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Testabweichung Labor / CoaguCheck


Lilli_mit_Klappe

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Hi, 

 

ich bin neu hier und wenn es dieses Thema schon gibt und ich es nicht gefunden habe, seht es mir bitte nach. 

Ich habe seit Mitte März eine künstliche Herzklappe und werde seitdem auf Marcumar eingestellt. Was mehr oder minder zäh verläuft, weil sich auf Reha herausgestellt hat, dass das CoaguCheck bei mir komplett vom Labor abweichende Werte misst. Und zwar teilweise riesig abweichend (Bsp. Coagu 5,8, Labor 3,7 etc. - es ist auch kein System erkennbar hinsichtlich der Abweichungen). Hat zur Konsequenz, dass ich 2x wöchentlich Laborwerte checken lasse. Ich bin total verzweifelt, weil mir das momentan ein großes Stück meiner Unabhängigkeit nimmt. Mit der CoaguCheck Hotline habe ich sämtliche mögliche Fehlerquellen ausgeschlossen. Zusätzlich habe ich an mehreren verschiedenen Geräten gemessen (identischer, aber gleich falscher Wert) und der Test wurde von verschiedenen Personen abgenommen. 

 

Hat schon mal jemand so etwas erlebt bzw. sogar ggf. eine Lösung dafür? 😕

 

LG

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Hallo,
 
grundsätzlich gibt es immer leichte Abweichungen zwischen den Messergebnissen des CoaguChek-Systems und den Ergebnissen der INR-Bestimmung im Labor. In den meisten Fällen ist der Laborwert niedriger.
 
In deinem Fall sind die Unterschiede jedoch gravierend. Hast du die Werte denn auch schon einmal von verschiedenen Laboren verglichen? Hier gibt es meines Erachtens einige mögliche Ursachen für Messfehler.

 

Die Firma Roche schrieb übrigens in einer Info zu diesem Thema:

Je höher der INR-Wert, desto größer können die Abweichungen sein.

Faustregel:

INR unter 2,5: mögliche Abweichung 0,1 – 0,3 INR

INR 2,5 – 4,5: mögliche Abweichung 0,5 – 1,0 INR

INR über 4,5: mögliche Abweichung 1,0 – 2,0 INR

 

Wie hoch sollte dein Ziel-INR denn sein?

 

Grüße

Dietmar 

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Hallo, 

 

ich würde mich bei diesen Abweichungen an die ausgehende Stelle wenden und das Problem schildern. In meinem Fall z. B. ein medizinischer Fachhandel, welcher mit meiner Krankenkasse die Verordnung abgearbeitet hatte. Dort Reklamation eröffnen lassen. Das Gerät geht dann zur Überprüfung zum Hersteller und wird neu kalibriert oder gänzlich ersetzt. 

 

MfG 

Marco 

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Hallo Marco,

 

da die Fragestellerin bereits mit mehreren Geräten gemessen hat und dabei identische Werte angezeigt wurden, kann das eine Gerät nicht die Ursache für die Messwertabweichungen sein.

 

Grüße

Dietmar 

 

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Hallo und danke für Eure Rückmeldungen!

 

Ja, dass es Abweichungen geben kann, ist mir bekannt. Aber in dieser Größenordnung nicht akzeptabel und sicher. Zumal ich alle "externen Fehlerquellen" schon ausschließen konnte wie Bedienfehler, kaputtes Gerät (2 Geräte haben den identischen Wert gemessen bzw. zusätzlich bei einer "gesunden Person" das exakte 1,0 als Wert) etc. Mit der CoaguCheck-Hotline habe ich etwa eine Stunde telefoniert und bin alles haarklein durchgegangen.

 

Ich habe auch schon meinen Hämatokrit-Wert checken lassen, der angeblich das Ganze beeinflussen kann bzw. Fibrinogen. Bin langsam mit meinem Latein wirklich am Ende. Mein Zielwert ist 3 bis 3,5 und damit recht hoch angesetzt. Gerade bin ich bei 2,6 etwa und spritze zusätzlich Clexane. Die Ärzte sind aufgrund meiner OP und der ersetzen Herzklappe relativ streng. 

 

Komischerweise hatte ich gestern im Labor 2,6 und auf dem Gerät 2,8. Da hat es zum allerersten Mal ansatzweise gepasst! Aber wie kann ich mich dann drauf verlassen, dass es mal passt oder auch nicht?! Werde jetzt weiter parallel testen. Aber eine wirkliche Idee, woran es liegt, hat leider bis dato niemand. 

