Luna Posted March 29 Posted March 29 Hallo Zusammen! Ich (weiblich, 43 Jahre jung) hab am 8. April meinen Aufnahmetermin in der Herz-Thorax-Chirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover. Kurz zur Vorgeschichte: Bei mir wurde im Oktober 2025 per Zufall ein schweres kombiniertes Mitralvitium diagnostiziert. Sowohl ich als auch die Kardiologin waren geschockt von dem Befund, zumal ich keine nennenswerten Symptome/Einschränkungen hatte. Das einzige Symptom war/ist eine kurzfristige Kurzatmigkeit nach dem Treppen steigen und ein dann kurzfristig deutlich erhöhter Puls. 2 Jahre zuvor war im Herzultraschall noch alles in Ordnung. Da das ja nun so alles nicht bleiben kann mit meiner Mitralklappe, hab ich mich dann für die notwendige OP entschieden. Im Dezember und Februar war ich jeweils zu Voruntersuchungen (Schluckultraschall im Dezember, CT im Februar) in der MHH und Aufnahme ist wie gesagt jetzt am 8. April. Ich wollte mal so ganz allgemein fragen, was da so die ersten Stunden und Tage nach der OP auf mich zukommt. Ich habe eine schwere posttraumatische Belastungsstörung & chronisch rezidivierende Depressionen & hab ehrlich gesagt eine ziemlich große Angst vor dem Eingriff bzw. auch vor ggf. Panikattacken danach oder Halluzinationen. Ich hab gelesen, dass man intubiert aufwacht (was garantiert ein Trigger für Flashbacks ist bei mir), dass man im Bett fixiert ist, man mehrere Tage quasi "bettlägerig" ist und auch die ganzen Schläuche/Kabel/Drähte etc. machen mir Angst. Könnt ihr mir mal ein wenig Mut machen, mir vielleicht erzählen, wie ihr die ersten Stunden/Tage erlebt habt? Würde mich über positive Rückmeldungen freuen! Liebe Grüße Luna Quote
Anders Posted March 29 Posted March 29 (edited) Hallo Luna, auf jeden Fall sollten Sie mit der aufnehmenden Ärztin / dem behandelndem Arzt über Ihre Sorgen und Ängste reden. Es gibt Mittel die Ängste lösen. Ich (neu hier) bin vermutlich ab 15.04. eher etwas "später" fällig wenn ich es richtig "herausgehört" habe. Ich "tune" mich mit positiven Gedanken, Z. B. das ich öfter dran denke das ich danach wieder Bäume ausreißen kann ( fast😉) und der Zustand (schlapp & müde) auf Dauer nicht auszuhalten ist, während das Herz, meine Mitralklappen immer weiter degenerieren und am Ende eine Herzinsuffienz steht. Im allgemeinen wacht man nach einer OP eher gutgelaunt auf. Wie ich nach dem Versuch Mitralclips anzubringen am 06.03. Wenn die Bedenken groß sind ein Hinweis für das Aufsichtsperson im Aufwachraum das sie "Extrazeit" / Betreuung bräuchten. Viel Glück Anders Edited March 29 by Anders Quote
Steffen Posted March 30 Posted March 30 Hallo Luna, wie erfolgt denn der Eingriff, minimal invasiv oder Sternotomie,.... Also ich hatte am 27.1 eine Sternotomie bei der die Aortaklappen, Aortawurzel und teils die Aarota ersetzt wurden. Also schon eine größere OP. Klar die ersten Tage waren jetzt nicht schön, aber es war auch nicht so extrem schlimm wie man sich das vorstellt. Die Schmerztheraphie ist heute sehr gut, Du wirst also auf keinen Fall im Bett legen und übleste Schmerzen spüren, das wird nicht so sein. Du bekommst an Medikamenten was Du brauchst und es wird helfen. Ich war auch nicht am Bett fixiert, zu keiner Zeit. Bei einer Sternotomie darf man die ersten Wochen natürlich nur auf dem Rücken liegen, aber selbst sitzen war am dritten Tag selbständig wieder möglich. Mit selbständig meine ich da war jetzt niemand bei mir der mir geholfen hätte. Schon am ersten Tag auf der Intensiv wurde ich mobilisiert. Das bedeutet mal hinsitzen, mal hinstehen,.....da aber noch mit Hilfe. Essen habe ich im