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Mitralklappeninsuffizienz


Birgit Andrea

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Birgit Andrea

Hallo zusammen!

 

Ich bin hier ganz neu und bin echt froh, dieses Forum gefunden zu haben! Habe seit einigen Tagen hier immer mal gelesen und mich gerade dazu entschlossen, mich hier anzumelden.

Vor ca. 11 Jahren wurde mir gesagt, dass bei mir eine Mitralklappeninsuffizienz vorliegen würde.

Sie sei noch nicht sonderlich ausgeprägt, ich solle aber, zwecks Kontrolle, so alle 3 Jahre zum Kardiologen.

Ich muß gestehen, das ich diese Intervalle etwas ausgedehnt habe, da es mir gut ging. Das Letzte

Mal ist schon ca. 5 Jahre her. Damals wurde mir gesagt, dass mein Herz vergrößert sei, die Undichtigkeit aber noch ok wäre.

Doch in den letzten Monaten bemerkte ich Symtome an mir, die mir zunehmend Angst machen.

Da wären zum einen so komische Schwindel-Anfälle. Wobei der Begriff "Schwindel" nicht ganz passt.

Es ist eher so, als ob einer bei mir im Kopf kurz " den Stecker zieht ". Während dieser Vorfälle, habe ich auch Probleme mit dem Atmen.

Meine damalige Hausärztin schickte mich zum Neurologen, der das als " Stresssyntom " diagnostizierte. Ich solle aufpassen, denn das könne schnell ein " Burn out " werden.

Ich bekomme diese Anfälle aber auch, wenn ich Urlaub habe, oder ganz relaxt auf der Couch sitze!

Dann habe ich öfter den Eindruck, nicht genug Luft zu bekommen. Ich versuche dann immer, tief einzuatmen, doch das klappt oft nicht. Auch das geschieht, sowohl in Bewegung, als auch in Ruhesituationen.

Nachts werde ich von plötzlichen Hustenanfällen aus dem Schlaf gerissen, obwohl ich keinerlei Erkältungen habe. Ich schlafe auch nicht mehr gerne auf der linken Seite, da ich mein Herz ganz unangenehm heftig gegen die Rippen schlagen spüre.

Oft bin ich müde und fühle mich erschöpft.

Meine Herzrythmussrörungen, seit Jahren meine ständigen Begleiter, sind häufiger und auch länger andauernder geworden. Teilweise sind sie so heftig, dass ich Angst bekomme und regelrecht spüre, wie mir das Adrenalin durch die Adern jagt.

Ich habe oft starken Harndrang, obwohl ich eigentlich zu wenig trinke ( hab einfach nie Durst ).

Meine Fußknöchel werden schnell dick, sind eigentlich nur nach dem aufstehen normal schlank.

Könnte das alles was mit meinen Herzfehler zu tun haben? Ich weiß, am besten klär ich das beim Kardiologen ab, ein Besuch ist ja auch längst überfällig. Werd mir in der nächsten Woche auch einen Termin machen. Aber das dauert mittlerweile ja viele Wochen, bis man einen hat.

Ihr seid doch in gewisser Weise auch " Fachleute ", könnt ihr mir einen Rat geben?

Ach ja, ich bin übrigens 42 Jahre alt.

Und sorry, dass mein Beitrag so lang geworden ist... !

Danke im Vorraus!

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Hallo Birgit Andrea,

 

herzlich willkommen im Forum - und na ja wir sind halt "Laienfachleute" deren Wissen und Erfahrungen sich durch die Erkrankung ergibt. D.h. das was Du hier liest und als Antworten bekommst ersetzt nie den ärztlichen Rat.

 

Tja und was Du schilderst klingt ein wenig wie meine eigene Geschichte - fing alles ganz harmlos an und war gut durch Medikamente zu kaschieren. Bis zu dem Moment wo dann genau das eintrat was Du beschreibst - kurzeitige "Schwindel/Black out Attacken", schnell aus der Puste und im liegen schlimmer werdend, aufwachen mit dem Gefühl der Atemnot und Hustenreiz. Unregelmäßiger Herzschlag - schnelle Störungen bis weit über 100 Puls i. d. Minute.

