich bei Bedarf über ein Knopf (=Schmerzpumpe) ein Extraschub des Anästhetikum einleiten. Ständig wurde ich gefragt, ob ich Schmerzen hätte und ob ich noch zusätzliche Mittel benötige. Tatsächlich hatte ich jedoch nur am ersten Tag spürbare Schmerzen und selbst die waren immer erträglich. 16.11.2013 – 20.11.2013 Ich wurde in die Wachstation verlegt, in der ich die nächste 4 Tage verbrachte. Im Prinzip war es ein herkömliches Krankenhauszimmer – nur mit dem Unterschied, daß man ständig verkabelt war und überwacht wurde und jeder mit seinen Infusionsflaschen umherlief. Ich bekam permanent Heparin und Thomapyrin zentral am Hals eingeleitet. Des weiteren hatte ich noch den Schmerzkatheder in der Wunde, einen Urinkatheder und die Herzschrittmacherdrähte, an denen bei Bedarf ein externer Herzschrittmacher angeschlossen werden konnte. Alles wurde nach und nach in den nächsten 4 Tage entfernt. Morgens konnte ich bereits 2 Tage nach der OP an einer halbstündigen Sitzgymnastik teilnehmen und mich schon mal ein bißchen bewegen. Ansonsten war ich in der Zeit ziemlich schlapp und noch niedergeschlagen von den Geräten, um mich herum. Ich habe eigentlich die ganze Zeit nur Fernseher geschaut. Selbst zum lesen war ich zu schlapp. Am Abend des 3. Tages hatte ich dann zum ersten Mal wieder mein Operateur gesehen. Er berichtete mir, dass die Operation gar nicht so einfach gewesen wäre. 3 Fäden waren abgerissen und die Herzklappe selbst war bereits eingerissen. Aber er hat es hinbekommen, dass die Herzklappe wieder dicht ist und ich hätte keinerlei Einschränkungen für mein weiteres Leben. Um es gleich vorweg zu nehmen bei den späteren Echo-Untersuchungen sprachen alle Kardologen von einem hervorragendem Operationsergebnis. Die Herzklappe ist 100% dicht. 20.11.2013 An dem Tag wurde ich auch von dem letztem Kabel erlöst und ich konnte zum ersten Mal wieder richtig duschen. Die Wunden wurden anschließend wieder mit frischen Pflaster abgeklebt. Trotzdem ein herliches Gefühl. Am gleichen Tag wurde ich dann noch in die Normalstation verlegt. Ich konnte mein Netbook wieder benutzen und hatte auch Internetzugang. Auf mein Netbook hatte ich übrigens 150 Stunden Spielfilme und TV-Dokumentationen gespeichert und zudem jede Menge Spiele installiert. So wurde es mir auch später in der Reha nie mehr richtig langweilig. In den folgenden Tagen fühlte ich mich dann schon wieder fit genug, um umher zu laufen. Ich war auch bereits mehrfach außerhalb der Klinik spazieren gewesen. 25.11.2013 Ich wurde aus dem Herzzentrum entlassen und wechselte zur Reha in die Theresienklinik (auch Bad Krozingen). In der Reha sind Einzelzimmer Standard. Insgesamt fühlte ich mich dort jedoch weniger gut aufgehoben, als in dem Herzzentrum. Vor allem die Organisation und die ärztliche Betreuung war deutlich schlechter. Typischer Tagesablauf in der Reha: 7.00 Uhr Frühstück 8.00 Uhr 30 Minuten Gymnastikgruppe 9.00 Uhr Seminar Stressbewältigung, Wiedereinstieg ins Berufsleben oder gesunde Ernährung 10 Uhr 30 Minuten Ergometertraining 11 Uhr Außentraining (=schnelles Gehen) 12 Uhr Mittagessen 14 Uhr Kraft- und Fitnesstraining im „Fitnessstudio“ 16 Uhr 2 x 30 min Vorträge über Ernährung, Herzsportgruppen, Risikofaktoren, Stressbewältigung, Medikamentenwirkung etc. 18 Uhr Abendessen Dazwischen ab und zu mal eine Untersuchung oder eine Arztvisite oder auch mal eine Massage (alles etwa 1 mal /Woche) Am Wochenende (Samstag und Sonntag) war frei. Ich konnte die Reha dann 2 Tage früher am 14.12. verlassen. Der offizielle letzte Tage wäre eigentlich Montag , 16.12. gewesen. Da aber am Wochenende und am Abreisetag eh kein Programm mehr gewesen wäre, durfte ich dann doch bereits am Samstag gehen. (Manchmal habe ich mich wie in einer Haftanstalt gefühlt. Passend dazu hatte ich vor 2 Tage dann auch per Post den Entlassungsschein erhalten.) 16.12.2013 Ich habe gleich am Montag wieder mit der Arbeit begonnen. Ich arbeite im Büro vorwiegend am Schreibtisch und fühlte mich fit genug sofort Vollzeit zu arbeiten. Alle Ärzte, Pfleger, Sozialberater und Patienten hatten mir davon abgeraten und gemeint erstmal langsam zu beginnen. Ich hatte jedoch keine Probleme mit meiner ersten Arbeitswoche. Es war für mich eine gute Ablenkung nach den ganzen Krankheitsthemen in den Wochen zuvor. Und ich hatte damit auch wirklich die Bestätigung, dass ich für die Alltagsaufgaben wieder fit genug bin. Zu meinem Krankheitsverlauf: Wie bereits erwähnt, konnte die Mitralklappe rekonstruiert werden und die Herzklappe dichtet wieder 100% (nach Aussage von meinem Operateur voraussichtlich bis zu meinem Lebensende ohne Einschränkungen). Die gesamte Genesung ging recht schnell voran und ich hatte wenig Probleme. Am 2. Und 3. Tag nach der OP hatte ich mit Durchfall zu kämpfen, weil die Ärzte mir ein Abführungsmittel gegeben haben. Andere Patienten haben Probleme mit dem Stuhlgang nach einer solchen OP und deswegen wird