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Plötzlich unters Messer? Bikuspide Aortenklappe verkalkt: Mittelschwere bis schwere Stenose. Aortenaneurysma?


Urlauber

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Hallo zusammen,


ich (m, >50J.) wende mich hier an Euch, da ich auf meinem bisherigen Weg dieses Forum als Leser sehr zu schätzen gelernt habe. Jetzt komme ich allerdings nicht mehr weiter und drehe langsam ein wenig durch.


Ich versuche eine kurze Zusammenfassung: Nachdem ich eigentlich ein Routine-Checkup bei meiner Ärztin hatte, bin ich ein halbes Jahr später nach Termin bei der Kardiologin mit einer bikuspiden Aortenklappe und einer mittelschweren Stenose wg. Verkalkung zur weiteren Abklärung in der Klinik gelandet. Blutdruck war bei der Kardiologin 120 zu 80 beidseitig. So wie ich es kenne.

3 Wochen später in der Klinik habe ich nach der Untersuchung plötzlich eine beginnend schwere Stenose, unerklärliche Blutdruckwerte (107 zu 77 links bei 146 zu 77 rechts), angeblich klage ich über Apnoe-Beschwerden und habe ein Aortenaneurysma (40mm). Anfang August (also wieder 2-3 Wochen später) soll jetzt eine Linksherzkathederuntersuchung und ein Herz-CT gemacht werden. Außerdem soll ich mich schonmal beim Zahnarzt vorstellen wegen Zahnsanierung. Man könne eine OP nur Ddurchführen, wenn da alles in Ordnung sei. 

 

Mir gehts seitdem beschissen. Einmal, weil ich ja vielleicht wirklich einen Aortenersatz/Klappenersatz brauche. Zum anderen werde ich aber das Gefühl nicht los, kranker gemacht zu werden, als ich bin. Damit man mich operieren kann.

Echte Aufklärung zum Thema habe ich bislang nur über das Internet bekommen. Die Werte der Untersuchungen klaffen ziemlich auseinander.

 

Mein Plan war: Ich möchte jetzt eigentlich erstmal wissen, wie der Prozess voranschreitet bevor ich mich auf Kathederuntersuchungen und OP konkret einlasse. Eigentlich gings mir vor kurzem doch noch ganz gut 🙂

Die Klinik scheint das ganz anders zu sehen. Bislang war dort aber alles Husch, husch. Die Kathederuntersuchung war so nicht "abgesprochen" und ohne wollen sie mir nichts sagen ... Könne man nicht abschließend beurteilen. Ich habe hier auch nur einen vorläufigen Arztbrief. Der "darf" der Kardiologin angeblich so (noch) nicht übermittelt werden.

 

Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und / oder hat einen guten Tipp, wie ich aus dieser Situation raus und in ein geregeltes, gut betreutes Fahrwasser kommten könnte? Würdet ihr eine Kathederuntersuchung "einfach machen lassen" um mal zu sehen, was es bringt?

 

Liebe Grüße🙂🖖

Chris
 

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Hallo Chris @Urlauber,

Herzlich willkommen hier im Forum!

Einige von uns hier haben ebenfalls recht "interessante" Erfahrungen machen dürfen, wie Du sicher noch mitbekommen wirst. Ich selbst habe meine hier geschildert: https://www.die-herzklappe.de/forums/index.php?/topic/11089-von-der-diagnose-bis-zur-op-alle-möglichen-aspekte-und-hürden/

Ich kann mir gut vorstellen, dass Du da grade gar nicht weißt, was Du glauben sollst! In welcher Klinik warst Du denn und warum, wenn es Dir doch einigermaßen gut ging? Hast Du über Atemnot geklagt oder warum redet man von Dyspnoe?

Hast Du einen guten Hausarzt, mit dem Du reden kannst? Dann könntest Du Dir eine neue Überweisung geben lassen und Dir eine oder zwei weitere Meinungen einholen können. Natürlich hat man lange Wartezeiten bei neuen Kardiologen, aber wenn Dein Hausarzt sich in Deine Situation versetzen kann, wird er Dir vielleicht einen Hausarztvermittlungstermin arrangieren (hat mein neuer Hausarzt vor zwei Jahren für mich gemacht) oder zumindest einen Code für 116117 geben. Wichtig ist, dass Du ein gutes Gefühl hast, denn eine solche Herzgeschichte und OP ist ja keine Bagatelle, ganz im Gegenteil. Da lässt man sich nicht mal eben so einfach rein"pressen" ohne guten Grund.

