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INR Wert bei 4.4


deckard

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Hallo,

 

ich "kämpfe" seit rund 3 Tagen mit erkältungsähnlichen Symptomen. Schlapp, Gliederschmerzen, ganz leichten Halsschmerzen. Jedoch kein Schnupfen, kein wirklicher Auswurf (die kleinen Mengen sind farblos). Ich wurde vor ca 5 Wochen an der Mitralklappe operiert (Rekonstruktion) & habe mich soweit immer recht fit gefühlt. Da ich die letzten 3 Tage auch einen leichten Druck auf meinem Brustbein spüre (meine OP wurde minimalinvasiv durchgeführt, also kein Brustbeinschnitt), bin ich heute in die Gemeinschaftspraxis meines Hausarztes. Der anwesende Arzt hat Lunge, Herz abgehört sowie eine INR Bestimmung durchgeführt. Habe gestern Abend sowie heute Morgen 500mg Paracetamol genommen. Von Antibiotika rät der Arzt ab. Ich muss dazu sagen, dass ich kein Fieber habe (max. Temp. war 36.8 bei Achselmessung). Auffallend jedoch, mein INR Wert betrug heute 4.4 - vor 3 Tagen 2.2. Infektion? Dehydrierung (musste gestern eine lange Autofahrt in der Hitze als Beifahrer absolvieren)? 

 

Der Arzt meinte ich solle heute kein Marcumar nehmen (mein Zielwert beträgt 2-3), in 2 Tagen eine erneute Messung durchführen lassen und bzgl. meiner "Erkältung" einfach ausruhen. Da ich meinen nächsten Termin (1. Check) beim Kardiologen erst Ende Juli habe, bin ich gerade etwas verunsichert. Ich wollte mit meinen Beschwerden nicht unbedingt in die Notaufnahme/Ambulanz fahren. Der INR Wert hat mich jedoch etwas erschrocken. 

 

Für Tipps, Meinungen bin ich dankbar.

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richter169

Hallo,

ich hatte einen INR 6+ der war nicht mehr anzeigbar. Das kamm von heute auf Morgen. Ich habe kein Macumar genommen bis ich wieder bei 3+ lag. Dadurch das du kein Macumar nimmst, brauchst du, bis du wieder Macumar nimmst, einen höheren Wert als Anfangswert. Es kann dauern bis du den INR wieder in Griff hast.

 

Irgendwas ist los, ich weiß nicht was. Ich habe bei normaler Dosierung plötzlich ein zweites Mal über 4 Inr gelegen.

 

Gewichtsmäßig habe ich mich nicht verändert. Das Gewicht ist auch ein Faktor, den man nicht unterschätzen darf. Hast du Abgenommen? Dann kann es davon auch kommen oder hast du während der Fahrt viel getrunken? Das kann auch ein Faktor sein, der den INR Wert verändert.

 

Mehr kann ich dazu nicht Sagen. Alles Gute.

 

MFG Richter169

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Hallo,

 

Gewicht ist gleich geblieben, während der Fahrt (rund 9h) ca 2.5 Liter. Da es ziemlich heiß war würde ich sagen dass das eher zu wenig Wasser war.

 

VG

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Hallo,

ich darf mit meinem Blutverdünner gar kein Paracetamol nehmen, da es das Blut noch weiter verdünnt. 

Daher wundert es mich bei dir ein bisschen, oder habe ich da was falsch verstanden?

 

Dein Wert kann dich viele Faktoren steigen. Hast du weniger gegessen? Dich weniger bewegt? Es kann so vieles sein.

Das der Wert dich erschreckt kann ich gut verstehen.

 

Ich hoffe dir geht es bald besser.

Viele Grüße, Steffi 

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Hey Stefanie, 

 

weniger bewegt habe ich mich garantiert. Welchen Blutverdünner nimmst Du denn? Bei mir ist es Marcumar.

 

VG

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Hallo,

Ich nehme Wafarin, ich lebe im Ausland und Macumar gibt es hier in dieser Form nicht.

Wafarin gehört aber zur gleichen Familie.

Viele Grüße, Steffi 

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richter169
vor 2 Stunden schrieb deckard:

Hallo,

 

Gewicht ist gleich geblieben, während der Fahrt (rund 9h) ca 2.5 Liter. Da es ziemlich heiß war würde ich sagen dass das eher zu wenig Wasser war.