vorsorklich ein Abführungsmittel als Standard verabreicht. Bei mir hat das Mittel jedoch in die andere Richtung gewirkt. Während der Nachkontroll-Echo-Untersuchung wurde eine kleine Wassereinlagerung im Herzbeutel festgestellt. Im Herzzentrum wurde mir gesagt, dass wäre häufig nach einer solchen OP der Fall und würde von alleine verschwinden. Nach 3 Wochen entschied man sich in der Reha dies dann doch medikamentös mit Entwässerungstabletten und Cortison zu behandeln. Einige Tage später war die Einlagerung dann verschwunden. Während der Reha hatte ich öfters Probleme mit einer erhöhten Herzfrequenz, die plötzlich sprunghaft auftauchte. Ein Vorhofflimmern konnte man jedoch im EKG nicht feststellen. Evtl zählte die Pulsuhr auch unbedeutende Zwischenschläge. Das war für mich jedoch nicht spürbar. Massive Probleme hatte ich jedoch mit den Betablocker, die mir in der Reha hochdosiert wurden. Jeden Morgen war mein Blutdruck unter 100 und mir war es regelrecht schwindelig. Der Blutdruck hat sich dann erst in der 3. Wochen stabilisiert und war dann deutlich über 100. Im Belastungs-EKG kurz vor Reha – Entlassung schaffte ich 200 Watt, was wohl ein hervorragendes Ergebnis ist. Hier kam mir wohl die gute sportliche Kondition zu Gute. Die Wunde zwischen den Rippen zog bei starkem Armstrecken etwas – war jedoch nicht schmerzhaft. Ich konnte in der 2. Woche in der Reha auch mit leichtem Brust- und Armtraining beginnen. Alle Bewegungen waren uneingeschränkt grundsätzlich möglich. Die Rippen waren ja eh unverletzt. Und die Wunde verheilt gut, auch wenn es für einen Außenstehenden noch übel aussieht. Für den Zeitraum von 3 Monate muß ich ASS nehmen (Blutverdünner, da mir ein künstlicher Ring zur Stabilisierung der Mitralklappe eingesetzt wurde). Ich hoffe, dass ich nach dieser Zeit dann auch die Betablocker und das andere pulshemende Medikament absetzen kann. Danach bin ich dann komplett medikamentefrei. Zum Herzzentrum Bad Krozingen: Ich habe zuvor eigentlich keine Krankenhauserfahrung gehabt und kann nun wenig Vergleiche ziehen. Mein Wahl fiel auf Bad Krozingen, weil dieses Herzzentrum in ganz Süddeutschland einen hervorragenden Ruf genießt und ich mehere professionelle Empfehlungen erhalten habe (Mein Kardiologe und meine Krankenkasse (Techniker Krankenkasse) hatten Bad Krozingen als erste Empfehlung genannt. ). Ich wurde nicht enttäuscht. Vom Herzzentrum Bad Krozingen war ich restlos begeistert. Das ganze Ambiente war modern und teilweise eher wie ein Hotel als ein Krankenhaus ausgestattet. Ich war in einem Aula-ähnlichen Gebäude untergebracht (in der Mitte die Aula und drum herum auf 3 Stockwerke die Krankenzimmer mit freier Sicht auf die Aula). Die Krankenzimmer waren ausschließlich Doppelzimmer. Außen war ein elektronisches Anzeige mit den Namen der Patienten. Auf jedem Stockwerk gab es einen Kaffeeautomat mit einem hervorragenden Capuccino, Milchkaffee etc. (kostenlos auch für Besucher). Der gesamte Ablauf war höchst professionell organisiert. Die Pfleger und Ärzte kamen immer mit einem Laptop vorbei, in denen alle meine Daten gespeichert waren. Es ging auch bei Schichtwechsel nie eine Information verloren und jeder konnte sofort alle meine Fragen sozusagen auf Knopfdruck beantworten. Die Pfleger waren gut geschult und wussten über die Medikamente und über die Krankheiten sehr gut Bescheid. Bei jedem Durchgang wurden immer die Standardfragen gestellt (Haben Sie Schmerzen? Hatten Sie Stuhlgang?) und vermutlich im Laptop abgehakt. Auf dem Zimmer hatte ich kostenlosen Internetzugang über ein LAN-Kabel. In der Aula standen zusätzlich Computer mit Internetzugang zur freien Verfügung. Der Fernseher im Zimmer mußte man sich mit dem Nachbar teilen. Jeder hat jedoch seinen Kopfhörer. Zur Rehaklinik möchte ich mich nicht mehr weiter äußern. Die anderen Patienten waren jedoch auch mit der Rehaklinik sehr zufrieden. Das wäre mein Bericht. Fragen hierzu beantworte ich gerne. Ich habe deswegen den Bericht sehr ausführlich ausgeführt, um die hervorragende Arbeit hier im Forum zu unterstützen und auch etwas dazu beizutragen. Schließlich habe ich im Vorfeld sehr viel im Internet und vor allem in diesem Forum gelesen und recherchiert. Daher wollte ich auch etwas zurückgeben. Viele Grüße Gary
  2. Guten Tag, laut dem Kardiologenteam bzw. der Diagnose der Voruntersuchungen ist eine Mitraklappenrekonstruktion möglich.Leider weicht hiervon die Meinung/Einstellung von 2 Herzchirugen jedoch erheblich ab : der eine hat eine Verkalkung auf den Röntgenaufnahmen "festgestellt",der andere hält eines der Segel für relativ stark ausgefranst,erwähnt jedoch mit keinem Wort die von dem anderen Arzt diagnostizierte Verkalkung. Beide sprachen dann d o c h von einer neuen Herzklappe .Ist diese Diagnoseunsicherheit bekannt oder habe ich es hier mit der "Herzklappenwoche" zu tun? Vielleicht hat jemand ähnlich Erfahrungen im Raum Ruhrgebiet/Niederrhein gemacht ?
