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Aneurysma der Aorta ascendens


Walter73

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Hallo,

ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und finde es super das es so ein Forum gibt, wo man Menschen mit ähnlichen problemen findet.

Privat habe ich niemanden mit dem ich mich austauschen kann.

Ich bin jetzt 35 Jahre alt, und habe ca. vor einem halben Jahr erfahren das ich eine erweiterte Aorta und einen Herzfehler habe. Als ich das erfahren habe

wusste ich nicht einmal was eine Aorta ist. Bin dann nachhause und hab im Internet gelesen. Musste ja ins Krankenhaus zu einer grösseren

Untersuchung, und um zu wissen worum es eigentlich geht habe ich fleissig im Internet gelesen. Bin so auch auf diese Seite gestossen.

 

Hier und auf einigen anderen Seiten konnte ich einiges lesen, so kann ich wenigstens bei der nächsten grossen Untersuchung besser

mit meinem Artzt sprechen (Untersuchung ist wieder ende Jänner). Zwischendurch alle 2 Monate Ultraschall.

 

Laut Doktor darf ich nur noch bis 130 Puls Sport betreiben, aber der einzige Sport der mir spass macht ist Eishockey, spiele nur noch

einmal die Woche. Ganz lassen will ich es nicht, so bin ich wenigstens motiviert etwas auf dem Hometrainer zu trainieren. Bin da auch brav

und gehe nicht über 130 Puls.

 

Habe aber noch einige Fragen und hoffe ihr könnt mit weiterhelfen.

 

Auf dem Befund steht Aorta ascendens Durchmesser systolisch 50 mm. Operiert werden muss ab 55-60 mm ?

Weiters steht dort, klappenah hat die Aorta einen maximalen Schrägdurchmesser von 56 mm, gelten hier auch die

55-60 mm oder ist das bei dem Schrägdurchmesser anderst ?

Der Aortenbogen ist bei 30 mm was nicht viel ist oder ?

 

Weiters habe ich einen Herzfehler, und eine undichte Herzklappe, aber was derzeit kein Problem ist, muss aber

aufpassen bei verkühlung. Habe auch einen Ausweis bekommen, und muss bei Eigriffen bei denen Bakterien ins

Blut kommen können sichereheitshalber Medikamente nehmen.

 

Über Antworten auf meine Fragen würde ich mich sehr freuen. Es ist schon spät, ich hoffe ich habe nicht zuviele Rechtsschreibfehler eingebaut.

 

Danke euch, und wünsche euch ein schönes Wochenende!

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Hallo,

ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und finde es super das es so ein Forum gibt, wo man Menschen mit ähnlichen problemen findet.

Privat habe ich niemanden mit dem ich mich austauschen kann.

Ich bin jetzt 35 Jahre alt, und habe ca. vor einem halben Jahr erfahren das ich eine erweiterte Aorta und einen Herzfehler habe. Als ich das erfahren habe

wusste ich nicht einmal was eine Aorta ist. Bin dann nachhause und hab im Internet gelesen. Musste ja ins Krankenhaus zu einer grösseren

Untersuchung, und um zu wissen worum es eigentlich geht habe ich fleissig im Internet gelesen. Bin so auch auf diese Seite gestossen.

 

Hier und auf einigen anderen Seiten konnte ich einiges lesen, so kann ich wenigstens bei der nächsten grossen Untersuchung besser

mit meinem Artzt sprechen (Untersuchung ist wieder ende Jänner). Zwischendurch alle 2 Monate Ultraschall.

 

Laut Doktor darf ich nur noch bis 130 Puls Sport betreiben, aber der einzige Sport der mir spass macht ist Eishockey, spiele nur noch

einmal die Woche. Ganz lassen will ich es nicht, so bin ich wenigstens motiviert etwas auf dem Hometrainer zu trainieren. Bin da auch brav

und gehe nicht über 130 Puls.

 

Habe aber noch einige Fragen und hoffe ihr könnt mit weiterhelfen.

 

Auf dem Befund steht Aorta ascendens Durchmesser systolisch 50 mm. Operiert werden muss ab 55-60 mm ?

Weiters steht dort, klappenah hat die Aorta einen maximalen Schrägdurchmesser von 56 mm, gelten hier auch die

55-60 mm oder ist das bei dem Schrägdurchmesser anderst ?

Der Aortenbogen ist bei 30 mm was nicht viel ist oder ?

