Christkind Posted February 24 Posted February 24 (edited) Hallo zusammen, es scheint, dass ich jetzt doch dann auch bald unters Messer muss ... Ich weiß ja seit 13 Jahren, dass ich eine bikuspide Klappe habe und bin seitdem in regelmäßiger kardiologischer Kontrolle. Die Werte sind von Jahr zu Jahr etwas schlechter geworden. Mein Kardiologe ist leider letzten Sommer in Rente gegangen und ich hatte im Oktober dann das erste Mal den Kontrolltermin bei seiner Nachfolgerin. Die hat dann schlechtere Werte gemessen (Vmax 5 und Pmean 50) und meinte, sie würde gerne nochmal in 3 Monaten kontrollieren. Da war dann eine andere Kollegin da und sie hat nochmal schlechtere Werte gemessen und dringend empfohlen, im Krankenhaus mal genauer zu schauen. Ich war dann zwei Tage ambulant im Krankenhaus und dort wurde Schluckecho, Herzkatheter, etc. durchgeführt. Herzkatheter war ok, EF ist gut, keine Herzvergrößerung, aber die Klappe ist halt sehr stark verkalkt. Im Schluckecho war ich gerade so an der Grenze zur hochgradigen Stenose (KÖF 1,0) und alle Kardiologen, mit denen ich während der Untersuchungen gesprochen habe, haben mir einen Aortenklappenersatz in diesem Jahr empfohlen. So steht es dann auch im Arztbrief; dort wird auch empfohlen bei einer konservativen Therapie (also keine OP) engmaschig (alle 3 Monate) zu kontrollieren. Ich bin 59 Jahre alt und alle Kardiologen meinten, sie würden eine Bio-Klappe einsetzen. Ich bin jetzt etwas unsicher, was ich machen soll. Eigentlich war ja Sinn und Zweck des Schluckechos, herauszufinden wie genau die Öffnungsfläche ausschaut und jetzt ist das Ergebnis „mittelgradig“ (so stehts auch im Bericht), aber ein Ersatz wird trotzdem empfohlen. Die Kardiologin, die mich überwiesen hat, war vorher Oberärztin in diesem Krankenhaus und die Kardiologen kannten sie alle. Ich bin mir relativ sicher, dass sie mir auch die OP empfehlen wird. Ich muss dazu sagen, dass ich null Symptome habe und es mir total gut geht. Ich weiß, dass die neuen Richtlinien mittlerweile einen frühen Ersatz empfehlen, wenn die Stenose hochgradig ist und keine Symptome vorhanden sind. Aber irgendwie ist das surreal, so ne OP zu machen, wenn es einem doch gefühlt „gut“ geht. Da ich nicht sicher war, wie ich die Nachfolgerin finden werde, habe ich letztes Jahr noch einen Termin für April bei einem anderen Kardiologen vereinbart, der bei mir in der Nähe liegt und bei dem ich schon mal vor einigen Jahren war. Was würdet ihr tun, nochmal abwarten und schauen, was der andere Kardiologe sagt oder direkt für eine OP anmelden? Was auch etwas ärgerlich ist; die Untersuchung ist jetzt seit fast 3 Wochen her und ich würde gerne mit ihr über den Bericht reden, aber die neue Kardiologin meldet sich nicht. Es hieß, ich soll nicht mehr anrufen; man meldet sich, sobald der Bericht vorliegt. Kann mir nicht vorstellen, dass das 3 Wochen dauert …. Danke und Grüße, Stephan Edited February 24 by Christkind Quote
-thomas Posted February 24 Posted February 24 Hallo Stephan, bei mir war's vor bald drei Jahren eine OP vor allem aufgrund eines Aortenaneurysmas (in Verbindung mit einer dann ausgetauschten biskupiden Aortenklappe). Auch ich fühlte mich eigentlich pudelwohl und dennoch wurde die OP dringendst empfohlen. Aber dieses Problem gibt's wohl bei vielen Erkrankungen. Und mehr als eine Meinung würde ich mir einer so großen Sche immer einholen. Aber "alle Kardiologen, mit denen ich während der Untersuchungen gesprochen habe, haben mir einen Aortenklappenersatz in diesem Jahr empfohlen." und "ich letztes Jahr noch einen Termin für April bei einem anderen Kardiologen vereinbart" passen doch zusammen. Alles Gute. Quote
