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Mitralklappen-OP in knapp 2 Wochen


Luna

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Hallo zusammen!

 

Vielen lieben Dank für eure Wünsche, Tipps und Berichte! Ich bin heute morgen pünktlich um 7:30 Uhr in der MHH angekommen. Dann ging erstmal noch ein Untersuchungs-Marathon los und gegen 15 Uhr konnte ich dann endlich mein Zimmer beziehen. Und dann gaben sich die Ärztys förmlich die Klinke in die Hand hier im Zimmer 😅 Stationsärztin, Anästhesist, Herzchirurgin & der Professor, der mich morgen operiert. Alle miteinander sehr kompetente und tolle Menschen. Auch das Pflegepersonal ist einfach klasse hier auf der Station. Ich glaube, wohler kann man sich vor so einem Eingriff im KH nicht fühlen. 

 

Eine schlechte Nachricht für mich gab/gibt es allerdings auch: Meine Mitralklappe ist dermaßen "Hinüber", dass sie ersetzt werden muss. Ich hatte mich im Vorfeld schon damit auseinander gesetzt und habe mich für eine biologische Klappe entschieden. Ich weiß, dass das sehr wahrscheinlich zu einer Re-Operation in einigen Jahren führen wird, aber ich bin noch nicht bereit für eine künstliche Klappe. 

 

Morgen früh um 7 Uhr geht es für mich in die minimalinvasive OP und anschließend dann auf die Intensivstation, wo ich langsam wach werden darf.

 

Wenn ich wieder einigermaßen fit bin, werd ich mich hier bestimmt mal melden!

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Liebe Luna, ich denke an Dich! Wenn alles planmäßig verläuft, bist Du im OP. Schade mit der Klappe. Wegen der Stenose hatte ich es befürchtet. Die Rekonstruktion ist wohl nur bei Insuffizienz möglich. Aber ich hätte entschieden wie Du. Wer weiß schon, wie weit die Medizin bis dahin ist. 

Mein Onkel hat eine biologische Mitralklappe bekommen in höherem Alter. Und ja, sie musste schon aufgrund einer Endokarditis getauscht werden - wieder gegen eine biologische. Jetzt ist er 90 und vom Herzen her trotzdem fit. Die OPs jeweils mit Sternotomie hat er gut weggesteckt. 

Erhol Dich gut danach. Die ersten Tage sind nicht toll. Aber dann gehts sicher auch bei Klappentausch schnell besser! Ich wünsche Dir, dass Du trotz Deiner Vorgeschichte gut die Zeit überstehst!

 

Liebe Grüße,

Sabine

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Am 9.4.2026 um 07:47 schrieb Sabichan:

Liebe Luna, ich denke an Dich! Wenn alles planmäßig verläuft, bist Du im OP. Schade mit der Klappe. Wegen der Stenose hatte ich es befürchtet. Die Rekonstruktion ist wohl nur bei Insuffizienz möglich. Aber ich hätte entschieden wie Du. Wer weiß schon, wie weit die Medizin bis dahin ist. 

Mein Onkel hat eine biologische Mitralklappe bekommen in höherem Alter. Und ja, sie musste schon aufgrund einer Endokarditis getauscht werden - wieder gegen eine biologische. Jetzt ist er 90 und vom Herzen her trotzdem fit. Die OPs jeweils mit Sternotomie hat er gut weggesteckt. 

Erhol Dich gut danach. Die ersten Tage sind nicht toll. Aber dann gehts sicher auch bei Klappentausch schnell besser! Ich wünsche Dir, dass Du trotz Deiner Vorgeschichte gut die Zeit überstehst!

 

Liebe Grüße,

Sabine

 

Huhu!

 

Ja, es ist alles planmäßig gelaufen. Um 7:30 Uhr bin ich in die OP-Vorbereitung gefahren, hatte noch einen kleinen Plausch mit der Anästhesistin & dann ist alles "weg" - bis zu dem Moment, als ich das Gefühl hatte, zu ersticken 😆 Ich hab leider echt einige doofe Erinnerungen an die ITS-Zeit - aber dafür auch diesen Freaky Moment, als ich da frisch operiert im Hemdchen mit einer Tasse Kaffee saß, und der ganze Ärzte-Tross rein kam 😆 Ich bekam gleich den "Daumen hoch" von meinem Operateur und war erleichtert. 