 

VG

Bei 9 Stunden und 2,5 Liter Flüßigkeit kann es das gewesen sein. Ich gehe doch davon aus das du zuhause auch noch was getrunken hast bis du getestet hast.

 

Mfg Richter169

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Just now, richter169 said:

Bei 9 Stunden und 2,5 Liter Flüßigkeit kann es das gewesen sein. Ich gehe doch davon aus das du zuhause auch noch was getrunken hast bis du getestet hast.

 

Mfg Richter169

 

Ich denke das war max. noch 0.5 Liter und ein (kleines) Bier. Gemessen haben wir erst heute in der Praxis. Ich merke auch beteits den ganzen Tag dass mein Puls deutlich erhöht ist. Meine Erkältungssymptome sind bisher gleich geblieben. Ich trinke heute bereits fleißig Wasser.

 

VG

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Brigittchen

2.5 Liter ist reichlich.

Und das dein Körper so kurz nach der OP mit dem Infekt ganz schön noch zusätzlich beschäftigt ist und sich dies auch auf die Gerinnung auswirkt ist verwundert nicht. Schone dich.

Das Paracetamol sich auf die Gerinnung auswirkt ist mir ganz neu. Es ist bei mir das Schmerzmittel der Wahl, ich nehme allerdings Xarelto.

Schon dich und Gute Besserung 

Brigitte 

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richter169

ch hab

vor 3 Minuten schrieb deckard:

 

Ich denke das war max. noch 0.5 Liter und ein (kleines) Bier. Gemessen haben wir erst heute in der Praxis. Ich merke auch beteits den ganzen Tag dass mein Puls deutlich erhöht ist. Meine Erkältungssymptome sind bisher gleich geblieben. Ich trinke heute bereits fleißig Wasser.

 

VG

Also 3,3 Liter Flüßigkeit hast du getrunken.

 

Ich achte immer darauf das ich nicht zuviel Trinke. Aber auch nicht zu wenig. Ich Wiege 100 kg ca. und Trinke ca. 3 Liter nur in 24 Stunden. Seid dem habe ich die Gerinnung wieder in Griff. 14,5-15 Macumar pro Woche. Das ist für mich wenig. Ich hatte schon 17,0-17,5 Tabletten durch die Wechselwirkung mit einen anderen Medikament.

 

Aber das wissen die Ärzte.

 

Bis dann

LG von Richter169

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Veronika Meyer

Paracetamol hat keinen Einfluss auf die Blutgerinnung!

Liebe Grüsse, Veronika

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2 hours ago, judie19 said:

darf ich fragen wofür du Marcumar nimmst? 

 

Hallo,

 

ich muss Marcumar für 2 Monate nehmen da mir zur Rekonstruktion der Mitralklappe ein Ring eingenäht wurde.

 

VG

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Verrückt, mir wurde gesagt, dass ich kein Paracetamol nehmen darf wegen der Blutgerinnung.

Ich werde mich bei meinem Arzt nochmal schlau machen, das würde ja vieles erleichtern.

 

Liebe Grüße, Steffi 

 

Kleiner Nachtrag: Paracetamol und Wafarin scheinen nicht so gut zu Harmonieren. Wie gesagt ich Check das aber nochmal bei meinem Arzt 

Edited by StefanieJ
Nachtrag
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Brigittchen

Liebe Steffi,

 

bekommt ihr in Amerika Paracetamol? 

Oder meinst du Tylenol?

Liebe Grüße 

Brigitte 

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Veronika Meyer

Paracetamol steht auf der Positivliste von INRswiss, siehe www.inrswiss.ch, Informationen, Downloads, Medikamentenliste. Dort sind auch die nicht erlaubten Wirkstoffe (nicht Produktenamen, im Gegensatz zur Positivliste) aufgeführt.

Veronika

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3 hours ago, Brigittchen said:

Liebe Steffi,

 

bekommt ihr in Amerika Paracetamol? 

Oder meinst du Tylenol?