AnneS Posted February 24 Posted February 24 Wende dich an ein passendes Herzzentrum um dir eine Zweitmeinung einzuholen, außer du bist mit den jetzigen Ärzten zufrieden. Du scheinst fit zu sein und das ist ein absoluter Pluspunkt um in die OP zu gehen. Mein alter Kardiologe wollte es immer und immer noch rauszögern und hat meine schon vorhandenen Symptome ignoriert. Das war damals absolutes Hick Hack und ich hät mir gewunschen, fitter in die OP gehen zu können. Es wird immer surreal sein, wenn die OP ansteht. Als der Termin reinflatterte fühlte ich mich als würd ich auf Wolken gehen und in der Birne hat's gedröhnt. Sacken lassen muss man es so oder so. Es kann nur besser werden. LG Quote
Christkind Posted February 25 Author Posted February 25 Hi Thomas, hi Anne, Danke für Eure Antworten. Ja, ich bin fit, gehe regelmäßig ins Fitnesstudio, fahre Fahrrad, gehe Wandern und war im Dezember noch Ski fahren. Aber ich habe mich irgendwie auch schon damit "arrangiert", dass ich wohl dieses Jahr um die OP nicht herumkomme. Bin noch am überlegen, ob ich nach Siegburg oder Bonn gehe. Ich wohne ziemlich genau in der MItte und bin noch etwas unsicher. Bonn hat mittlerweile auch einen sehr guten Ruf; genau wie Siegburg, aber da stört mich, dass das auch ein Unfallkrankenhaus ist. Da kann es einem passieren, dass man kurz vor der OP wieder nach Hause geschickt wird, weil gerade ein Notfall reingekommen ist. Ist mir schon passiert (Schlüsselbein-OP) und ganz krass, meinem Nachbarn, der schon im Narkoseraum für eine Herz-OP (auch Klappenersatz) lag und dann wieder nach Hause geschickt wurde. Das stelle ich mir ja grauenhaft vor ... Quote
Ralfie Posted February 25 Posted February 25 Hallo Ich habe mittlerweile 2 Herz OP hinter mir, das erste mal vor 40 Jahren in Bonn da wurde ich einen Tag vorgezogen. Das zweite Mal in Bad Oeynhausen da wurde ich um einen Tag nach hinten verschoben. Bonn hat mittlerweile einen guten Ruf, ausserdem ist das neue Herz Zentrum dort wohl mittlerweile geöffnet. Ich würde definitiv nach Bonn gehen. Quote
Christkind Posted February 25 Author Posted February 25 Danke Ralf! Ja, ich tendiere auch zu Bonn ... Quote
Ralfie Posted February 25 Posted February 25 Wo kommst du denn her? Bin gebürtiger Sinziger lebe jetzt in Bad Neuenahr Quote
Christkind Posted February 25 Author Posted February 25 vor 2 Minuten schrieb Ralfie: Wo kommst du denn her? Bin gebürtiger Sinziger lebe jetzt in Bad Neuenahr Sankt Augustin Quote
Sabichan Posted February 25 Posted February 25 (edited) Hallo, liebe Nachbarin :-). ich kann auch Siegburg sehr empfehlen! Prof. Doss hat mir vor zwei Jahren wunderbar die Mitralklappe rekonstruiert und er und sein Team können die anderen Klappen sicher genauso gut. Verschoben wurde ich zwar auch, weil sie verpennt hatten, mir vorher zu sagen, dass Sie während der Periode nicht operieren. Obwohl ich extra gefragt hatte, was dann wäre! Ja, es war nicht so schön, aber auch nicht sehr schlimm. Da ich 300 m Luftlinie