  3. So, nun wird es doch ernst mit einer OP. Nachdem ich also beim CT und MRT wegen des Aneurysmas war und bereits zwei Gesprächstermine mit Herz-Chirurgen hatte, ist folgendes geplant: Aortenprothese der Aorta ascendens (entweder als Rohrprothese oder nach David - das wird intraoperativ entschieden, denn auch die Aortenwurzel ist dilatiert und führt zur AKI) AK-Rekonstruktion (wenn nicht möglich, dann Bioklappe) MiK-Rekonstruktion (wenn nicht möglich, dann Bioklappe) Intraoperativer Check und ggf. Rekonstruktion der TK (ebenfalls insuffizient) Ablation (Pulmonalvenenisolation und Vorhof) Operativer Verschluss und Resektion des linken Vorhofohrs (mein Kardiologe favorisiert den Atriclip, deshalb bin ich hier etwas verunsichert) Das Aneurysma ist zwar noch klein (<5cm), aber komisch geformt und sie vermuten eine bereits stattgefundende Dissektion. Die Klappen konnten wegen des VHF leider im MRT nicht beurteilt werden. Mit allem Drumherum soll der Zauber von morgens bis in den späten Nachmittag dauern und sie lassen mich bis nächsten Tag in Narkose. Mir geht, gelinde gesagt, der arsch ein bisschen auf Grundeis . Was man ja scheinbar vermeiden sollte, ist nach Komplikationen zu googlen. Interessanterweise haben sowohl mein Mann als auch ich es versäumt während des Gesprächs danach zu fragen. Aber vllt. ist es auch besser nicht alles zu wissen? Denn ich habe ja keine Alternative zu einer OP. Ist hier eigentlich jemand mit Nickelallergie, dessen Brustkorb trotzdem mit Drähten verschlossen wurde, oder habt ihr euch für die Kordelvariante entschieden? Angeblich macht Nickel im Körper nichts nur ausserhalb. Und die Drähte sind halt stabiler, lassen sich notfalls später wieder entfernen und die Kordelknoten sind grösser und eher spürbar. Kann man die Aorta ascendens eigentlich auch endovasculär reparieren?
  4. Hallo zusammen! In gut 3 Wochen gehe ich in die Klinik zur Mitralklappenrekonstruktion. Ich habe aufgrund meiner hochgradigen Insuffizienz ziemliche Herzrhythmusstörungen. Jetzt habe ich irgendwo gelesen, dass die HRS trotz erfolgreicher Rekonstruktion danach weiter bestehen bleiben können , wenn man sie schon länger vor der Operation hatte. Wie sind da eure Erfahrungen...? Herzliche Grüße Aba
  5. Hallo zusammen, da bin ich nochmal. Mich würden eure Erfahrungen ZUR Klinik in Bad Oeynhausen interessieren. Ich werde eine Mitralklappenrekonstruktion machen müssen und habe gehört, dass man in Bad Oeynhausen auf minimalinvasive Eingriffe gut spezialisiert ist. Über Erfahrungen dazu würde ich mich sehr freuen! Herzliche Grüße Aba
  6. windsurfgleiten

    Vorstellung und OP-Bericht

    Hallo Forum, hallo zusammen! Ich habe nun schon länge hier mitgelesen. Ich bin 39 Jahre und seit 14 Jahren ist meine Mitralklappeninsuffizienz bekannt und nun ging es zur OP. Ich wollte nicht vorher schreiben, sondern dachte ich liefere dem Forum einen Bericht, wenn ich zurück bin. Nun ist es so weit. Zur Begrüßung also gleich ein Bericht... vielleicht ist er als Vorbereitung oder Information für manche interessant, daher wollte ich das gerne teilen. Ich habe mich ja auch hier im Forum informiert und viel gelesen und jeder Bericht hat geholfen, auch wenn man sich manchmal dadurch auch verrückt macht, aber ich wollte mich gut informieren. Wem der Bericht zu lang ist, ich kann auch gerne noch eine Kurzfassung schreiben.... Herz-OP Reflexion der Mitralklappenrekonstruktion am 14.11.2017 Prolog 2004 trat ich nach meinem Studium ins Berufsleben ein. Ich begann meinen Weg bei Philips in Hamburg und zum Eintritt war eine Untersuchung beim Betriebsarzt obligatorisch. So meldete ich mich also bei ihm und er prüfte die klassischen Parameter, horchte die Lunge ab, das Herz…“Hier höre ich aber etwas“, verkündete er. Ein Systolikum. Das Zurückrauschen von Blut nach Klappenschluss während der Auswurfphase. Ich blieb entspannt. War ein paar Jahre vorher beim Bund gewesen, da fiel nichts der gleichen auf. Ich folgte seinem Rat und suchte einen Kardiologen auf. Davor allerdings ließ ich meinen Hausarzt, ein langjähriger Freund der Familie, auch das Stethoskop auflegen. Er machte ein ernstes Gesicht und bat mich auch zum Kardiologen zu gehen. Na der Termin stand ja bereits. Wenig später suchte ich in Hamburg einen Kardiologen auf und ließ ein Ultraschall machen. Er diagnostizierte eine undichte Mitralklappe aber ich verstand ihn so, dass ich mir keine Sorgen machen müsse. Er schickte mich noch auf das Ergometer und die Belastung war gut, allerdings sehr hochpulsig schon zu Beginn. Trotzdem, ich solle mir keine Sorgen machen. Ich hakte das Thema ab, traf meinen Hausarzt etwas später wieder und er unterstrich, wie erleichtert er doch sei, dass es nichts Schlimmes ist. Er hatte den Brief von dem Kardiologen bekommen, den ich nie gelesen habe. Also für mich hörte sich alles so an als wäre die Klappe etwas undicht, aber damit würde man alt. Ich las mich nicht groß ein, sondern nahm das als Anomalie hin, die viele Menschen haben. Zwei Jahre später wechselte ich den Arbeitgeber und Wohnort. Auch hier ein Betriebsarzt, aber das Geräusch war ja bekannt. Ich sollte mir aber einen neuen Kardiologen suchen, immerhin wohne ich nun woanders. Ich machte einen ausfindig, vereinbarte einen Termin und besuchte 2006 seine Praxis. Er schmiss das Ultraschall an und sagte nur: „Sie wissen schon dass bald eine OP fällig ist und sie bald Luftnot bekommen?