Liebe Grüße 

Brigitte 

 

Hey Brigittchen,

 

Paracetamol bekommst Du in den USA in jedem Drugstore rezeptfrei als "Acetaminophen":

 

https://www.drugbank.ca/drugs/DB00316

 

VG

Edited by deckard
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Hallo Brigittchen,

mir wurde ausdrücklich gesagt, dass ich nur Tylenol nehmen darf.

 

Wie gesagt ich werde das morgen (heute ist hier Feiertag) mal erfragen. Muss eh meinen INR übermitteln. 

 

Ich muss mal schauen aber ich bin mir 100% sicher, dass ich es auch in meinen Unterlagen stehen habe. 

Vielleicht geht es bei mir ja gar nicht um die Blutverdünnung sondern, dass sich Paracetamol irgendwie mit Wafarin beißt.

 

Ich bleib dran, liebe Grüße 

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Brigittchen

Vielleicht weil Paracetamol ziemlich sie Leber belastet und man da eine unnötige zusätzliche Belastung vermeiden wollte.

 

Liebe Grüße 

Brigitte 

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Das Thema spricht mich an: Mein INR liegt heute, wie soeben festgestellt, bei 4,4. In den letzten Monaten lag er immer so zwischen 2,5 und 3,5. Ich kann mir den Grund für diese Schwankung nicht erklären. Mein Apotheker rät mir: Heute abend die übliche Tagesration Warfarin (6 mg) ganz auslassen.  Dann eine Woche lang täglich abwechselnd jeweils 5 mg bzw. 6 mg nehmen, und in einer Woche erneute INR Kontrolle. Mal sehen wie es wird.. 

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Hallo,

 

in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Gerinnung“ steht ein Beitrag zu Schmerzmitteln unter Gerinnungshemmung:

https://www.die-herzklappe.de/forums/applications/core/interface/file/attachment.php?id=765

 

Danach hat Paracetamol keine Wirkung auf die Gerinnung.

 

Grüße
Dietmar

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Ich wollte euch ein kurzes Update liefern:

 

Heute hätte eigentlich der INR Check bei meinem Hausarzt folgen sollen, allerdings habe ich mich heute Morgen gegen einen Check in dieser Praxis entschieden. Da ich einfach auf Nummer sicher gegen wollte, bin ich in die Kardiologische Ambulanz gefahren und hab den Ärzten dort meine Situation (mit Befunden) geschildert (Krankheitsgefühl, INR hoch, etc.). Lustigerweise ging es mir heute eigentlich den ganzen Tag schon gut. Bisher keine Gliederschmerzen mehr (dh. in Summe hatte ich 4 Tage Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, usw.). Die Ärzte waren sehr verständnisvoll und verstanden meine Situation.

Es wurde ein Blutbild gemacht, EKG (passt), Herz abgehört (auch ok) - und es wurde ein Echo gemacht (mein 1. Echo seit Reha-Entlassung): Mitralklappe ist absolut dicht. Das war schon mal gut zu hören. Beim Röntgen der Lunge wurden die Ärzte dann aufmerksam. Es ließ sich eine minimale "Infiltration" erkennen und das könne wohl eine leichte oder sich noch im Anfangsstadium befindliche Lungenentzündung sein. Der CRP Wert sprach dafür (lag bei 60, Obergrenze des Norm-Bereichs liegt bei 5). Allerdings passen die restl. Symptome nicht 100% (kein Fieber, mäßiger Husten, 0 Auswurf (keinerlei Verfärbungen usw)). Daraufhin wurde noch ein weiterer Parameter bestimmt: Procalcitonin (PCT). Dieser Wert gibt Aufschluss über (schwere) Entzündungen im Körper. Die Obergrenze des Norm-Bereichs liegt hier bei 0.5µg/l, mein Wert lag bei 0.04µg/l. Laut den Ärzten zeigt dieser Wert, dass eine massive bakterielle Beteiligung wohl eher unwahrscheinlich ist und die Entzündung wohl viralen Ursprungs ist. Sie wollten jedoch auf Nummer sicher gehen (ich auch) und deshalb nehme ich jetzt für 3 Tage 2x tägl. Klacid und zusätzlich für 7 Tage 3x tägl. Amociclav.