 

Diese Erscheinungen markierten bei mir die Phase der Mitralinsuffizienz bei der meine Kardiologin mich auf eine Herz OP vorbereitete und mich zum Schluß regelrecht drängte. Die Klappe war mittlerweile so undicht geworden, dass es starker Dosis von Betablockern und sonstigem bedurfte (incl. Marcumar wg. der Herzrhytmusstörungen) um mir den Alltag sehr eingeschränkt zu ermöglichen.

 

Nun ich schilder das so kurz und drastisch - nicht um Dir Angst zu machen - sondern um Dich darin zu bestärken zügig einen Kardiologentermin zu bekommen. Evtl. vermittelt Dir ja die hausärztliche Praxis einen zeitnahen Termin. Erst dann kannst Du Dir sicher sein was dort bei Dir schief läuft mit der Pumpe. Es kann sowohl eine erhebliche Undichtigkeit/ Schwäche der Mitralklappe sein - aber auch andere Herzfehler machen ähnliche Beschwerden. Also nimm den Mut zusammen und gehe zum Arzt - die Gewissheit gegen was man etwas tun sollte ist allemal besser als das Leben mit Vermutungen bzw. durch allgemeine Informationen falsch genährte Hoffnungen, dass alles doch nicht ernst ist.

 

Also berichte bitte weiter - und als Rat - wenn es die Mitralklappe ist achte bitte bei den Informationen hier im Forum darauf, dass es mit den Fehlern der Aortenklappe zwar eine Schnittmenge gibt aber einiges eben speziell nur für die jeweilige betroffene Klappe gilt - "wir" Mitralklappler sind hier im Forum eine Minderheit :unsure: - aber die Aortenklappler sind alle nett :rolleyes:

 

MfG

Thomas W.

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Birgit Andrea

Hi Thomas!

 

Vielen Dank für deine schnelle und nette Antwort!

Du hast ja Recht, ich sollte mit einem Arzttermin nicht länger warten.Man hat ja eigentlich nix zu verlieren und wenn einem gesagt wird, alles ist im grünen Bereich, umso besser und man ist beruhigt!

Vor einem Monat hatte ich ein äußerst zwiespältiges " Herzerlebnis ". Ich hatte einen operativen Eingriff unter Vollnarkose vor mir. Beim Vorgespräch mit der Anästhesistin sprach diese mich auf meinen Herzfehler an, den ich in diesem Klinik-Fragebogen angegeben hatte. Sie wollte den Grad der Insuffiziens wissen, den ich aber leider nicht weiß! Sie hörte mich schließlich ziemlich intensiv mit dem Stetoskop ab und meinte dann : " Ich höre den Klappenfehler zwar, aber nur undeutlich. Ein EKG brauchen wir da nicht! "

Ich freute mich innerlich irgendwie und dachte mir, dass ich mich wohl einfach zu verrückt mache und sich der Klappenfehler ja scheinbar nicht verschlimmert haben könne.

Am nächsten Tag war die OP und ich wurde im OP-Vorraum vorbereitet.ein Arzt oder Pfleger legte mir schließlich die Elektroden für die Herzüberwachung an und ging weg. Kurz darauf schlug der Monitor lautstark an und blinkte. Ich erschrak mich tierisch!

Der Arzt / Pfleger eilte zu mir und schaute auf den Monitor. " Haben Sie Herzprobleme? " fragte er mich. " Eine Mitralklappeninsuffizienz, " antwortete ich. " Das sieht man aber! Wissen wir davon? " fragte er weiter. Ich erwiderte wahrheitsgemäß, dies angegeben zu haben. Nachdem er sagte, er würde das Gerät für mich mal eben " etwas grober einstellen ", verschwand er, der Monitor blieb stumm. Ich muß allerdings zugeben, dass ich schon mit einem beklemmenden Gefühl in die Narkose gegangen bin... ! Das beruhigende Gefühl vom Vortag war gewichen.

Wie war denn diese Mitralklappen-OP für dich? Wäre für mich schon ein erschreckender Gedanke, am Herzen operiert zu werden. Hat es lange gedauert, bis du wieder fit warst und arbeiten konntest? In welchem Krankenhaus warst du?

