Emory Posted February 19, 2025 Author Posted February 19, 2025 Vielen Dank! Ja, es wurden mir die klassischen 95% zugesichert. Ein Restrisiko besteht natürlich immer. Aber Chancen/Risiken passen hier einfach. Ich versuche mich auf jeden Fall zu melden. Morgen soll noch die Inzision besprochen werden. Gibt es hier Best Practices, wenn man dann tatsächlich eine Wahl hat? Der "Nipple-Cut" scheint inzwischen sehr beliebt. Auch bei meinem Operateur. Bin mir unsicher, ob ich nicht lieber den Schnitt an der Achsel präferieren sollte. Hat damit jemand Erfahrungen? Quote
Sabichan Posted February 19, 2025 Posted February 19, 2025 Bei Männern wird es wohl oft unterhalb der Brustwarze am Rand des Vorhofs gemacht. Ich bin ja ne Frau, da wurde in meiner Klinik unter der rechten Brust in der Falte operiert. Davon sieht man gar nichts, wenn man nicht danach sucht. Außerdem war der Weg zum Herz denkbar kurz, es wurde also auch weniger Gewebe verletzt. Ich finde es super! Ohnehin gibt es mehrere Narben: der OP-Schnitt, Einschnitte für Aortenklemme, Kamera, externen Schrittmacher, Drainage, HLM (in der Leiste). Aber das verheilt alles, viel sieht man gar nicht hinterher. Es gehört halt ab dann dazu… Ich weiß nicht, ob man die Wahl hat. Jeder Arzt hat da sicher seine Präferenzen und bestimmt kommt es auch auf die Anatomie an. Ich habe schon sehr verschiedenes gehört und bin sehr froh mit meinem Operateur und seinem Verfahren. Man wird Dir das morgen sicher noch erklären! Quote
Emory Posted February 22, 2025 Author Posted February 22, 2025 Die OP ist gut gelaufen. Lieg aber noch auf der Intensivstation. Die Drainagen schmerzen echt vom anderen Stern. Gut, dass es Opiode gibt. Hoffentlich werden sie morgen gezogen. Quote
Sabichan Posted February 23, 2025 Posted February 23, 2025 Glückwunsch! Ja, die Drainiage ist fies. Ich hatte nur eine. Sobald die raus ist, geht es steil bergauf!!! Erhol Dich schön! Quote
Emory Posted February 23, 2025 Author Posted February 23, 2025 Das merke ich auch schon aber jetzt hab ich das Gefühl von Wasser in der Lunge. Ist das normal? Quote
Sabichan Posted February 23, 2025 Posted February 23, 2025 Ich hatte einen kleinen Pneunothrax nach der OP, also Luft, wo sie nicht hingehörte. Wasser nicht. Wurde auf Intensiv noch geröngt und geschallt und am Ende gabs Entwarnung und ich durfte auf Zwischenintensiv. Du bekommst eh noch Wassertabletten, nehme ich an. Ich denke, so kurz nach der OP ist alles noch normal... Das Herz ist gestresst ohne Ende. Quote
Emory Posted February 23, 2025 Author Posted February 23, 2025 Ja denke ich auch. Bin jetzt auf Zwischenintensiv. Dafür, dass ich jetzt gar keine zusätzlichen Schmerzmittel mehr nehme echt gut. Hoffe morgen dann auf Normalstation. Quote
Lilo Posted February 23, 2025 Posted February 23, 2025 vor 5 Stunden schrieb Emory: Das merke ich auch schon aber jetzt hab ich das Gefühl von Wasser in der Lunge. Ist das normal? Hey, ich hoffe, es geht bei dir weiterhin bergauf nach der OP. Ich hatte auch einen leichten Pneumothorax nach OP und später (oder auch gleichzeitig) auch noch beidseitig Pleuraergüsse, was sich bisschen wie Wasser in der Lunge anfühlt. Durch Wassertabletten und Abhusten wird das schneller gut. Das Abhusten zeigt dir bestimmt auch ein Physiotherapeut (mit Brustkorb stabilisieren). Atmen ist das A und O! Ich hatte überdurchschnittlich lange die Drainagen drin, weil das mit dem tiefen Atmen natürlich schwieriger ist durch die Drainage, aber man muss sobald wie möglich die Atemübungen machen und da dran bleiben. Sonst kann man Wochen später noch Probleme mit der Lunge haben. LG Quote