vom Krankenhaus entfernt wohne, durfte ich noch mal heim und wir hatten tatsächlich ein ganz schönes Wochenende. Ich habe mich zu jedem Zeitpunkt gut aufgehoben gefühlt vor und nach der OP. Meine OP war im frühen Herbst. Die Zeit fand ich optimal. Es war nicht voll im Krankenhaus, der Krankenstand war niedrig. Draußen nicht heiß. Der Vorlauf ist dort nicht so lang. Es hieß ca. drei Wochen. Ich habe aber wegen meines Sohnes alles ganz früh eingetütet, damit ich die Betreuung organisieren konnte. Er war damals acht. Wenn das neue Herzzentrum in Bonn eröffnet hat, würde ich mir das aber auch anschauen gehen. Fachlich denke ich, dass die beiden Kliniken sich nicht so viel tun. Für mich spielte die Nähe zur Familie die entscheidende Rolle, so dass ich gar nicht erst über den Rhein gefahren bin, um mich dort umzuschauen damals. Den Termin im April würde ich erst mal abwarten. Wenn Du noch so fit bist, passiert da nichts. Ich war übrigens auch sehr fit vorher und extrem schnell wieder auf der Höhe hinterher. Es spielt wirklich eine Rolle, ob man da symptomlos reingeht oder nicht! Alles Gute und liebe Grüße, Sabine PS: Ich hatte übrigens die Reha ambulant in Hennef. Fand ich sehr gut und mehr hätte ich nicht gebraucht. Allerdings ist ein Aortenklappenersatz vielleicht etwas anderes. Meine OP war minimalinvasiv, also weniger belastend. Bonn traut sich auch minimalinvasiv an die Aortenklappe. Zu Siegburg weiß ich es nicht konkret, könnte es mir aber vorstellen. Edited February 25 by Sabichan Quote
Christkind Posted February 26 Author Posted February 26 ... Nachbar 😉 Hi Sabine, Danke für die Infos! Ich hatte auch mit einem der Kardiologen im Krankenhaus über die Krankenhaus-Wahl gesprochen und er meinte, Köln, Siegburg und Bonn tun sich wohl nicht viel. Ich war für die Untersuchung in Porz und die überweisen wohl nach Siegburg. Der Oberarzt, der den Herzkatheter gemacht hat, meinte, dass man das minimalinvasiv machen kann; sogar mit Aorta-Reparatur (ich habe ein Aneurysma von 43 mm und das würde man wohl gleich mitmachen). Soweit ich weiß, macht Siegburg das auch. Die neusten Leitlinien von 2025 empfehlen ja auch, eher früher zu operieren. Anscheinend gibt es da mittlerweise mehrere Studien, die das untermauern. Danke für den Tipp mit der Reha; da habe ich mir ehrlich gesagt noch gar keine Gedanken gemacht. Meine Frau meinte nur, man sollte sich früh anmelden, um einen Platz zu bekommen 😉 Grüße Stephan Quote
Sabichan Posted February 26 Posted February 26 Oh, entschuldige bitte, Herr Nachbar. Ich hatte wohl den Namen übersehen Also, ob das Aneurysma mitgemacht wird, würde ich sehr genau vorher abklären. Eine Mitstreiterin hier, Ella, war mit Aortenklappe und Aneurysma (ich meine 48 mm) in Bonn und der dortige Chefarzt hat während der OP entschieden, es nicht zu machen. Sie war und ist nicht glücklich damit. Mit der Wahl Bonn oder Siegburg kannst Du jedenfalls vermutlich nichts falschmachen, beide sind erstklassig! Und wer wann vielleicht einen kardialen Notfall reinbekommt und deshalb verschieben muss, weißt Du auch nie vorher. Das passiert in Bonn auch recht häufig, habe ich früher gehört. Zudem habe ich genört, dass Bonn sehr schnell entlässt, nach ca. fünf Tagen. Das mag Dir entgegenkommen. Ich war ein paar Tage länger im KH (acht Tage insgesamt, was aber auch