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Einstellung INR Wochendosis


Richard Busch

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Richard Busch

Guten Abend mein Name ist Richard bin 36 Jahre alt und habe im April 2019  nach einer akuten Endokarditis  künstlichen Aorten und Mitralklappen Ersatz bekommen. Ich war bisher immer der stiller mitleser nun hoffe ich auf eure Erfahrung zum Thema INR Einstellung.

 

Versuche seit Wochen mein INR einigermaßen konstant zu halten und versuche meine Wochendosis zu finden was nicht wirklich klappt Zielwert zwischen 3.0-3,5.

Mal sind es 7 3/4 Tabletten dann wieder 6 1/2 dann wieder 7.

Heute war der INR von gestern 3,4 auf 3,8 hoch gegangen.

 

Vielleicht habt ihr Tipps wie es besser machen kann. Wie lange habt ihr gebraucht den INR einzustellen.

Im Anhang ein Auszug aus meiner App 

lieben Gruß 

 

 

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Hallo Richard,

 

erst einmal herzlich willkommen in unserem Forum.

 

Der Screenshot deiner App ist etwas irritierend. Misst du tatsächlich jeden Tag deinen INR?

Merkwürdig sind dann auch die täglichen Abweichungen. Unter normalen Umständen sind solche Schwankungen von einem Tag auf den anderen nicht gegeben. Irgendetwas stimmt da nicht.

Hast du dieses Problem schon einmal mit deinem Arzt besprochen? Wenn ja, welche Erklärung hat er zu diesen Schwankungen? Mit welchem Messgerät misst du den INR. Wie ist dabei deine Vorgehensweise? Wie sieht deine tägliche Ernährung aus, trinkst du auch Alkohol? Welche zusätzlichen Medikamente nimmst du außer Marcumar?

Viele Fragen, ohne deren Antwort eine Bewertung des Problems nicht möglich ist.

 

Was mir schon einmal auffällt, sind die teilweise nicht passenden Dosierungsabweichungen im Verhältnis zum INR. Z. Bsp. an einem Tag nur 0,5 Tab. und am nächsten Tag dann 1 1/4 Tab. zu nehmen, stabilisiert den INR nicht. Ohne Kenntnis der Antworten auf die gestellten Fragen würde ich dir schon mal empfehlen, nur alle drei Tage zu messen und die Dosierung um nicht mehr als eine Viertel Tablette anzupassen.

Auch liegen viel deiner Werte außerhalb deines Zielbereichs und meist zu niedrig. Orientiere dich eher in Richtung 3.5 bis 4.0 als unter 3.0.

 

Grüße
Dietmar

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Hallo,

 

Nimmst Du Markumar oÄ wie Falithrom Phenogramma etc.

Hast Du eine Schulung erhalten?

Da müsstest Du wissen dass die Wirkung nach 36h Eintritt und die Halbwertzeit ca 7 Tage ist. Also die Tablette die Du heute nimmst wirkt Übermorgen, Stark Vereinfacht.

Solche IDEE täglich zu messen und danach die Dosierung zu bestimmen hatte man bei mir in der Neurologie. Haben alles Durcheinander gebracht.

Mein Hausarzt meinte selber machen. Durfte ich nicht.

Es ist nur Sinnvoll allle 3 Tage zu messen später alle 7Tage. Irgendjemand muss Dich doch "Eingestellt" haben.

Ohne Schulung hätte mir die TK kein Messgerät verordnet.

 

Hartmut

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Richard Busch

Hallo Dietmar vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Ja ich messe täglich seit meiner letzten OP hatte nach Rückenschmerzen und falsch Behandlung durch Ärzte und Orthopäden ein INR >6 und dadurch eine Einblutung am Spinalkanal. Aus Angst messe ich täglich dachte finde damit meine Wochendosis besser.

Mein Hausarzt hat da nicht wirklich eine Erklärung das muss sich erstmal einspielen meint er. 
Die Messung mache ich mit einem Coagu Check XS. Messe jeden Abend um die gleiche Zeit vor dem Abendessen Finger desinfizieren trocknen stechen und dann sofort auf den Teststreifen wie beschrieben.

Medikamente morgens 2,5 Bisoprolol und 1,25 Ramipril Abends 1,25 Bisoprolol gegen 17 Uhr.

Alkohol Trinke ich überhaupt nicht viel Wasser und ab und zu Cola Zero ca. 2 Kaffee am Tag.

Ernähre mich recht gesund achte aber schon sehr auf Vitamin K.

 

Mit den Dosierungen wollte dann wieder auf die Wochendosis zurück deswegen 1 1/4.

 

Viele Grüße 

 

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Richard Busch
vor 7 Minuten schrieb Kater62:

Hallo,

 

Nimmst Du Markumar oÄ wie Falithrom Phenogramma etc.

Hast Du eine Schulung erhalten?

Da müsstest Du wissen dass die Wirkung nach 36h Eintritt und die Halbwertzeit ca 7 Tage ist. Also die Tablette die Du heute nimmst wirkt Übermorgen, Stark Vereinfacht.

Solche IDEE täglich zu messen und danach die Dosierung zu bestimmen hatte man bei mir in der Neurologie. Haben alles Durcheinander gebracht.

Mein Hausarzt meinte selber machen. Durfte ich nicht.