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Hi Birgit Andrea,

 

Sie hörte mich schließlich ziemlich intensiv mit dem Stetoskop ab und meinte dann : " Ich höre den Klappenfehler zwar, aber nur undeutlich. Ein EKG brauchen wir da nicht! "

Sowas ähnliches meinte mein Hausarzt auch mal, er sagte sinngemäß, die leichten Fehler hört man, die schweren nicht so und daher könne ich keinen schweren haben. Auf sowas kann man sich nicht wirklich verlassen. da bringt nur das Ultraschall Gewissheit.

 

Deswegen solltest du baldmöglichst einen Kardiologen aufsuchen, dann weißt du Bescheid.

 

Alles andere ist vorläufig rein spekulativ.

 

 

Viele Grüße und alles Gute,

 

Rainer

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Wie war denn diese Mitralklappen-OP für dich? Wäre für mich schon ein erschreckender Gedanke, am Herzen operiert zu werden. Hat es lange gedauert, bis du wieder fit warst und arbeiten konntest? In welchem Krankenhaus warst du?

 

Hallo nochmal Birgit Andrea,

 

also es fing an mit der unausweichlichen Gewissheit über die Notwendigkeit der OP. Angst in jeglicher Ausprägung, Sorgen und Unruhe. Doch nach meinem Gespräch in der Universitätsklinik Eppendorf - heute heißt es dort

"Universitäres Herzzentrum Hamburg GmbH (UHZ)" - vor der OP sah ich vieles sachlicher und das es eine gute Chance gab, wieder ein normales Leben zu führen.

 

Meine Klappenwahl traf ich nach meinen Verhältnissen und Abwägungen - es sollte erst eine Rekonstruktion versucht werden - wenn das nicht klappt dann eine mechanische Klappe. Dafür hatte ich zwei Gründe.

1. In der Mitralposition wurde für eine Bioklappe "damals" 2004 eine Haltbarkeit von 5 - 7 jahren angenommen. Hätte mich also jetzt wohl wieder erwischt. Eine zwingende Re OP kann ich mir nicht vorstellen.

 

2. Ich hatte bereits starke Herzrhytmusstörungen vor der OP - unter der OP ist eine Ablation erfolgt - niemand konnte mir aber zusagen das diese glückt und wenn wie lange sie hält. Also wäre im schlimmsten Fall eine Bioklappe mit Re-OP dagewesen und Marcumar trotzdem wg. der Rhythmusstörungen.

 

Diese Entscheidung traf ich für meinen Fall - auch wissend (bevor wieder dazu Postings kommen) das eine mechanische Klappe auch keine 100% Garantie für ein Leben ohne Re-OP ist. Aber es gab/gibt eben nicht eine "Zwangs Re-OP".

 

Ja und es kam zu einer mech. Klappe weil meine eigene Klappe schon zu kaputt war (mittlerweile sind die Rekonstruktionsmöglichkeiten aber besser geworden - aber das nützte mir vor sieben Jahren nichts :angry: .

 

Ich war damals 46 Jahre - habe die OP gut überstanden - nach sieben Tagen ab in die AHB nach Timmendorf.

 

Wieder zu Hause konnte ich den Alltag gut meistern (besser wie in der Zeit vor der OP) - seit 2005 arbeite ich wieder (Bürojob) ohne Unterschied zu meinen "normalen" Kollegen. Die Zeit vor der OP war ich Hausmann mit Minijobs - aber das ist eine andere Geschichte.

 

Mittlerweile sind 7 3/4 Jahre auf der Klappe und es geht mir gut - habe Spaß am Leben. Komplikationen direkt durch die Klappe oder Marcumar gab es nicht. OK ein herzhafte Zungenbiß unter Marcumar blutete schon recht lange aber auch ein irregeführter Knallkörper (leichte Brand- und Druckverletzung), ein heftiger Glatteissturz, noch Darmspiegelungen oder eine ungeplante Blasenspiegelung waren Probleme die ich, zusammen mit den Ärzten, gemeistert habe. Wobei der Teil wo es um meine Klappe und Marcumar ging eher der geringere war - alle sonstigen Risiken oder Prozeduren träfen auch "normale" oder Bioklappler - Patienten.

