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Kinderwunsch bikuspide Aortenklappe und Aneurysma der Aorta ascendens


LenaMa92

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Hallo an Alle,

ich bin neu hier in der Gruppe, da vor kurzem bei mir ein Aneurysma der Aorta ascendens  diagnostiziert wurde. Dieses ist zusammen aufgetreten/oder durch eine bikuspide Aortenklappe bedingt. 

Das Aneurysma der Aorta a. hat laut Radiologen eine Größe von 48 mm.

 

Aufgefallen ist dies, durch einen Besuch in der Notaufnahme, wobei im EKG eine T-Negativierung auffiel, woraufhin die Überweisung zum Kardiologen erfolgte.

Nun verunsichert mich das mein Blutdruckmessgeräte öfters bzw. regelmäßig Arrhythmien feststellt, von denen ich jedoch nichts merke... Kennt ihr so etwas auch? 

 

Nun wäre ich interessiert, ob es hier Frauen gibt die mit einem ähnlichen Erkrankungsbild, also bikuspide Aortenklappe und / oder Aneurysma 45-50 mm oder mehr schwanger geworden sind?

Ich hatte schon eine Fehlgeburt und möchte das Thema Kinderwunsch noch nicht verfrüht aufgeben, also bitte keine Kommentare bzgl. Ich sollte vielleicht besser kinderlos bleiben!

 

Ich werde natürlich auf die Einschätzung meines Kardiologen warten und mir eine Zweitmeinung in einem spezialisierten Herzzentrum einholen.

 

Aber auch persönliche Erfahrungsberichte wären interessant: 

 

Wo und was für eine Geburtsklinik würde gewählt?

War es eine Level 1. Klinik( für besonders frühgeborene Frühchen) und mit Herzspeziallisten im Haus?

Wenn ja in welcher Stadt war die Klinik?

Wie lief die Schwangerschaft und Geburt? Kaiserschnitt oder vaginale Geburt?

Wie hat eure bisherige Gynäkologin euch begleiten können?

Wie oft wurde das Aneurysma bzw. die Herzklappe in der Schwangerschaft kontrolliert?

Was findet ich noch sollte ich wissen?

Also was habt ihr für Tipps?

Wo nochmal diesbezüglich nachlesen?

Welche Ärzte waren besonders gut?

 

Vielen Dank schon einmal!

LG 

 

 

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Liebe Lena,

 

mir wurde damals davon abgeraten, da die Schwangerschaft sehr schnell lebensbedrohlich werden kann aufgrund des zunehmenden Blutvolumens. Du darfst nicht vergessen,dass du zwei große Baustellen hast.

Ich wurde 2024 mit mechanischer Klappe schwanger und auch beim letzten Kontrolltermin wurde gesagt, dass das die bessere und vorallem sichere Variante ist.

Es gibt dazu auch Leitlinien der ESC. 

Ich würde dir den Tipp geben, erst die Baustellen anzugehen und dann schwanger werden.

 

LG Anne

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Danke für deinen Erfahrungsbericht. Wie war die Schwangerschaft mit mechanischer Klappe und wo hast du entbunden? Nur falls es nicht zu intim ist die Frage?

Posted

Alles gut, schiess ruhig los. :)

 

Ich habe an der Charité entbunden, anders wäre keine ausreichende Sicherheit gewährleistet gewesen. Ich habe eine erweiterte Aorta (41mm) und falls, warum auch immer was gewesen wäre, hätte man gleich handeln können. 

Ich hatte eine komplikationslose Schwangerschaft und würde immer und überall mit eingebunden. Aufgrund des Aneurysmas war eine Spontangeburt nicht möglich. Ich war einmal die Woche beim Ultraschall und die Besuche beim Gyn waren einmal im Monat. Bis zur 36. Schwangerschaftswoche habe ich Marcumar (den INR habe ich so niedrig wie möglich gehalten) genommen und bin dann auf Fragmin umgestiegen. Zwei Tage vor'm Kaiserschnitt wurde ich schon aufgenommen und hab das Heparin über den Perfusor erhalten. Nach der Geburt habe ich mich dann wieder mit Heparin selbst gespritzt.  