Sitzen zu mir genommen ab dem ersten Tag. Vor den ganzen Kabeln und Schläuchen muss man wirklich auch keine Angst haben. Die nerven halt, vielleicht zwickt es mal ein bißchen, aber nicht nennenswert. Das ziehen der Wunddrainagen empfand ich nicht so angenehm. Aber das sind Sekunden, das ist sofort vorbei. In der Reha waren extrem viele mit Mitralklappenrekonstruktion oder Mitralklappenersatz, meist minimal invasive Eingriffe, niemand hat da über dramatische Verläufe oder Probleme berichtet. Also mach Dir nicht zuviele Gedanken, die Ärzte wissen was sie tun und haben das im Griff. Quote
Luna Posted March 30 Author Posted March 30 vor 4 Stunden schrieb Steffen: Hallo Luna, wie erfolgt denn der Eingriff, minimal invasiv oder Sternotomie,.... Huhu Steffen, Ich hoffe, dass es ein minimalinvasiver Eingriff wird. Ich hatte bisher noch kein Gespräch mit dem chirurgischen Team, das soll am Aufnahmetag erfolgen. Find ich eigentlich ein bisschen "spät", weil ich mich gern im Vorfeld innerlich vorbereiten würde, aber ist jetzt eben so. Danke auf jeden Fall für Deine Antwort 🙂 Vor Schmerzen habe ich gar nicht so große Sorgen, eher vor den möglichen Komplikationen und der ITS allgemein mit den ganzen "invasiven" Sachen. Wie lange warst Du denn auf der Intensivstation? Quote
Luna Posted March 30 Author Posted March 30 vor 15 Stunden schrieb Anders: Hallo Luna, auf jeden Fall sollten Sie mit der aufnehmenden Ärztin / dem behandelndem Arzt über Ihre Sorgen und Ängste reden Huhu Anders! Ich hab bisher noch kein Gespräch mit dem chirurgischen Team gehabt aber natürlich werde ich mit den Ärztys darüber sprechen. Mit Medikamenten ist so ein Thema bei mir. Ich hab lange gebraucht, bis ich ein Antidepressivum gefunden hab, welches ich gut vertrage & was mir auch hilft. An der Medikation sollte nicht zwingend "rumgebastelt" werden - aber das bespreche ich auch mit den Ärztys. Bei meiner letzten Narkose vor 29 Jahren habe ich kurz nach dem Aufwachen und extubieren einen Herzstillstand erlitten mit Reanimation und ITS - das hat bis Heute psychisch Spuren hinterlassen, weshalb das echt ne Herausforderung ist für mich mit der Herz-OP 😬 Danke für Deine Antwort 🙂 Quote
Steffen Posted March 30 Posted March 30 Hallo Luna, bei einer Sternotomie ist man üblicherweise auch nur einen Tag auf der Intensiv. Ich war 2 Tage. Aber eher eine lustige Geschichte. Da ich wegen meinen Ausdauersport einen recht niedrigen Ruhepuls habe, 50 Schläge, waren sie auf der Intensiv etwas irritiert. Also haben sie den Herzschrittmacher, bei so einem Eingriff auch normal, auf 80 Schläge gedreht. Am nächsten morgen ging es gleich mit Mobilisation los. Aufstehen in Stuhl setzen. Nach so einer OP schlaucht das. Der Kreislauf ist also schon angespannt. Kommt dann die Visite, ich sitze da so, der Arzt sieht der Herzschrittmacher ist aktiv, meint so was soll das den braucht der doch nicht, der Arzt dreht den nicht langsam runter ne der macht ihn gleich wieder auf 50 Schläge. Tja da bekam ich dann doch etwas Schweißausbrüche und mein Blutdruck ist runter. Schaut mich der Arzt an und meint ha ja soll einen Tag länger auf intensiv bleiben. Aber fand ich nicht schlimm. Das Team auf der Intensiv war Klasse. Hört sich verrückt an aber ich empfand das als eine positive Erfahrung, solche Menschen kennen zu lernen und zu sehen was sie jeden Tag leisten. Quote
