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Gerinnung


persand

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Hallo, 

nach Ersatz der Aortenklappe,  Mitralklappe und Aorta Ascendes, SM ........kommt meine Frage 

zur Gerinnung bei einer Operation im Bauchraum vor dem Hintergrund  einer erst vor ein paar Tagen erforderlichen Entfernung der Gallenblasen. Ich habe einen INR von 3,0 bis 3,5  und es brauchte eine Zeit bis der Wert für die Operation eingestellt war. Da es dringend war wurde das Fenster zu einer Minimalinvasiven Operation immer kleiner.  Aber der INR blieb bei 1,8  für 2 Tage stehen, kann sein dass, die  Antibiotika und die Schmerzmittel (die Schmerzen  kann man nicht beschreiben, ich denke es war in Punkten von 1bis 10 eine 9) für die Koliken mitgewirkt haben. Jedenfalls wurde eine größere Operation daraus weil das Ding vorher geplatzt war.  In dieser Zeit waren die Ärzte auch im Bauchraum unterwegs und rieten mir nach der Erholung von dieser OP im Darm diverse Polypen per Spiegelung  abtragen zu lassen. Jetzt denke ich wieder an die Gerinnung und die Kardiologen im Zusammenspiel mit den Chirurgen. Hat hier im Forum schon jemand Erfahrung mit diesem Prozedere oder auch schon selbst durchgemacht ?  Apropos Gerinnung! Die Gerinnung zur Zeit einzustellen ist ziemlich schwankend. Ich messe alle 3 Tage und mit meiner gewohnten Dosierung, komme ich weit über 3,5. Also wieder neu justieren. Ich frage mich jetzt, besonders weil ich nichts machen kann außer lesen und eine kleine Runde in Begleitung zu gehen was da noch auf mich zukommt. 

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Hallo,

 

ich habe auch 2 künstliche Klappen (Mitral und Aortenklappe) und erst seit einigen Tagen eine OP hinter mir. Bei mir wurde ein Nabelbruch operiert. 7 Tage vor dem geplanten Termin hatte ich einen INR Wert von 3,4. Ich setzte ich Marcumar ab und ab einem INR Wert von 2,5 spritze ich Clexane. Am Tag der geplanten OP lag der INR Wert noch bei 2,1. Die OP wurde um 4 Tage verschoben. Auch nach diesen Tagen lag der Wert immer noch bei 1,65. Es wurden etliche Tropfen Vitamin K verabreischt und am Folgetag lag der Wert bei 1,29. In Summe hatte ich 12 Tage vor der OP kein Marcumar genommen und der gewünschte INR Wert wurde nur durch Vitamin K Gaben erreicht. Ich bin 190 groß und wiege derzeit ca. 101 Kg. Trotzdem war der Chirurg der Meinung, dass ich nicht zweimal am Tag Clexane spritzen sollte. Das lehnte ich natürlich ab, denn es ist bekannt, dass einmaliges spritzen am Tag für Kunstklaappenträger nicht ausreichend gut schützt. Wir einigten uns auf 2 x 80 mg Clexane. Am zweiten Tag nach der OP begann ich wieder Marcumar zu nehmen. In den ersten Tagen folgende Dosis 3, 3, 3, 1,75, 1,25. Meine übliche Dosis sind ca. 5,75 bis 6 Tabletten in der Woche. 7 Tage habe ich noch zusätzlich Clexane gespritzt, dann war der INR Wert bei 2,5, so dass ich das spritzen einstellen konnte. Insgesamt hatte ich vom 3 Juli bis 19 Juli 30 Spritzen Clexane in die Oberschenkel gespritzt. Ich machte leider die Erfahrung, dass der Chirurg kein Experte im Umgang mit Marcumar Risikopatienten (Doppelklappe) ist und musste selber darauf achten, dass die Aufdosierung ordentlich durchgeführt wurde.  Es kann also sehr lange dauern, bis ein INR Wert von 3,4 auf 1,3 absinkt. Einige Tage vor der Operation sagte ich dem Chirurgen, dass ich auch Schmerzen in der Leiste habe. Er führte eine kurze Untersuchung der Leiste durch und war sich sicher, dass ich keinen Leistenbruch habe, denn diesen hätte er direkt mit operieren können. Die Leistenschmerzen habe ich immer noch. Ich war heute beim Hausarzt, der untersuchte mich gründlicher und meint, es wäre eventuell ein beginnender Bruch tastbar, es könne aber auch Hüftarthrose sein. Ich ca. 2 Wochen lass ich beim Orthopäden abklären, ob Hüftarthrose als Ursache in Frage kommt. Ich hoffe nicht, dass doch ein Leistenbruch vorhanden ist, denn dann geht die ganze Marcumar Bridging Aktion von vorne los. Dann würde ich aber bereits 12 Tage vor der Operation Marcumar absetzen.

