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Ozaki Operation


Benny

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Danke dir, liebe Steffi! Es ist mir eine Freude,  die eigenen guten Erfahrungen weiterzugeben. Und ich lasse mich auch gerne inspirieren von deinen / euren Berichten.

LG. Tina

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Servus zusammen,

 

bei mir geht's weiter mit dem nächsten Schritt:

vorbereitende Untersuchungen - Herzkatheteruntersuchung der Herzkranzgefäße

 

Schöne Grüße

Lennie

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Am 14.6.2018 um 19:38 schrieb Benny:

Hallo alle,

Ich bin neu in diesem Forum und möchte gerne mein Beitrag zum Auswahl der Aortenklappenprothese mitbringen.

Ich bin ein Herzchirurg, der in seinem professionellen Leben sehr viele Artenklappen ersetzt und sogar letzte 10 Jahre rekonstruiert hat.

Seit 3 Jahren beschäftige ich mich sehr intensiv mit Sog. Ozaki operation, die finde ich Mittelweile als eine von besten Operationen der Aortenklappe.

Ozaki operation erfunden von Herrn Sigeyuki Ozaki hat eine geniale Konstruktion, die minimalisiert natürlichen "Verkalkungsprozess". Diese Operation ist aber nicht einfach und nach meiner Meinung ist nur in Paar Kliniken in Deutschland angeboten. 

Bei uns in Krefeld haben wir eine Referenz und Schulungszentrum für Ozaki operation aufgemacht. 

Ich bin bereit auf diese Thema zu diskutieren und mehrere Nachweise zum gründe legen. 

Warum Ozaki operation und nicht Bioklappe oder Kunstklappe oder Ross Operation?

Ich bin bereit diese Fragen zu beantworten. 

Hallo Benny,

bei meinem  Sohn (20Jahre jung) besteht eine Aortenklappeninsuffizienz 2.Grades mit Aortenwurzeldilatation 45mm. Er hatte  einen angeborenen Herzfehler (TGA, Z.n. Switch OP).

Wäre die OP Methode nach Ozaki bei ihm auch möglich?

Die Herz Sana in Stuttgart erwägt die David OP, wenn diese doch nicht möglich wäre würde ihm eine mechanische Herzklappe implantiert werden.  

LG Steffi 

 

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Hallo Steffi,

Ich werde definitiv die klappenerhaltende (David) Operation präferieren. Die Ozaki geht auch, aber definitiv wird kein eigenes Perikard vorhanden :-(      Es ist sowieso zu früh. Die Wurzelgröße und AI sind noch unter Indikationsgränze.

Lass ihm noch die Zeit.

LG Benny

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Lieber Benny,

auch hier von mir erst einmal meine Hochachtung von meiner Seite für Deine Bereitschaft, Dich mit Patienten und Angehörigen hier auf der Plattform auszutauschen. Diese Haltung ist leider auch heute noch nicht selbstverständlich. Daß gerade Herz-OP's bei den Patienten Ängste hervorrufen, scheint nicht überall angekommen zu sein.

Am 13.07.2021 während anstrengenden Gehens am Morgen ( 6 - 7 km/h) hatte ich eine Synkope (für Laien: kurzer Ohnmachtsanfall wegen Sauerstoffunterversorgung) und wachte erst auf der Trage auf, während mich Rettungssanitäter in den Krankenwagen trugen und in's Krankenhaus fuhren, wo jedoch auf die Schnelle nichts festgestellt wurde, so daß ich am Nachmittag das Krankenhaus verließ. Anschließend wurden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Radiologe, Neurologe und Kardiologe. Nur in der kardiologischen Untersuchung wurden krankhafte Veränderungen festgestellt.

 

Daraufhin kam ich am 30.09. und 01.10.2021 in die Kardiologie der St. Vincenz-Klinik Paderborn, die auch einen sehr guten Ruf hat, jedoch noch nicht nach Osaki operiert. Hier wurden mittels Herzkatheteruntersuchung und Echokardiographie  ein kombiniertes Aortenklappenvitium mit hochgradiger Stenose Grad III mit OP-Indikation und geringgradiger Insuffzienz unter Ausschluss einer koronaren Herzkrankheit (KHK) festgestellt. Alles andere scheint in Ordnung zu sein.

 

Kurz zu meiner Person: Bin gerade 60 Jahre alt geworden und soweit noch fit, Berufskraftfahrer. Habe immer viel Sport betrieben.