Emory Posted February 26, 2025 Author Posted February 26, 2025 Hallo zusammen und vielen Dank für die geteilten Erfahrungswerte. Ich befürchte tatsächlich, das ich eine der beiden Diagnosen ebenso habe (Pneunothrax oder Pleuraergüsse am rechten Lungenflügel, wo auch in Inzision unter der Brustwarze in Sichelform gemacht wurde). Man hört manchmal auch wirklich etwas "gluckern" im rechten Lungenflügel. Aber bisher waren die Ärzte da sehr entspannt und meinten auch nur, dass ich die Atemübungen machen sollte. Ich glaube Tabletten zur Entwässerung bekomme ich auch. Das ist aber auch notwendig, weil ich schon am ganzen Körper etwas Wasser eingelagert habe. Das merkt man, wenn man wieder seine eigenen Sachen anziehen möchte. Also insgesamt sind die Ärzte viel zufriedener als ich es bin. Gefühlt fehlt mir 50-60% der Lungenkapazität und ich wiege 3-4kg mehr als vorher trotz Krankenhausessen. Aber ich weiß natürlich, dass das 5-6 Tage nach der OP noch alles normal sein kann. Naja, warten wir mal ab, wie es sich die nächsten 2-3 Tage so entwickelt. Quote
Sabichan Posted February 26, 2025 Posted February 26, 2025 Ruhig Blut, das wird wieder. Es war halt keine Blinddarm-OP. Bist Du die Dainagen los? Dann schmerzt das Atmen wenigstens nicht mehr so. Ich hatte sehr starken Husten bekommen und konnte daher die Übungen gar nicht gut machen... ist trotzdem alles wieder hingekommen. Wasser ist auch normal, 3-4 Liter sind aber nicht so viel, glaube ich. Das Herz muss sich erholen, dann pumpt es auch wieder ordentlich. Ich hatte allerdings kaum Wasser und noch im Krankenhaus gebettelt, die Tabletten bitte abzusetzen, da ich schon schnell unter OP-Gewicht war und gefühlt innerlich vertrocknet bin bei ständigem Trinken und zur Toilette gehen im Wechsel. Daher war ich die Tabletten dann auch schnell los. Das Wichtigste ist, dass die Ärzte so zufrieden sind. Dann ist alles gut gelaufen und den Rest schaffst Du noch. Wie lange bleibst Du noch? Machst Du eine Reha? Ich hatte eine ambulante, das fand ich sehr gut! Quote
AnneS Posted February 26, 2025 Posted February 26, 2025 Ihr meint wohl Pneumothorax Das Ding ist, dass dein Körper noch eine Weile zur Erholung braucht (damit meine ich mehrere Wochen). Wenn du Wasser eingelagert hast, kann sicher ein Pleuraerguss dahinter stecken, das ist nicht unüblich. Die Ärzte scheinen ja alles auf dem Schirm zu haben. Ich bin damals mit +10kg aus der OP gekommen, weil ich so schön Wasser eingelagert habe. Hast du Physiotherapie? Eine Physiotherapeutin war bei mir täglich zu Besuch. LG und Alles gute Quote