 

OK das war in Kurzform meine Geschichte - natürlich hatte ich Angst - natürlich wäre ich noch glücklicher ohne OP - natürlich habe ich lange versucht alles vor der OP schönzureden/zu verharmlosen um eine OP zu umgehen aber glücklicherweise habe ich eine Kardiologin, eine Hausärztin und nicht zuletzt eine der besten Ehefrauen der Welt die mich gestützt, beraten, getröstet und liebevoll gedrängt haben die OP machen zu lasssen.

 

Also wenn Du zweifelst oder Angst hast, so ist das völlig normal aber lass es nicht zu das die Befürchtungen zum (schlechten) Ratgeber werden. Suche Klarheit über Deine Erkrankung und dann den für Dich und Deine Verhältnisse besten Weg der med. Versorgung.

 

Scheu Dich nicht hier Fragen zu stellen oder auch über Deine Befürchtungen zu schreiben - das versteht hier jeder.

 

So nun erstmal genug ernste Materie - ich hoffe es hilft Dir mehr als das es Dich beunruhigt.

 

MfG

Thomas W.

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Birgit Andrea

Hi Thomas!

 

Vielen Dank!

Ich werde mir heute den Kardiologen-Termin organisieren und dann weiter berichten.

 

Danke auch an die anderen!

Ist echt ein nettes Forum hier! :rolleyes:

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Ich werde mir heute den Kardiologen-Termin organisieren und dann weiter berichten.

Schildere Deine Probleme und Symptome und erzähle auch Deine Vorgeschichte.

Dann sollte es normalerweise zeitnah einen Termin geben.

 

Ich hatte eine defekte Aortenklappe. Diese hat man sehr laut gehört.

Ich konnte sie schon selbst hören. Auch ein Arzt meinte mal: "Die hört an ja schon ohne Stethoskop."

Es kann also auch anders sein.

 

Gruß

Markus

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Birgit Andrea

Hallo zusammen!

 

Habe heute bei meinem Kardiologen angerufen und meine Beschwerden geschildert. Zuerst meinte die Dame am Telefon, sie hätte erst wieder im Juli Termine frei! :wacko:

Doch dann sagte Sie plötzlich, es habe jemand gerade einen Termin abgesagt, ich könne am 30. April kommen!

Ok, ist auch noch einen Monat Wartezeit und Ungewissheit. Aber das werde ich schon stemmen!

 

Lieben Gruß und gute Nacht!

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Hallo Birgit Andrea,

 

Doch dann sagte Sie plötzlich, es habe jemand gerade einen Termin abgesagt, ich könne am 30. April kommen!

Ok, ist auch noch einen Monat Wartezeit und Ungewissheit. Aber das werde ich schon stemmen!

Du kannst auch gleich in eine Herzzentrum, eine Uniklinik gehen und dich dort ambulant untersuchen lassen. Das ist eh sinnvoll, noch mindestens eine 2. Meinung einzuholen. Und in so einem Zentrum haben sie auch eher mehr Ahnung als ein niedergelassener Kardiologe.

 

Außerdem find ich es keinen Zustand, ewig auf einen Termin warten zu müssen, bei solchen Beschwerden. Da würd ich mir sowieso einen anderen Kardiologen suchen. Bei meinem Kardiologen kann ich jederzeit kurzfristig einen Termin bekommen, wenn was ist. Alles andere macht keinen Sinn.

 

VG, Rainer

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Hallo Birgit Andrea,

 

zu dem Tipp von Rainer möchte ich Dir raten, dass Du Dich vorher vergwisserst ob es an der entsprechenden Klinik eine Ambulanz gibt die "ermächtigt" ist bzw. eine besondere Zulassung, z.B. Hochschulambulanz, hat. Ansonsten können diese Einrichtungen keine ambulante Abrechnungen für Kassenpatienten vornehmen und müssen Dich als Privatpatient behandeln. Diese Kosten erstatten die Krankenkassen nicht. Oft wird auch eine Überweisung durch einen Facharzt der gleichen Ausrichtung notwendig sein.

Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich auch nicht bestätigen, dass die niedergelassenen Kardiologen keine Ahnung haben. Hier ist die Behandlung, auch aus meiner Erfahrung, viel individueller und man hat eine Bezugsperson (was ja eine spätere 2. Meinung nicht ausschließt). Nun gut so macht jeder seine Erfahrungen - hier in HH arbeiten auch sehr viele Praxen mit den großen Herzkliniken und deren zugelassenen Ambulanzen Hand in Hand.

 

Wenn Deine Beschwerden jedoch schlimmer werden oder für Dich bedrohlich so sollte Dich Dein Hausarzt in eine Klinik einweisen - bzw. zögere nicht 112 anzurufen. Dies ist im Notfall immer richtig.

 

MfG

Thomas W.

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zu dem Tipp von Rainer möchte ich Dir raten, dass Du Dich vorher vergwisserst ob es an der entsprechenden Klinik eine Ambulanz gibt die "ermächtigt" ist bzw. eine besondere Zulassung, z.B. Hochschulambulanz, hat. Ansonsten können diese Einrichtungen keine ambulante Abrechnungen für Kassenpatienten vornehmen und müssen Dich als Privatpatient behandeln. Diese Kosten erstatten die Krankenkassen nicht. Oft wird auch eine Überweisung durch einen Facharzt der gleichen Ausrichtung notwendig sein.

Also ich war schon in 3 verschiedenen Herzzentren und hab mich untersuchen lassen und hab nie eine Überweisung gebraucht. In die Chest Pain Unit, also die Brustschmerzambulanz, kann man sowieso ohne Überweisung, würde sonst garkeinen Sinn machen.

 

Ich hab mich bei Bedarf immer selber eingewiesen und musste nie was selber zahlen.

Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich auch nicht bestätigen, dass die niedergelassenen Kardiologen keine Ahnung haben.

Na, dass sie jetzt garkeine Ahnung haben wäre etwas übertrieben, aber dass natürlich die Fachkompetenz in einem großen Herzzentrum oder einer Uniklinik im Zweifel eher höher ist, liegt in der Natur der Sache. Genau deswegen ist es schließlich ein Herzzentrum und /oder eine Uniklinik.

 

Regel Nr. 1: Wenn man was ernstes hat, oder befürchtet, was ernstes zu haben, möglichst sofort in eine Uniklinik oder ein entsprechendes Fachzentrum. Das ist der sicherste Weg.

 

VG, Rainer

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@ Rainer,

 

dies sollte nicht der Auftakt für eine endlose Rede/Gegenrede werden - ich habe meine Erfahrungen geschrieben und lediglich darauf hingewiesen, dass es sicherer sei sich VOR einer ambulanten Behandlung in einer Klinik von deren Kassenzulassung für die Ambulanz zu überzeugen. Ich habe also nicht grdsl. von diesem Weg abgeraten - soweit sind wir also einig.

 

Deine negative Einstellung gegenüber der fachlichen Qualifikation von niedergelassenen Kardiologen mag ja Deiner Erfahrung entsprechen - ich habe lediglich "gewagt" meine positiven Erfahrungen dagegenzustellen/kundzutun - dies erlaubst Du mir doch sicher - oder?

 

Ich denke wir als Betroffene haben hier alle unsere individuellen Erfahrungen gesammelt und jeder mag andere Maßstäbe ansetzen.

 

Thomas W.

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Hi Thomas,

 

dies sollte nicht der Auftakt für eine endlose Rede/Gegenrede werden -

Einverstanden. ;)

 

VG, Rainer

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Birgit Andrea

Guten Morgen!

 

Außschlaggebend für mich zu meinem Kardiologen zu gehen, war die Tatsache, das dieser ja die alten Untersuchungsergebnisse von mir hat. Mit der neuen, bald anstehenden, kann er sofort sehen, inwieweit sich der Klappenfehler verschlechtert oder sich Herzgewebe verändert hat. Das finde ich wichtig, dass er dann diesen Vergleich hat.

Die Praxis hat mehrere Kardiologen und befindet sich in einem Ärztehaus, welches einer Klinik angegliedert ist. Die machen auch Schluckecho und Herzkatheteruntersuchungen und arbeiten diesbezüglich eng mit der Klinik zusammen.