 

Kann aber aufgrund der Stenose meinen Beruf zur Zeit wegen der Möglichkeit einer erneuten Synkope nicht ausüben. Möchte auch  nicht wegen eines Ohnmachtsanfall am Steuer eines 40-Tonners 20 PKW zusammenschieben.

Würde mich "sehr gerne", falls möglich, gegen Ende November einer Herzklappen-OP nach Ozaki unterziehen. Wollte mich schon direkt in einer Klinik in Krefeld anmelden Wäre dieser Termin, sofern keine Komplikationen auftreten, ausreichend, daß ich Weihnachten wieder zu Hause sein kann? Und ist dieser Termin überhaupt möglich?

 

Liebe Grüße

 

        Hans-Joachim

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Hallo Hans-Joachim,

 

herzlich willkommen hier im Forum.

Du kannst hier gerne alle deine Fragen stellen und du findest in den vergangenen Beiträgen sicher auch den einen oder anderen Tipp.

Da du in deinem Beitrag aber sehr spezielle Fragen an Benny gerichtet hast, die nur euch beide angehen, würde ich empfehlen, die weitere Kommunikation besser per persönlichen Nachrichten zu führen. 

 

Grüße
Dietmar

 

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vor 39 Minuten schrieb marathon2:

Hallo Hans-Joachim,

 

herzlich willkommen hier im Forum.

Du kannst hier gerne alle deine Fragen stellen und du findest in den vergangenen Beiträgen sicher auch den einen oder anderen Tipp.

Da du in deinem Beitrag aber sehr spezielle Fragen an Benny gerichtet hast, die nur euch beide angehen, würde ich empfehlen, die weitere Kommunikation besser per persönlichen Nachrichten zu führen. 

 

Grüße
Dietmar

 

Hallo Marathon,

die Kommunikation per persönlichen Nachrichten erfolgt schon. Hatte erst nach Absenden des Beitrags beim Lesen weiterer Forumsbeiträge die persönliche E-Mail von Benny bzw. die Web-Seite seiner Klinik zur Ozaki-OP erfahren und Ihm geschrieben. Bemerkenswerter Weise hatte ich seine Seite schon bevor ich diese Forum kennenlernte, als Lesezeichen gesetzt.

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Am 11.10.2021 um 10:24 schrieb Benny:

Hallo Steffi,

 

Ich werde definitiv die klappenerhaltende (David) Operation präferieren. Die Ozaki geht auch, aber definitiv wird kein eigenes Perikard vorhanden :-(      Es ist sowieso zu früh. Die Wurzelgröße und AI sind noch unter Indikationsgränze.

 

Lass ihm noch die Zeit.

 

LG Benny

 

Hallo Benny,  vielen lieben Dank für deine Antwort. 

Kennst du dich mit der PEARS Methode aus. Hab diese OP Methode gefunden, welche bei seinem Befund auch in Frage kommen würde. Oder wird die nur in England angeboten? Hab einen englischen Text im Internet gefunden, wo beschrieben wird, dass es nicht nur bei Marfan Patienten, sondern auch bei Patienten  nach ASO mit dilatierter Aortenwurzel und AI angewendet werden könnte.  

Liebe Grüße Steffi 

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Hallo Benny, 

vielen lieben Dank für deine Antwort. 

Kennst du dich auch mit der PEARS Methode aus? Oder wird diese OP Methode nur in England angeboten? Hab einen englischen Bericht gelesen, in dem steht, dass es nicht nur bei Marfan Patienten angewendet werden kann. Sondern auch bei Patienten nach ASO, die eine dilatierte Aortenwurzel und AI haben.  Haben  bis jetzt leider keine Klinik in Deutschland im Internet gefunden, die das anbietet.  

Liebe Grüße Steffi 

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Hallo Steffi,

die Methode ist sehr alt und nur an wenigen Kliniken (nicht unter diese Bezeichnung, sondern Extraaortic support oder so) gemacht.

Primär wurde nur als Unterstützung der Aortenwand gegen Dilatation eingesetzt und dazu wurde eine Rohrprothese benutzt. Die maximalinvasive wurde danach Sog. Florida Sleeve an den Aortenwurzel (gegen David OP).

Alle diese Methoden brauchen eine intakte Aortenklappe (ohne Undichtigkeit).

BG

Benny

 

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vor 18 Stunden schrieb Benny:

Hallo Steffi,

 

die Methode ist sehr alt und nur an wenigen Kliniken (nicht unter diese Bezeichnung, sondern Extraaortic support oder so) gemacht.

 

Primär wurde nur als Unterstützung der Aortenwand gegen Dilatation eingesetzt und dazu wurde eine Rohrprothese benutzt. Die maximalinvasive wurde danach Sog. Florida Sleeve an den Aortenwurzel (gegen David OP).