Und wenn die Werte tatsächlich so schlecht sind, dass man einer OP nicht mehr aus dem Weg gehen kann (für mich war die Diagnose damals ein unerwarteter Schock, allerdings hatte ich schon deutliche Symptome und es war eher umgekehrt - der erste Kardiologe wollte noch ein halbes Jahr warten und beobachten, als meine statistische durchschnittliche Lebenserwartung grade noch 2 Jahre betrug!!!), ist es ebenfalls ganz wichtig, sich zu informieren, welche OP-Methode den meisten Sinn macht.
Dabei ist es auch wichtig, einen richtig guten Operateur zu finden und eine Klinik, die einen guten Ruf und viel Erfahrung mit der entsprechenden Methode hat.

Lass Dich nicht abwimmeln, überrumpeln oder ins Bockshorn jagen, versuch, aus Deinem Stressmodus rauszukommen und das Ganze überlegt und systematisch anzugehen. Eine gute körperliche und psychische Verfassung ist so wichtig für die OP und die Genesung danach, aber erst muss ja mal gründlich abgeklärt werden, ob die OP denn jetzt schon erforderlich ist oder nicht. Wenn Du den Eindruck hast, dass da nicht mit offenen Karten gespielt wird, such Dir am besten eine Alternative, so lange, bis Du ein gutes Gefühl hast! So, das war mein Senf dazu...

Ich wünsche Dir von Herzen gute und weise Entscheidungen und Vorgehensweisen, in der Ruhe liegt die Kraft :-)

Alles Gute,

LG MajaD.



 

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Hallo MajaD.

 

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Das hat schonmal sehr gut getan. 🙂

 

Der Anlass für das Ganze waren die Herzgeräusche, die meine Hausärztin "entdeckt" hatte.

Und das Gefühl, dass nach Corona immer mal wieder Phasen waren, in denen ich nicht so leistungsfähig war. Das fühlte sich an wie Rückfälle. Da kam ich dann auch wirklich mal die Treppe nicht ohne Pause hoch. Das war aber nach ein, zwei Tagen wieder weg. Ich hatte auch beim Laufen mal Rückenschmerzen (Jetzt denke ich: HERZ???), Ist aber auch die letzten Male nicht mehr aufgetreten.

 

Dann war ich bis letztes Jahr noch Raucher und ich habe gemerkt, dass ich die Zigaretten nicht mehr vertrage. Der Körper hat mit Muskelverkrampfungen im Bauchbereich reagiert ... so würde ich das mal beschreiben. Auf Teneriffa habe ich Rauchen "gut" vertragen. Muss irgendwas mit Stress und Sauerstoff zu tun haben. Bin seit Ende Februar jetzt endgültig Clean. Das hats schonmal gebracht. Dieses Symptom würde ich am ehesten dem Herz zuschreiben.

 

Auch wenn die Beschwerden dann weg waren: insgesamt hat mich das dazu bewogen, endlich mal einen Checkup machen zu lassen. Vor allem weil ich Magen-Darm-Mäßig seit meiner Nieren-OP noch weitere komische Effekte habe. Die VErdauung kommt ohne Bewegung wie Joggen nicht wirklich gut in die Gänge. Ich dachte: Es kann ja nicht schaden, sich mal durchchecken zu lassen. Ans Herz hatte ich dabei ehrlich gesagt nicht wirklich gedacht.

 

Tatsächlich habe ich in diesem Frühjahr im Vergleich zu den Vorjahren aber eine außergewöhnlich gute Kondition entwickelt und fahre unseren Hausberg mit dem normalen Fahrrad im Sitzen hoch. Das ging letztes Jahr so locker noch nicht. Nachdem ich anfangs im Mai noch manchmal Probleme hatte beim Sprinten (ich mache beim Joggen häufig einen Sprint von ca. 60 m um den Puls für Kurze Zeit an die Trainingsgrenze zu bringen) hat sich das in den letzten Wochen gelegt. Ich habe wieder Spaß , auch am auspowern. Pulsregulierung war immer optimal, solange ich nicht über 155 Puls gegangen bin. (Was ich natürlich vermeide, insbesondere jetzt, nach der Diagnose).