 

Weiters habe ich einen Herzfehler, und eine undichte Herzklappe, aber was derzeit kein Problem ist, muss aber

aufpassen bei verkühlung. Habe auch einen Ausweis bekommen, und muss bei Eigriffen bei denen Bakterien ins

Blut kommen können sichereheitshalber Medikamente nehmen.

 

Über Antworten auf meine Fragen würde ich mich sehr freuen. Es ist schon spät, ich hoffe ich habe nicht zuviele Rechtsschreibfehler eingebaut.

 

Danke euch, und wünsche euch ein schönes Wochenende!

 

 

Es wird meistens sogar schon ab 5cm operiert, weil das Op-Risiko dann geringer ist, als das Risiko der Ruptur. Der Aortenbogen bei dir hat normale Dimensionen. Zu dem Schrägdurchmesser kann ich nix sagen, denke aber dass der nicht so relevant ist wie der systolische Durchmesser. Welche Klappe ist undicht? Wahrscheinlich die Aortenklappe oder?

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Es wird meistens sogar schon ab 5cm operiert, weil das Op-Risiko dann geringer ist, als das Risiko der Ruptur. Der Aortenbogen bei dir hat normale Dimensionen. Zu dem Schrägdurchmesser kann ich nix sagen, denke aber dass der nicht so relevant ist wie der systolische Durchmesser. Welche Klappe ist undicht? Wahrscheinlich die Aortenklappe oder?

 

Hallo aortic valve,

ja hast recht ist die Aortenklappe. Im Befund steht "Bikuspide postentzündlich veränderte Aortenklappe mit einer AI und AS 1" und das sie verdickt ist.

 

grüsse Walter!

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Hallo,

kommt mir alles sehr bekannt vor. Bei mir waren es 51mm, weshalb man mich eigentlich sofort nach dem CT-Befund operieren wollte. "Nur nichts heben, bloss kein Stress,...." Na, ja, 6 Wochen später lag ich dann unterm Messer. Vorteil (!!): Ich konnte mir das aussuchen und war kein (!!) Notfall. Glaube mir, das ist Gold wert. Ersetzt wurde ein Stück Aorta und die zweiteilige Aortenklappe in einem Stück (Composite Graft, ATS 23mm). Jetzt will ich mit dem Ding noch 86 werden. Frage aber nicht warum gerade 86.

 

Herzliche Grüße

Guido

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Hallo Bobbel

darf ich fragen wie alt du bist ? Hast du eine mechanische Klappe bekommen ?

Im Moment nerven mich die Ärzte mit Op, ich bin 53 und habe eine bikuspide Aortenklappe mit Aneurysma 4,8/4,9 cm.

Sie sagen nämlich auch, besser jetzt, als als Not-OP ! Man schlägt mir allerdings eine Bioklappe vor....

10-15 Jahre ? 2.Op ? Ich möchte schon gerne alt werden !!!! Ich liebe nämlich das Leben !!!

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Hallo Walter

ich kann dir auch ein paar Infos geben.

Zunächst einmal ist nach den neusten Erkenntnisse eine Endokarditis-Prophylaxe nicht mehr erforderlich.

Und ein Aneurysma ist nach Auskunft meines Kardiologen schon ab 4,5 cm zu operieren. da das Herz dann normalerweise

noch fit ist. Ausserdem hast du sonst immer das theoretische Risiko einer Dissektion.

Ich bin nämlich auch kurz vor Weihnachten mit diesen Erkenntnissen konfrontiert worden. Mein An ist 4,8/4,9 cm.

Kannst dir vielleicht vorstellen, dass ich im Moment auch ziemlich down bin. Es gilt eine schwere Entscheidung zu treffen.

Ich kann dir nur raten, hole dir alle Infos, die du brauchst und löchere alle Ärzte ! Das ist total wichtig !

Ich hab immer ein offenes Ohr für dich

Maria

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Hallo Walter

ich kann dir auch ein paar Infos geben.

Zunächst einmal ist nach den neusten Erkenntnisse eine Endokarditis-Prophylaxe nicht mehr erforderlich.

Und ein Aneurysma ist nach Auskunft meines Kardiologen schon ab 4,5 cm zu operieren. da das Herz dann normalerweise

noch fit ist. Ausserdem hast du sonst immer das theoretische Risiko einer Dissektion.

Ich bin nämlich auch kurz vor Weihnachten mit diesen Erkenntnissen konfrontiert worden. Mein An ist 4,8/4,9 cm.

Kannst dir vielleicht vorstellen, dass ich im Moment auch ziemlich down bin. Es gilt eine schwere Entscheidung zu treffen.