KarstenNRW Posted March 31 Posted March 31 Hallo Luna, ich habe eine ähnliche Geschichte, auch bei mir wurde die defekte Mitralklappe (ausgerissene Sehnenfäden), recht plötzlich entdeckt. Zwischen Diagnose und OP lag dann noch nicht mal ein Monat, da meine Mitralklappe schon hochgradig undicht war und sich der linke Vorhof bereits stark vergrößert hatte. Ich wurde dann, auf Grund von Übergewicht, per Sternotomie operiert und die klappe konnte erfolgreich rekonstruiert werden. An die direkten Tage nach der OP habe ich nur noch verschwommene Erinnerungen. Ich meine, dass ich einen Tag auf der Intensivstation und dann zwei Tage auf der Überwachungsstation lag (das aber auch nur, weil der Sauerstoffsensor an meinem Finger defekt war und viel zu niedrige Werte ermittelt hat). Auch ans Wach werden nach der OP habe ich kaum noch Erinnerungen. Der Beatmungsschlauch wurde aber wohl schon gezogen und ich kann mich auch nicht dran erinnern, noch fixiert gewesen zu sein. Ab der Normalstation ging es, sieht man von Vorhofflimmern und Vorhofflattern ab, welches sich aber innerhalb von Wochen nach der OP komplett von selbst erledigt hat, deutlich und schnell aufwärts. Jetzt ist es 5 Jahre her, dass ich operiert worden bin und geblieben ist nur die Narbe. Letzte Woche hatte ich meine jährliche Kontrolle beim Kardiologen und der hat bescheinigt, dass das Herz wunderbar funktioniert und die Klappe sehr gut rekonstruiert wurde. Alles in allem fand ich die ganze Sache im Nachhinein tatsächlich nicht so schlimm und recht gut aus zu halten. Viele Grüße und alles Gute für die anstehende OP. Karsten P.S. Ich hab meine Erfahrungen hier in einem längeren Beitrag geteilt. Solltest du über mein Profil finden können, falls Interesse am Lesen besteht. Quote
Sabichan Posted March 31 Posted March 31 Liebe Luna, herzlich willkommen. Die OP hatte ich vor 2,5 Jahren mit 49. Wenn es bei Dir eine Mitralklappenrekonstruktion wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie minimalinvasiv erfolgt. Du fragst nach den Stunden und Tagen danach. Ja, ich bin intubiert aufgewacht, aber nicht fixiert. Ich wusste, dass es vermutlich so sein wird und hatte auch etwas Angst davor. War dann aber nicht so schlimm. Ich war gleich recht gut beinander, wusste, dass die OP dann vorbei sein wird. Man hat mir auch sofort gesagt, dass alles gut verlaufen ist. Man schläft immer wieder ein am Anfang, und dabei habe ich wohl nicht geatmet. Ich habe gehört, wie sie das immer wieder gesagt haben, so dass der Tubus noch 2,5 Stunden drin blieb, bis ich stabil wach war. Ist nicht dolle, aber geht vorbei. Halluzinationen oder Delir hatte ich gar nicht. Auf Intensivstation war ich eine Nacht. Dann ein Tag Zwischenintensiv und am nächsten ging es auf Station. Du hast ordentlich Kabel und Schläuche am Anfang und bleibst erst mal liegen. Ich musste aufstehen, nachdem der Katheter raus war, Tag 2 oder 3 Post -OP. Weiß es tatsächlich nicht mehr genau. Das erste Mal ging eine Pflegerin mit, das zweite Mal mein Mann, danach alleine. Drainage und den externen Herzschrittmacher schleppt man halt mit, ein Köfferchen links, eins rechts. Das erste Frischmachen im Bad war wahnsinnig anstrengend und hat ewig gedauert, aber gutgetan! An Schmerzen war der Drainageschlauch zwischen den Rippen das schlimmste. Als der an Tag 4 rauskam ging es sehr steil bergauf und ich saß gleich an dem Tag noch sehr glücklich und dankbar mit meiner Schwiegermutter in der Sonne bei einem Kaffee! Samstags meinte die Ärztin dann, ich sähe aus wie im Urlaub! Nun habe ich keine traumatischen Vorbelastungen wie Du. Ich für mich kann mich Karsten anschließen und sagen, dass die Sache nicht annähernd so schlimm war wie befürchtet. Ich bin nach acht Tagen heimgelaufen (gut, sind auch nur 500 Meter), war sechs Tage später für drei Wochen in einer ambulanten Reha und danach voll