Ok, es ist keine Uniklinik oder Herzzentrum. Aber im Notfall hätte ich es dorthin nicht so megaweit. Ich wohne am Niederrhein, das Ruhrgebiet mit seinen Großstädten wie Duisburg oder Essen ist schnell zu erreichen.

Und klar, im Notfall würde ich natürlich den Notruf wählen!

 

Lieben Gruß und allen einen schönen Tag! :)

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Guten Morgen Birgit Andrea,

 

Außschlaggebend für mich zu meinem Kardiologen zu gehen, war die Tatsache, das dieser ja die alten Untersuchungsergebnisse von mir hat. Mit der neuen, bald anstehenden, kann er sofort sehen, inwieweit sich der Klappenfehler verschlechtert oder sich Herzgewebe verändert hat. Das finde ich wichtig, dass er dann diesen Vergleich hat.

Als mündiger Patient, oder als Nervensäge, je nach Standpunkt ;) , hab ich 'natürlich' immer alle Untersuchungsergebnisse auf einem USB-Stick. Da ich recht viel unterwegs bin, kann ich dann überall bei Bedarf hin und hab schon alles dabei. Ist auch sonst praktisch, wenn man nicht immer erst auf den Datenaustausch Praxis <-> Klinik warten muss.

 

Letztendlich musst du natürlich selbst entscheiden, wie dringend deine Untersuchungen sind und zu wem du gehst. Wenn du zu deinem Kardiologen Vertrauen hast und dir die lange Wartezeit nichts ausmacht, okay. Ich selbst würde mich wahrscheinlich anders entscheiden, aber ich kann und will ja auch nur für mich sprechen.

 

 

VG, Rainer

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Hallo Birgit Andrea,

 

ich hatte auch schon so meine Probleme mit den Terminen bei meinem alten Kardiologen.

Deshalb ist er jetzt auch mein 'alter' Kardiologe. :D

 

Wenn Du Dich gut fühlst mit dem Monat Wartezeit dann passt es.

Aber wenn Du Dir unsicher sein solltest bzw. weitere Probleme bekommst würde ich mehr Druck machen.

Wenn man hartnäckig ist bekommt man meistens noch einen kurzfristigen Termin.

 

Gruß

Markus

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Liebe Birgit, mir fehlt die Zeit, alle bisherigen Postings zu lesen, daher kann es sein, dass ich was wiederhole. Was du schilderst, erinnert mich sehr an meinen Werdegang. Die Symptome haben bei mir immer mehr zugenommen und trotzdem hatte ich keinen blassen Schimmer, was mit mir los ist, bis es dann wirklich fünf vor Zwölf war. Gegen den immer schlimmer werdenden Husten hat mir mein Hausarzt wiederholt Antibiotika verordnet. Einen schon bestehenden Herzfehler hat er "kaum gehört". Mein Husten war dann auch eher ein Bellen. Zum Schluss habe ich auf dem Sessel im Sitzen geschlafen. Nach einem kurzen Fußmarsch war ich fix und fertig. Auf eigenes Betreiben bin ich dann zum Internisten und der hat mich nach einem Röntgenbild und Herzecho sofort ins Krankenhaus bringen lassen. Hast du in letzter Zeit ungewöhnlich viel zugenommen? Das könnte ein Zeichen für Wassereinlagerungen sein? Ich denke, es wäre nicht verkehrt, wenn du das schnell abkären lässt. Liebe Grüße Reni

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Birgit Andrea

Hallo Reni!

 

Habe schon so drei Kilo zugenommen, in den letzten 12 Monaten.

Hab es aber bisher darauf zurück geführt, dass ich meinen Sport vernachlässigt habe. Ich habe in den vergangenen Monaten zwei Op`s über mich ergehen lassen müssen ( Schilddrüsenentfernung und Knieathroskopie ). Letztere ist noch nicht so lange her und das Knie schmerzt oft noch und ist noch nicht so belastbar - daher tut mir mein geliebtes walking im Moment nicht so gut.