an der OP an einem Montag und dann schlechten Leberwerten lag) und fand das nicht verkehrt. Die Reha startete sechs Tage später. Das war gut machbar. Ich hatte die Reha für ab Mitte Okoter gegen Ende Juli eingetütet. Das war dann auch reibungslos in meinen gewünschten Slots möglich. Also, eine frühere OP ist definitiv gut, auch wenn ich gut nachvollziehen kann, dass man sich fragt, wozu man das machen lassen sollte, wo es einem doch so gut geht... Bei ir war die hochgradig undichte Mitralklappe ein Zufallsbefund, völlig symptomlos, und ich hatte echt Angst, dass ich nach der OP monatelang genesen muss. Das war aber überhaupt nicht so, es ging super fix! Weil ich eben vorher noch fit war. War damals 49. Liebe Grüße, Sabine Quote
Ella Posted February 26 Posted February 26 Hallo @Christkind Wie Sabine es schon geschrieben hat: ich bin in Bonn im November 24 von Prof Dr Bakthiary operiert worden. Vielleicht hast du ja meine Berichte auch über die Suche schonmal gelesen. Grundsätzlich war ich in Bonn zufrieden und bin auch immernoch der Meinung, dass ich mich richtig entschieden habe. Ich habe eine Bioklappe resilia inspiris 27 mm bekommen im Alter von 50 Jahren. Eigentlich sollte mein Aortenaneurysma - zu der Zeit im CT mit 49 mm gemessen- mit operiert werden - minimalinvasiv mit Minithorakotomie. Erst 3 Tage nach Op habe ich ( aus Zufall) erfahren, dass das Aneurysma nicht mit operiert wurde. Das war ein echter Schock!! Mir wurde jedoch gesagt, dass Prof Dr Bakthiary am morgen der OP nur 45 mm gemessen ( noch zusammen mit dem OP Team in der VorbereitungsBesprechung ) und dann während OP gesehen hat, dass das Gewebe "jungfräulich" aussah. Deshalb hatte er sich entschieden, nach Nutzen-Risiko- Abwägung, es nicht mit zu operieren. Ich denke, er hat medizinisch richtig entschieden. Ich muss allerdings sagen, dass mich das im Nachhinein und auch jetzt noch ziemlich beschäftigt/ belastet. Ich traue mir nicht mehr so viel zu, habe Angst, dass das Aneurysma wächst. Oft bilde ich mir auch Druck und Ziehen in der Brust ein. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Siegburg oder die Bonner dein Aneurysma mit 43 mm operieren. Mir hatte nämlich auch ein Arzt noch dazu gesagt, dass es laut Leitlinien erst ab 50 mm operiert werden könnte (dürfte?)...Wenn sie es vorher operieren würden ohne absolute Indikation und bei der Op etwas schief gehen würde... dann sind sie die Dummen und müssten erklären warum sie das operiert hätten! Du musst auch bedenken, dass du, wenn das Aneurysma mit operiert wird, noch länger an der Herz-Lungen-Maschine bist. Ich war "nur" ca 70 Minuten an der HLM und 45 Minuten Herzstillstand und trotzdem habe ich leichte kognitive Einschränkungen. Auch bin ich leider nicht ganz so fit, wie ich es mir gewünscht hätte. Bin immernoch schnell kurzatmig und auch sehr schnell erschöpft. Allerdings weiß ich nicht, ob es u.a. auch wegen wenig Bewegung und psychische Belastung ist. Und deshalb habe ich nochmal einen Antrag auf Reha gestellt und darf im April für 5 Wochen in den Seehof Teltow zur psychokardiologischen Reha. Ich würde mich wieder für Bonn entscheiden. Auch wenn es dort z.T. echt etwas hektisch/ unkoordiniert läuft. Die ärztliche Behandlung und OP war wirklich sehr gut. Die Stationen so ...naja... Das war z.T. schon nicht so doll. Aber das hat man auch schnell wieder vergessen/ verdrängt. Ach ja, ich wurde Tag 5 nach Op entlassen ( abends um 19 Uhr). Ich hätte noch die Nacht bleiben können...Wollte ich aber nicht mehr. Ich brauchte Ruhe und Schlaf...das war dort schwierig. Aber ich denke im neuen Herzzentrum sieht es auch mit den Stationen und Zimmern jetzt besser aus. Bei Fragen kannst du mich gerne anschreiben oder auch hier im Forum schreiben. LG Elke Quote