Tatsache ist: Diese Art zu Laufen hat mir nicht nur gut getan, ich brauchte das bislang um Stress abzubauen und würde auch jetzt am liebsten erstmal wieder raus.

 

Und Stress ist dann auch der Faktor: Mein Leben ist seit Jahren voll davon. Eigentlich schon immer. Insofern ist leichtes Schwindelgefühl und Tunnelblick seit ich 19 bin immer wieder mal ein Begleiter. Bislang halfen da Entspannungsübungen und "runter kommen". Die Entwicklung des Weltgeschehens trägt da absolut nicht positiv bei.

Wenn ich einige meiner Stresseffekte jetzt dem Herzen zuschreiben soll, frag ich mich jetzt alle 5 min 10 mal: Was davon ...? DAS ist dann echt Stress 😕

 

Aber das schlimmste ist für mich im Moment, dass ich in einem Prozess bin, in dem ohne jede Rücksprache oder Kommunikation jetzt DInge wie: Linksherzkatheteruntersuchung und Herzklappen-Op (seit neuestem ggf. mit Ersatz der Aorta Ascendis?) anstehen und/oder im Raum stehen ohne das jemand mal zeigt oder erklärt, was los ist. Mir ist schon klar geworden, dass die Verkalkung der Klappe die Flussöffnung verengt und das Herz langfristig durch Überlastung schaden nehmen kann/wird (z.B. beginnende Herzmuskelverdickung). Auch eine Insuffizient kann ich mir da gut vorstellen.

 

Da nervt es auch enorm, dass die Diagnosen so unterschiedlich ausgefallen sind.Erstmeinung leichtgradige Insuffizienz, Zweitmeinung mittelschwere  insuffizientz. Aortendurchmesser: Erstmeinung 35mm / Zweitmeinung 40 mm .... Flussgeschwindigkeit Erstmeinung 3,5m/s HG36mmHg, Zweitmeinung 4,1 m/s. Die neuen Werte spielen komplett eine Liga höher und sind mir unerklärlich (Abstand der MEssung: 3 Wochen!)

Ich selbst würde sagen, dass meine Symptome eher zur Erstmeinung passen. Aber was weiß ich schon? Ich wäre ja am liebsten auch noch immer gesund 🙂

 

In dieser Situation ist es aktuell schwierig, ein Gespräch zu bekommen. Man trägt mich in einen Terminkalender für die Kathederuntersuchung ein ... wenn ich das nicht will, kann ich den Termin ja stornieren ... Ich habe jetzt den vorläufigen Brief an meine Kardiologin gesendet und hoffe, auf ein zeitnahes und gutes Gespräch dort. Zeitgleich werde ich mich um eine Drittmeinung bemühen, die ich dann halt selbst bezahle, denn ansonsten bekomme ich das zeitnah ja garnicht geregelt.

 

Ich habe mir Deine Geschichte angesehen und gelernt: Ich bin da nicht der einzige, der sich Privatleistungen zukauft :-)))

Dir auf jeden Fall  weiterhin einen guten Verlauf und beste Wünsche!

 

Chris

 

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kurzer Nachtrag:

... zwischenzeitlich habe ich die bisherigen Ergebnisse aus der der Klinik an die kardiologische Praxis gesendet. Die Kardiologin dort hatte den Termin mit der Klinik für mich vereinbart. Ursprünglich sollte nur ein Schluckecho gemacht werden, um die Situation der Klappe besser zu beurteilen. Mittlerweile soll ja jetzt ein CT und eine Kathederuntersuchung gemacht werden. Ich nehme an, um die Operationsrisiken abschätzen zu können? Es gehe bei der Kathederuntersuchung vor allem um die Verkalkung der Herzkranzgefäße.

 

In der Mail an die Kardiologin habe ich um Rücksprache gebeten. Ich habe auch deutlich geschrieben, dass ich Fragen zu den Ergebnissen und zum Verfahren hätte.