 

LG

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Hallo,

 

wie ich oben schon schrieb, sind die Differenzen bei einem niedrigeren INR geringer.

Daher würden die neuen Werte ja passen.

Aufgrund deines hohen Zielbereichs gehe ich davon aus, dass du eine mechanische Mitralklappe hast. Ich würde versuchen, den Wert auf dem CoaguChek bei ca. 3.5 zu erreichen, dann sollte auch der Laborwert noch im Zielbereich sein.

Wenn dem so ist, kannst du zukünftig auf regelmäßige Labormessungen verzichten und dem CoaguChek-System vertrauen.

 

Grüße

Dietmar

Posted

Hi, der Wert hat hier jetzt ein einziges Mal annähernd gepasst. Vorherige dokumentierte Messungen, zum Verständnis: 

CoaguCheck - Labor: 

 

6,4 - 3,72

5,7 - 3,6

5,8 - 3,85

6,0 - 3,84

5,5 - 3,74

4,8 - 3,26

4,4 - 3,2

5,5 - 4,55

 

Es ist also von einer Systematik oder Verlässlichkeit nicht die Rede und kein Gerätewert gibt mir Sicherheit. Aber danke Dir trotzdem. 

 

 

Posted

Hallo

 

Mögliche Fehlerquelle „Vibrationen“ etc. Ich gehe davon aus das du diese ausgeschlossen hast und das Gerät während der Messung absolut ruhig auf einer soliden Unterlage liegt.

 

Grüsse

Ralf

Posted

Hallo,

 

bei diesen hohen Abweichungen würde ich eher an den Ergebnissen des Labors zweifeln.

Hast du schon einmal ein anderes Labor getestet?

 

Grüße

Dietmar

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Hi, nein, an den Laboren zweifle ich auf keinen Fall, weil diese sensibler messen und viel mehr Parameter berücksichtigen als das Gerät. Hat sogar der Herr von der Coagucheck-Hotline gesagt. Gemessen wurde in insgesamt 4 Laboren, 2 davon Uniklinik-Labore. Schließe ich als Fehlerquelle aus. 

 

Ich habe das Gerät heute trotzdem mal eingeschickt, um auch diesen Zweifel noch final auszuräumen. Und bin gerade endlich mal auf einer guten 3,36. Wir werden sehen. 

Posted
vor 4 Stunden schrieb Ralfie:

Hallo

 

Mögliche Fehlerquelle „Vibrationen“ etc. Ich gehe davon aus das du diese ausgeschlossen hast und das Gerät während der Messung absolut ruhig auf einer soliden Unterlage liegt.

 

Grüsse

Ralf

Danke Dir für den Hinweis. Ja, Gerät steht immer gerade und auf dem Tisch. 

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Das Problem mit den Laboren sind (in der Regel) nicht die Labore, sondern die Probenentnahme.

Wie Du weisst, fängt Dein Blut nach wenigen Sekunden an, zu gerinnen.

Daher ist es wichtig, dass die Blutentnahme sehr zügig vonstatten geht.

Damit die Gerinnung die Messung nicht verfälscht, sind in den Röhrchen für INR Gerinnungshemmer.

Damit die das Ergebnis nicht verfälschen, muß die Menge an abgenommenen Blut darauf exakt abgestimmt sein.

Wenn also nicht die richtige Menge Blut im Röhrchen ist, dann geht das mit der Bestimmung schief.

 

Mein Hausarzt hat sich deswegen entschieden in der Regel *nicht* den INR von einem Labor bestimmen zu lassen, sondern das mit einem Meßgerät zu machen (dafür hat er microINR und CoaguCheck, sprich, wenn die Werte ihm suspekt sind, dann nimmt er erstmal das andere Gerät dazu).

 

Eine Cousine führt ein Labor, die sagte mir, dass ein hoher Prozentsatz von Proben von denen ausgeschlossen wird, weil die Menge eindeutig falsch ist.

 

Mein Vorschlag an Dich: Schaue nach, ob es ein anderes  Messgerät in Deinem Umfeld gibt. Um einen Fehler des Meßgerätetypes zu vermeiden.

(Wenn Du im Bereich Laatzen bist, dann kann ich Dir anbieten, mit meinem microINR einen Test zu machen, sonst könnte ich Dir ggf. mein Backup-Gerät zur Verfügung stellen, das brauche ich dann aber natürlich zurück).