Ella Posted February 26 Posted February 26 Ach so: bzgl Op Verschiebung...ich hatte echt Glück! Meine Op wurde nur 1 Tag verschoben ( habe das Abends von der Nachtschwester auch so ganz nebenbei erfahren)... Aber ich habe dort Patienten kennengelernt, die z.T. auch wieder nach Hause geschickt wurden...Oder schon seit paar Tagen auf ihre Op warteten...Das stelle ich mir nervlich sehr belastend vor... Leider wohl in Unikliniken häufig der Fall, weil da täglich Notfälle reinkommen Quote
Christkind Posted March 4 Author Posted March 4 Hi @Ella, Danke für Deine Nachricht. Ist ja wirklich interessant mit dem Aneurysma, aber würde ich mich auch auf die Experise der Ärzte verlassen. Mit dem Aneurysma bin ich bei mir auch mal gespannt. Mein "alter" Kardiologe meinte, dass man das nicht mit operiert wird; der Oberarzt im Krankenhaus meinte, er denkt schon. Wenn das mit dem Verschieben auch in Unikliniken oft passiert, dann ist das ja wirklich kein ausschlaggebendes Argument .. Mein Nachbar wurde auch von Dr. Bakthiary (damals noch in Siegburg) operiert. Er scheint ja einer der besten Herzchirugen in Deutschland zu sein und ich würde mich auch gerne von ihm operieren lassen, bin aber "nur" gesetzlich versichert und er operiert wohl nur Privatpatienten. Weiß jemand, ob man da auch als gesetzlich Versicherter eine Chance hat? Ich würde auch zur Not die Mehrkosten selbst übernehmen (wobei ich gar nicht weiß, ob das geht). @SabichanMal hören, welches Krankenhaus mein neuer Kardiologe empfiehlt; er kommt ja aus der Region. Mein alter Kardiologe meinte, er hätte in letzter Zeit nicht mehr so gute Dinge über Siegburg gehört. Bonn hat ja einige Leute von Siegburg abgeworben .. Liebe Grüße Stephan Quote
Ella Posted March 4 Posted March 4 @Christkind ich bin auch gesetzlich versichert und habe noch nichtmal eine private Krankenversicherung...und Dr. Bakhtiary hat mich operiert. Da musste ich nichts zu bezahlen. Soweit ich weiß, operiert er hauptsächlich die Patienten, die mit Minithorakotomie operiert werden können. Da diese Op wohl etwas komplizierter für den Operateur ist. Wenn sowieso klar ist, dass offen operiert wird, also komplett Sternotomie, machen das auch seine Oberärzte. Ich habe von Anfang an gefragt/ gesagt, dass ich, wenn möglich, die Minithorakotomie bevorzuge und ob mich dann Prof. Dr. Bakhtiary operieren könnte. Ich war 2 oder 3 mal vorher dort zu Gesprächen mit den Assistenz/ Oberärzten. Ob mittlerweile seine Oberärzte auch mit Minithorakotomie operieren weiß ich nicht. Quote
