Frage123G Posted March 31 Posted March 31 Hallo, ich bin 22 Jahre alt und habe seit bald einem Jahr Herzrythmusstörungen. Als ich das zum ersten Mal hatte, hatte ich total Panik bekommen. Seitdem spüre ich mein Herz eigentlich fast immer in mir schlagen, da ich so in mich hineinhöre. Schon kleine Dinge, die mich irgendwie aufregen/stressen verursachen Herzrasen und dann auch stark spürbares Herzstolpern. Das Herzstolpern merke ich immer extrem und es fühlt sich an wie einen doller Schlag/Druck bis in den Hals. Ich war dementsprechend natürlich sofort sowohl mehrmals beim Hausarzt als auch beim Kardiologen. Im Langzeit-EKG (und beim Abhören) konnten die Herzrhythmusstörungen wahrgenommen werden. Laut Ärzten sind sie ungefährlich. Ein Herz-Ultraschall war unauffällig. Seitdem versuche ich irgendwie damit zu leben. Mir wurde Tromcardin empfohlen und es hat am Anfang (nach einer Woche) auch ganz gut gewirkt und ich hatte tatsächlich weniger Herzstolpern. Mittlerweile (nach ca. 1,5 Monaten) habe ich wieder fast jeden Tag Herzstolpern. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Mich verängstigt das jedes mal so doll und ich denke dauernd nur daran😭 Hat jemand von euch (selber) Erfahrungen mit Herzrhythmusstörungen und wie man zum einen nicht mehr so in sich hineinfühlt (und den Herzschlag spürt) und zum anderen wie man die Herzrhythmusstörungen verringern kann (in Stärke/Häufigkeit)? Ich nehme, wie gesagt, 4 Tabletten Tromcardin und zusätzlich 200mg Magnesium pro Tag, sowie jeden zweiten Tag Weissdorntee. Sport mache ich leider seitdem nur noch gelegentlich, da mein Herz stolpert, wenn ich mit dem Sport wieder aufhöre und das mir Angst macht. Ich würde mich über alle Tipps sehr freuen und bedanke mich schonmal im Voraus für alle Tipps und aufmunternde Worte 🙏 Quote
Januar Posted April 1 Posted April 1 Hallo, ich habe im Herbst letzten Jahres von einem Tag auf den anderen massive Herzrhythmus-Störungen bekommen. Ganz oft hatte ich das Gefühl, dass ich gleich kollabiere - einmal kam es auch dazu. Zusätzlich hatte ich die wildesten Rhythmen - manchmal über Stunden keinen Sinusrhythmus mehr. Nach einer Odyssee bei verschiedenen Ärzten, die meine Symptome über 3 Monate lang auf die Psyche schoben oder als nicht so schlimm abtaten, kam im Langzeit EKG raus, dass ich lebensgefährliche VT´s habe (ventrikuläre Tachykardien) die kurz vor dem Kammerflimmern standen. Mein Herz hätte also jederzeit stehen bleiben können ☹️. Die dafür verantwortliche Stelle in der rechten Herzkammer konnte dann im Januar erfolgreich ablatiert werden - aber es kam dann leider zu einem Notfall, da mein Herzmuskel verletzt wurde und somit der Eingriff natürlich sofort abgebrochen wurde. Laut Oberarzt hat man jedoch noch etliche Stellen auf dem Monitor gesehen, die für die zahlreichen VES (ventrikuläre Extrasystolen) verantwortlich waren - aber zu einer Verödung kam es nicht mehr. Nun plagen mich also noch bis zu 40.000 VES pro Tag und obwohl ich mittlerweile wieder Flecainid nehme (hatte seine Wirkung während einer akuten Herzbeutelentzündung verloren) habe ich immer noch etliche Extrasystolen. Ich schreibe dir hier mal, was ich für mich herausgefunden habe, wie ich sie beeinflussen kann oder wodurch sie schlimmer werden: - wenn ich viel esse ist es danach meistens schlimmer (wahrscheinlich, weil durch den Mageninhalt das Zwerchfell verdrängt wird) - also lieber öfter und weniger essen - bestimmte Sitzpositionen (wenn ich einen Rundrücken habe) auf der Couch lösen fast immer VES bei mir aus - aufstehen und rumgehen hilft - histaminhaltige Nahrungsmittel (da hilft mir ganz akut homöopathisches Histamin, um sie zu reduzieren) - Blockaden der BWS - durch Übungen (youtube) wird es häufig besser - Zwerchfellprobleme beim Atmen - ich war wochenlang nur auf der rechten Seite gelegen, mein ganzer Brustkorb hatte sich muskulär verschoben. Die Physiotherapie konnte mir helfen, aber ich habe immer wieder Tage, wo mein Zwerchfell weh tut und dann sind die VES auch schlimmer. Auch hier helfen mir Physio-Übungen - immer wieder kann ich beobachten, dass die Extrasystolen sofort besser werden, wenn ich die Arme über den Kopf hebe - egal ob im Liegen oder im Sitzen. Vermutlich, weil der Brustkorb mehr Platz hat. - und Ablenkung in Form von leichten Tätigkeiten helfen mir auch meistens. - Natürlich gibt es noch die bekannten Trigger wie Stress, Wetterlagen (Tiefdruckgebiete oder Sturm), in sich reinspüren (damit kann ich eigentlich jederzeit und sofort Extrasystolen auslösen) und und und. Ich wünsche dir, dass du es schaffst, sie einfach "nur" noch wahrzunehmen und ihnen nicht mehr soviel Bedeutung gibst. Genau das ist auch mein Ziel. An manchen Tagen klappt es, manchmal nicht. Liebe Grüße Elke Quote
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