 

Alle diese Methoden brauchen eine intakte Aortenklappe (ohne Undichtigkeit).

 

BG

 

Benny

 

 

 

Hallo Benny,

 

hier irrst du dich leider komplett !
Die PEARS Methode gibt es erst seit 2004 ! 

 

Die PEARS Methode ist die zur Zeit modernste Methode, die bei einem Aneurysma der Aorta ascendens mit einer intakten Aortenklappe möglich ist. Sie ist leider ziemlich unbekannt und wird oft mit anderen Methoden verwechselt. 
Sie hat aber entscheidende Vorteile !

 

Vorteile während der OP:
- Kein Herzstillstand während der OP
- Keine Herz-Lungen-Maschine
- Die OP dauert nur 2-3 Stunden
- Das Risiko während der OP zu versterben ist wesentlich verringert!
- Das Risiko von bleibenden schweren Schäden ist wesentlich verringert!

 

Vorteile nach der OP:
- Es ist keine Reha notwendig
- Es muss kein Marcumar genommen werden
- Kein erhöhtes Endokarditis-Risiko

 

Die PEARS Methode hat nichts mit der "Extraaortic support" Methode zu tun und es wird auch keine "Rohrprothese" benutzt!
Bei der PEARS Methode wird die Aorta nicht ausgewechselt, sondern ein Netz um das Aneurysma der Aorta gelegt und vernäht. Dieses Netz ist maßgeschneidert nach der individuellen Form des Aneurysmas. Die Form des Aneurysmas wird mit einer speziellen CT-Untersuchung ausgemessen und anhand dieser Werte wird dann das Netz geknüpft.
Es passt genau um das Aneurysma. 

 

Die PEARS Methode kann bei Marfan und z.B. bei einem Aneurysma der Aorta ascendens mit bikuspide Aortenklappe (BAV) angewandt werden.

 

Ich habe eine bikuspide Aortenklappe und ein Aneurysma der Aorta ascendens und bin 2019 mit der PEARS Methode operiert worden. Mein Erfahrungsbericht in diesem Forum:
https://www.die-herzklappe.de/forums/index.php?/topic/9890-pears-risikoarme-methode-bei-einem-aneurysma-der-aorta-ascendens/

 

Ein weiterer Erfahrungsbericht:
https://exstent.com/patient-experiences/jens-h/

 

Alles Gute

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Lieber MartinK

Erstens irre ich mich nicht! Ich kenne PEARS und ist mir klar, dass vorher kein 3D Printer war. PEARS ist eine modernisierte extra-aortale Unterstützung. Diese wurde vor der Zeit dem 3D Printer mit der normalen Rohrprothese gemacht. Die Prothese wurde längst geschnitten, rundum der Aorta umgewickelt und wieder zusammengenäht (ohne Herzlungenmaschine und Herzstillstand). Ich gebe zu, dass ich mich ungenau ausgedruckt habe und ich bin definitiv nicht gegen REARS!

Diese Methode ist für bestimmte Patienten geeignet - was steht auch in meiner Antwort und du hast das auch bestätigt ;-)

Vorteile während OP (du schreibst) kopieren nur Ausmaß der Operation (wenn die Aortenklappe rekonstruiert muss, ohne HLM und Herzstillstand wird das schwierig .... )

Vorteile nach Operation stimmen überhaupt nicht.

- Reha ist ein Vorteil der nach Sternotomie oder Thorakotomie erforderlich ist und ich werde diese immer empfohlen.

- Marcumar ist sowieso nicht notwendig

- Endokarditis Risiko ist auch gering egal ob Netz oder Prothese rundum Aorta ist...

 

Wenn wir den 3D Printer für diese Zwecke haben werden, werde ich diese Methode auch verwenden.....

 

Ich wünsche dir längste Zeit ohne notwendige Reoperation (nicht wegen Aorta, aber wegen die Aortenklappe).

 

LG Benny

 

 

 

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Hallo Benny,

 

du schreibst:

"Wenn wir den 3D Printer für diese Zwecke haben werden, werde ich diese Methode auch verwenden...."

 

Mein Vorschlag wäre:
Solange es in Deutschland noch keinen entsprechenden 3D Drucker gibt, könntest du die Prothese in England anfertigen lassen, aber die PEARS-OP in deiner Klinik durchführen. Das würde dem Patienten die An- und Abreise nach England ersparen.

 

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Abreise aus England im frisch operierten Zustand ziemlich unangenehm war.

 

Alles Gute

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