 

Jedenfalls liege ich jetzt seit Freitag Vormittag wieder auf der Normalstation und hoffe, dass morgen wenigstens die Thorax-Drainage wegkommt. Katheter, ZVK und Sauerstoff-Schlauch in der Nase habe ich noch 😬

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Liebe Luna, 

Glückwunsch zur überstandenen OP! Schön, dass alles gut gelaufen ist.
Die Drainage ist ein Biest!  Wenn die mal raus ist, wirst Du Dich besser fühlen. Ich drücke die Daumen, dass es heute soweit ist. 
Liebe Grüße, 

Sabine

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Am 12.4.2026 um 11:15 schrieb Sabichan:

Liebe Luna, 

Glückwunsch zur überstandenen OP! Schön, dass alles gut gelaufen ist.
Die Drainage ist ein Biest!  Wenn die mal raus ist, wirst Du Dich besser fühlen. Ich drücke die Daumen, dass es heute soweit ist. 
Liebe Grüße, 

Sabine

 

Huhu!

 

Ich wollte mich mal wieder melden. Der postoperative Verlauf war größtenteils komplikationslos. Mein Hb-Wert hatte ein bisschen rumgezickt, was mir 2 Blutkonserven eingebracht hatte und der Kalium-Wert war auch längere Zeit im Keller, was mir tägliche Kalium-Infusionen + Tabletten einbrachte. Aber das hatte sich dann bis Mittwoch alles stabilisiert und am Donnerstag (gestern) konnte ich dann am Mittag endlich wieder nach Hause 😄

 

Bekommen habe ich übrigens die Mitris Resilia 11400M von Edwards. Sie arbeitet perfekt. 

 

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Schön, dass Du jetzt daheim regenerieren darfst. Geht es Dir soweit gut und hast Du schon über Reha-Maßnahmen nachgedacht? 

Weiter gute Genesung! 

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vor 20 Stunden schrieb Sabichan:

Schön, dass Du jetzt daheim regenerieren darfst. Geht es Dir soweit gut und hast Du schon über Reha-Maßnahmen nachgedacht? 

Weiter gute Genesung! 

 

Es geht mir den Umständen entsprechend würd ich sagen, danke! Die Schmerzen im Brustkorb schränken noch arg ein (fühlt sich wie eine üble Prellung an). Der rechte Busen ist noch größtenteils taub/pelzig. Am meisten stört aber wirklich der Thorax-Schmerz. Ich versuche, kleinere Alltags-Dinge schon wieder größtenteils selbst zu erledigen, bin aber noch ganz schön schlapp bzw. schnell erschöpft, wenn ich "zuviel" mache. 

 

Heute ist hier ganz angenehmes Wetter, sodass ich heute mal mit einem kleinen Spaziergang starten wollte. Zu Hause mache ich regelmäßig Atemtraining und Mini-Kniebeugen und versuche, den Brustkorb ganz leicht zu bewegen/zu dehnen. Ich muss es aber langsam angehen lassen, ansonsten quittiert mein Körper das mit "Kälteschauern", Schwäche und starkem Schwitzen (echt unangenehm). Je nachdem, wie es sich entwickelt, werde ich die Intensität dann Stück für Stück steigern. Freitag ist erstmal Fäden ziehen und Blutabnahme angesagt. 