 

Die Antwort kam heute morgen telefonisch: Die Ärztin lässt ausrichten, ich solle erst einmal alle Untersuchungen machen lassen und danach könne ich wieder einen Termin zur weiteren Untersuchung und BEsprechung bekommen. Sie würde da jetzt auch nichts anderes sagen, als die Ärzte der Klinik. (die sagen ja dazu bislang auch nichts weiter, außer, das ich stornieren kann, wenn ich bedenken hätte 😐)

 

Ich weiß immer noch nicht, was hier eigentlich gerade passiert ...?

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Die Untersuchungen machen sicherlich Sinn, insbesondere Katheder um mögliche Arterien Verschlüsse sichtbar zu machen. Die Tatsache das du dich fit fühlst bedeutet halt leider nicht unbedingt das auch dein Herz sehr fit ist. Das Herz kompensiert sehr viel, der eigene/persönliche Eindruck kann da schon mal täuschen.

 

 

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Ein TEE wäre bestimmt eine gute Idee gewesen, da dort die Strukturen noch besser dargestellt werden können als im TTE. Hat auch keine Strahlenbelastung wie ein Cardio-CT, wobei ich persönlich letzteres trotz Strahlung dem Herzkatheter vorziehe, da mit insgesamt weniger Risiken behaftet. Gibt da interessante Studien dazu.

Warum sollte es notwendig sein, ein CT und einen Katheter zu machen? Beides wird doch eigentlich nur vor der OP gebraucht, um zu beurteilen, wie es mit den Koronarien aussieht und ob am Ende auch noch Bypässe notwendig sind (meines Wissens jedenfalls). Diese Untersuchungen werden zum Teil schon im Krankenhaus z. B. am Tag vor der OP gemacht - war zumindest bei mir so.

Zur Beurteilung der Klappe und evtl. Erweiterung der Aorta hatte ich vor der OP nur TTEs und die Messungen waren bei allen drei Kardiologen, bei denen ich im Vorfeld war, ziemlich identisch.
Ich habe mich mit meinem ersten Kardiologen auch gar nicht mehr lange rumgeschlagen als dieser mir keine gescheite Antwort auf die Frage geben konnte, anhand von was er entscheidet, wann der optimale Zeitpunkt für eine OP gekommen sei, denn dummes Geschwätz (er habe da ein gutes Gefühl für nach 30 J. und ein anderer Patient sei auf dem Tisch geblieben, der sich eher habe operieren lassen) kann ich gar nicht tolerieren sondern brauche Fakten und gut begründete Argumente, wenn es letztendlich um mein Leben geht.

Habe damals vom alten Hausarzt (bzw. seiner Praxiskollegin) problemlos eine neue Überweisung bekommen, mir einen anderen Kardiologen gesucht, der ebenfalls Ultraschall gemacht und die Werte bestätigt hat, allerdings mit der Schlussfolgerung, die OP solle möglichst bald erfolgen.
Allerdings war mit dem auch nicht zu reden, denn ich wollte gern seine Einschätzung zu minimalinvasiven Methoden wissen (damals hatte ich Ozaki noch nicht auf dem Plan), aber er meinte dazu nur, letztendlich würde mir jeder Chirurg seine Methode für die beste verkaufen und letztendlich entschiede ich mich für den, der am besten verkaufen könne... Das war eine interessante Antwort, zeugte aber nicht davon, dass er die verschiedenen OP-Methoden sachlich miteinander vergleichen konnte. Da hab ich hier im Forum mehr Hilfe erfahren!

Ich hatte zwischenzeitlich auch einen Termin bei der Herzchirurgie in Leipzig gemacht - da hätte ich zur kardiologischen Untersuchung und Herz-CT hinkommen können, allerdings erst im Sept. und meine Ozaki-OP war dann schon im August.

Die dritte Meinung habe ich dann von meinem jetzigen Kardiologen erhalten, an den mich dann mein neuer Hausarzt per Hausarztvermittlungstermin überwiesen hatte, der ebenfalls die Dringlichkeit der OP gegeben sah und mir schon Kontakt in eine Klinik hergestellt hatte, für die ich mich dann letztendlich doch nicht entschieden habe.