“ Ich war schockiert. Stand zu Hause kurz neben mir, organisierte dann einen weiteren Termin mit einem anderen Kardiologen. Dieser beruhigte mich etwas, bestätigte aber eine beeindruckende Undichtigkeit mit starkem Jet, aber bei guter Belastung (Spirioergomethrie bis 280W) und guten Herzparametern (EF 66%, Hauptkammern nicht vergrößert). Ich sollte jährlich zur Kontrolle kommen. Das war 2006. Jedes Jahr ging ich zur Kontrolle und jedes Mal war er sich unsicher, denn die Undichtigkeit war hochgradig, aber ich war asymptomatisch. Bis auf einen vergrößerten linken Vorhof war alles andere gut. Mal überlegte er mich zur OP zu schicken, mal meinte er dann doch lieber warten. Ein Hin und Her. Ich begann mich in die Thematik intensiv einzuarbeiten. Las alles was ich darüber in die Finger bekam. So vergingen knapp 10 Jahre und mein Kardiologe ging in den Ruhestand. Sein Nachfolger, ein junger Arzt in meinem Alter oder jünger, kam zu einem ähnlichen Schluss. Im Frühjahr 2016 suchte ich meinen Hausarzt wegen einer Krankschreibung bzgl eines starkes Infekts auf und er wollte zusätzlich gerne Blut abnehmen, denn er kannte meine Herzgeschichte natürlich und wollte auf Troponin testen. Troponin tritt auf wenn Herzmuskelzellen absterben. Er wollte eigentlich eine Klappenentzündung ausschließen (Endokarditis), aber das wäre mit dem Test gar nicht gegangen. Am Nachmittag rief er mich an und bat mich, zur Notaufnahme zu gehen. Troponin stark erhöht. Ich wurde stationär aufgenommen. Erst waren die Ärzte skeptisch, aber auch ihre Blutuntersuchungen untermauerten das Ergebnis. Nun kam Panik auf – vielleicht ein Herzinfarkt? Mir wurde zu einer Herzkatheteruntersuchung geraten. Ergebnis: Alles gut, aber Mitralklappe undicht. Das wussten wir bereits…. Dann kam Schluckecho und ein MRT. Leichte Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und mittel- hochgradige Mitralklappeninsuffizienz. Posteriores Segel prolabiert stark. Bißchen seltsam, eine Myokarditis und ich hatte den Infekt gar nicht verschleppt, lag die ganze Zeit im Bett nach Ausbruch des Infekts. Die Herzmuskelentzündung heilte aus und ich bekam den Rat bzgl der Mitralklappe in der Chirurgie vorstellig zu werden. Da kurz zuvor mein zweiter Sohn geboren wurde, wartete ich 16 Monate ab und kontaktierte dann fünf Herzzentren. Die Kommunikation verlief erstaunlich schnell und einfach und vier rieten zur OP, eines zum Abwarten. Mein Kardiologe war auch eher auf abwarten gepolt, war aber unsicher. Ich hatte mich inzwischen in die Materie eingearbeitet. Eine Studie aus den USA aus 2013 belegte, dass eine frühe OP die Wahrscheinlichkeit für spätere Herzschwäche reduziert. Klar wurde auch, die EF (Auswurffraktion) sagt bei meinem Fehler nicht viel aus. Denn bei der EF wird nur gemessen wie viel Prozent aus dem Herzen ausgeworfen werden, nicht in welche Richtung. Sollte man also wirklich warten bis die EF nur noch bei 60% liegt? Meine EF war durch die stärkere Undichtigkeit sogar gestiegen. 74%... Mein linker Vorhof war vergrößert (dilatiert) mit 36cm2, Vorhofflimmern eine Frage der Zeit. Wird man das wieder los? Die Vorgabe bei asymptomatisch Patienten zur OP Indikation sagt aus, dass die Wahrscheinlichkeit zur Mitralklappenrekonstruktion über 80% liegen muss. Wenn vorher klar ist, dass eine neue Klappe notwendig wird, würde man warten. Die Undichtigkeit sollte hochgradig sein und ein erfahrenes Herzzentrum sollte den Eingriff durchführen. Ich wollte lieber bei guter EF und noch nicht nennenswert vergrößerter linker Herzkammer und bevor ich Vorhofflimmern bekomme, operieren. Ich entschied mich für Leipzig. Das hatte verschiedene Gründe, die ich gerne separat erläutern kann. Sicherlich ist durch den Weggang von Prof. Mohr und den Verkauf an die Helios-Kliniken nicht alles besser geworden. Es gibt aber gute Chirurgen dort und die Fallzahl ist hoch. Mir war es wichtig vorher zu wissen, wer mich operiert und mich zu informieren, wie der Ruf des Chirurgen ist. Dazu gibt es eine witzige Geschichte, die ich separat erzählen kann, aber durch eine Empfehlung und der Zusage, dass Prof. Misfeld operieren würde, wollte ich nicht mehr wechseln und nahm den längeren Weg nach Leipzig auf mich, obwohl Hamburg viel näher gewesen wäre. OP Prof. Misfeld rekonstruierte meine Mitralklappe am 14.11.2017 über einen minimalinvasiven Zugang. Dabei wurde mein Herz für 84 Minuten ruhig gestellt. OP Dauer 4,5 Stunden. Ich erschien am 13.11.2017 in körperlich guter Verfassung. Also EF 74%, LA (linker Vorhof) dilatiert bei 36cm2 aber LA (linke Herzkammer) nur geringfügig über Normbereich mit 59mm. Rechte Herzseite unauffällig. Noch kein Vorhofflimmern, keine Ablation notwendig. Isolierte MKI und indizierte MKR. Die Untersuchungen liefen systematisch. Dazu die Aufklärungsgespräche. Das Echo zeigte bereits abgerissene Sehnenfäden am posterioren (hinteren) Segel, was in der Untersuchung zwei Wochen zuvor nicht aufgefallen war. Das hintere Segel flatterte also wie eine Fahnde im Wind. Hochgradige Undichtigkeit Grad IV wurde bescheinigt. Mir schien das immerhin den richtigen Zeitpunkt zu untermauern. Ganzkörperrasur, keine Schlaftablette aber ich konnte etwas schlafen. Um 05 Uhr wurde ich geweckt. Duschen