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Klinik?


jm01

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Hallo,

 

ich konnte der Operation ja nun 6 Jahre ausweichen, doch vor einigen Tagen doch der Befund, das ich jetzt an der OP-Grenze für ein Aortenaneurysma der Aorta Ascendens bin und mit die OP empfohlen wurde. Ich hatte ja vor einigen Jahren die OP im Albertinen ins Auge gefasst (die hatten mich nach Hause geschickt, wegen keine OP-Indikationen). Prof. Dr. Riess ist ja nicht mehr am Albertinen. Deswegen gucke ich mich dann doch noch mal neu um. 

Was sind denn gerade in Norddeutschland die empfehlenswerten Kliniken, mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt? Gibt es eigentlich noch eine andere Klinik als Heidelberg, die PEARS in Deutschland macht?

Gruesse
 jm01

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Hallo Jm01,

habe gerade gelesen das du vom Hamburger Albertinen Krankenhaus schreibst. Bin dort Juni 2023 von Oberarzt Herrn Silva operiert worden, biologische Aortenklappe, 15 Jahre nach Feststellung war die OP dann notwendig. Schade das der Professor Riess nicht mehr da ist, der kam einmal ohne Visite bei mir als Kassenpatient vorbei um sich nach meinem Befinden zu erkundigen, zwei weitere Oberärzte die nicht operiert hatten, schauten auch vorbei ohne Visite und mit dem Oberarzt Herrn Silva hab ich mich auch nochmal nach OP im Albertinen getroffen, mein Brustbein heilte erst nach einem Jahr, ohne Abrechnung über Versicherten Karte, als guter Service nach der OP, hatte dann auch zweimal telefonischen Kontakt, also man kümmert sich super um die Patienten. Mein Kardiologe der dort auch mal Herzkatheter Untersuchungen macht, hat sofort gesagt, nur das Albertinen kommt in Frage, ich war super zufrieden.Am 8 Tag schon zur Reha direkt vom Krankenhaus. UKE soll es noch machen und Asklepios in Hamburg glaube ich auch.Ich wünsche dir alles Gute.Grüße Michael 

 

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Moin also ich wahr in der Uniklinik in Lübeck im Herzzentrum wo mir im Januar eine künstliche Herzklappe und eine aortenprothese eingesetzt wurde, zu den Ärzten kann ich nix negatives sagen auch zum Pflegepersonal nix negatives. Die OP verlief gut sonst würde ich hier ja nicht schreiben 😉 im großen und ganzen fühlte ich mich gut aufgehoben. Würde ich wieder dort Operieren lassen ein ganz klares ja .

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Nun, dann will ich aber auch noch das UKE erwähnen:

Deutsches Aortenzentrum Hamburg

Dort werden sämtliche Aortenpathologien mit entsprechender Expertise behandelt.  Ich werde dort wegen eines ausgedehnten thorakoabdominalen AA behandelt, und zwar im gefäßmedizinischen Zweig. Letztes Jahr wurde ich mehr oder weniger notfallmäßig aus dem Stand heraus mit zwei thorakalen Aortenstents versorgt, wobei gleich ein Ansatzstück für die erforderliche abdominale OP gefertigt wurde.

Kaum hatte ich auf Intensiv die Augen auf kamen wahre Heerscharen an Ärzten vorbeimarschiert, um mir freudestrahlend zu erzählen, wie gut die OP verlaufen sei und in welch gutem Gesundheitszustand ich doch sei. Am Schluss kam der Operateur, den ich bis dato noch nicht kannte. Ich bin dort nun Dauerpatientin, muss mich jährlich zur Kontrolle melden. Im Januar war auch alles bestens - kein Endoleak, keine Wanderung.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass der thorakale Teil der Aortenmedizin dort qualitativ abfallen würde. Im Klinikradar wird das UKE an zweiter Stelle nach der Charite´ aufgeführt. Zumindest die Sprechstunde kann man dort immer wahrnehmen.

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Mein Vater war nur 3x im UKE, nacheinander die Aortenklappe, die Mitralklappe und die Trikuspidalklappe wurden per Katheter "interventionell behandelt", so nennen es die Kardiologen. Ich nenne es Operation. 

Ich kann nur Gutes berichten, man ist dort in besten Händen. 

  • 1 month later...
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Ich habe mich am Ende dann doch fürs Albertinenkrankenhaus in Hamburg für mein Ao Asc Ersatz entschieden. Auf Empfehlung meines Kardiologen. Für mich mehr  so eine Bauchsache. Genauso wie ich mich entschieden habe, das ganze jetzt mit Geschwindigkeit durchzuziehen und das nicht noch künstlich auf die lange Bank zu schieben .... Ich will endlich dieses Damoklesschwert überm Kopf weg haben. Trotzdem sind die Sorgen und die Angst da. Und es ist doof sich nicht konzentrieren zu können bei der Arbeit. Ich will nach sechs Jahren Schwert endlich wieder mich selbst zurück haben. Ende des Monats ist es soweit. 

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Ich drücke dir ganz fest die Daumen 🤞 du packst das und kannst dich danach endlich wieder entspannen 

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Gerade auf die normale Operationsindikation gehüpft ....