Du musst Dir nicht alles bieten lassen, schon mal gar nicht, wenn Du dabei ein komisches Gefühl hast, sondern darfst Dich durchsetzen, wenn es Deinen berechtigten Interessen dient.
Und wenn Du nicht weißt, was läuft und warum, dann frage so lange, bis Du befriedigende Antworten bekommst, denn das ist Dein gutes Recht, oder geh einen anderen Weg, wenn Du mit dem, wie Du abgefertigt wirst, nicht zufrieden bist. Das gilt für den Kardiologen genau wie für die Klinik, der Du Dich mal anvertraust - Du brauchst ein gutes Gefühl dabei! Viel Erfolg!

Posted

Was ich eben vergessen hatte: Du beschreibst seltsame Symptome nach Corona - dazu ein paar Gedanken:

Wir wissen ja heute, dass die Spikes (durch die Infektion und vor allem die Spritzen) alle möglichen Gewebe in unserem Körper angreifen können, vom Herzen über´s Gehirn über die Adern, aber auch den Darm, die Keimdrüsen etc. etc.
Außerdem können sie die Bildung von Blutgerinnseln auslösen oder verschlimmern. Da das Virus in manchen Geweben, auch z. B. im Darm, persistieren kann und nach den C-Spritzen die Spike-Bildung für Monate und Jahre weitergehen kann, stellt dies sozusagen eine Zeitbombe dar, falls man betroffen ist (und in dem Fall oder bei Verdacht sollte man dem nachgehen).

Mein Kardiologe kontrolliert grundsätzlich immer die D-Dimere (Gerinnungsneigung oder Vorhandensein von Gerinnseln - wird auch bei V. a. Thrombosen gemacht), Troponin und BNP (ich lasse mir zusätzlich beim Hausarzt das NTproBNP machen). Macht das Dein Kardiologe auch? Auch andere Risikofaktoren?



 

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Hi Chris,

bei mir wurde 2008 beim Check Up ein Herzgeräusch gehört, der Kardiologe stellte dann ein kombiniertes Aortenvitium fest.

2023 nach zweimal Corona bekam ich dann im Mai die Aussage nach dem Herzecho, jetzt hochgradige Stenose und es muss operiert werden. Ich war geschockt, da ich in der selben Woche auch erfahren habe das meine Kurzatmigkeit nach Corona Asthma ist.Wollte die OP erst aufschieben, bekam dann paar Tage später auf der Arbeit starkes Herzdruckgefühl und Kurzatmigkeit.

Arbeite im Krankenhaus im Patienten Transport und unser Kardiologe machte dann Herzecho und nahm Blut ab und schickte mich sofort zu meinem Kardiologen.Der schrieb mich sofort krank und forderte OP Termin vom Albertinen Krankenhaus Hamburg an, davor machte er selbst in dem Krankenhaus die Herzkatheter Untersuchung, Herzkranzgefäße gut. Ich war wach, aber er spritzte mir was zur Beruhigung, keine Schmerzen, danach noch im Sitz Stuhl im Ruheraum.Op ca. 6 Wochen später, offen mit Mini Sternotomie, Bio Herzklappe.

Die Herzkatheter Untersuchung vor OP muss sein sagte mein Kardiologe.Dir alles Gute.Grüße Michael, 54.

Posted

@ TowerHamburg,
danke für Deine Antwort! Ich kann gut verstehen, dass ich vielleicht garnicht ahne, wie krank ich bin.
Was ich nicht verstehe ist, dass die Werte zwischen Kardiologin und Klinik sich dermaßen voneinander unterscheiden und weder Klinik noch Kardiologin mit mir darüber sprechen will, bwvor keine Kathederuntersuchung stattgefunden hat.

Ich werde mir eine unabhängige Drittmeinung vom Sportkardiologen einholen.

Dauert aber noch 14 Tage bis ich den Termin habe und hoffe, dass das dann mehr Erkenntnis bringt. 


Zurzeit fühle ich mich bei 4km laufen an drei aufeinanderfolgenden Tagen und ca. 7,5 min/km supergut. Puls bleibt zwischen 130 und 145. Danach habe ich beim Blutdruck Topwerte und das Lebensgefühl ist danach klasse. Mein Erleben entspricht wirklich überhaupt nicht den Werten der Klinik. Aber ich bin vorsichtig.