ohne Seife, OP Hemd anziehen, warten. Ich war für die erste Runde geplant, OP Beginn 07 Uhr. Um 06:30 Uhr wurde ich zur OP Vorbereitung abgeholt. In einem Vorraum wurden Zugänge gesetzt und die Narkose eingeleitet. Die OP konnte beginnen. Ich kopierte mir später den OP Bericht, sehr spannend, es war zwar komplikationslos verlaufen aber das Vitium war komplexer als gedacht. Beide Segel betroffen, am hinteren bereits mehrfacher Sehnenfadenabriss. Der Chirurg musste 8 neue Haltefäden und einen Ring setzen und eine Öffnung verschließen. Nach 4,5 Stunden war die OP geschafft und die Klappe zu diesem Zeitpunkt zu 100% dicht. Man muss wissen, dass eine Reparatur es hinteren Segels einfacher ist. Ist das vordere Segel auch betroffen, wird es schwieriger. Ich wachte im Aufwachraum auf und erinnere mich an ein paar schmerzhafte Tage, ich hatte einige Hämatome und Ergüsse, Probleme mit dem Magen und auch die Eintrittsstelle schmerzte noch stark. Dazu an einem Tag starke Extrasystolen. Das kannte ich zwar, aber nicht in der Intensität. Diese Tage waren heftiger, physisch und psychisch, als ich es erwartet hatte. Das läuft bei jedem anders ab, manche haben gar keine Schmerzen. Ich hatte schon gehört, dass der minimalinvasive Zugang (was ein Euphemismus ist, denn man denkt erst es wird nur ein Katheter geführt, aber sobald man sich damit beschäftigt merkt man, die OP ist identisch, nur eben ohne Rippendurchtrennung) starke Rippenfellreizungen auslösen kann, weil die Rippen stark gespreizt werden. Das tut dann doch ziemlich weh. Ich wollte aber den instabilen Brustkorb vermeiden und entschied mich daher für diesen Zugang, bei dem die Erfahrung des Chirurgen jedoch noch wichtiger ist. Auf Station klare Routine: Um 05 Uhr morgens wurde die Werte eingesammelt. Puls, Blutdruck, Gewicht, Blutabnahme, Temperatur. Die morgendliche Visite hatte somit bereits alle Daten zur Verfügung. Aber am 21.11. wurde ich morgens entlassen, 8 Tage nach Aufnahme, eine Woche nach der OP. Bei der Entlassungsuntersuchung wurde leider eine kleine Restinsuffizienz festgestellt. Nicht so tragisch, aber ganz dicht wäre natürlich schöner gewesen. Ich hoffe es bleibt so stabil, denn damit kann man alt werden. Aber ein Start mit keiner Undichtigkeit würde mir noch mehr Mut machen. Schon jetzt waren LA und LV deutlich kleiner als vor der OP. Das LV ging von 59mm auf 42mm zurück und somit klar im Normbereich und zeigte auch, dass es doch signifikant vergrößert war. Norm ist nicht alles. Der linke Vorhof (LA) reduzierte sich von 36cm2 auf 27cm2. Das gilt zwar noch als vergrößert, aber das war ja auch erst 7 Tage nach der OP und daher ein deutlicher Rückgang. Epilog Zu Hause angekommen musste ich den Hausarzt aufsuchen. Noch spritzte ich mir Heparin, weil mein INR noch nicht im Zielfenster und somit therapeutisch war. Ich hätte ja gerade auch erst begonnen Marcumar zu nehmen. Dies sollte ich für 3 Monate tun, bis der Ring mit eigenen Zellen besiedelt war. Ich fühle mich noch ziemlich groggy. Meine AHB/REHA war terminiert, aber es dauerte noch ein paar Tage. Mein Hausarzt übernahm professionell und bis auf die Reise zu ihm hin funktionierte alles recht gut. Am 23.11 bekam ich abends jedoch erhöhte Temperatur (subfibril). 37,5 bis 37,8°C. Bei Entlassung war mein CRP erhöht bei ca 75mg/l. Am 24. rief ich morgens direkt meinen Hausarzt an. Leider gab es eine Vertretung. Ihm war die Situation zu heiß. Der CRP Wert vom Vortag betrug nun 95mg/l. Hatte ich eine Infektion? Dann müsste er antibiotisch behandeln. Aber wogegen? Fokus? Er bat mich zur Notaufnahme in die Uniklinik Lübeck zu gehen. Freitagmittag kam ich bin der Behelfsnotaufnahme an, es war chaotisch. Über vier Stunden musste ich warten. So lange war ich bisher am Stück nicht auf den Beinen gewesen, nicht außerhalb des Zimmers jedenfalls. Ich war fix und fertig. Kein Essen, immerhin gab es Wasser zu trinken. Mir wurde dann Blut abgenommen, ein Zugang gelegt, eine Röntgenaufnahme gemacht, Blutverdünner abgesetzt für mögliche Eingriffe. Es waren nur junge Ärzte vor Ort, die ständig mit den Rufbereitschaften telefonierten, um zu entscheiden, was zu tun ist. Um 01 Uhr nachts wurde ich auf Station verlegt. Am Samstag, 25.11., bekam ich den typischen Wochenenddienst mit. Pfleger ausreichend, Ärzte Mangelware. Ich telefonierte mit einem Bekannten meiner Schwester. Chefarzt einer Kardiologie am Krankenhaus. Er beruhigte mich. Der CRP war zwar erhöht, nicht aber die weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Kein Husten oder Schnupfen. Vermutlich kein Infekt, sondern das könnte eine Nachwehe der OP sein. Denkbar wäre auch als Ursache der ca. 600ml große Pleuraerguss auf der rechten Seite. Bisher war geplant diesen konservativ zu behandeln und darauf zu hoffen, dass er vom Körper resorbiert wird. Die Frage: Nun doch Punktieren oder abwarten? Ist es wirklich daher? Ich soll bis Montag im Krankenhaus bleiben. Erst dann kann ein Echo gemacht werden. Mein Blutdruck war eher niedrig, 105 zu 65, Puls hoch, ca 110. Aber das ist nach einer Herz OP nicht untypisch. Kann aber auch auf einen Infekt hindeuten. Nach einem langweiligen Wochenende wurde ich morgens nach Blutabnahme um 08 Uhr zur Untersuchung gebracht. Ergebnis: Kleiner Pleuraerguss links, nicht behandlungsbedürftig, mittlerer