einsatzfähig. Zum Aufwachen nach der OP hatte ich gelesen, dass es gut ist, am Vortag die Kohlenhydratspeicher gut zu füllen für das Gehirn. Da ich aufgrund notwendiger Verschiebung (wegen Periode, da wird ungern operiert) bis zum Vorabend daheim war, habe ich mir ordentlich Nudeln mit Gemüse gemacht und so lange ich trinken durfte Apfelschorle getrunken. Ob es geholfen hat, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde ich sehr klar wach und hatte wegen der ganzen Prozedur mit HML auch keine nennenswerten Nachwirkungen. Falls Du noch Fragen hast, schreib mich gerne an! Liebe Grüße, Sabine Quote
Luna Posted March 31 Author Posted March 31 Danke für eure Antworten! Es beruhigt mich, dass ihr es als weniger schlimm erlebt habt, als vorher angenommen. Ich war heute den Tag über mit Vorbereitungen beschäftigt (Patientenverfügung und Einkauf). Das Verfassen der Patientenverfügung hat mich doch schon ziemlich belastet. Mit 43 Jahren möchte man sich ja eigentlich nicht mit solchen Dingen beschäftigen 😏 Aber jetzt ist alles geklärt für den "Fall der Fälle". Ansonsten kreisen die Gedanken leider ganz schön und ich komme schwer zur Ruhe. Quote
Ralfie Posted April 1 Posted April 1 Hallo Luna Ich habe mittlerweile 2 grosse Herz OP hinter mir, die erste vor fast 40 Jahren und vor 5 Jahren die zweite. Aus Erfahrung kann ich dir versichern das heutzutage das Schmerzmanagement sehr gut ist. Die Genesung nach der OP dauert halt etwas länger als bei einem 08/15 Eingriff ist aber gut zu bewältigen. Auch wird sich in der Klinik nach der OP gut um dich gekümmert, ein wichtiger Teil der Genesung nach der OP ist die Mobilisierung. Da kommen halt Physiotherapeuten zu dir und helfen dir dich nach der OP aufzurichten und die ersten Schritte zu tun. Auch Atemübungen werden dir gezeigt und sind wichtig. Auch wird heutzutage in den Herzkliniken eine Psychologische Begleitung angeboten, ich habe dies in Anspruch genommen. (Ist selbstverständlich freiwillig) Nach der OP hast du die Wahl eine AHB (Reha) durchzuführen. Hierzu wird sich der soziale Dienst des KH mit dir während deines Aufenthalts in Verbindung setzten. (Die kommen zu dir) Alles Gute Ralf PS: Nach der OP kann es schon mal vorkommen das man einen „schlechteren“ Tag hat. Wichtig ist hierbei sich/seinen Zustand nicht mit dem vorherigen Tag zu vergleichen sondern wo war ich vor einer Woche zum Beispiel. Der mittel/langfristige Trend ist nämlich ganz klar eine Verbesserung. Quote
Svebinjo Posted April 1 Posted April 1 Hallo Luna, Das mit dem "intubiert", kann passieren. Meistens können sich die Patienten aber nicht mehr daran erinnern! Ich hatte da auch so meine Gedanken und Vorstellungen, konnte mir aber damit helfen, das sehr selten die Leute sich eben nicht mehr daran erinnern konnten. Ansonsten ist es so, wie Ralf es bereits beschrieben hat. Es gibt schon ein sehr gute Schmerz Behandlung und es kommt dann auch (gefühlt) mal zu einem schlechterem Tag, aber wichtig ist die langfristige Besserung! Ich wünsche Dir jedenfalls alles alles Gute! Vg Svebinjo Quote
Luna Posted April 1 Author Posted April 1 Am 31.3.2026 um 07:28 schrieb KarstenNRW: P.S. Ich hab meine Erfahrungen hier in einem längeren Beitrag geteilt. Solltest du über mein Profil finden können, falls Interesse am Lesen besteht. Huhu KarstenNRW Hab mir gerade mal Deine OP-Geschichte durchgelesen. Finde in Deinem Bericht tatsächlich so einige Ähnlichkeiten zu meiner Situation. Bei mir kam die Diagnose auch völlig Unvermittelt und auch ich hatte die ersten Symptome auf Corona und Gewichtszunahme geschoben 😬 Bei mir gingen die Symptome (Erschöpfung, schneller Aus-der-Puste sein) quasi schleichend nach meiner ersten Corona-Infektion im Sommer 2024 los. Vor der Infektion war ich 3x die Woche beim Kraft-Ausdauertraining an Geräten und auch sonst viel mit dem Rad und meinen Hunden aktiv unterwegs. Corona bescherte mir eine 6wöchige Trainingspause und danach wollte der Körper irgendwie nicht mehr richtig "in Gang" kommen. Im November war ich dann beim Lungenfacharzt, der eine postinfektiöse Bronchitis diagnostizierte, sonst sei alles ok. Mir gings aber kontinuierlich schleichend schlechter. Puls ging plötzlich schon bei kleineren Anstrengungen richtig hoch und nach der Treppe ins 1ste OG war ich immer mehr am Schnaufen. Beim Hausarzt waren EKG und Langzeit-Blutdruck aber völlig unauffällig. Im Oktober 2025 hatte ich dann Abends/Nachts ziemlich heftige wellenartige Schmerzen im Brustkorb bis runter zum Magen. Am nächsten Morgen gleich zum Hausarzt und im EKG zeigten sich ST-Senkungen, was mir eine Fahrt mit dem Blaulicht-Taxi einbrachte 🙈 Herzinfarkt & Lungenembolie konnten zum Glück ausgeschlossen werden, ich wurde aber trotzdem stationär aufgenommen und am nächsten Tag sollte noch ein Herzultraschall zur Sicherheit gemacht werden. Und da kam dann heraus, dass meine Mitralklappe quasi "auf dem letzten Loch" pfeift. Insuffiziens und Stenose - beides schwergradig 😩 Die Kardiologin sagte mir, dass sie so eine dramatische Diagnose nicht erwartet hatte & dass mein körperlicher Zustand dafür noch richtig gut sei. Ich war nach der Diagnose völlig fertig und überfordert und habe mich dann erstmal selbst entlassen (die wollten in dem KH direkt mit Untersuchungen weiter machen). Ein paar Tage später bin ich dann bei meinem Kardiologen gewesen, der sich das nochmal "in Ruhe" angeschaut und auch mit mir besprochen hat. Von da aus ging es dann in die Klappenambulanz der MHH und jetzt nächste Woche dann auf die HTTG-Station. Wie lange hast Du eigentlich stationär gelegen nach der OP? Mein Kardiologe meinte, wenn es minimalinvasiv gemacht wird und alles planmäßig läuft, sollte ich so mit 10-12 Tagen rechnen. Quote
Luna Posted April 1 Author Posted April 1 vor 14 Stunden schrieb Svebinjo: Ich wünsche Dir jedenfalls alles alles Gute! Vielen lieben Dank 🙂 Quote
KarstenNRW Posted April 2 Posted April 2 vor 13 Stunden schrieb Luna: Wie lange hast Du eigentlich stationär gelegen nach der OP? Mein Kardiologe meinte, wenn es minimalinvasiv gemacht wird und alles planmäßig läuft, sollte ich so mit 10-12 Tagen rechnen. Hallo Luna, da hast du ja auch schon einiges mitgemacht bisher, aber auch krass, dass es manchmal so schnell geht und gefühlt quasi von jetzt auf gleich die Symptome spürbar sind. Bei mir waren es tatsächlich genau 12 Tage, die ich im Krankenhaus verbracht habe. Wäre schneller gewesen, wenn ich die letzten 4 oder 5 Tage nicht permanentes Vorhofflattern gehabt hätte. Sieht man von meinem wirklich schrecklichen Bettnachbarn ab, war aber alles was das Krankenhaus selber betrifft vollkommen in Ordnung. Nochmal alles Gute und viele Grüße Karsten Quote
Sabichan Posted April 2 Posted April 2 Ich war nach der Rekonstruktion acht Tage im Krankenhaus, wegen OP montags und dann schlechten Leberwerten. Ohne die hätte ich nach sieben Tagen auch montags gehen dürfen. Sie wollten mich aber noch mal durchchecken und die Werte sinken sehen, was dann am nächsten Tag der Fall war. Ich weiß, dass es noch schneller gehen kann, war aber froh um die Tage. Daheim hatte mein damals Achtjähriger Ferien. Bekommst Du eine Rekonstruktion? Da Du von Insuffizienz und gleichzeitig Stenose schreibst. Oder wird es dann eine neue Klappe? Quote