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vor 15 Stunden schrieb Bastian75:

Ich drücke dir ganz fest die Daumen 🤞 du packst das und kannst dich danach endlich wieder entspannen 

Danke! :)

  • 1 month later...
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Koronare 1-Gefäßerkrankung

- 50%ige med. LAD-Stenose

Aortenklappeninsuffizienz (angiographisch III° von IV)

Aortenwurzelaneurysma (max. 47mm)
 

Wer kann mir helfen in Hamburg das richtige Klinikum zu finden, die richtige Ahnung habe?

Posted (edited)

Hallo Harald,
 

zu welcher Klinik hat Dir denn dein Kardiologe geraten? Die haben immer ihre Präferenzen auf Basis ihrer Erfahrungen. Meine Entscheidung war am Ende doch ein wenig von seinen Anmerkungen gelenkt, weil ich meinem Kardiologen auch vertraue. Ich habe aber auch ziemliches Glück, das ich bei diesem Kardiologen gelandet bin (war eine Empfehlung meines Hausarztes). Ich bin ja, wie Du oben  im Thread lesen kannst, im Albertinenkrankenhaus gewesen.

Meines Wissens gibt es vier Krankenhäuser die da mit hohen Fallzahlen mitspielen:
- Albertinen

- Asklepios St. Georg

- Asklepios Harburg

- UKE

 

Albertinen und St. Georg spielen in einer Fallzahlkategorie. Das in Harburg hat etwas weniger und gerade den Chefarzt (und anscheinend auch noch ein paar andere Leute) ans Albertinen verloren, nach dem Prof. Dr. Ries als Chefarzt des Albertinen in Rente gegangen ist und jetzt anscheinend in Privatpraxis am UKE operiert. Ich weiss nichts über die Nachfolge in Harburg, weil das aus logistischen Gründen für mich schon nicht in Frage kam. Das UKE ist natürlich noch mal eine eigene Kategorie bei den Fallzahlen. Guckst Du hier https://www.hamburger-krankenhausspiegel.de/qualitaetsergebnisse-a-z/herz-chirurgie

Ich denke die Sterblichkeit/Schlaganfallsrisiken muss man mit etwas Salz geniessen. Das wird mehr oder weniger auch im Text geschrieben: Man traut sich da in diesen Kliniken in Hamburg auch an Patienten mit höherem Sterblichkeitsrisiko ran, für die anderswo die Ausstattung oder auch die passenden Ärzte fehlen. Sowas hat natürlich statistische Auswirkungen.

Ich bin bisher zufrieden mit dem Operationsergebnis des Albertinen. Bei mir war es eine Entscheidung zwischen UKE und Albertinen. Über Harburg wusste ich allerdings auch nur, das es den Chefarztwechsel gab, das St. Georg  war irgendwie nie in Diskussion.

Wenn Du aus Hamburg kommst: Ich würde das HGZ in Bad Bevensen vielleicht auch noch mit in die Überlegungen einbeziehen. Das kann man nötigenfalls wenn man selber nicht mit Kfz mobil ist, sogar ganz gut mit dem Zug erreichen (ich hege die Vermutung, das der IC Halt Bad Bevensen nur existiert, um die beiden grossen Reha-Kliniken  zu anzubinden). Das HGZ hat einen sehr guten Ruf und hat direkt nebenan die Reha-Klinik für die Anschlussheilbehandlung). Hat auch seine Vorteile. Allerdings ist es eben eine Spezialklinik für Herz- und Gefässchirurgie.  Die hat sicherlich nicht so den Rückgriff auf andere Abteilungen wie ein UKE oder auch ein Albertinen. Mein Kardiologe arbeitet auch mit denen zusammen und hat anscheinend gute Erfahrungen. 

Auf der anderen Seite: Für diese für die meisten "once in a lifetime" respektive "alle 10 Jahre" Grossbaustellen nehmen manche auch Reisen in Kauf und dehnen den Fokus bei der Suche auf ganz Deutschland aus. 

Am wichtigsten aber: Es gibt an diesen Krankenhäusern Ambulanzsprechstunden (vom UKE und vom Albertinen weiss ich es, bei den anderen beiden gehe ich jetzt einfach mal davon aus, das sie es genauso halten). Sprich mit den Ärzten. Nur so kannst Du Vertrauen zur Klinik, zu den Ärzten, zum Operateur aufbauen, und das ist letztlich entscheidend, nicht das was man irgendwo  liest.

Der Mensch ist ein komisches Wesen und am Ende entscheiden wir nicht völlig rational, so sehr wir auch unseren Entscheidungen manchmal die Fassade des Rationalen überstreifen. Gerade bei solch grossen Entscheidungen. Ging mir genauso. Ich habe dem Albertinen einen Vertrauensvorschuss gegeben wegen einem Arzt, der der zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr dort arbeitete. Ich bin einfach davon ausgegangen, das er ein hervorragendes Team hinterlassen hat.  Ich war durch meine Krankheit über Jahre mit diesen in Kontakt und hatte am Ende bei der Entscheidung eins: Ein gutes Gefühl bei der Sache. Und das ist mit purer Rationalität oder Daten  nicht notwendigerweise zu erklaeren.

Grüsse 

 jm01

Edited by jm01

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