rechts, Empfehlung Punktieren. Der Quickwert/INT lag noch nicht vor, aber alles wurde zum Punktieren vorbereiten. Da kam der Wert: Abbruch. Blut noch zu verdünnt. Also noch eine Nacht im Krankenhaus. Nächster Versuch sollte einen Tag später erfolgen. Ggf Vitamin K Gabe, um den INR zu reduzieren. Der Stationsarzt erscheint. Er hat mit seinem Oberarzt gesprochen, der nun ganz anderer Meinung war. Blutverdünner wieder hoch, kein Punktieren, das Thema hinten anstellen. Der Erguss sei gekammert, Eiter unwahrscheinlich, man müsse eine Herzklappenentzündung ausschließen (Endokarditis). Dafür eine TEE (Schluckecho) und Blutkulturen. Er will ganz sicher sein, dass kein Infekt an der Klappe vorliegt. Das ist löblich, kommt mir aber übertrieben vor. Mein CRP ist auf 75 gefallen, ich habe keine erhöhte Temperatur mehr. Hatte nie Husten, Schnupfen. Warum also die Sorge? Klar, junger Patient. Da soll nichts schief gehen. Wenn die Klappen nun etwas erwischt, war alles umsonst. Das kann ich verstehen, aber wenig deutet darauf hin. Ich zeige keine Klinik. Mein hoher Ruhepuls ist ein Thema. Das könnte ein Indikator sein für einen Infekt. Ich soll mehr trinken oder ich bekäme Infusionen. Also trinke ich 2,5-3 Liter. Der Puls bleibt hoch. Ich starte wieder mit Marcumar, Bridging mit Heparinspritzen, die ich mir selber gebe. Das musste ich zu Hause auch, dann mache ich das auch hier selbst. Am 29. Erfolgt morgens endlich die TEE. Die Ergebnisse sind da. Das Echo war unauffällig. Sie konnten nicht viel sehen, aber was zu sehen war, war unauffällig. Dafür ist aber der CRP wieder auf 80 hoch. Nun warten wir auf die Blutkulturen. Der Oberarzt hat sich selbst noch nicht ein Mal blicken lassen. Er steuert das wie ein Regisseur aus dem Off. Ich würde gerne direkt mit ihm sprechen und nicht nur mit seinem Assistenzarzt. Am 30. steigt CRP wieder auf 95. Blutkulturen sind aber negativ. Der OA schließt eine Endokarditis aus, aber irgendwas stimmt nicht. Vielleicht nur eine Reaktion des Körpers auf die verschiedenen Hämatome und Wasseransammlungen, vielleicht auch doch der Pleuraerguss. Er möchte daher gerne ein CT von dem Erguss machen. Sicher sein, dass es kein Eiter ist (sonst doch punktieren). Aber Termin gibt es erst am 06.12. Entscheidung: Ab nach Hause. Engmaschige Kontrolle durch Hausarzt. Am 06ten CT, am 07ten telefonieren. Wenn CT unauffällig, am 08ten wie geplant zur AHB. So bin ich nun also wieder zu Hause. Es ist ein bißchen Achterbahn, aber eine Herz-OP ist eben schon nichts alltägliches. Mir wurde klar, man sollte auch nicht zu früh operieren, es sollte schon wirklich notwendig sein. Mir wurde aber auch klar, mein Kardiologe wollte erst noch warten, dann zeigten sich gerissene Sehnenfäden und eine doch vergrößerte linke Kammer, die er nicht so wirklich auf dem Schirm hatte. Er verglich immer nur mit Normwerten, aber es zeigte sich direkt nach der OP, dass die Kammer deutlich kleiner wurde. Der Vorhof ist meistens vergrößert und das ist zwar nicht ganz so tragisch, aber die Gefahr ist, dass Vorhofflimmern kommt und somit eine weitere Baustelle (Ablation und/oder Marcumar). Den richtigen OP Zeitpunkt zu finden ist also wirklich nicht einfach. Man darf aber auch nicht vergessen, die OP ist kein Spaziergang. Und die Klappe muss dann lange halten, wenn man früh operiert. Aber eine Schädigung am Herzen darf auch auf keinen Fall riskiert werden, auch dafür muss es noch zu lange durchhalten. Es ist also nicht einfach und man wird immer unterschiedliche Meinungen finden. Ein bißchen gilt es daher auch der Intuition zu vertrauen, denn nicht alles kann man quantifizieren. Ein Kardiologe, Prof an der Uniklinik Lübeck, sagte zu mir: Ein bißchen ist das alles Kaffeesatzleserei. Es gibt nicht "den" Parameter. Man muss ein Gesamtbild erstellen und dann auch etwas auf den Bauch hören. Ich finde, er hat Recht. Es ist einfach nicht schwarz/weiß, wobei ich auch sagen muss, erst bei der OP zeigte sich, dass es bei mir wirklich Zeit war und ich nicht zu früh erschienen bin. Nun gilt es erstmal die Nachwehen zu überstehen, zu Kräften zu kommen, AHB und hoffentlich wieder zügig in die Normalität zu finden. Es gab und gibt sehr emotionale Momente und man denkt doch so über einiges im Leben nach. Ich wünsche alle hier im Forum eine besinnliche Weihnachtszeit und gute Gesundheit! Herzliche Grüße, Malte
  7. Hallo zusammen, nach meiner Mitralklappenrekonstruktion in Leipzig am 14.11.2017 kämpfe ich noch immer mit ein paar Nachwehen, die offenbar schwer in den Griff zu bekommen sind. In Leipzig selbst hatte ich einen kleinen Pneumothorax, der aber dort noch verschwand. Es blieben geringe Pleuraergüsse rechts und links und einer geringer Perikarderguss. Auf der rechten Seite, über die ja auch die OP erfolgte, wurde der Pleuraerguss aber größer und es kamen erhöhte Temperatur, hoher Ruhepuls und erhöhter CRP Wert hinzu. Punktiert wurde nicht, da ich mit Marcumar eingestellt war und sich die Entzündungsparameter normalisierten. Ich bekam ein Diuretikum. Das war dann in der Uni-Klinik meiner Heimatstadt. In der Reha-Klinik wurde ich dann 3 Tage mit Kortison behandelt. Ist wohl nicht mehr Standard, half aber beim Perikarderguss. Danach gab es 5 Tage Colchizin und Ibuprofen 400 1-0-1. Perikarderguss und Pleuraerguss links verschwanden. Diese Behandlung