Luna Posted April 2 Author Posted April 2 vor 1 Minute schrieb Sabichan: Bekommst Du eine Rekonstruktion? Da Du von Insuffizienz und gleichzeitig Stenose schreibst. Oder wird es dann eine neue Klappe? Ich weiß nicht, was Genau ich bekomme. Ich habe leider erst am Aufnahme-Tag überhaupt ein Arztgespräch. Finde ich persönlich ein bisschen spät, aber ist nicht zu ändern. Ich habe im Vorfeld mehrfach bei der Klinik nachgefragt, hab jedoch keine Auskunft bekommen, was gemacht werden soll. Ich hoffe, man kann die Klappe noch reparieren, da ich ehrlich gesagt nicht den Rest meines Lebens mit Marcumar behandelt werden möchte 😬 Quote
Feuerfisch Posted April 2 Posted April 2 Hallo Luna, meine Mitralklappenrekonstruktion war vor 5 Jahren minimalinvasiv. Ob Rekonstruktion oder neue Klappe hat der Arzt gesagt sieht er erst wenn er operiert. Ich hatte auch wenig Symptome, schwer Atmen, müde und häufiger Toilettengang. War dann beim Kardiologen und der stellte fest, dass die Mitralklappe nicht mehr schließt und Sehnenfäden abgerissen sind (hochgradig defekt). An einen Freitag war die OP, Samstag Intensiv und am Sonntag war ich auf Normalstation. Auf der Intensiv bekam ich auch etwas zu essen und trinken (glaube Toast und Tee). Montag wurden die ersten Schläuche gezogen und der Rest am Dienstag. Hatte auch ab Dienstag auch schon leichte Physio z.B. spazieren am Gang, leichtes Ergometerfahren. Nach 1 Woche also am Freitag bin ich dann in meine 3-wöchige Reha mit Krankentransport gekommen, da ich nicht Autofahren durfte. In der Reha habe ich dann alles wieder langsam gelernt, das alles wieder funktioniert. Nach der Reha hat es bei schon einige Monate gedauert bis ich wieder fit war aber das schaffst du auch. Wünsche Dir Alles Gute Gruß Gerald Quote
Sabichan Posted April 2 Posted April 2 Ja, genau. Festlegen können sie sich erst bei der OP, daher muss man vorher auf jeden Fall die Wahl treffen, welche Klappe man möchte, falls sie tauschen müssen. Sie konnten vorher nur sagen, dass es bei mir zu 98 % nicht nötig ist. Ich hätte eine Bio-Klappe gewollt in der Hoffnung, dass die Medizin sich halt immer noch weiter und weiter entwickelt, bis ein erneuter Austausch ansteht. Alles Gute für Dich! Du schaffst das, so oder so! Für die Ärzte ist es keine riesige Sache. Sie verstehen ihr Handwerk schon! Und Du kommst wieder auf die Beine! Besser frühzeitig operieren. Bei mir war es auch ein Zufallsbefund, ohne Symptome, obwohl schon hochgradig undicht. Ich habe nicht lange überlegt, schon wegen meines Sohnes. Der braucht mich noch ein Weilchen möglichst fit. Quote
Luna Posted April 3 Author Posted April 3 Am 2.4.2026 um 15:07 schrieb Sabichan: Ja, genau. Festlegen können sie sich erst bei der OP, daher muss man vorher auf jeden Fall die Wahl treffen, welche Klappe man möchte, falls sie tauschen müssen. Hat man denn auch tatsächlich die Wahl? Mein Kardiologe sagte mir, dass ich mit 43 wohl keinen Chirurgen fände, der mir eine Bio-Klappe einsetzen würde, da ich halt einfach zu jung sei & es dann mit Sicherheit zu mindestens 2 Re-Operationen kommen würde & das würde kein Chirurg in Kauf nehmen 🫤 Diese Aussage hat mich ehrlich gesagt verunsichert, da für mich definitiv nur eine Bio-Klappe in Frage kommt - auch mit dem Wissen um Re-OPs. Quote