 

Gruß Stefan

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Hallo Stefan, 

Clexane spritzen gehe ich bis zu einem INR 2,0 mit, danach brauchst du aber dringend einen Heparin Perfussor, der per Zugang ständig die benötigte Menge Heparin abgibt. Alles andere wird Dir kein Kardiologe empfehlen. Die Mitralklappe ist das Problem und braucht nur ein kleines Gerinnsel um stehen zu bleiben. Lass dir bei der Reparatur der Leiste kein Bridging ohne Perfussor machen ! 

Gruß Peter 

Edited by persand
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Hallo Peter,

 

zu diesem Thema gibt es auch von den Fachärzten unterschiedliche Meinungen. Beispiel: Ende Oktober 2012 bekam ich wegen Vorhofflattern eine Elektrokardioversion in der Klinik. Man empfahl mir, eine Katheterablation machen zu lassen. Das passierte einige Tage später. Zum absenken des INR Wertes blieb ich in der Klinik. Bei früheren Zahnoperation wurde teilweise auch gebridgt. Das passierte immer mit Spritzen. In Vorbereitung auf die Ablation sagte mir ein Kardiologe der Uniklinik,  Bridging würde in der Klinik (Uniklinik Marburg) bei Patienten mit Kunstklappen nur mit einem Perfusor gemacht. Das wurde in den nächsten Tagen auch so gehandhabt. Einige Wochen nach der Ablation hatte ich wider häufige Tachykardien, die immer einige Minuten bis 2 Stunden anhielten, es war aber kein Vorhofflattern. 3 Monate nach der ersten Ablation, wurde in der gleichen Klinik die 2 Ablation gemacht. Ich ging davon aus, dass Bridging wieder mit einem Perfusor durchgeführt würde. Aber jetzt sagte man mir, in der Uniklinik Marburg würde jetzt auch bei Klappenpatienten das Bridging mit Spritzen gemacht (2 x Tag), das hätte sich bewährt und sei eine sichere Methode. Ich war verwundert, aber es wurde gespritzt und kein Perfusor angehängt. Wichtig ist, dass man während der Bridgingphase den PTT Wert kontrolliert. Mit einem Perfusor lässt sich gewiss die Dosierung besser anpassen. Bei meiner Bauchnabelbruch Operation vor 2 Woche (in einem anderen Krankenhaus) wurde auch gespritzt und kein Perfusor benutzt. Der Chirurg ließ aber nur 2 x 80 mg pro Tag zu, das ist eigentlich zu wenig für mein Gewicht und bereitete mir ein ungutes Gefühl. Ob der PTT Wert bestimmt und von dem Arzt beobachtet wurde, weiß ich nicht. Mein langjähriger Kardiologe empfiehlt mir, Bridging mit Clexanespritzen  durchzuführen (2 x täglich 100 mg). Ob es wirklich medizinisch erwiesen ist, dass Spritzen genauso gut ist wie die Perfusormethode weiß ich nicht, vielleicht ist es auch nur angenehmer für das Pflegepersonal. Weniger umständlich für den Patienten ist es sicherlich. Was nun wirklich der Grund für meine derzeitigen Beschwerden in der Leistengegend ist, steht noch nicht fest. Ich warte zunächst einmal den Orthopädentermin ab. Gestern war ich nochmals bei dem Chirurgen, weil noch ein kleiner Fadenrest zu entfernen war. Er untersuchte wieder die Leiste und sagte, einen "richtigen Bruch" könne er nicht tasten. Es könne aber durchaus sein, dass derzeit ein Bruch entsteht. Sollte in Zukunft eine OP notwendig werden, würde das vermutlich endoskopisch gemacht mit nur 2 oder 3 kleinen Schnitten. Ich muss abwarten was sich in den nächsten Wochen ergibt. 

 

LG Stefan

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Es wäre erfreulich wenn das Bridging mit Clexane analog dem Körpergewicht jetzt ginge. Aber die Herzklinik (letztes Jahr neuer Schrittmacher) und jetzt auch die Bauchchirugie haben gesagt es wäre sicherer mit dem Heparinperfusor. Also erwartet mich Anfang nächstes Jahr beim Abtragen der Darmpolypen die gleiche Prozedur. Der Bauchschnitt ist am heilen die ca. 20 cm dauern halt ein bisschen länger.

Gruß Peter 

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