Es ist nur Sinnvoll allle 3 Tage zu messen später alle 7Tage. Irgendjemand muss Dich doch "Eingestellt" haben.

Ohne Schulung hätte mir die TK kein Messgerät verordnet.

 

Hartmut

Nehme Marcumar bin auch geschult.

eingestellt heißt für mich die richtige Dosis pro Woche das hat der Hausarzt nicht hinbekommen noch das Krankenhaus.

Und damit versuche ich grad klarzukommen 

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Hallo Richard,

 

aus deinen Antworten kann ich keinen direkten Einfluss auf den INR ersehen, außer dem Punkt „achte aber schon sehr auf Vitamin K“.

 

Vielleicht liegt hier der Hase im Pfeffer. Das Thema Marcumar und Vitamin K habe ich zu Anfang meiner INR-Karriere auch falsch eingeschätzt. Ich habe mir sogar Bücher mit Vitamin K Tabellen von vielen Lebensmitteln besorgt und darauf geachtet, Produkte mit viel K-Anteil zu meiden. Ich habe aber lernen müssen, dass man sich damit eher Probleme schafft, als sie vermeidet. Die Bücher sind inzwischen verkauft oder auf dem Müll. Ich esse, was mir schmeckt, natürlich in „haushaltsüblichen“ Mengen. Zusätzlich nehme ich sogar noch Vitamin K2 Tabletten, um unter anderem für einen möglichst gleichbleibenden Vitamin K-Spiegel im Körper zu sorgen. Darauf kann man dann mit einer entsprechenden Marcumar Dosierung reagieren. Im Ergebnis ist der INR bei mir in den vergangenen Jahren immer sehr stabil gewesen. 

 

Die K2 Tabletten musst du ja nicht gleich nehmen, aber auf den täglichen Salat und das Gemüse solltest du nicht verzichten. Bringe dann deinen INR zuerst in den Bereich zwischen 3.0 und 3.5 und messe dann nur noch alle drei Tage. Wenn die Werte dann relativ stabil sind, wechsle zum 7-Tage Mess-Rhythmus.

 

Grüße
Dietmar

 

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Richard Busch
vor 18 Minuten schrieb marathon2:

Hallo Richard,

 

aus deinen Antworten kann ich keinen direkten Einfluss auf den INR ersehen, außer dem Punkt „achte aber schon sehr auf Vitamin K“.

 

Vielleicht liegt hier der Hase im Pfeffer. Das Thema Marcumar und Vitamin K habe ich zu Anfang meiner INR-Karriere auch falsch eingeschätzt. Ich habe mir sogar Bücher mit Vitamin K Tabellen von vielen Lebensmitteln besorgt und darauf geachtet, Produkte mit viel K-Anteil zu meiden. Ich habe aber lernen müssen, dass man sich damit eher Probleme schafft, als sie vermeidet. Die Bücher sind inzwischen verkauft oder auf dem Müll. Ich esse, was mir schmeckt, natürlich in „haushaltsüblichen“ Mengen. Zusätzlich nehme ich sogar noch Vitamin K2 Tabletten, um unter anderem für einen möglichst gleichbleibenden Vitamin K-Spiegel im Körper zu sorgen. Darauf kann man dann mit einer entsprechenden Marcumar Dosierung reagieren. Im Ergebnis ist der INR bei mir in den vergangenen Jahren immer sehr stabil gewesen. 

 

Die K2 Tabletten musst du ja nicht gleich nehmen, aber auf den täglichen Salat und das Gemüse solltest du nicht verzichten. Bringe dann deinen INR zuerst in den Bereich zwischen 3.0 und 3.5 und messe dann nur noch alle drei Tage. Wenn die Werte dann relativ stabil sind, wechsle zum 7-Tage Mess-Rhythmus.

 

Grüße
Dietmar

 

Nur wie gelingt mir das zwischen 3 und 3,5 zu kommen  soll ich jetzt weiter 1 Tablette nehmen und dann Max 1/4 Tablette hoch oder runter mittlerweile bestimmt das mein Stimmung abends :-)

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Hallo Richard,

 

genau so würde ich es machen. Und wenn du dann einmal zwischen 3.5 und 4.0 liegst, ist das auch kein Beinbruch.

 

Grüße
Dietmar

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Richard Busch
Gerade eben schrieb marathon2:

Hallo Richard,

 

genau so würde ich es machen. Und wenn du dann einmal zwischen 3.5 und 4.0 liegst, ist das auch kein Beinbruch.

 

Grüße
Dietmar

Danke Dietmar dann teste ich das jetzt mal Morgen und Übermorgen eine Tablette und Donnerstag messe ich.

grundsätzlich hast du recht wenn es mal 4,0 sind ist es eigentlich nicht schlimm hab dann immer gleich Panik bezüglich Blutungen.

 

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Hallo Richard,

 

dass du nach deinen Erfahrungen unsicher bist, verstehe ich gut. Aber bis 4.0 ist normalerweise nicht mit Blutungen zu rechnen. Es gibt Indikationen (Patienten mit rezidivierenden Embolien), da empfehlen die Leitlinien sogar einen Zielbereich von 3.0 – 4.5. 

Ich hatte in der Reha auch einmal einen INR von 5.0, ohne dass es zu Blutungen kam.

 

Grüße
Dietmar

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