Ich kann dir nur raten, hole dir alle Infos, die du brauchst und löchere alle Ärzte ! Das ist total wichtig !

Ich hab immer ein offenes Ohr für dich

Maria

 

Für wen ist in welchem Fall keine Endokarditis-Prophylaxe mehr erforderlich?

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Hallo, danke euch allen für die Antworten hier und auch die PN's!

 

Also die Endokarditis-Prophylaxe ist ja die Einnhame von Antibiotka als vorsichtsmassnahme wenn ich da richtig verstehe. Habe da einen Auswies vom

Qsterreichischen Herzfond bekommen wo drinn steht bei welchem Eingriff wieviel. Es steht drauf "wegen bikuspidale AV"

 

@Maria

ich arbeite schon fleissig daran, suche die ganzen Fachausdrücke im Internet damit ich halbwegs verstehe was das alles heist auf meinem Befund. Dann

kann ich auch meine Ärtzte ende Jänner richtig löchern :blink:

 

@Bobbel

wie belastbar bist du jetzt nach der OP, gilt das mit den 130 Puls danach auch noch? So wie es jetzt ist kann ich meinen Lieblingssport Eishockey leider vergessen.

Ist das nach der OP vielleicht wieder möglich, oder kann ich das vergessen?

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Hallo Bobbel

darf ich fragen wie alt du bist ? Hast du eine mechanische Klappe bekommen ?

Im Moment nerven mich die Ärzte mit Op, ich bin 53 und habe eine bikuspide Aortenklappe mit Aneurysma 4,8/4,9 cm.

Sie sagen nämlich auch, besser jetzt, als als Not-OP ! Man schlägt mir allerdings eine Bioklappe vor....

10-15 Jahre ? 2.Op ? Ich möchte schon gerne alt werden !!!! Ich liebe nämlich das Leben !!!

 

Hallo Maria,

ich bin 55 und mit 55 operiert worden. Bei einer Aortenerweiterung plus Klappenfehler gibt es meines Wissens nach (soll aber nix heißen!!) keine andere Lösung als mech. Klappe incl. Rohr von ATS. Ich habe im Juni 2008 (da war die OP) auch mit dem Chirurg nicht diskutiert, da ich von dieser Materie (welche Klappenart ist besser und was heißt überhaupt besser) keine Ahnung hatte.

 

Herzliche Grüße

Guido

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Hallo Guido

war die OP denn so schnell notwendig, oder warum hast du dir keine Infos geholt ? wundert mich ein wenig...

Ich suche mir alles raus, was irgendwie mit Herz und Aorta zu tun hat.. ob es richtig ist, weiss ich auch nicht, aber ich nerve

auch die Ärzte mit meinen Fragen..

wo ist deine OP gemacht worden ? und wie geht es dir jetzt ?

das mein Kardiologe mir eine Bioklappe empfohlen hat, irritiert mich allerdings auch, denn ich möchte auch wohl mindestens

86 werden, ich glaub, ich muss da nochmal nachhaken

zunächst lieben Gruß

Maria

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Für wen ist in welchem Fall keine Endokarditis-Prophylaxe mehr erforderlich?

 

Im Juni letzten Jahres sagte mein Kardiolge nach den neuesten Richtlinien ist eine Prophylaxe für bikuspide Aortenklappe nicht mehr erforderlich ! Ich habe nämlich auch mal so einen Pass bekommen

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Hallo Guido

war die OP denn so schnell notwendig, oder warum hast du dir keine Infos geholt ? wundert mich ein wenig...

Ich suche mir alles raus, was irgendwie mit Herz und Aorta zu tun hat.. ob es richtig ist, weiss ich auch nicht, aber ich nerve

auch die Ärzte mit meinen Fragen..

wo ist deine OP gemacht worden ? und wie geht es dir jetzt ?

das mein Kardiologe mir eine Bioklappe empfohlen hat, irritiert mich allerdings auch, denn ich möchte auch wohl mindestens

86 werden, ich glaub, ich muss da nochmal nachhaken

zunächst lieben Gruß

Maria

 

 

Hi Maria,

die OP ist in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gemacht worden. Mir gehts gut. Alle Nachuntersuchungen waren bisher O.K. Ich habe mich zügig operieren lassen, da ab 51mm Aortendurchmesser eigentlich eine gewisse Lebensgefahr besteht (Ruptur der Aorta). Ich habe das damals bei meiner Mutter erlebt (Ruptur). Ich sags mal direkt, was die Meinung Deines Kardiologen angeht: ich denke, die Meinung der Klinik sollte ausschlaggebend sein, welche Prothese zur Anwendung kommt (ist aber meine persönliche Auffassung und..nix gegen Deinen Internisten). Und wenn die Klinik dann eine Lösung präferiert, dann (so habe ich das gemeint) würde ich nicht gegen diese Lösung votieren. Ich bin eben kein Herzchirurg und kann das Wissen der Leute auch nicht mal eben so nachholen.