Sabichan Posted March 4 Posted March 4 Hallo Stephan, mich hat in Siegburg auch der Chefarzt operiert, sogar ohne, dass ich je darum gebeten hätte. Es kann allerdings sein, dass es an der Verschiebung auf einen Brückentag lag. Ursprünglich wollte wohl der Stellvertreter operieren. Der hat dann nämlich die Verschiebung veranlasst. Erst nur auf einen Tag später, aber dann kam der Chefarzt persönlich und meinte, er wolle auf Nummer sicher gehen und es lieber noch von Freitag auf Montag (vor dem 03.10.) schieben und würde es dann selbst machen. Vielleicht hatte der andere Urlaub? Ich weiß es nicht. In meinem Implantatpass (nur ein Klappenring, keine ganze Klappe) steht jedenfalls der Chef drin als Operateur. Gesehen habe ich ihn danach nicht mehr. Ich glaube, dass auch Siegburg immer noch ein gutes Team ist, es kann aber sein, dass sich die Stimmung verändert hat. Und es sind definitiv auch Leute mit Prof. Dr. Bakhtiary mitgegangen. Er ist schon eine Hausnummer! Du kannst ja auch Videos zu seinen OPs schauen. Die weiteren Umstände sind sicher im brandneuen Herzzentrum auch nicht zu verachten. Quote
Christkind Posted March 10 Author Posted March 10 @Ella Der Oberarzt in Porz meinte, dass man bei mir wohl auch minimalinvasiv operieren wird/kann. Meine Kardiologin hat sich übrigens immer noch nicht gemeldet. Die Untersuchungen sind jetzt schon 5 Wochen her und im Bericht wird ganz klar eine OP empfohlen. Finde ich schon etwas schräg ... und bin froh, dass ich letztes Jahr den Termin bei dem neuen Kardiologen gemacht habe. Sonst wäre ich glaub ich jetzt echt etwas beunruhigt; ist ja nicht so, dass man von heute auf morgen einen neuen Termin bekommt. Habe in einem anderen Thread von Dir gelesen, dass man aber wohl auch mit einer Überweisung vom Hausarzt in die Klinik kann. Ich warte jetzt mal ab, was der neue Kardiologe sagt und wenn er auch die OP empfiehlt, dann soll er mich für die OP überweisen. Quote
Ella Posted March 10 Posted March 10 @Christkind ja, die Einweisung zur Op zB. habe ich von meiner Hausarztpraxis und die Überweisung zur Nachuntersuchung auch. War überhaupt kein Problem. Wann hast du deinen Termin bei dem anderen Kardiologen? Alles Gute für dich und halten uns mal auf dem Laufenden! Quote
Christkind Posted March 10 Author Posted March 10 vor 1 Stunde schrieb Ella: @Christkind ja, die Einweisung zur Op zB. habe ich von meiner Hausarztpraxis und die Überweisung zur Nachuntersuchung auch. War überhaupt kein Problem. Wann hast du deinen Termin bei dem anderen Kardiologen? Alles Gute für dich und halten uns mal auf dem Laufenden! Dankeschön 🙂 Der Termin bei meinem neuen Kardiologen in Sankt Augustin ist am 20.04. Quote
Christkind Posted April 13 Author Posted April 13 Hallo Ihr Lieben, eine Frage in die Runde: Ich lese öfters, dass Ihr Eure Unterlagen an Herzkliniken geschickt und um eine Einschätzung gebeten habt. Wie muss ich mir das vorstellen; schickt man einfach eine Mail mit dem Befund an das Krankenhaus und bittet um eine Einschätzung oder einen Gesprächstermin? Brauch man dazu eine Überweisung vom Kardiologen? Danke und viele Grüße Stephan Quote
Ralfie Posted April 13 Posted April 13 Hallo Stefan Ich hatte meinen Befund von der ukb Bonn. Die hatten mir auch einen Termin zur OP vorgeschlagen. Daraufhin hatte ich mit dem Sekretariat in Bad Oeynhausen telefoniert und daraufhin denen eine Kopie meiner Befunde zugeschickt. Diese wurden in Bad Oeynhausen bei den dort regelmässig stattfindenden Terminen bewertet und mir wurde auch von Bad Oeynhausen eine zeitnahe OP empfohlen. Grüsse Ralf Quote