Ich kann ebenfalls verstehen, dass man eine Kathederuntersuchung unmittelbar vor einer OP machen möchte, damit es nicht zu unerwarteten Komplikationen kommt. Aber: Dass ich zeitnah operiert werden soll/werden muss, davon hat mir keiner explizit etwas gesagt. Es gab nicht ein Gespräch darüber. Soll ich das also erraten? Ich halte eine Kathede3runtersuchung für ein Risiko, dass ich nicht mal ebenso eingehen will.

@MajaD:

Echt vielen Dank, dass Du mir da nochmal Mut machst. Das tut gut und kann ich echt brauchen. auch Deine Gedanken zum Thema COVID19 sind für mich hilfreich. Ich sehe das sehr ähnlich. Aber wie kann man dem denn nachgehen???? 

Immerhin fühle ich mich in den letzten Wochen eher Fitter als in den Monaten vorab.

 

Die Ärzte in der Klinik haben bei mir ein TEE und ein zusätzliches TTE gemacht. -> Wegen meiner Hernie, sagte zumindest der eine Arzt, der das Schluckecho durchgeführt hat. Leider habe ich seit der "Behandlung" dennoch verstärkt Sodbrennen. Der war echt "tief drin" (ich war ja wach ...). Hoffe, dass sich das wieder legt.

Aber es gibt halt nix umsonst. Deswegen bin ich auch skeptisch was die Kathederuntersuchung angeht.

 

Bei den Blutwerten von der Klinik war auch NTproBNT dabei. Meiner war Laut Labor 23 über dem Normalwert 125.

Auf den Wert hat mich niemand angesprochen. Habe ich erst zu Hause im vorläfigen Arztbrief gesehen. Ich kenne die "normalen" Werte nicht ... 
Die KI sagt mir immerhin dazu gerade ...
"

📊 Referenzbereiche (altersabhängig):

Alter Referenzbereich (NT-proBNP)
< 50 Jahre < 125 pg/ml
50–75 Jahre < 300 pg/ml (je nach Labor < 125 pg/ml möglich)
> 75 Jahre < 450–900 pg/ml

Hinweis: Die Grenzwerte können leicht variieren, je nach Labor und Klinikrichtlinie.


🧠 Wie ist dein Wert (148 pg/ml) zu interpretieren?

  • Wenn du unter 50 Jahre alt bist:
    Dann liegt dein Wert leicht über dem Grenzwert von 125. Das kann Hinweis auf eine beginnende oder kompensierte Belastung des Herzens sein – muss aber nicht bedeuten, dass eine manifeste Herzinsuffizienz vorliegt.
    Ein erhöhter Wert kann auch durch z. B. körperlichen oder emotionalen Stress, Bluthochdruck, leichte Nierenfunktionsveränderungen oder sogar deinen aktuellen Befund der Aortenklappenstenose erklärt werden.

  • Wenn du über 50 bist:
    Dann liegt dein Wert im Normbereich oder im unteren Grenzbereich. In diesem Fall spricht nichts für eine manifeste Herzinsuffizienz.

Fazit (Rolle: Kardiologisch informierter Berater):

Mit 53 Jahren ist ein NT-proBNP-Wert von 148 pg/ml unkritisch, aber ein Hinweis auf funktionelle Belastung des Herzens.
Der Wert passt zur bekannten Aortenklappenstenose und ist kein Warnsignal für eine unmittelbare Gefährdung.
Wichtig wäre: Im Verlauf beobachten, besonders wenn du Symptome wie Luftnot, Leistungsknick oder nächtliches Aufwachen bekommst.

"

... naja, aber die KI ist eben auch kein Arzt. KI-Ergebnisse sind immer mit Vorsicht zu genießen.

Ich hatte leider noch keine Möglichkeit, diese Infos zu prüfen.

Vielleicht kennt hier jemand eine Quelle dazu?

 

Für mich heißt das erneut, dass ich nicht erkennen kann, wie krank ich eigentlich bin ...

Wünsche allen heir einen guten Start in die neue Woche, freue mich über Tipps und Ideen und werde mich spätestens mit der Drittmeinung hier wieder melden ...