Herzliche Grüße

Guido

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Hallo Guido

danke für deine Antwort..

Ich werde mir wohl noch ein paar Meinungen einholen....und dann das Beste raussuchen

LG

Maria

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  • 1 month later...

Hallo (oder Helau?) an alle die hier am Thema Aneurysma der Aorta ascendens dabei sind.

Ich bin neu hier und habe mich sofort angemeldet, als ich dieses Forum fand.

Würde auch gerne 86 werden, und wäre dann jetzt bei der Hälfte.

Seit 2,5 Jahren weiß ich, dass ich auch von dieser Diagnose betroffen bin.

Da bei mir die erste Kontrolle nach Diagnosestellung erst nach einem Jahr gemacht wurde, hatte ich viel Zeit das Thema zu verdrängen...

Inzwischen war die dritte Kontrolle, und es wächst...

Bin jetzt bei ca. 4,8 cm und man rät mir, die OP nicht zu lange aufzuschieben. Habe auch außerdem einen Aortenklappenfehler.

Es gibt ja doch einige unterscheidlche OP-Methoden. Eben fand ich etwas über eine Aortenreduktionsplastik mit einer Prothesenummantelung. Das ist ein Verfahren, bei dem die Aorta ascendens längs "augeschlitzt" wird, und dann (enger) wieder zusammengenäht wird. Dann wird noch eine Gefäßprothese um dieses Teilstück außen drumgelegt, sozusagen als Sicherheitsmantel. Das Blut fließt nachher wieder durch die eigene Aorta. Hat jemand von Euch vielleicht so eine OP hinter sich, und wie fühlt man sich überhaupt vor und nach so einer OP?

Wie Ihr seht ist bei mir gerade die Verdrängung der aktiven Auseinandersetzung gewichen. Schon alleine das war ein weiter Weg, und ich glaube zur OP bin ich noch nicht ganz bereit.

LG Anja

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Hi Anja, Maria und alle anderen "ascendens"-Geschädigten,

 

ich will euch jetzt nicht zu allen aufgeworfenen Fragen etwas schreiben, nur ein wenig Optimismus für eine OP möchte ich gerne verbreiten:

Ich hatte bis 8/06 als vielseitiger Sportler, der von seiner AK-Undichtigkeit wusste, die Risiken wohl unterschätzt. Nach einer plötzlichen Ruptur mit Dissektion bis runter in die Hüfte wurden mir eine Bioklappe und ein Teil der ascendens ersetzt.

Mein Fazit: Ich habe ganz viel "Schwein" gehabt und würde das nicht noch mal herausfordern!

Die OP und alle Folgen habe ich gut überstanden. Ich spiele wieder Fussball und Tennis, war auch schon wieder mit Surf- und Kiteboard unterwegs.

In diesem Jahr werde ich 62 und würde auch gerne 86 werden (wieso eigentlich nur 86??) :mellow:

 

Liebe Grüße

 

Dieter

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Hallo miteinander.

Auch ich kann nur Mut machen, was andererseits auch schlecht ist, weil mögliche Risiken unterbewertet werden. Generell ist es so, dass die Chancen den Eingriff zu überleben 99: 1 ist.

Bei einer Notoperation sinken diese auf 27%. Vorteil einer geplanten OP: Ärzteteam ist ausgeruht. Eingriff dauert ungefähr 6 Stunden. Nachteil, trotz Termin kann man wegen Notfälle verschoben werden.

Dieser Eingriff ist nicht minimalinvasiv möglich, d.h. das Sternum wird aufgesägt(sorry). Das ist das eigentlich Heftige daran. Der Draht, der danach zur Stabilisierung des Sternums eingesetzt wird, löst bei jedem Metalldetektor Alarm aus :mellow:

Die Klappeninsuvizienz, die in der Regel mitfestgestellt wird kommt meines erachtens vom größeren Durchmessers der Aorta ascendens. Mit etwas Glück können die eigenen Klappen aber wieder eingenäht werden, was den dauerhaften Konsum von Marcumar nicht notwendig macht.