fand ich unter dem Namen "Dressler Syndrom". Der rechte Pleuraerguss wurde kleiner (Volumenschätzung von 800ml auf 400ml), aber verschwand nicht. Bei der Entlassung aus der Reha stagnierte er bei 400ml. Das Diuretikum wurde verdoppelt und ich sollte noch einmal Ibuprofen 400 1-0-1 nehmen, aber erstmal ohne Colchizin. Der Erguss ging zurück. Nach der letzten Messung hieß es, eine weitere Kontrolle sei nicht notwendig, der Rest würde nun auch noch verschwinden. Die Medikamente für den Erguss setzte ich ab, zumal ich mit Ibuprofen auch mehrfach Magenprobleme bekam. Mir wurde Atemtherapie verordnet für den Fall, dass der Erguss stagniere. Da er nun fast weg war, nutzte ich das Rezept nicht. Was vielleicht ein Fehler war. Donnerstag war ich mit dem Fahrrad in der Stadt. Ein Freund fuhr mit und ich musste mich ganz schön anstrengen, um das Tempo zu halten, obwohl er langsam fuhr. Ich merkte, dass ich dabei verspannte und etwas überlastet war. Am Abend war mein Ruhepuls mal wieder zu hoch. In der Nacht merkte ich dann etwas, was ich eine Woche vorher auch schon erlebte: Eine Art "Reiben" beim Atmen an der rechten Flanke. Bei der trockenen Pleuritis gibt es sowas, wenn Rippenfell und Lunge nicht mehr sauber gleiten. Nennt sich wohl Lederknarren. Keine Ahnung ob es das ist. Jedenfalls scheint wieder etwas an der Pleura zu passieren. Montag wollte und will ich eigentlich mit Hamburger Modell wieder in den Beruf starten. Ich werde wohl Montag auch gleich einen Termin für ein Echo machen müssen, um zu gucken, ob der Erguss wieder gestiegen ist. Schmerzen habe ich eigentlich nicht, nur etwas Verspannungen und der Kreislauf ist nicht gerade super zur Zeit, aber das schwankt ohnehin. Wer hat Erfahrung mit so einem Thema nach der OP? Und vielleicht einen Tipp, der demjenigen geholfen hat? Ibuprofen würde ich gerne nicht wieder nehmen, da ich immer Magenprobleme bekam. Trotz Protonenpumpenhemmers. Langsam würde ich gerne den Erguss loswerden ohne dass er immer wiederkommt... Viele Grüße, Malte
  8. Mesalo2000

    Brauche bitte eure Hilfe

    Hallo zusammen, ich bin neu hier und hoffe ihr könnt mir bei meinem Durcheinander in meinem Kopf helfen. Also ich bin 38 Jahre alt, seit meinem 19. Lebensjahr weiß ich von meinem Mitralklappenprolaps mit anfänglich Insuffizienz Grad 1, mittlerweile Grad 2-3. Leichte Rhythmusstörungen, in Form von Extrasystolen hatte ich schon immer mal Phasenweise mal mehr, mal weniger, mal komplett Ruhe. Anfang März hatte ich eine Grippe, seit dem geht es mir nicht gut. Ich habe schlimmere Rhythmusstörungen, im Langzeit EKG aufgezeichnet. Bin schnell außer Atem, mein Herz rast oft und bin viel müde. War dann bei meinem Kardiologen, der machte wie immer EKG und ein Echo. Daraufhin sagte er alles beim alten geblieben , nur die Rhythmusstörungen gefallen ihm gar nicht. Dann schickte er mich zum Cardio MRT. Da kam nun nicht viel neues raus, nur das meine linke Kammer und mein linker Vorhof schon mäßig vergrößert sind. Was er im Echo nicht sehen konnte. Nun riet er mir wegen meiner Symptome zu einer OP. Er hat meine Befunde nach Bad Nauheim in die Klinik geschickt das sich der Chirurg das ganze mal anschaut. Vor der OP soll ein Herzkatheter gemacht werden zur OP Vorbereitung (so hab ich das verstanden). Nun ist der Termin für den Katheter schon am Mittwoch. Aber noch habe ich von der Klinik nichts gehört und weiß weder ob noch wann ich operiert werden soll. Was soll ich nur tun? Ich bin wirklich total verwirrt. Soll ich zum Katheter? Über eure Meinung würde ich mich freuen. Liebe Grüße Sandra
  9. Hallo ihr! Ich bin neu hier, daher stelle ich mich mal kurz vor. Im Oktober letzten Jahres wurde meine Mitralklappe im HZ Leipzig rekonstruiert. Die OP verlief sehr gut, und die Klappe schließt wieder einwandfrei, jedenfalls waren die Ärzte in der Reha und mein Kardiologe bei der ersten Kontrolluntersuchung nach der OP/Reha sehr zufrieden. Allerdings bekam ich kurz nach der Entlassung aus Leipzig (als ich auf meine AHB wartete) Fieber und mein Puls war auch ziemlich hoch, bis ich schließlich kollabiert bin, Diagnose: Pleura- und Perikarderguss, musste dann jedenfalls nochmal für knapp 3 Wochen nach Leipzig, bevor es in die Reha ging. Die Flüssigkeit ist aber restlos verschwunden, und ich habe mich während der AHB sehr gut erholt und arbeite seit Januar auch schon wieder Vollzeit. Nachdem ich kurz vor Weihnachten aus der Reha entlassen wurde, habe ich noch Marcumar (Wochendosis zuletzt 6,5), Bisoprolol 2,5 und Ramipril 2,5 genommen (während der Reha noch zusätzlich Pantoprazol, Torasemid und Novalgin). Jetzt habe ich bei meinem Kardiologen ein Langzeit-EKG gemacht, war weitgehend unauffällig, nur ein paar Extraschläge. Daher meinte er, ich könnte das Marcumar absetzen (auch das Ramipril brauche ich nicht mehr einzunehmen). Die Frage ist nun, ob ich auf ASS umsteige. Mein Kardiologe meinte, es gäbe da unterschiedliche Meinungen und hat mir im Prinzip freie Hand gelassen. Er persönlich würde zumindest für 6 Monate noch ASS protect 100 einnehmen. In Leipzig meinte man jedenfalls zu mir, ich müsste nach Absetzung von Marcumar wohl nichts mehr einnehmen. Ich bin ja eigentlich skeptisch bei Medikamenten, die ich nicht unbedingt einnehmen muss, schon allein wegen der Nebenwirkungen. Wie sind eure Erfahrungen?