Luna Posted April 3 Author Posted April 3 Am 2.4.2026 um 13:45 schrieb Feuerfisch: Hallo Luna, meine Mitralklappenrekonstruktion war vor 5 Jahren minimalinvasiv. Ob Rekonstruktion oder neue Klappe hat der Arzt gesagt sieht er erst wenn er operiert. Ich hatte auch wenig Symptome, schwer Atmen, müde und häufiger Toilettengang. War dann beim Kardiologen und der stellte fest, dass die Mitralklappe nicht mehr schließt und Sehnenfäden abgerissen sind (hochgradig defekt). An einen Freitag war die OP, Samstag Intensiv und am Sonntag war ich auf Normalstation. Auf der Intensiv bekam ich auch etwas zu essen und trinken (glaube Toast und Tee). Montag wurden die ersten Schläuche gezogen und der Rest am Dienstag. Hatte auch ab Dienstag auch schon leichte Physio z.B. spazieren am Gang, leichtes Ergometerfahren. Nach 1 Woche also am Freitag bin ich dann in meine 3-wöchige Reha mit Krankentransport gekommen, da ich nicht Autofahren durfte. In der Reha habe ich dann alles wieder langsam gelernt, das alles wieder funktioniert. Nach der Reha hat es bei schon einige Monate gedauert bis ich wieder fit war aber das schaffst du auch. Wünsche Dir Alles Gute Gruß Gerald Danke für Deinen Bericht! Das hört sich ja nach einem ziemlich problemlosen Verlauf an! Hoffentlich läuft es bei mir auch so gut. Bezüglich Reha bin ich aktuell an dem Punkt, dass ich eigentlich höchstens eine ambulante Reha machen möchte bzw. in Absprache mit meinem Physio-Team und meinem wirklich guten Basiswissen zu Herzsport und Rehabilitation allgemein evtl. sogar in Eigenregie wieder fit werden möchte. Aber letztendlich werde ich das erst nach der OP entscheiden, da ich dann erst weiß, wie es mir tatsächlich geht. Quote
Sabichan Posted April 4 Posted April 4 Ich hatte mit 49 die Wahl, allerdings war es auch äußerst unwahrscheinlich, dass ich eine neue Klappe brauche. Aber sie hätten mir anstandslos Bio eingesetzt. Meine ambulante Reha war völlig ausreichend! Ich hätte keine stationäre gewollt. Quote
Luna Posted April 5 Author Posted April 5 Na dann bin ich mal gespannt, wie es bei mir wird. Habe ja erst am Mittwoch das Arztgespräch. Reha möchte ich auch auf keinen Fall vollstationär machen, höchstens ambulant. Mal sehen, wie die ersten Tage nach der OP so werden, dann entscheide ich, was ich brauch um wieder fit zu werden. Quote
Pe68 Posted April 6 Posted April 6 Hallo Luna, ich hatte meine MKR im Juli 2024,das Gespräch mit der Chirurgin hatte ich auch erst kurz vorher, und es wurde eine minimalinvasiv,nach ingesamt 12 Tagen durfte ich nach Hause,total schwach noch, mir ging es die Monate vor der OP immer schlechter,dann4 Wochen später zur Reha,stationär, das war für mich die richtige Entscheidung,darum rate ich dir warte ab wie es dir geht,manche sind nach 2 wochen wieder fit,manche nicht,alles gute für dich,das wird schon. Quote
lucky boy Posted April 7 Posted April 7 Hallo Luna, auch ich wünsche dir für morgen und die nächsten Tage alles Gute für die OP. Letztes Jahr war auch ich 43, als ich operiert wurde. Ich habe eine mechanische Mitralklappe bekommen. Lass dir Zeit für das Gespräch mit den Ärzten morgen, und alles was dir hier wichtig vorkommt, kannst du morgen erst recht zum Thema bringen. Du wirst sehen, dass die Ärzte das sehr routiniert mit dir durchgehen werden. An deiner Stelle würde ich aktiv nach psychologischer Betreuung vor und nach der OP fragen. Üblicherweise wird das bei Herz OPs oft angeboten. Ob die Reha stationär oder ambulant stattfinden wird, hängt sicher auch von dem OP Verlauf und deinem privaten Umfeld ab. So routiniert die Eingriffe mittlerweile sind, es ist trotzdem etwas mehr als eine Blinddarm OP. Ich drücke dir die Daumen und alles Gute SG Lucky boy Quote
Sabichan Posted April 8 Posted April 8 Liebe Luna, ih wollte Dir ebenfalls alles erdenkklich Gute für die OP wünschen! VIele Grüße Sabine Quote
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