Ansonsten heißt es, dass jüngeren Patienten nicht die Bioklappe empfohlen wird, weil der nächste OPtermin nach rund 15 Jahren damit schon wieder feststeht.

Je fitter man in diese OP geht, je schneller regeneriert man.

Meine Empfehlung: Uniklinik Heidelberg Chirurgie.

Ich weiß nicht ob das üblich ist aber am Anfang der OP wurden mir 2 Liter Eigenblut entnommen und mit Blutplasma oder ähnlichem ersetzt. Am Ende der OP wurde so der Blutverlust mit Eigenblut ersetzt. Man fühlt sich nicht müde.

Persönlich kann ich sagen, dass ich schon 10 Tage nach OP das Krankenhaus verlassen habe.

viele Grüße und gute Wünsche

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Hallo miteinander.

Auch ich kann nur Mut machen, was andererseits auch schlecht ist, weil mögliche Risiken unterbewertet werden. Generell ist es so, dass die Chancen den Eingriff zu überleben 99: 1 ist.

Bei einer Notoperation sinken diese auf 27%. Vorteil einer geplanten OP: Ärzteteam ist ausgeruht. Eingriff dauert ungefähr 6 Stunden. Nachteil, trotz Termin kann man wegen Notfälle verschoben werden.

Dieser Eingriff ist nicht minimalinvasiv möglich, d.h. das Sternum wird aufgesägt(sorry). Das ist das eigentlich Heftige daran. Der Draht, der danach zur Stabilisierung des Sternums eingesetzt wird, löst bei jedem Metalldetektor Alarm aus :mellow:

Die Klappeninsuvizienz, die in der Regel mitfestgestellt wird kommt meines erachtens vom größeren Durchmessers der Aorta ascendens. Mit etwas Glück können die eigenen Klappen aber wieder eingenäht werden, was den dauerhaften Konsum von Marcumar nicht notwendig macht.

Ansonsten heißt es, dass jüngeren Patienten nicht die Bioklappe empfohlen wird, weil der nächste OPtermin nach rund 15 Jahren damit schon wieder feststeht.

Je fitter man in diese OP geht, je schneller regeneriert man.

Meine Empfehlung: Uniklinik Heidelberg Chirurgie.

Ich weiß nicht ob das üblich ist aber am Anfang der OP wurden mir 2 Liter Eigenblut entnommen und mit Blutplasma oder ähnlichem ersetzt. Am Ende der OP wurde so der Blutverlust mit Eigenblut ersetzt. Man fühlt sich nicht müde.

Persönlich kann ich sagen, dass ich schon 10 Tage nach OP das Krankenhaus verlassen habe.

viele Grüße und gute Wünsche

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Hallo,

und danke für die Kommentare und Infos.

Ja, ich glaube das OP-Risiko ist natürlich weit geringer, als wenn man eine Ruptur oder Dissektion erleidet (aber nach den Zahlen, die ich gelesen habe immer noch 4-10% Risiko bei Aneurysma-Op im Bereich der A. ascendens zu versterben). Es geht dann letztlich um eine Risikoabwägung. Wenn an der Aortenklappe was gemacht werden muß, kommt es ja auch da auf den Zeitpunkt an. Je eher ein Klappenersatz notwendig wird, desto eher muß man entweder wieder unters Messer, bzw. desto eher muß man marcumarisiert werden, und auch das ist ja nicht ohne Risiko.

@ didi06: wußtest Du von Deinem Aneurysma, und wie groß war es etwa im Druchmesser? Oder war Dir nur der Klappenfehler bekannt, und niemand hat vorher nach einem Aneurysma gefahndet?

@ alle: hatten alle, die hier ein Aneurysma hatten einen Aortenklappenfehler, bzw. von diesem vorher gewußt?

Mir erscheint logisch, dass beim Ascendesn-Aneurysma früher oder später die Aortenklappe undicht wird. Aber ist es umgekehrt auch so, dass ein Aortenklappenfehler früher oder später ein Aneurysma nach sich zieht??

GRuß Anja

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Hallo,

und danke für die Kommentare und Infos.

