honeymonster84 Posted September 9, 2025 Posted September 9, 2025 Ich habe einen Mitralklappenprolaps beider Segel mit Verdickung der Klappensegel mit häufigen ventrikulären Extrasystolen und nicht-anhaltenden ventrikulären Tachykardien zwischen 100-140 und 1x die Woche über 180. Ich denke über eine Schwangerschaft nach, mit unserem letzten IVF Embryo bevor es zu spät ist (geriatric Mum mit 41). Eine Radiofrequency Katheterablation war nicht erfolgreich, und unter Metoprolol geht es mir sehr schlecht, es scheint meine Extrasystolen zu erhöhen und meine Herzfrequenz und Blutdruck sind noch weiter in den Keller gegangen . Meine Mitralinsuffizienz ist mittelschwer. Gibt es einen Herzchirurgen, der unter diesen Bedingungen meine Mitralklappe reparieren würde? Laut Untersuchung habe ich weder eine Mitral-Annulus-Disjunction noch Narbenbildung. oder Pulsed field ablation? Ich habe den Eindruck die NSVT episoden sind häufiger geworden nach Ablation, auch wenn die Intensität der Extrasystolen weniger geworden ist (kann besser schlafen). Ich bin bereit das Risiko der OP einzugehen, da auch die PFA wohl ihre Risiken birgt und ich nicht Jahrzehnte lang mit starken Nebenwirkungen der Medikamente leben will. Danke Quote
AnneS Posted September 9, 2025 Posted September 9, 2025 Hallöchen! Ist es sicher, dass das Ganze nicht von der Klappe kommt? Finde es irgendwie komisch, dass es dir wirklich nicht gut geht und nichts gemacht wird. Das was du schreibst erinnert mich sehr an mich. Bei mir war die Aortenklappe betroffen. Über die Jahre haben sich dann Rhythmusstörungen mit eingeschlichen, bis hin zu einer Linksherzinsuffizienz. Von einer Schwangerschaft wurde abgeraten. Nach der OP ging es stetig Berg auf und letztes Jahr habe ich einen gesunden Jungen entbunden. Es gibt von der European Society of Cardiology Leitlinien zum Thema Schwangerschaft bei Herzpatienten. Einfach mal googlen (die ausführliche Version ist auf Englisch, eine kleine Variante auf Deutsch online). Zum Thema Pulse Field Ablation fällt mir Dr. Parwani in Berlin am Herzzentrum ein. Wenn du noch Fragen hast, melde dich gerne. LG Anne Quote
honeymonster84 Posted September 15, 2025 Author Posted September 15, 2025 Liebe Anne, Ich danke Dir für Deine Antwort und freue mich riesig, dass Du die OP geht überstanden hast und nach so einem schweren Weg Dein Kind in den Armen halten kannst ! Das ist eine sehr gute Rückfrage, ja, laut letztem Ablationsreport sind die Pap Muskeln die Hauptquelle, so wie ich das verstanden habe. Auf dem letzten Echo konnte ich regelrecht sehen, wie die Fäden durch die flatteriegen Segel an der Herzwand gezogen haben ! Ich bin wohl in der 'Grauzone' da ich nicht klar in die Leitlinien zur MVP Reparatur falle. Danke auch für die Empfehlung für Herzzentrum Berlin, da warte ich jetzt auch auf Rückmeldung. Ich lebe im Ausland und versuche, einen Termin in Deutschland zu organisieren, dort scheint man Einiges voraus zu sein. Das ist aber nicht so leicht wenn man einen Kardiologen hat der jetzt einen 'wait and see' approach angenommen hat, während ich mich so richtig bescheiden fühle. Ich warte immer noch auf seine Rückmeldung - seitdem hatte ich eine kleine OP mit Spinalblock, meine HR war 25 und Blutdruck 86/45 hinter her 😮 auf 12.5mg metoprolol am Morgen und 25mg den Tag vorher. Da habe ich beta blocker eigenhändig komplett abgesetzt, da sie die Sache noch verschlimmert haben. Bin frustriert, dass dies nicht ernster genommen wird, und vermute, dass ich so nicht in die 'normale Risikogruppe' passe/nicht viel erforschte Subgruppe/zum Teil das wieder mal auf die Psyche geschoben wird (das Los einer Frau?)