AnneS Posted April 13 Posted April 13 In der Regel reicht ein Überweisungsschein vom Hausarzt. In Berlin war es ein eigenständiges MVZ im Herzzentrum, da konnte ich immer einfach so hin gehen. Normal wollen die eh erstmal alles noch mal checken. Blut, EKG, Echo. Einfach mal anrufen und fragen, was die wünschen. Quote
Christkind Posted April 21 Author Posted April 21 (edited) Danke für Eure Tipps... 🙂 Ich war jetzt bei dem neuen Kardiologen und er hat mich auch nochmal untersucht und auch zur OP geraten. Ist halt in meinem Fall (hochgradige Stenose und keine Symptome) eine Sache von Wahrscheinlichkeiten. Bei der OP hat man ein (bei mir wohl recht kleines) einmaliges Risiko, dass was schief geht und wenn man abwartet besteht die (auch kleine) Gefahr des plötzlichen Herztods. Das addiert sich dann aber, je länger man wartet und wenn es irgendwann mit Symptomen losgeht, dann geht man mit einer schlechteren Ausgangs-Gesundheit in die OP und hat ein dementsprechend höhere Risiko für die OP. Er ist jetzt der 5. Kardiologe, der mir zu einer OP rät und dann mache ich das jetzt auch. Er hat mir Bonn empfohlen und mich auch gleich angemeldet. Die haben sich auch schon gemeldet und wollten noch Unterlagen haben und der OP-Termin ist dann wahrscheinlich im Juni. Bin mal gespannt, wie das dann alles so abläuft .... Vom Ablauf her ist es wohl so, dass man einen ausführlichen Brief bekommt, mit allen Informationen und dann einen Tag vor der OP zur Voruntersuchung ins Krankenhaus geht und dann am nächsten Tag operiert wird. An dem Vorbereitungstag wird auch ein CT gemacht und dann entschieden, ob eine minimalinvasive OP möglich ist. Hätte gedacht, dass es vorher (also nicht einen Tag vor der OP) eine Art Vorbesprechung gibt, aber auf der anderen Seite, was will man da groß besprechen; ist ja eigentlich alles klar und für die Ärzte ist das halt eine Routine-OP, vor allem in einem High-Volume Herzzentrum wie die Uni-Klinik Bonn. Edited April 21 by Christkind Quote
eva63 Posted April 22 Posted April 22 @Christkind Hallo Stephan, mein Ablauf vor der OP war genau so wie du es beschreibst, Aufnahme, zahlreiche Voruntersuchungen und dank passendem CT Ergebnis ein minimalinvasiver Aortenklappen Ersatz am nächsten Tag. Aneurysma lag bei mir nicht vor. Meine Werte die Klappe betreffend und das Alter waren sozusagen identisch mit deinen. Ich hatte seit 2008 Kenntnis und im letzten Jahr vor der OP zunehmend Symptome (Kurzatmigkeit). Übermorgen habe ich grossen Check Up beim Kardiologen und meinen 2. Klappengeburtstag. Die OP habe ich seinerzeit sehr gut überstanden, bin Spätvormittag geholt worden und war am nächsten Vormittag wieder auf Normalstation. Ich war damals froh, dass mein Termin vorverlegt wurde und hatte dank dem Forum kaum noch Angst vor dem Eingriff. Alles Gute für dich. Liebe Grüße, Eva Quote
Christkind Posted April 23 Author Posted April 23 Hallo @eva63, vielen lieben Dank! Ich hoffe, das läuft bei mir auch so reibungslsos, wie bei Dir. Müsse eigentlich; der Kardiologe meinte, wenn er auf dem Ultraschallbild die verkalkte Klappe "wegblendet", dann sieht mein Herz total gesund aus (und deswegen habe ich wohl bisher auch noch keine Symptome) und er geht auf mal davon aus, dass ich die OP gut wegstecken werde. Mal schauen ... Ich drück Dir die Daumen, dass bei der Untersuchung morgen alles ok ist 🙂 Liebe Grüße, Stephan Quote
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