Ja, ich glaube das OP-Risiko ist natürlich weit geringer, als wenn man eine Ruptur oder Dissektion erleidet (aber nach den Zahlen, die ich gelesen habe immer noch 4-10% Risiko bei Aneurysma-Op im Bereich der A. ascendens zu versterben). Es geht dann letztlich um eine Risikoabwägung. Wenn an der Aortenklappe was gemacht werden muß, kommt es ja auch da auf den Zeitpunkt an. Je eher ein Klappenersatz notwendig wird, desto eher muß man entweder wieder unters Messer, bzw. desto eher muß man marcumarisiert werden, und auch das ist ja nicht ohne Risiko.

@ didi06: wußtest Du von Deinem Aneurysma, und wie groß war es etwa im Druchmesser? Oder war Dir nur der Klappenfehler bekannt, und niemand hat vorher nach einem Aneurysma gefahndet?

@ alle: hatten alle, die hier ein Aneurysma hatten einen Aortenklappenfehler, bzw. von diesem vorher gewußt?

Mir erscheint logisch, dass beim Ascendesn-Aneurysma früher oder später die Aortenklappe undicht wird. Aber ist es umgekehrt auch so, dass ein Aortenklappenfehler früher oder später ein Aneurysma nach sich zieht??

GRuß Anja

 

 

Hallo Anja,

 

meine AKE bekam ich am 30.3.05 . Da war mein Aneurysma 47-48 mm groß. Es hieß, man habe eine Reduktionsplastik gemacht. Ich wunderte mich, dass das Aneurysma auch nach der OP immer noch so groß war. Der Operateur hatte auf ein Conduit verzichtet. Ende Oktober 2008 musste ich mich einer Unterleibs-OP unterziehen. Zwei Tage danach hatte ich eine Aortendissektion wobei mein Aneurysma auf 66 mm gewachsen ist. Sechs Tage nach der Gyn-OP wurde ich entlassen. Zuhause ging es mir dann nach und nach immer schlechter. Weitere acht Tage später hatte ich Wasser unter der Lunge und musste zurück ins Krankenhaus. Einen Tag danach schickte man mich mit Blaulicht in die Siegburger Herzklinik. Es war ein wahres Wunder, dass ich noch lebte und nicht notoperiert werden musste. Meine nächste Sternum-OP konnte 5 Tage im voraus geplant werden, während dieser Zeit wurde ich ruhig gestellt. Nun habe ich einen künstlichen Aortenbogen. Der Riss in der Aorta descendens bleibt mir nach wie vor als "Problem" erhalten. Ich muss meinen Blutdruck im Bereich bis 120/80 halten, darf nicht schwer heben und keine Preßbewegung (auch nicht auf Toilette) ausführen. Ansonsten soll ich normal weiterleben, was ich auch versuche.

 

Lg Helga

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Hi Anja,

 

ich hatta zwei Jahre mit einer undichten Aortenklappe auf Anraten des Kardiologen weiter viel Sport gemacht. Nach einem Aneurysma hat er weder gefahndet noch hat er mich gewarnt.

 

@ Helga: meine Intima-Ablösung reicht vom Bogen bis ins rechte Bein. Ich gehe alle 6 Monate zum MRT. Nach einem Jahr hat sich die Aortenwand soweit stabilisiert, dass ich ohne Angst wieder Sport mache (außer Fallschirmspringen und Tiefseetauchen, sagt der Gefässchirurg).

Die Drogen haben meinen Blutdruck auf 120/70 eingepegelt. Auf dem Ergometer steigt der Druck ab 150 watt leicht an, sinkt aber nach Belastung schnell wieder ab.

Also ich habe trotz Dissektion wieder Spass am Leben........ :rolleyes:

 

lG Dieter

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hallo

habe vor knapp 2jahren meine ake bekommen. sinus valsalva aneurysma und erweiterung der aorta ascendens 48mm. habe reduktionsplastik bekommen, meine aorta nach op immer noch bei43-45mm erweitert.da die gefäßstruktur oB war, habe ich kein conduit bekommen. 1/2jährliche mrt-kontrolle und echo. mache sport, auch mit hanteln und muß berufsbedingt auch mal schwerer heben. krankenpflege. soll ich zwar nicht unbedingt,lässt sich aber nicht immer vermeiden. anfangs war ich schon sehr unsicher, aber mittlerweile spür ich, was geht und was nicht geht

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Hi Anja,

 

ich hatta zwei Jahre mit einer undichten Aortenklappe auf Anraten des Kardiologen weiter viel Sport gemacht. Nach einem Aneurysma hat er weder gefahndet noch hat er mich gewarnt.

