Christkind Posted November 24, 2025 Posted November 24, 2025 Hallo Ihr Lieben, bei mir steht wohl in den nächsten (wenigen) Jahren dann doch auch die OP an und ich fange an, mich so langsam über die verschiedenen OP-Optionen genauer zu informieren. Dabei bin ich über folgende Langzeit-Studie aus Stuttgart gestoßen, die der Ross-OP sehr gute Ergebnisse bescheinigt: https://www.aerzteblatt.de/archiv/ross-operation-bei-jungen-patientinnen-und-patienten-027ec641-e74f-4b73-b196-5ab040ca5943 Ich werde nächsten Monat 59 Jahre alt und werde wahrscheinlich bis zur OP nicht mehr zum empfohlenen Patientenkreis (was das Alter angeht) für eine Ross-Op gehören. Wenn man googelt findet man i.d.R. eine Altersgrenze von max. 60 Jahren; meist sogar nur 55. Meine Frage ist, weiß jemand, wieso ab dieser Altersgrenze die Ross-Op nicht mehr empfohlen wird? So richtig fündig bin ich zu dieser Frage nicht geworden .. Besten Dank und liebe Grüße Stephan Quote
lucky boy Posted November 25, 2025 Posted November 25, 2025 Hallo Stephan, das liegt im Wesentlichen an einer Abwägung von Risiko und Nutzen. Hier die Kurzfassung, warum Chirurgen ab ca. 55–60 Jahren meist abwinken: Doppeltes OP-Risiko: Bei der Ross-OP werden zwei Klappen operiert (Aorten- und Pulmonalklappe). Das ist ein riesiger, langer Eingriff. Ab 60 steigt das Risiko für Komplikationen dabei unverhältnismäßig stark an. Gewebe-Qualität: Die eigene Pulmonalklappe verliert im Alter an Elastizität. Es ist unsicher, ob sie den hohen Druck auf der Aorten-Seite dann noch dauerhaft aushält. Gute Alternativen: Moderne biologische Klappen halten inzwischen sehr lange. Sollten diese im hohen Alter doch mal versagen, kann man heute oft schonend per Katheter (TAVI) nachbessern. Der "Preis" der schweren Ross-OP lohnt sich daher medizinisch meist nicht mehr. Hoffe, das hilft dir bei der Einordnung! Viele Grüße Lucky Boy Quote
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