 

Ich hoffe dass die (falls existent) Bakterien schnellstens das zeitliche segnen und meine Klappen nichts abgekommen haben. Auf meine Frage ob ein TEE sinnvoll wäre (da bessere Darstellungsmöglichkeiten von Vegetationen auf den Klappen) meinte der Arzt dass dies in dem Falle nicht nötig sei, da eine bakt. Beteiligung sehr gering ausfallen würde, das Echo gut aussah und wir zügig reagieren können. Ich bin guter Dinge und glaube ihm. Ein bisschen Angst habe ich natürlich, aber da es mir heute am 4. Tag bereits ohne Medikamente deutlich besser ging und ich heute auch bereits mit der Antibiose starten kann, gehe ich davon aus dass die Bakterien zu wenig Zeit gehabt hätten ordentlichen Schaden anzurichten. Zumindest hoffe ich das ;)

 

VG

 

*edit: Ach ja, mein INR lag heute wieder bei 2.7

 

Edited by deckard
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  • 3 weeks later...

Hm, ich weiss jetzt nicht, woher ihr eure Infos bezieht, aber Paracetamol  hat sehr wohl Einfluss auf die Gerinnung. Gemerkt habe ich das, als mein INR in die Höhe schoss, weil ich Indometacin wegen Rheumadiagnostik absetzen musste bei bestehenden Beschwerden. Inzwischen ist das so weit bekannt, dass es sogar im Beipackzettel eines Herstellers steht:

G
Zitat

 

erinnungshemmenden Arzneimitteln (oralen Antikoagulantien, insbesondere Warfarin). Die wieder-
holte Einnahme von Paracetamol über mehr als eine Woche verstärkt die Blutungsneigung. Die
Langzeitanwendung von Paracetamol sollte in diesem Fall nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Die gelegentliche Einnahme von Paracetamol hat keine Auswirkungen auf die Blutungsneigung.

 

 

http://www.ratiopharm.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=48202&g=-1&r=1894%2C1894&token=ade73783eb96242da5c2aba55bd2a79ba824d838

 

Hier wird es noch etwas präziser:

http://sakam.it/2008-11_TAO_und_NSAR.pdf

 
Zitat

 

Paracetamol, ein Analgetikum und Antipyretikum ohne antiphlogistische Wirkung, hat auch ein geringes Risiko gastrointestinaler Blutungen, interferiert aber direkt mit dem Vitamin K-Zyklus und
kann den INR-Wert erhöhen. Bei höherer Dosierung oder länger andauernder Einnahme von Paracetamol wird daher eine engmaschige INR-Kontrolle empfohlen.


 

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1884780/

Zitat

Paracetamol at 4 g day−1 induces a significant increase in INR in patients receiving a stable regimen of warfarin, increasing the risk of bleeding associated with warfarin.

 

Dazu gibt es massenhaft Infos, kann ich gar nicht alles verlinken. Zumindest für Warfarin wird ein Blutungsrisiko eindeutig beschrieben. Bei den anderen AKs mag das geringer sein, aber da legt sich Ratiopharm vorsichtshalber auch nicht fest.

 

https://www.der-arzneimittelbrief.de/Jahrgang1998/Ausgabe08Seite60b.htm

Zitat

Auch für Paracetamol (Acetaminophen) wurde gezeigt, daß es durch noch nicht geklärte Mechanismen die Wirkung von Coumarinen steigern kann. E.M. Hylek et al. aus Boston berichten im JAMA (1998, 279, 657) über Risikofaktoren, die bei bisher stabil eingestellten antikoagulierten Patienten (mit Warfarin; INR zwischen 2 und 3) zu unerwarteten Erhöhungen der INR führten.

 

Und hier nochmal eine neuere Übersicht:

https://www.pharmacytimes.com/contributor/thomas-szymanski-pharmd-candidate-2017/2017/02/acetaminophen-and-warfarin-the-forgotten-interaction

 

Zitat

It may be prudent to monitor the INR more frequently if a patient who was previously stable on a dose of warfarin begins taking scheduled acetaminophen.  Finally, in otherwise unexplained INR variability, this interaction could be considered a contributing factor.6


Wie gesagt, mich würde jetzt brennend interessieren,  wie es zu der Einschätzung kommt, dass keine Interaktion mit Gerinnungshemmern besteht. Ich selbst habe es anders erlebt, die Fachliteratur und selbst der Hersteller mahnen zur Vorsicht.

 

LG Nana

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