  10. Ich bin 61 Jahre alt und durch Zufall wurdevor 2 Wochen bei mir eine hochgradige Mitralklappeninsuffizienz durch Prolaps des P2 und P3 Segmentes Hypercholesterinämie festgestellt. Ein TEE wurde im Klinikum Dortmund dazu durchgeführt. Die Kriterien für die operative Versorgung einer asymptomatischen MI im Sinne von Vorhofflimmern, pulmonaler Hypertonie oder Vergrößerung des linken Ventrikels erfülle ich nicht. Insgesamt habe ich mich vor der Diagnose im wesentlichen noch sehr fit gefühlt, wenn auch manchmal etwas schlapp. Ich habe Fitnesssport betrieben und dabei ohne Problem noch 10-15 min Rad gefahren bei einer Wattzahl zwischen 80-120 und danach 30-45 min. Gerätesport. In der Regel war das Gefühl von Schlappheit erst am Folgetag vorhanden. Eine minimalinvasive Rekonstruktion der Mitralklappe wurde empfohlen. Ebenfalls wurde eine Katheteruntersuchung als Voraussetzung genannt. Insgesamt bin ich zunächst sehr verunsichert, da ich insbesondere auch bei meiner letzen Blindarm Op vor ca. 25 Jahren sehr große Probleme nach einer Vollnarkose hatte. Ihr seht schon, dass ich bisher in meinem Leben noch nicht viel Erfahrungen mit OP's gemacht habe. Hier meine Fragen: 1.Wie laufen die unterschiedlichen OP Methoden ab, gibt es noch weitere, die geeignet sind ? 2.Da die Kathetertechnik mit Mitra Clip am schonensten sein soll, warum wird sie der Mitralklappenrekonstruktion nicht vorgezogen ? Wie würde sich meine Situation mit Erfahrungswahrscheinlichkeit entwickeln, wenn ich mich gegen eine OP entscheide ? Ist die Katheteruntersuchung notwenig und wie risikoreich ? Wenn ihr noch Fragen habt bitte antwortet.
  11. Guten Abend liebe Mitglieder, ich suche dringend Betroffene, die Erfahrung mit Herzfehlern nach Strahlentherapie haben. Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen mit meinem wohl recht komplexen Fall. Zur Zeit stehe ich wohl vor meiner fünften Herz-OP und suche dringend Betroffene mit ähnlichen Fragestellungen. Vor gut 20 (ich war 18 J. alt) Jahren hatte ich Morbus Hodgin mit Strahlentherapie und Milzentfernung, glücklicherweise komplette Remission. Danach wurde eine Insuffizienz der Mitralklappe und der Trikuspidalklappe diagnostiziert, die Strahlenfolge (Streustrahlung?) waren. 2004 folgte Rekonstruktion der Mitralklappe mit katastrophalen Folgen. Zwar war die M.Klappe danach dicht. Aber es bildete sich zunächst eine Perikardtamponade , die in Not-OP entlastet werden musste, sowie dann in der Folge eine Perikarditis constrictiva (sog. Panzerherz), d.h. es hatten sich umfangreiche Verwachsungen und Vernarbungen am Herzen gebildet, die dazu führten, dass insbesondere das rechte Herz kaum noch pumpen bzw. sich füllen konnte, dadurch erhebliche Rechtsherzinsuffizienz mit Pleuraergüssen, Luftnot etc. Im Juni 2005 folgte Perikardresektion/Perikardfensterung in riskanter, damals lebensrettender OP, im Februar 2007 komplette Perikardektomie/-entfernung. Seitdem ist eine Rechtsherzinsuffizienz verblieben, da wohl Fibrosierungen entstanden sind, d.h. Einwachsungen von Bindegewebe in den Herzmuskel. Trotzdem habe ich mit moderatem Sport und Medikamenten (insbes. Diuretika) einigermaßen leben können. Im Dezember 2012 plötzlich erhebliche Befindensverschlechterung, Luftnot, Pleuraergüsse, schlechte Belastbarkeit. Diagnose im Uniklinikum: die rekonstruierte Mitralklappe ist (wieder) undicht, und zwar mittel- bis hochgradig, die Trikuspidalklappe ist hochgradig undicht. Ein schwerer Schlag für mich. Auch von Herztransplantation war schon die Rede. Die Herzchirurgen meinen, man könne die Mitralklappe nicht nochmals rekonstruieren, sie soll ersetzt werden durch künstliche oder Bioklappe. Die TK soll rekonstruiert werden. Da es es sich um Re-Re-Re-Re-OP handele sei das OP-Risiko erhöht. Wie sich die bei mir vorhandenen Verwachsungen auswirken und weiterentwickeln werden, weiß keiner. Ich habe große Angst, dass es nach einer weiteren großen OP zu noch mehr schlimmen Verwachsungen kommen wird, so dass das Herz noch mehr geschädigt wird. Am liebsten wäre mir die anwendung des MitraClips oder kathetergestützte Herzklappen-OP, wenn möglich. Diese Methoden sollen aber bei mir nicht möglich sein. Hat jemand Erfahrungen mit Herzklappenfehlern nach Bestrahlung bzw. Panzerherz und Herz-OP nach Bestrahlung? Ich bin wirklich für jede Info dankbar, da hier anscheinend von den Ärzten immer nur ausprobiert wird und mir das Risiko unkalkulierbar scheint. Vielen Dank im Voraus. Ich freue mich auf Ihre Antworten. Sigrid
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