Eure Postings machen mich schon unsicher...! :unsure:

Überlege, ob ich nicht im Duisburger Herzzentrum anrufen soll, um dort einen schnelleren Termin zu bekommen. Die haben da sicher eine Ambulanz, müßte mich mal kundig machen.

Denke mir einerseits, wenn doch "nix is ", ist es ja schon etwas peinlich, so die Welle zu machen.

Andererseits - ist eigentlich schietegal, man weiß dann aber woran man ist und hat nicht so lange Ungewissheit!

Ich denke, ihr seid in Bezug " Herz " auch sensibler durch euere Erfahrungen geworden. Was ja nicht verkehrt ist, es ist ja auch das wichtigste Organ in unserem Körper!

Reni, was hattest du denn an deinem Herzen? Auch eine Mitralklappeninsuffizienz? Wie ging es nach deiner Krankenhauseinweisung weiter?

 

An alle liebe Grüße!

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Birgit Andrea

Hallo zusammen!

 

Habe gerade beim Herzzentrum Duisburg angerufen. Die haben da drei Ambulanzen. Die für Privatpatienten konnte ich mir als Kassenpatientin sparen. Habe mich dann bei der Herzinsuffiziens-Ambulanz gemeldet, die hätten mir einen Termin für Anfang Mai geben können!!! Dann bei der allgemeinen kardiologischen Ambulanz angerufen, die meinten, sie hätten leider " eine Vorlaufzeit von 2-3 Monaten!!! Letztere meinte, ich solle mich doch einfach bei meinem Kardiologen ins Wartezimmer setzen, er müsse mich ja behandeln!

Bin ganz schön gefrustet! :(

 

Trotzdem schönen Gruß an alle!

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Hallo Birgit Andrea,

 

Habe mich dann bei der Herzinsuffiziens-Ambulanz gemeldet, die hätten mir einen Termin für Anfang Mai geben können!!! Dann bei der allgemeinen kardiologischen Ambulanz angerufen, die meinten, sie hätten leider " eine Vorlaufzeit von 2-3 Monaten!!! Letztere meinte, ich solle mich doch einfach bei meinem Kardiologen ins Wartezimmer setzen, er müsse mich ja behandeln!

Bin ganz schön gefrustet! :(

Ich verstehe deinen Frust. :angry:

 

Hier in HD gibt es eine Brustschmerzambulanz (Neudeutsch: Chest Pain Unit). Die nehmen einen sofort, weil die sind für Fälle, die halt sofort behandelt werden müssen (z.B. Infarkt).

 

Sowas muss es eigentlch in Duisburg auch geben.

 

Probier es mal da. Übertreib halt notfalls etwas, auch eine MI kann akut lebensbedrohlich sein, wenn sie extrem ist!

 

Alles was du in deinem ersten Post schreibst: Du hast Schwindel, du klappst einfach um, du kriegst keine Luft! Das langt für die Brustschmerzambulanz. Wenn du erstmal aufgenommen bist, wirst du ganz normal untersucht.

 

Ruf an und lass dich gleich mit dieser Ambulanz verbinden oder geh gleich hin.

 

VG, Rainer

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Hallo Birgit, inzwischen habe ich seit gut sechzehn Jahren eine mechanische Mitralklappe und kann sagen, dass es sich damit relativ normal leben lässt. Nach meiner notfallmäßigen Krankenhauseinweisung wurde u. a. festgestellt, dass ich die Lunge voller Wasser hatte, bekam ein Diuretikum gespritzt und hab die meiste Zeit des Tages auf der Toilette zugebracht. Je mehr Wasser ich verloren habe desto besser konnte ich schlafen, herrlich. Nach zwei Wochen KH-Aufenthalt hatte ich 11 kg weniger. Was für ein Erlebnis. Mein Zustand hatte sich stabilisiert und ich durfte nochmal übers Wochenende heim. Dann wurde in der Uni-Klinik Göttingen ein Herzkatheter gemacht (vor dem man keine Angst zu haben braucht), das war in unserem KH damals noch nicht möglich. Leider musste ich auf meinen notwendigen OP-Termin fünf Monate warten. Das geht wohl inzwischen entschieden schneller. Die großen Krankenhäuser haben doch eine Notfallmedizin, an die ich mich wenden würde. Z. Bsp. die Kardiologie im Essener Alfried-Krupp-Krankenhaus wird sehr gelobt. Ich würde an deiner Stelle nicht zögern. Wenn ich geich an die richtige Stelle gegangen wäre, hätte man meine Herzklappe vielleicht noch rekonstruieren können. Schmerzen hatte ich bei der ganzen Sache nicht, vielleicht hätte ich mich dann eher in Bewegung gesetzt. Halt uns mal auf dem Laufenden, ja?