Emory Posted February 26, 2025 Author Posted February 26, 2025 Hi vielen Dank für eure emotionale Unterstützung und das Teilen der eigenen Erfahrungswerte. Das hilft wirklich. Ja, die Drainagen war ich bereits am 2. Tag Post OP los. Die haben aber auch unfassbar geschmerzt. Das ging nur unter dauerhafter Gabe von Morphin bei mir. Die lagen einfach sehr unglücklich aber haben natürlich ihren Job erfüllt. Aber die Ärzte meinten am Ende einfach, dass ich einfach schon zu viel Schmerzmittel bekommen habe und haben sich dann entschieden eher zu ziehen. War das bei euch anders? Soeben wurde der ZVK gezogen und die Drähte der Schrittmacher. Ehrlich gesagt scheint das auch nochmal was gemacht zu haben mit meiner Atmung. Fühlt sich jetzt nochmal etwas freier an zu atmen (insb. nach dem Ziehen der Drähte). Vllt. ist das teilweise auch psychosomatisch, wenn man gefühlt an einem Kabelbaum vergleichbar mit modernen Autos hängt. Zur Frage der Reha: Ja, ich werde auf jeden Fall noch eine ambulante Reha zeitnah machen. Ich glaube, dass das nochmal hilft schneller wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen. Das einzige, was mich als relativ junger Patient abschreckt, ist die vermutlich sehr große Alters- und damit auch Leistungsdifferenz. Ich bin vor der OP Marathon gelaufen. Daher hoffe ich, dass dann auch individuell auf die Personen eingegangen werden kann. Wie sind hier euere Erfahrungen? Quote
Sabichan Posted February 26, 2025 Posted February 26, 2025 Hallo, schön, dass Du nicht mehr so verkabelt bist. Das hilft! Ich hatte die Drainage tatsächlich vier Tage drin! Habe aber nur die üblichen Schmerzmittel bekommen (Novalgin) und ab Ziehen gar keine mehr genommen. Es war zwar sehr unangehm, aber so etwas Hartes brauchte ich nicht dagegen. In der ambulanten Reha waren wir sehr gemischt - auch viele andere Krankheiten und künstliche Gelenke. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich sehr fit bin im Vergleich. Beim Kardiotraining und den Gewichten wird alles auf jeden Fall auf Dich eingestellt. Bei den Gruppen musst Du halt schauen. Ich wusste nicht, dass es eine fittere Herz-Gruppe gegeben hätte und bin da nur am Ende mal in eine coole Tischtennisrunde geraten, aber da war es dann auch schon vorbei. Vermutlich wird Dich vieles langweilen (Vorträge, Gruppen-Gymnastik etc.). Ich für mich fand es ok, sogar sehr gut. ich bin in der Regel daheim mit der Familie sehr eingespannt und habe es genossen, dass die Vormittage ganz mir gehörten, ohne dass ich irgendwie Familie, Garten, Haushalt und Selbständigkeit versuche, unter einen Hut zu bekommen. Mir hat das meiste Spaß gemacht, sogar kreative Betätigung und Spielerunden. Wir waren auch draußen walken. Marathon muss sicher noch etwas warten, aber nach und nach kommt die Kondition wieder. Wenn die vorher gut war, geht nicht so viel verloren! Einfach langsam anfangen, das Herz braucht Zeit! Gut an der Reha ist halt, dass es erst noch mal eine eingehende Untersuchung gibt, inkl. Ultraschall. Dann während der drei Wochen zwei, drei Mal 24h-EKG, Langzeitblutdruck, Blutuntersuchungen, Belastungs-EKG etc. Man ist unter Beobachtung und hat sofort die Experten um sich, falls einem etwas komisch vorkommt. Ambulant hat aber völlig ausgereicht. Ich war froh, gegen zwei wieder daheim zu sein. Mein Sohn war acht und nur kurz vor mir von der Schule daheim, versorgt von Tante und/oder Oma. Da konnte ich noch ein Stündchen ausruhen, war aber nicht komplett weg für Wochen. Auch ich habe mich zu jung und fit gefühlt für eine stationäre Reha mit damals 49.... Quote