Posted (edited)

Liebe Luna,

lass es einfach langsam angehen. Ich habe anfangs auch genau geplant, wann ich die Wohnung verlasse, da sie im zweiten OG ohne Aufzug ist und ich die Treppen maximal einmal am Tag steigen wollte. Gleich am Entlassungstag war ich übermütig und bin zwei Mal gegangen. Zuerst nach Hause und dann nachmittags noch mal, da ich - eigentlich überhaupt nicht eitel - unbedingt bei meiner Frisörin gemütlich die Haare waschen lassen wollte nach dem Krankenhausaufenthalt. Duschen ging ja nicht. Über den Wannenrand hängen wollte ich mich auch nicht mit den Wunden am Brustkorb, Waschbecken eignet sich nicht... Soooo doof...!  Es war zu viel! Es sind nur 300-400 Meter zu ihr, aber leicht (!) bergauf auf dem Rückweg - ich dachte, ich besteige den Mount Everest... Bevor ich unsere Treppen angehen konnte, habe ich mich direkt bei uns um die Ecke in das Café einer Freundin geschleppt und um ein Glas Wasser gebettelt und ausgeruht. Irre! Danach war ich dann vorsichtiger. Aber in meiner ambulanten Reha bin ich ab der zweiten Woche immer zu Fuß in den dritten Stock zum Sportstudio gegangen, also ab drei Wochen nach der OP. Wenn vorher Kondition da war, kommt sie danach schnell wieder - so meine Erfahrung. 

Nennenwerte Schmerzen im Brustkorb hatte ich gar nicht. Schmerzmittel habe ich seit Entfernung der Drainage nicht mehr genommen. Die rechte Brust war auch bei mir lange taub. Es legt sich. 

 

Alles Gute für Dich und liebe Grüße,

Sabine

 

 

Edited by Sabichan
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vor 14 Stunden schrieb Sabichan:

Es war zu viel! Es sind nur 300-400 Meter zu ihr, aber leicht (!) bergauf auf dem Rückweg - ich dachte, ich besteige den Mount Everest

 

Joar, das kommt mir bekannt vor! Im KH bin ich eigentlich schon relativ "weit" gelaufen täglich - ein guter Freund wurde 5 Tage nach meiner OP notfallmäßig im selben KH aufgenommen und lag ne Ecke weg von meiner Station. Bin täglich zu ihm hin gelaufen und das klappte immer ganz gut. Da dachte ich dann auch, ich sei ja schon wieder ganz fit...Der erste Spaziergang hier zu Hause am letzten Dienstag endete dann aber in einem kleinen Desaster 🙈 Nach knapp 600m wurde mir plötzlich furchtbar schwindelig und übel und so saß ich dann erstmal mitten im Grünen auf meinem Allerwertesten 😆 Zum Glück war ich nicht allein unterwegs und meine Begleitung holte dann das Auto und sammelte mich ein, nachdem ich mich ein bisschen erholt hatte. Hat meiner Psyche einen schönen Dämpfer verpasst 😏

 

Gestern und Heute bin ich dann erstmal nur jeweils 400m gelaufen. Gestern klappte das gut, heute wurde nach 200m einfach mal mein linkes Bein kurzzeitig taub 🙄 Brustkorb tut rechtsseitig auch immer noch ziemlich weh und ich brauche weiterhin morgens und abends je 500mg Novalgin, damit es einigermaßen geht. Was mich aber am allermeisten belastet aktuell, ist die körperliche Schwäche. Ab frühen Nachmittag wird mir kalt und ich werde müde. Schlafe dann auch 2-3 Stunden und hab dann immer wieder so "Kälteschauer", die durch meinen Körper laufen. Fühlt sich an wie eine aufkommende Grippe, Körpertemperatur ist aber gsd. nie erhöht. Zum Abend hin verschwindet das dann wieder. Mein Nachtschlaf ist auch noch nicht wirklich erholsam, denke das kommt durch die Schmerzen. Morgen werden die Fäden gezogen und Blut abgenommen. Mal sehen, was meine HÄ zu meinem Befinden meint.

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Hallo Luna,

erstmal Glückwunsch zur überstandenden OP.

 

Mach dir jetzt aber keinen Stress und keine Gedanken, wenn noch nicht alles klappt. Du bist mit knapp über 14 Tagen nach der OP. Dafür finde ich deinen "Zustand" schon erstaunlich!

 

Herz und Körper brauchen eine Weile, bis die Strapazen verarbeitet und verheilt sind.