 

@ Helga: meine Intima-Ablösung reicht vom Bogen bis ins rechte Bein. Ich gehe alle 6 Monate zum MRT. Nach einem Jahr hat sich die Aortenwand soweit stabilisiert, dass ich ohne Angst wieder Sport mache (außer Fallschirmspringen und Tiefseetauchen, sagt der Gefässchirurg).

Die Drogen haben meinen Blutdruck auf 120/70 eingepegelt. Auf dem Ergometer steigt der Druck ab 150 watt leicht an, sinkt aber nach Belastung schnell wieder ab.

Also ich habe trotz Dissektion wieder Spass am Leben........ :rolleyes:

 

lG Dieter

 

 

Hi, Helga , Didi, Ännie!

Klingt einerseits gut, weil es Euch zum Glück noch gibt. Andererseits macht mir das auch alles ganz schön Angst, was ich hier lese. Werde mich jetzt mal zu einem Langzeit-RR anmelden, denn auf den Blutdruck soll man ja auf jeden Fall achten (habe immer mal gemessen, war ok, aber so mit System über einen ganzen Tag wäre vielleicht aufschlussreicher).

Gute N8

Gruß Anja

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  • 2 weeks later...

Hallo!

Meine Mutter(65) hat vor einem Monat ein Aneurysma ascendens als Befund bekommen.Es ist 4,4/4,6cm groß.

Die Ärzte sagen,dass sie zwei Jahre sorgenlos leben kann,es gibt alle 6Monate eine Kontrolle und und vielleicht wird dann in zwei Jahren operiert.

Sie darf nicht mehr schwer heben und der Blutdruck muss immer schön niedrig sein.

Das ist das Problem.Meine Mutter ist sowieso ein Angsthase und jetzt ist es ganz schlimm.

Jeden Tag wird der Blutdruck gemessen bestimmt 6mal.

Sie nimmt morgens einen ACE-Hemmer (Votum mit entwässernder Wirkung)und soll jetzt eigentlich einen Beta-Blocker nehmen(Mesoprotol?).

Eine Tablette davon bewirkte,dass ihr Blutdruck superniedrig war(80/65).Der Arzt hat ihr dann erst mal wieder vom Betablocker abgeraten.

Jetzt ist es aber so, dass meine Mutter früh morgens manchmal einen zu hohen Blutdruck hat.Sie hat jetzt eine halbe Tablette probiert,und ihr Blutdruck war schön niedrig , und ein toller Effekt, die große Angst war nicht mehr da.

Am nächsten Tag war ihr Blutdruck dann aber so niedrig(90/75), dass sie sich nicht getraut hat den Beta Blocker zu nehmen.

Morgens dann Kopfschmerzen und einen Blutdruck von 130/70.

Ihr jetziger Arzt unterstützt sie nicht wirklich(ein Wechsel steht an).

 

Jetzt hab ich soviel geschrieben, aber das hat gut getan.

 

Meine Fragen sind:

 

Wie stellt man seinen Blutdruck niedrig ein?(Insbesondere wenn der 2. Wert immer zu hoch ist!)

 

Was macht man gegen die Angst?

 

Wäre eine frühere Operation nicht besser?

 

Wo kann man solch ein Aneurysma ascendens oprieren lassen, wo sind die erfahrenen Spezialisten?

 

Muss das unbedingt mit Brustöffnen gemacht werden?

 

Meine Mutter lebt allein.Es gibt doch solche Knopfarmbänder mit denen man den Notruf direkt erreichen kann,ist das gut?

Bin froh diese Forum gefunden zu haben!!!

 

Sabine

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Hallo miteinander.

Auch ich kann nur Mut machen, was andererseits auch schlecht ist, weil mögliche Risiken unterbewertet werden. Generell ist es so, dass die Chancen den Eingriff zu überleben 99: 1 ist.

Bei einer Notoperation sinken diese auf 27%. Vorteil einer geplanten OP: Ärzteteam ist ausgeruht. Eingriff dauert ungefähr 6 Stunden. Nachteil, trotz Termin kann man wegen Notfälle verschoben werden.

Dieser Eingriff ist nicht minimalinvasiv möglich, d.h. das Sternum wird aufgesägt(sorry). Das ist das eigentlich Heftige daran. Der Draht, der danach zur Stabilisierung des Sternums eingesetzt wird, löst bei jedem Metalldetektor Alarm aus :blink:

Die Klappeninsuvizienz, die in der Regel mitfestgestellt wird kommt meines erachtens vom größeren Durchmessers der Aorta ascendens. Mit etwas Glück können die eigenen Klappen aber wieder eingenäht werden, was den dauerhaften Konsum von Marcumar nicht notwendig macht.