 

Wünsche dir alles Gute, Gruß Reni

Edited by Reni
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Birgit Andrea

Hi Reni!

 

Schmerzen hab ich ja auch keine. Es sind halt die Symtome wie starke Herzrythmusstörungen, Blackouts und diese Luftnot oder auch dieser nächtliche Husten, die mich beunruhigen.

Das war ja echt ne heftige Sache, damals bei dir! Umso schöner, dass es dir mit deiner künstlichen Herzklappe heute so gut geht!

Beim Alfried-Krupp-Krankenhaus habe ich gerade nach einer Notfall-Ambulanz geguckt. Die haben aber nur zwei "normale" Kardiologie-Ambulanzen, eine im angegliederten Ärztehaus und eine im Krankenhaus selber.

Werde da morgen mal anrufen, danke für den Tipp!

Klar, halte ich euch auf dem Laufenden , euer ehrliches Interesse ehrt mich doch! -_-

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Birgit Andrea

Hi zusammen!

 

Wollte mich nochmal melden, um zu berichten.

Einen früheren Termin bei einem Kardiologen hab ich nicht bekommen. :(

Nicht im Alfried-Krupp ( hieß dort 3-4 Wochen ) und auch nicht in der hiesigen Klinik, mit der mein Kardiologe ja zusammenarbeitet.

Obwohl die keine Ambulanz für Kardiologie haben, hab ich da angerufen und mich nach der Möglichkeit erkundigt, zeitnah ambulant

untersucht zu werden. Hatte sogar direkt den Chefarzt der kardiologischen Station am Rohr! Dieser sagte mir, dass er mich nur untersuchen könnte, wenn ich dafür von meinem Hausarzt eine " vorstationäre Einweisung " bekäme. So etwas stellt mein Hausarzt aber nicht aus, weil das wohl Ärger mit der Krankenkasse gäbe!

Da ich nicht als " Notfall " auftreten will, werde ich jetzt bis zum eigentlichen Termin am 30. April warten.

Bin dazu übergegangen, meine Herzrythmusstörungen sowie die nächtlichen Hustenanfälle auf meinem Kalender zu notieren, so habe ich zu meinem Termin auch ein paar Zahlen zur Hand. Einen " Blackout " hatte ich schon eine Woche lang nicht, bin froh, denn die sind besonders fies. :unsure:

 

Wünsche schon mal allen " schöne Ostertage " ! B)

 

Gruß, Birgit.

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Hallo Birgit,

 

leider ist es mittlerweile in Deutschland ein Problem zeitnah einen Termin bei einem Kardiologen zu bekommen.

Ich kann davon auch ein Lied singen. Ich hätte auf meine 6 Monatsuntersuchung 8 Monate warten sollen .... :o

 

Wenn Du nicht Glück hast und einen Kardiologen findest der eben nicht vollkommen 'überfüllt' ist oder auch einfach nur einen seinen freien Privattermine rausrückt dann hast Du einfach verloren.

Wenn Deine Probleme schlimmer werden, ganz besonders Deine Blackouts, solltest Du aber den Weg ins KH nicht scheuen.

 

Halte die Ohren steif.

 

Gruß

Markus

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Hallo Birgit,

 

also ich find das unmöglich, dass du keinen Termin zeitnah kriegst.

 

Hier in Heidelberg oder auch in Leipzig würde das sicher gehen. Irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, na, ich würd im Zweifel auch keine Hemmungen haben, als Notfall aufzutreten. Wenn es dir schlechter geht, solltest du das auf jeden Fall tun.

 

 

VG, Rainer

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