 

Ich hab damals auch viel geschlafen und so einen richtigen Aufwärtstrend, habe ich auch erst so ab dem 1. Drittel der Reha gemerkt. Meine ersten Reha Einheiten haben noch extrem geschlaucht und ich musste auch zwei mal bei ca. der Hälfte der Übungen bzw. des Marsches (ich meine es waren so ca. 4 km gehen durch den Wald) abbrechen, weil es nicht mehr ging.


Richtung Ende der Reha war das alles kein Problem mehr und ich bin freiwillig länger gelaufen.

 

Viele Grüße

Karsten

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vor 10 Stunden schrieb KarstenNRW:

Herz und Körper brauchen eine Weile, bis die Strapazen verarbeitet und verheilt sind.

 

Ja, definitiv braucht das alles seine Zeit. Heute mit der HÄ gesprochen und sie sagte auch, ich soll dem Körper Zeit geben und wenn er Schlaf braucht, ist das eben so. 

 

Stress mach ich mir im Grunde nicht, aber bei manchen Dingen halt schon Gedanken, weil ich ja weder Erfahrungen mit der Rekonvaleszens nach einer Herz-OP hab noch iwie "Leitplanken" was wann noch "normal" ist oder schon auffällig bzw. behandlungsbedürftig. Fühle mich da gerade schon so ein wenig allein gelassen von der Klinik bzw. finde ich es übel, dass es keine Wahl bezüglich ambulanter Reha gab für mich. Ich bin aus anderen gesundheitlichen Gründen nicht stationär Rehafähig (gibt auch Atteste/Berichte dazu aus mehreren Jahren) und ambulante Reha gibts hier nicht - somit muss ich jetzt alles in Eigenregie machen & mein Kardiologe ist auch keine Hilfe. Termin dort erst im Juli und die Klinik macht auch keine Nachsorge. Soll angeblich alles der Hausarzt machen. Klar, Fäden ziehen oder ein EKG kann der HA selbstverständlich - aber Herzultraschall oder Brustkorb röntgen halt nicht.

 

Sorry fürs Jammern. Heute war der Tag bissl doof, weil ich immer wieder so Extrasystolen habe. Die kenn ich schon von vor meiner OP, aber jetzt verunsichern sie mich gerade doch. EKG beim HA war aber unauffällig. 

 

 

 

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Guten Morgen Luna, 

ich hoffe,heute wird ein besserer Tag! 

Gibt es auch in der weiteren Umgebung keine ambulante Reha-Möglichkeit mit Fahrdienst? Meine rein ambulante Rehaklinik war zum Glück im Nachbarort und ich wurde immer als letzte morgens geholt und als erste nachmittags zurückgebracht. Aber sie holen auch Patienten aus 70-80 km Entfernung ab. Das ist natürlich auch kein Zuckerschlecken, nehme ich an. Aber es ist schon schön, wenn jemand regelmäßig ansprechbar ist und man unter Anleitung und ärtzlicher Kontrolle langsam wieder in Schwung kommt.  

Ich denke, eine neue Klappe braucht mehr Zeit als die Rekonstruktion der eigenen. Zumindest habe ich mal gelesen, dass die Belastbarkeit langsamer zurückkommt. Ich hoffe, Du kannst Dir einfach viel Zeit nehmen und musst nicht zügig irgendwohin zurück. Vielleicht gibt es noch Rehasport oder Herzsportgruppen oder ähnliches in Deiner Gegend, wo Du in einigen Wochen hingehen kannst? Oder Physiotherapie? Bis dahin steigere Dich langsam und gönne Dir viele Pausen und Ruhe. 

Ein gutes Wochenende wünsche ich Dir! 

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vor einer Stunde schrieb Sabichan:

Vielleicht gibt es noch Rehasport oder Herzsportgruppen oder ähnliches in Deiner Gegend, wo Du in einigen Wochen hingehen kannst? Oder Physiotherapie?

 

Ja, Physiotherapie-Praxis mit Geräten gibt es - da hatte ich auch früher schon regelmäßig trainiert. Bekomme ich vom HA aber nicht verordnet weil "soll der Kardiologe machen" - da aber erst Termin im Juli 🙈 Kann ich notfalls auch selbst bezahlen, aber dann ist halt kein Physiotherapeut mit dabei. Eigentlich auch kein Problem, weil ich die Geräte alle kenne, aber halt meine "Grenzen" nicht (mehr) - aber ich bekomme das schon hin. Im Augenblick ist tägliches Spazieren gehen völlig ausreichend und leichte "Übungen" (eher Bewegungen) für Rücken, Oberkörper und Beine. 