- Stress ha aber anxiety habe ich nicht. Ich habe schon so viel durch gestanden da schaffe ich dies auch noch- das ewige Pushen für Antworten kostet auf jeden Fall sehr viel Energie die ohnehin sehr klein ist. Danke noch Mal für die Anwort und ich würde mich freuen, noch von anderen zu hören Antje Quote
AnneS Posted September 15, 2025 Posted September 15, 2025 Wenn der Betablocker so reingehauen hat, kann ich verstehen, dass du ihn abgesetzt hast. Ich kann es einerseits verstehen, dass man eine OP so lange wie möglich rausziehen will, andererseits hast du ja Symptome. Das war bei mir damals das Ding. Laut (meinem alten) Kardiologen war alles ok und die Symptome wurden nicht ernst genommen. Daraufhin bin ich ins Herzzentrum. Darf ich fragen, ob du hormonelle Probleme hast? Wir haben lange nach der Ursache meiner Rhythmusstörungen gesucht und nachdem immer und immer wieder was neues dazu kam wurde ich am Ende auf Ivabradin eingestellt. Hat geklappt aber konnte ich während der Schwangerschaft nicht nehmen. Die Störungen sind mittlerweile verflogen und meine Gyn meinte, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass aufgrund der hormonellen Dysbalance durch mein PCOS das Ganze ausgelöst wurde. Ich nehme jetzt ein Hormonpräparat was recht gut unterstützt. Quote
Sabichan Posted September 15, 2025 Posted September 15, 2025 Hallo Antje, willkommen hier. Die Mitralklappenrekonstruktion habe ich hinter mir, die war gut zu überstehen. Allerdings hatte ich vorher keinerlei Rhythmusprobleme, so dass ich nichts dazu sagen kann, wie diese sich verbessern könnten. Ich hatte vorher überhaupt keine Symptome, es war ein Zufallsbefund und ich wurde gleich bei meinem ersten Besuch bei einer Kardiologin damit konfrontiert, dass die hochgradig undichte Klappe gemacht werden muss. Mir geht es hinterher genauso wie vorher - fit und gut eben. Nur ist die Klappe jetzt dicht und mein Herz macht seine Arbeit wunderbar. Gerade heute war ich bei der Kontrolle. Der Spuk ist jetzt zwei Jahre her und ich merke schon lange gar nichts mehr davon. Informiere Dich gerne einmal bei diversen Kliniken. Meine ist eher klein, aber auch sehr zu empfehlen: Herzzentrum Siegburg oder etwas größer Uniklinik Bonn. Die haben sehr gute Herzchirurgen für Mitralklappenrekonstruktionen! Für mich persönlich war die OP überhaupt nicht schrecklich und ich war schnell erholt. Ich habe aber das Gefühl, dass das in der Form nicht die Regel ist, vor allem, wenn vorher schon Symptome da sind. Ich möchte da auch niemanden enttäuschen. In meiner Klinik in Siegburg hatten sie jedenfalls gesagt, dass man ab mittelgradiger Insuffizienz über die OP nachdenken darf. Es wird von selbst ja nicht besser und schädigt auf lange Sicht das Herz. Nun hast Du schon Rhythmusstörungen. Lass Dich mal informieren, wie diese durch die OP beeinflusst werden können. Mein Vater hatte die OP auch und brauchte hinterher ein paar Ablationen, die aber auch nicht dauerhaft geholfen haben. Also haben sie es irgendwann gelassen. Liebe Grüße, Sabine Quote
Recommended Posts
Join the conversation
You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.