Nach der Geburt wurde mein Kind auch beim Kinderkardiologen gecheckt, da die bikuspide Klappe mit einer 50:50 Chance vererbt werden kann. 

 

https://academic.oup.com/eurheartj/article/46/43/4462/8234487

 

Das sind übrigens die Richtlinen. Ich weiß, dass es die auch noch auf Deutsch gibt, aber die sind leider stark gekürzt.

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Hallo Anne,

bisher bin ich die einzige mit Herzerkrankung in meiner Familie. Es muss nicht zwingend überhaupt genetisch bedingte sein mit der bikuspiden Herzklappe. 

 

Aber ja ich ich weiß das die bikuspide Herzklappe häufig genetisch bedingt ist und meist autosomal- dominant vererbt wird und sich daraus die 50/50 Wahrscheinlichkeit ergibt.

Bei manchen wachsen aber eben auch zwei Herzflügel in der embryonalphase versehentlich zusammen und ergeben so eine Aortenklappe!

Posted

*bikuspide Aortenklappe meinte ich mit nur zwei Flügeln

Posted

Hallo Lena, 

 

ich hatte auch eine bikuspide Aortenklappe. Ende 20 sagte man mir, dass ich damit noch Kinder bekommen kann bzw. es nicht so risikoreich ist. Mit 34 wurde ich dann schwanger aber in der zehnten Woche hätte ich dann eine missed abortion. Daraufhin hab ich dann nochmal alles im DHZ München checken lassen. Da wurde festgestellt, dass meine Aortenklappe schon eine hochgradige Stenose hatte und die Aorta ascendens bei 49 mm war. Mir wurde dringend davon abgeraten so schwanger zu werden. 4 Wochen später hatte ich dann meinen Op Termin, da war ich 35. Ich habe eine biologische Aortenklappe bekommen, wegen meines Kinderwunsches. Haltbarkeit um die 10 Jahre wurden prognostiziert, aber dafür muss ich keine Medikamente nehmen. Die Aorta ascendens wurde dabei auch gleich ersetzt. Sie haben festgestellt, dass sie schon bei 52 mm war. Ein Jahr später hatte ich erst nochmal einen Abgang, aber kurz darauf hat's dann geklappt. Meine Tochter wird bald 4 Jahre alt. Entbunden hab ich in einer Level 1 Klinik und fast daneben wäre noch " für mich " ein Krankenhaus im Bedarfsfall gewesen. Ich wollte eigentlich natürlich entbinden, aber leider habe ich eine Schwangerschaftsvergiftung bekommen. Daher würde einen Monat vor Termin ein Kaiserschnitt gemacht. Ich habe auch mein Kind gleich checken lassen ob die Herzklappen in Ordnung sind, weil meine Schwester auch eine bikuspide Klappe hat. Ich hab aber nichts weitervererbt. So viel zu meinen Erfahrungen 😊

 

Liebe Grüße 

Verena

  • 3 weeks later...
Posted

Vielen Dank Vereni8548 für deinen Erfahrungsbericht,

das ist ja echt verrückt ich habe viele Parallelen entdeckt. Ich hatte auch eine missed Abortion(verhaltene Fehlgeburt). 

 

Die Vererbung hab ich nun bei chatgpt gelesen funktioniert wohl doch nicht nach Mendelscher Vererbung, sondern autosomal- dominant. Dh. Das Risiko für das eigene Kinder betroffen sind ist höchstens 5-15 Prozent, in einigen Familien bis zu 20 Prozent. Also doch nicht 50/50...

  • 3 weeks later...
Posted

*autosomal- dominant mit variabler Penetranz. Deshalb sind viel weniger Angehörige 1. Grades betroffen, außerdem gibt es auch eine erworbene bikuspide Aortenklappe durch eine Endokarditis z.b.

 

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