 

Eine weitere Klinik für ambulante Reha als die, die halt erstmal keine kardiologischen Patienten aufnimmt, gibt es wohl nicht. Der Herr vom Sozialdienst im KH konnte mir jedenfalls keine Alternative ausser stationäre Reha anbieten/nennen. 

 

Ich wünsche Dir ebenfalls ein schönes Wochenende 🙂

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UPDATE: POST-OP TAG 4

Hallo zusammen,

 

Es ist jetzt Tag 4 Post-OP, also SO, die OP war am MI. Ich gehöre jetzt auch zum stolzen Kreis der Besitzer einer mechanischen Herzklappe. Aber dazu später mehr. Ich wurde wie angekündigt am MI kurz vor 7 Uhr vom Zimmer abgeholt und dann in den OP-Vorbereitungsraum quer durch die Klinik geschoben.

 

Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich mit dem Anästhesisten über ein Thema unterhalten habe und dann müssen die Lichter ausgegangen sein. Das Procedere war völlig entspannt, selbst für mich als Krankenhausneuling.

 

Den nächsten kurzzeitig klaren Gedanken hatte ich dann tatsächlich erst wieder am DO 3:10 Uhr morgens (also ca. 21 Stunden nach Abholung zur OP), da hatte ich nämlich einen Pfleger nach der Uhrzeit gefragt. Meine Partnerin erzählte mir später, dass sie ca. 12:50 am MI einen Anruf aus dem OP bekommen hat, dass sie fast fertig sein. In der Zeit dazwischen hatte ich einen totalen Filmriss.

 

Im Lauf des Donnerstags bin ich dann noch von der Intensiv auf die Normalstation verlegt worden, daran habe ich aber auch fast keine Erinnerung. Die Nacht von DO auf FR war eine echte Quälerei wegen der beiden Drainageschläuche, habe jede Stunde auf die Uhr geschaut. Schlafen dazwischen ging auch nur mit Schmerzmittel. Am FR habe ich dann endlich wieder das Gefühl gehabt, ansatzweise einen klaren Gedanken fassen zu können. Allerdings muss ich bei Emails, Whatsapp, oder eben diesem Beitrag jeden Satz zweimal lesen, weil ich beispielsweise „lesen" meine, aber „schreiben" schreibe. Ich hoffe, diese leichte Verwirrung legt sich wieder ;-).

 

Ich glaube am FR habe ich zum ersten Mal die Klappe gehört oder bewusst wahrgenommen, was mich auch aus irgendeinem Grund leicht geschockt hat. Hat irgendwie was Endgültiges und so ganz weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll. Allermeistens registriere ich die Klappe gar nicht, nur wenn ich z.B. still im Bett liege. Damit muss ich mich aber nun wohl arrangieren, vom Macumar mal ganz abgesehen. Komisch ist es im Moment trotzdem. Der Operateur war irgendwann auch mal bei mir und hatte er mir erklärt, dass die alte Klappe wegen Kalk im Gewebe nicht reparabel gewesen ist. Er sieht das wohl berufsbedingt entspannter als ich, es hat sich aber plausibel angehört. Er meinte auch, dass sie versucht hätten, die Kalkablagerungen irgendwie zu entfernen, aber das ging auch nicht.

 

Am FR Vormittag bin ich nochmal umgezogen, da das Einzelzimmer frei wurde. Ebenfalls am FR wurde ich endlich vom Katheter befreit und am SA vormittag wurden die Drainageschläuche gezogen, was das Leben gleich viel, viel erträglicher gemacht hat. Wer das noch nie hatte – Katheter ist gar kein Problem, merkt man überhaupt nicht. Ist eigentlich ganz praktisch. OK, das Entfernen war nicht ganz so schön, aber auch kein echtes Problem. Das Entfernen der Drainageschläuche habe ich als deutlich unangenehmer empfunden, danach war das Leben aber viel einfacher und vor allem schmerzfreier.