Ansonsten heißt es, dass jüngeren Patienten nicht die Bioklappe empfohlen wird, weil der nächste OPtermin nach rund 15 Jahren damit schon wieder feststeht.

Je fitter man in diese OP geht, je schneller regeneriert man.

Meine Empfehlung: Uniklinik Heidelberg Chirurgie.

Ich weiß nicht ob das üblich ist aber am Anfang der OP wurden mir 2 Liter Eigenblut entnommen und mit Blutplasma oder ähnlichem ersetzt. Am Ende der OP wurde so der Blutverlust mit Eigenblut ersetzt. Man fühlt sich nicht müde.

Persönlich kann ich sagen, dass ich schon 10 Tage nach OP das Krankenhaus verlassen habe.

viele Grüße und gute Wünsche

Hallo Thomas!

 

Du schreibst, daß der Eingriff nicht minimalinvasiv möglich ist.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß man schon nach zehn Tagen nach der OP das Krankenhaus verlassen kann,wenn einem der Brustkorb aufgeschnitten worden ist.

Vielleicht hab ich auch total falsche Vorstellungen.

 

Wußte auch gar nicht, dass man einen Alarmdraht eingesetzt bekommt.

Wird der auch irgendwann wieder entfernt?

 

Ich habe gehört, dass man da auch irgendwie über die Hüfte rankommen kann?

Weißt Du etwas darüber?

 

Schön, dass Du anderen wieder Mut machen kannst!

DANKE!

die besten Wünsche

Sabine

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Hallo,

ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und finde es super das es so ein Forum gibt, wo man Menschen mit ähnlichen problemen findet.

Privat habe ich niemanden mit dem ich mich austauschen kann.

Ich bin jetzt 35 Jahre alt, und habe ca. vor einem halben Jahr erfahren das ich eine erweiterte Aorta und einen Herzfehler habe. Als ich das erfahren habe

wusste ich nicht einmal was eine Aorta ist. Bin dann nachhause und hab im Internet gelesen. Musste ja ins Krankenhaus zu einer grösseren

Untersuchung, und um zu wissen worum es eigentlich geht habe ich fleissig im Internet gelesen. Bin so auch auf diese Seite gestossen.

 

Hier und auf einigen anderen Seiten konnte ich einiges lesen, so kann ich wenigstens bei der nächsten grossen Untersuchung besser

mit meinem Artzt sprechen (Untersuchung ist wieder ende Jänner). Zwischendurch alle 2 Monate Ultraschall.

 

Laut Doktor darf ich nur noch bis 130 Puls Sport betreiben, aber der einzige Sport der mir spass macht ist Eishockey, spiele nur noch

einmal die Woche. Ganz lassen will ich es nicht, so bin ich wenigstens motiviert etwas auf dem Hometrainer zu trainieren. Bin da auch brav

und gehe nicht über 130 Puls.

 

Habe aber noch einige Fragen und hoffe ihr könnt mit weiterhelfen.

 

Auf dem Befund steht Aorta ascendens Durchmesser systolisch 50 mm. Operiert werden muss ab 55-60 mm ?

Weiters steht dort, klappenah hat die Aorta einen maximalen Schrägdurchmesser von 56 mm, gelten hier auch die

55-60 mm oder ist das bei dem Schrägdurchmesser anderst ?

Der Aortenbogen ist bei 30 mm was nicht viel ist oder ?

 

Weiters habe ich einen Herzfehler, und eine undichte Herzklappe, aber was derzeit kein Problem ist, muss aber

aufpassen bei verkühlung. Habe auch einen Ausweis bekommen, und muss bei Eigriffen bei denen Bakterien ins

Blut kommen können sichereheitshalber Medikamente nehmen.

 

Über Antworten auf meine Fragen würde ich mich sehr freuen. Es ist schon spät, ich hoffe ich habe nicht zuviele Rechtsschreibfehler eingebaut.

 

Danke euch, und wünsche euch ein schönes Wochenende!

Hallo Walter!

 

Wie geht es Dir?

Undichte Herzklappe und die Erweiterung der Aorta ascesndens,das hängt doch bestimmt irgendwie zusammen, oder?

Du hattest geschrieben, dass Ende Januar eine neue Untersuchung stattfindet.

Wie schaut´s aus?

die besten wünsche

Sabine

Edited by Sabine
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