Oder lasse einen andere Arztpraxis den Wert bestimmen,

Wichtig hierbei: Die Werte müssen alle am selben Halbtag bestimmt werden. Und es müssen getrennte Entnahmen sein - sonst verhindert die Gerinnung nach dem Stich korrekte Messungen.

 

Merkwürdige Meßergebnisse bringen echte Unsicherheiten mit sich, das ist schlecht. Weil, welchen Werten soll man trauen?

Da die Werte nicht stabil sind, ist es dann wirklich schwierig, diese zu bewerten und am Ende den Werten zu trauen.

 

Am Ende ist es besser, Du hast etwas zu hohe Werte, als zu niedrige Werte. Wobei >5 für mich schon extrem wäre. Aber jeder ist anders und es hängt ja auch davon ab, welche Klappe Du hast.

 

NB: In der Reha gab es mal einen merkwürdigen Wert. Da habe ich nachgebohrt. Am Ende kam raus, die Bestimmung hätte nicht geklappt und der Wert wäre geschätzt worden. Soviel dazu, den Laboren mehr zu vertrauen.

 

Viel Erfolg & gruss kai

 

 

 

Posted

Sehe ich das richtig, das Dein Laborwert jeweils rund 60% des Wertes ist, vom Meßgerät?

Vorsicht, die wenigen Werte lassen keine wirklich statistische Auswertung zu, zumal es immer auch eine Meßwert-Abweicthung gibt.

 

gruss kai

Posted (edited)

Hi und lieben Dank für Deine Ausführungen. Lasse ich mir durch den Kopf gehen. Dennoch vertraue ich 4 voneinander unabhängigen Laboren / "Proben-Entnehmern" mehr als einem vereinfachten Messgerät und befinde mich hier Gott sei Dank zur Zeit mal im Zielbereich. Mehr Verunsicherung als ich eh schon habe, tue ich mir nicht an. Aber das mit dem anderen Messgerät ist ein guter Gedanke! CoaguCheck hat definitiv viel zu hoch und viel zu falsch gemessen. Das ist für mich nicht der Maßstab. Mal sehen, was ein neues Gerät bringt. 

Edited by Lilli_mit_Klappe
Posted
vor 5 Minuten schrieb heart1967:

Sehe ich das richtig, das Dein Laborwert jeweils rund 60% des Wertes ist, vom Meßgerät?

Vorsicht, die wenigen Werte lassen keine wirklich statistische Auswertung zu, zumal es immer auch eine Meßwert-Abweicthung gibt.

 

gruss kai

Ja, ich weiß - es reicht nicht für eine Statistik. Aber momentan dafür, dass definitiv irgendwas nicht stimmt. 😕

  • 2 weeks later...
Posted

Fiel mir gerade noch ein....

Ich hatte am Anfang Probleme mit dem Testgerät, weil ich die Stichstelle mit einem Alkoholpad gereinigt hatte und dann nicht lange genug gewartet hatte, dass das alles verdunstet war.

Nach Rücksprache wasche ich mir nur noch die Hände, trockne diese sehr gut ab und warte dann noch 10 Minuten.

 

gruss kai

Posted

Hallo,

 

bei mir hat das alles keinen Einfluss auf die Messung. Ich wasche die Hände und messe direkt danach. Beim Arzt wurde der Finger mit einem Pad abgewischt und dann gleich gestochen. Der Wert war auch in Ordnung.

Ich messe seit fast 17 Jahren selbst  mit dem CoaguChek XS System und hatte noch nie irgendwelche Probleme. Es ist auch immer noch dasselbe Gerät.

 

Grüße

Dietmar

Posted

Hallo Dietmar,

ich messe seit 37 Jahren und hatte nur wenige Probleme. Das war mit dem Beginn der Messung und dem sehr umständlichen KC1A-Gerät. Oft vergesse ich auch die Hände zu waschen und nehme auch keine Alkoholtupfer. Bei der jährlichen Untersuchung inkl. Labor wird der INR-Wert mit bestimmt. Ansonsten vertraue ich dem CoaguChek. Therapeutische Bereich 1,8-2,8. Ziel zumeist INR 2,2. So und Do 1/4 - Rest jeweils eine halbe Tablette. Eine  1/4 Tablette zusätzlich nur dann wenn der INR-Wert unterhalb von 2 ist.

 

Gruß

Christian

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