Emory Posted February 26, 2025 Author Posted February 26, 2025 vor 3 Stunden schrieb Sabichan: Hallo, schön, dass Du nicht mehr so verkabelt bist. Das hilft! Ich hatte die Drainage tatsächlich vier Tage drin! Habe aber nur die üblichen Schmerzmittel bekommen (Novalgin) und ab Ziehen gar keine mehr genommen. Es war zwar sehr unangehm, aber so etwas Hartes brauchte ich nicht dagegen. In der ambulanten Reha waren wir sehr gemischt - auch viele andere Krankheiten und künstliche Gelenke. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich sehr fit bin im Vergleich. Beim Kardiotraining und den Gewichten wird alles auf jeden Fall auf Dich eingestellt. Bei den Gruppen musst Du halt schauen. Ich wusste nicht, dass es eine fittere Herz-Gruppe gegeben hätte und bin da nur am Ende mal in eine coole Tischtennisrunde geraten, aber da war es dann auch schon vorbei. Vermutlich wird Dich vieles langweilen (Vorträge, Gruppen-Gymnastik etc.). Ich für mich fand es ok, sogar sehr gut. ich bin in der Regel daheim mit der Familie sehr eingespannt und habe es genossen, dass die Vormittage ganz mir gehörten, ohne dass ich irgendwie Familie, Garten, Haushalt und Selbständigkeit versuche, unter einen Hut zu bekommen. Mir hat das meiste Spaß gemacht, sogar kreative Betätigung und Spielerunden. Wir waren auch draußen walken. Marathon muss sicher noch etwas warten, aber nach und nach kommt die Kondition wieder. Wenn die vorher gut war, geht nicht so viel verloren! Einfach langsam anfangen, das Herz braucht Zeit! Gut an der Reha ist halt, dass es erst noch mal eine eingehende Untersuchung gibt, inkl. Ultraschall. Dann während der drei Wochen zwei, drei Mal 24h-EKG, Langzeitblutdruck, Blutuntersuchungen, Belastungs-EKG etc. Man ist unter Beobachtung und hat sofort die Experten um sich, falls einem etwas komisch vorkommt. Ambulant hat aber völlig ausgereicht. Ich war froh, gegen zwei wieder daheim zu sein. Mein Sohn war acht und nur kurz vor mir von der Schule daheim, versorgt von Tante und/oder Oma. Da konnte ich noch ein Stündchen ausruhen, war aber nicht komplett weg für Wochen. Auch ich habe mich zu jung und fit gefühlt für eine stationäre Reha mit damals 49.... Puh 4 Tage hätte ich einfach nicht ausgehalten. Jeder Atemzug tat wirklich extrem weh. Und dabei hätte ich immer behauptet, dass das schon nicht so schlimm sein kann, weil ich eigentlich so gut wie nie Schmerzmittel brauche. Novalgin hat bei mir wirklich gar nicht geholfen. Aber es ist ja interessant wie unterschiedlich das auch sein kann. Am Ende hängt es auch von der Inzision und der Anatomie ab. Vielen Dank für die Insights aus deiner Reha-Phase. Das sind schon einige Tipps dabei, die ich direkt am Anfang dann mal erfragen werde. Insb. auch mit Leistungs-Clustern. Und ja, du hast natürlich recht, dass das noch alles Zeit braucht und keine Woche Post OP vergangen ist. Aber du kennst das ja vllt.: Schnell und am besten jetzt 😉 gerade als Sportler. In Geduld muss ich mich da noch etwas üben. Das mit der Untersuchungen und Experten vor Ort finde ich auch sehr gut. Das gibt dann nochmal ein gewisses Mehrvertrauen in den eigenen Körper. Und ich verstehe natürlich auch, dass das für dich dann sogar wirklich mal ein Offsite oder "Me-Time" war. Ich berichte. Quote