 

Gestern Nacht, von SA auf SO, habe ich in nur 2 Etappen geschlafen und komplett ohne Drogen. Auch hier also ein großer Fortschritt. Heute habe ich einige Runden mit dem Rollie gedreht, weil ich immer noch an die Heparin-Pumpe angeschlossen bin, außerdem mache ich fleißig meine Atemübungen mit diesem Plastikrohr. Mit Laufen / Atmen habe ich zum Glück aber überhaupt kein Problem. Aktuell nervt noch die Heparin-Pumpe an mir dran und dass die rechte Seite ab einem bestimmten Bewegungsradius oder beim Husten ziemlich wehtut. Das wird aber hoffentlich schnell besser.

 

Mein Plan wäre, spätestens Ende nächster Woche noch vor dem Feiertag auszuchecken. Bis dahin will ich auf jeden Fall die Reha-Frage klären, bislang habe ich angegeben, eine wohnortnahe ambulante Reha machen zu wollen.

 

Fazit bis jetzt: Die mechanische Klappe und lebenslang Marcumar nervt, die OP habe ich mir etwas weniger unangenehm danach vorgestellt. Aber alles in allem machbar. Muss man keine Angst vor haben. Unerwartete Probleme kann man sicher nie ausschließen, aber man muss positiv rangehen. Ich glaube, es hat mir bislang sehr geholfen, dass ich ziemlich fit bin. Wenn noch Zeit ist, sollte man daran arbeiten.

 

Ich schreib nochmal, wie’s weitergeht…

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Am 26.4.2026 um 20:40 schrieb mrxks2008:

UPDATE: POST-OP TAG 4

Hallo zusammen,

 

Es ist jetzt Tag 4 Post-OP, also SO, die OP war am MI. Ich gehöre jetzt auch zum stolzen Kreis der Besitzer einer mechanischen Herzklappe. Aber dazu später mehr. Ich wurde wie angekündigt am MI kurz vor 7 Uhr vom Zimmer abgeholt und dann in den OP-Vorbereitungsraum quer durch die Klinik geschoben.

 

Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich mit dem Anästhesisten über ein Thema unterhalten habe und dann müssen die Lichter ausgegangen sein. Das Procedere war völlig entspannt, selbst für mich als Krankenhausneuling.

 

Den nächsten kurzzeitig klaren Gedanken hatte ich dann tatsächlich erst wieder am DO 3:10 Uhr morgens (also ca. 21 Stunden nach Abholung zur OP), da hatte ich nämlich einen Pfleger nach der Uhrzeit gefragt. Meine Partnerin erzählte mir später, dass sie ca. 12:50 am MI einen Anruf aus dem OP bekommen hat, dass sie fast fertig sein. In der Zeit dazwischen hatte ich einen totalen Filmriss.

 

Im Lauf des Donnerstags bin ich dann noch von der Intensiv auf die Normalstation verlegt worden, daran habe ich aber auch fast keine Erinnerung. Die Nacht von DO auf FR war eine echte Quälerei wegen der beiden Drainageschläuche, habe jede Stunde auf die Uhr geschaut. Schlafen dazwischen ging auch nur mit Schmerzmittel. Am FR habe ich dann endlich wieder das Gefühl gehabt, ansatzweise einen klaren Gedanken fassen zu können. Allerdings muss ich bei Emails, Whatsapp, oder eben diesem Beitrag jeden Satz zweimal lesen, weil ich beispielsweise „lesen" meine, aber „schreiben" schreibe. Ich hoffe, diese leichte Verwirrung legt sich wieder ;-).