Emory Posted February 27, 2025 Author Posted February 27, 2025 Ein kleines Update: Ursprünglich wurden mir so 7-10 Tage Krankenhausaufenthalt als Benchmark genannt. Jetzt könnte es Stand heute noch einige Tage länger dauern durch die Einstellung auf Macumar (heute angefangen). Ist das plausibel? Gibt es eine ambulante Alternative? Wie sind hier eure Erfahrungen? Ich würde mich im heimischen Umfeld definitiv nochmal besser erholen können. Es passt zudem auch 0 zur vorherigen Benchmark. Quote
Sabichan Posted February 28, 2025 Posted February 28, 2025 Hallo, wieso musst Du Marcumar haben? Gerechnet hatte ich damit tatsächlich auch für drei Monate. Und war positiv überrascht, als es hieß, ASS 100 reicht. Durfte ich nach vier Monaten absetzen und es gab keine Probleme. Gibt es noch Begleiterkrankungen? Früher war Marcumar für einige Monate wohl Standard nach MKR, scheint aber nach aktuellem Stand normalerweise nicht nötig zu sein, wenn der Herzkatheter ok war und keine nennenswerte Rhythmusstörungen vorliegen. Ob man das Medikament anders als stationär einstellen kann, weiß ich nicht. Das Krankenhaus verlassen habe ich an Tag 8 post-OP. Wegen Wochenende und schlechten Leberwerten so spät. Aber vor Tag sieben, montags, hätte ich eh nicht gehen können. Fand ich auch ok. Quote
Emory Posted February 28, 2025 Author Posted February 28, 2025 Mhh. Das scheint hier wohl so der Standard zu sein. Zunächst Heparin und dann langsam auf Macumar umsteigen. Das sorgt im übrigen auch für die Verzögerung. Aber ich möchte den Ärzten hier auch gerne vertrauen. Am Ende sind es ja nur 3 Monate. Quote
Sabichan Posted March 1, 2025 Posted March 1, 2025 Genau, nur drei Monate. Das war wirklich Standard und ist es vielerorts noch. Ich hatte vor knapp eineinhalb Jahren damit auch fest gerechnet. Aber unser Herzzentrum vor Ort ist wohl besonders erfahren und fortschrittlich, so dass ich mit ASS 100 davonkam. Sie machen täglich zwei Mitralklappen und haben Top-Leute. Ich habe ihnen dann einfach freudig überrascht vertraut. Und das machst Du in Deiner Klinik einfach auch, die Zeit geht schnell rum! Gehts denn sonst soweit aufwärts? Quote
Emory Posted March 2, 2025 Author Posted March 2, 2025 Hi Sabi, vielen Dank für deine Erfahrungswerte. Yes, geht steil bergauf! Ich kann jetzt schon mehrere Etagen Treppensteigen. Lungenvolumen kommt auch schnell zurück. Also die Regenerierung ist fast schon exponentiell zu diesem Zeitpunkt. Schmerzen sind auch fast komplett weg. Wassereinlagerung ist auch zu 80% weg und ich liege jetzt 1-2 kg unter meinem vorherigen Gewicht ex ante OP. Weißt du, wann die verbleibenden Fäden gezogen werden an den Wunden? Also Brust + Leiste? Quote
Sabichan Posted March 2, 2025 Posted March 2, 2025 Hi, nach zehn Tagen wurden von der Vertretung meiner Hausärztin die restlichen, wenigen Fäden gezogen. Einiges war mit selbstauflösenden Fäden vernäht - so der eigentliche OP-Schnitt. Es war alles schon gut verheilt und nur die Drainage-Wunde hatte später eine dicke Kruste und brauchte am längsten. Quote