 

Ich glaube am FR habe ich zum ersten Mal die Klappe gehört oder bewusst wahrgenommen, was mich auch aus irgendeinem Grund leicht geschockt hat. Hat irgendwie was Endgültiges und so ganz weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll. Allermeistens registriere ich die Klappe gar nicht, nur wenn ich z.B. still im Bett liege. Damit muss ich mich aber nun wohl arrangieren, vom Macumar mal ganz abgesehen. Komisch ist es im Moment trotzdem. Der Operateur war irgendwann auch mal bei mir und hatte er mir erklärt, dass die alte Klappe wegen Kalk im Gewebe nicht reparabel gewesen ist. Er sieht das wohl berufsbedingt entspannter als ich, es hat sich aber plausibel angehört. Er meinte auch, dass sie versucht hätten, die Kalkablagerungen irgendwie zu entfernen, aber das ging auch nicht.

 

Am FR Vormittag bin ich nochmal umgezogen, da das Einzelzimmer frei wurde. Ebenfalls am FR wurde ich endlich vom Katheter befreit und am SA vormittag wurden die Drainageschläuche gezogen, was das Leben gleich viel, viel erträglicher gemacht hat. Wer das noch nie hatte – Katheter ist gar kein Problem, merkt man überhaupt nicht. Ist eigentlich ganz praktisch. OK, das Entfernen war nicht ganz so schön, aber auch kein echtes Problem. Das Entfernen der Drainageschläuche habe ich als deutlich unangenehmer empfunden, danach war das Leben aber viel einfacher und vor allem schmerzfreier.

 

Gestern Nacht, von SA auf SO, habe ich in nur 2 Etappen geschlafen und komplett ohne Drogen. Auch hier also ein großer Fortschritt. Heute habe ich einige Runden mit dem Rollie gedreht, weil ich immer noch an die Heparin-Pumpe angeschlossen bin, außerdem mache ich fleißig meine Atemübungen mit diesem Plastikrohr. Mit Laufen / Atmen habe ich zum Glück aber überhaupt kein Problem. Aktuell nervt noch die Heparin-Pumpe an mir dran und dass die rechte Seite ab einem bestimmten Bewegungsradius oder beim Husten ziemlich wehtut. Das wird aber hoffentlich schnell besser.

 

Mein Plan wäre, spätestens Ende nächster Woche noch vor dem Feiertag auszuchecken. Bis dahin will ich auf jeden Fall die Reha-Frage klären, bislang habe ich angegeben, eine wohnortnahe ambulante Reha machen zu wollen.

 

Fazit bis jetzt: Die mechanische Klappe und lebenslang Marcumar nervt, die OP habe ich mir etwas weniger unangenehm danach vorgestellt. Aber alles in allem machbar. Muss man keine Angst vor haben. Unerwartete Probleme kann man sicher nie ausschließen, aber man muss positiv rangehen. Ich glaube, es hat mir bislang sehr geholfen, dass ich ziemlich fit bin. Wenn noch Zeit ist, sollte man daran arbeiten.

 

Ich schreib nochmal, wie’s weitergeht…

 

Huhu!

 

Alles in Allem klingt das sehr ähnlich wie bei mir. Nur, dass ich mich im Vorfeld für eine Bio-Klappe entschieden habe & das definitiv auch nicht bereue. Ich hab die Mitris Resilia 11400M von Edwards bekommen & einer Re-Op seh ich ziemlich gelassen entgegen. In ~10 Jahren wird diese OP vermutlich (zumindest in Hannover) sehr wahrscheinlich schon mit dem DaVinci SP durchgeführt (nur noch ein 3cm-Schnitt unterhalb des Rippenbogens), was die Heilung sicher nochmal deutlich beschleunigen wird. Alternativ kann meine Klappe auch mittels TMVR (Katheterbasiert) getauscht werden. 

 

Du bist ja heute am 5ten Tag Post-OP - da müsste es Dir schon wieder vergleichsweise gut gehen. Ich hatte an Tag 5 "nur" noch die Pacer-Kabel, den ZVK fürs Heparin (und Kalium-Infusionen zwischendurch) und die Elektroden vom Überwachungsmonitor. Aber ich war trotzdem schon recht "viel" unterwegs an Tag 5 und 2 Tage später konnte ich schon nach Hause. Ich drücke Dir die Daumen, dass weiterhin alles ohne Komplikationen läuft, die Klappe gut arbeitet und einheilt und Du Dich schnell an das "Klicken" gewöhnst 🍀

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