Lilo Posted March 4, 2025 Posted March 4, 2025 Am 26.2.2025 um 13:29 schrieb Emory: Zur Frage der Reha: Ja, ich werde auf jeden Fall noch eine ambulante Reha zeitnah machen. Ich glaube, dass das nochmal hilft schneller wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen. Das einzige, was mich als relativ junger Patient abschreckt, ist die vermutlich sehr große Alters- und damit auch Leistungsdifferenz. Ich bin vor der OP Marathon gelaufen. Daher hoffe ich, dass dann auch individuell auf die Personen eingegangen werden kann. Wie sind hier euere Erfahrungen? Hey, zu deiner Frage mit der Reha: Ich habe eine stationäre Reha gemacht und da meine Rehaklinik auch zB Lungenpatienten hatte, war das Alter in den Gruppen schon etwas durchmischter (auch wenn ich mit 23 trotzdem immer die Jüngste war). Wenn du in einer guten Rehaklinik bist, ob ambulant oder stationär, wird schon eher nach deinem Leistungsniveau geschaut. Bei mir gab es zB bei der Gymnastik 4 verschiedene Leistungsniveaus und aufgrund meines Alters wurde ich fast direkt in die höchste Leistungsstufe gesetzt (auch wenn das bei mir leider nicht auf meine Post-OP-Leistung zugetroffen hat). LG Quote
Emory Posted May 2, 2025 Author Posted May 2, 2025 So, hier mal wieder ein kleines Update. Genesung läuft soweit gut und das Ergebnis wurde durchweg als sehr gut bezeichnet (von mehreren Ärzten). Derzeit habe ich leider noch immer eine erhöhte Herzfrequenz, wodurch ich noch Betablocker nehmen muss. Dadurch ist auch Cardio nur sehr eingeschränkt möglich (bis 110/120er Frequenz). Das nervt etwas. Wie sind hier eure Erfahrungen als Mitralreparierte? Weiterhin habe ich leider noch etwas Gefühlslosigkeit um die Mamille herum. Ich hoffe, dass sich die Nerven hier noch erholen. Ist tatsächlich unangenehmen. Die Narben verheilen soweit wirklich super und mit 2x Narbengel am Tag wird das Ergebnis auch immer besser. Quote
Sabichan Posted May 3, 2025 Posted May 3, 2025 Hi! schön, dass es Dir soweit gut geht. Der Puls kann recht lange erhöht sein. Unter 70 im Alltag bin ich auch jetzt, nach gut eineinhalb Jahren, nicht. Nehme noch 1x1,25 mg Bisoprolol am Tag. Auf wesentlich über 130 beim Training schaffe ich es damit auch nicht. Im Moment gehe ich auch wieder wenig ins Studio und mehr ins Schwimmbad und im Alltag aufs Rad, da messe ich sowieso nichts. Es ist aber alles ok, war ja auch grade bei der Kontrolle im März. Bei mir war die rechte Brust recht lange ziemlich taub, das hat sich halbwegs gegeben. Gestört hatte es mich aber nie. Narbengel brauchte ich nicht, da die größte Narbe bei Frauen gern in der unteren Brustfalte versteckt ist. Man sieht sie also sowieso nicht, wenn man sie nicht sucht. Alles Gute weiter! Quote
Emory Posted May 3, 2025 Author Posted May 3, 2025 (edited) Danke dir! Es freut mich auch zu hören, dass es dir weiterhin gut geht. Und 1,25 ist ja auch wirklich sehr wenig. Also siehst du kein Problem darin joggen zu gehen? Was ich noch vergessen hatte: Laut dem Kardiologen habe ich wohl eine Anämie bedingt durch die OP (sieht man im Blutbild). Und daher kann auch die erhöhte Frequenz kommen. Das wird sich mit der Zeit aber wieder geben. Zusätzlich nehme ich jetzt noch Eisentabletten. Ich möchte nur unbedingt wieder laufen gehen. Bei dem Taubheitsgefühl wurde mir auch gesagt, dass es länger dauern kann bis sich die Nerven wieder regeneriert haben. Die Narbenbildung bei Männern ist auch ganz okay. Man sieht eigl. va die Öffnung für das Endoskop im oberen Bereich der rechten Brust. Edited May 3, 2025 by Emory Quote
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