🙂🖖🍀
 

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Hallo Chris,

 

ich bin 30 und habe im April bereits meine zweite Aortenklappe bekommen – diesmal eine mechanische. Ich musste am eigenen Leib erfahren, wie merkwürdig es sich anfühlt, wenn man sich richtig gesund fühlt und dann plötzlich jemand kommt und das Gegenteil sagt.

Ich habe davor und auch danach aktiv Fußball gespielt und im Februar noch problemlos 10 Kilometer geschafft.

Ein paar Tage später wurde mir bei der jährlichen Untersuchung plötzlich gesagt, dass die rekonstruierte Klappe (Ozaki-Verfahren) höchstgradig undicht ist – nach nur fünf Jahren. Das war ein Schock.

 

Also nochmal alles von vorn: Am 31. März kam ich ins Krankenhaus und musste diverse Kontrolluntersuchungen machen lassen. Einen Herzkatheter wollten sie auch machen, aber ich habe nach einer Alternative gefragt. Aufgrund meines Alters (erst 30) bot man mir dann ein Herz-CT mit Kontrastmittel an.

Die Katheteruntersuchung dient ja hauptsächlich dazu, andere mögliche Baustellen zu erkennen und direkt zu beheben – zum Beispiel verschlossene Gefäße per Stent.

 

Wie oben schon gesagt: Das Herz kann eine Menge wegstecken. Aber auch wenn man sich gut fühlt, sollte man nicht zu lange warten. Man weiß nie, ob sich ein geschädigtes Herz wieder vollständig erholt.

 

Liebe Grüße

Felix

 

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Lieber Chris,

Ich bin Katharina... meine Op ist gerade mal 3 Wochen her... ich weiß sehr genau wie es dir geht. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht... mir ist meine Luftnot bei Belastung aufgefallen... wenn wir unsere Spaziergänge gemacht haben (regelmäßig 10 km) hab ich gemerkt, das ich einfach hinterher total erschöpft war. Ich war beim lungenarzt, weil ich dachte es ist vlt. Asthma... aber dort war alles i.o. Also wurde ich zum kardiologen überwiesen... der stellte eine Leichte stenose fest... und veranlasste ein Tee... beim Tee wurde gar nicht auf die stenose ein gegangen, sondern im arztbriefdrehte sich dann alles nur um mein aneurysma... also lt. Kardiologe alles kein Problem.. ich sollte mich bewegen und gut.. das aneurysma wär mit 45 mm so klein, da bräuchte man frühestens in 3 Jahren mal wieder hinschauen... mit diesen ganzen Aussagen hatte ich ein sehr schlechtes gefühl.. ich fühlte mich abgewimmelt.. auf mehrfachen nachfragen sagte der Kardiologe ich wäre eine "ängstliche Patientin"... da war bei mir alles vorbei... ich kann selbst die medizinischen Leitlinien lesen und wusste, das bei bicuspider aortenklappe und 45 mm aneurysma ganz bestimmt nicht erst in 3 Jahren geprüft werden soll... oh bat über meine Hausärztin um Überweisung zur zweitmeinung. Und tatsächlich ergab das ein ganz anderes Bild. Dort war ich "gerade noch mittelgradig" als stenose.. und mit meinen sympthomen wie schwindel wurde mir gesagt, das ich mich baldmöglichst mit einer OP anfreunden muss... ich sollte mir schon mal überlegen wo ich mich operieren lassen wollte... ja.. und so ging dann alles ganz schnell... meine Wahl viel auf leipzig...und deren Empfehlung war.. OP noch dieses Jahr... ich wollte das jetzt nicht noch Monate vor mir her schieben und hab den schnellstmöglichen Termin genommen. Auch ich hab ja nicht gedacht das ich sooooo krank bin.. wusste aber in meinem inneren das was nicht stimmt.. solche schlimmen Krankheiten bemerkt man scheinbar immer zu spät.. in der Klinik hab ich auch 2 kennengelernt denen die Ärzte gesagt haben, das sie fast zu spät dran sind... ich bin froh, das uch nicht als Notfall in die Klinik musste, sondern ganz normal mit guten voru tersuchungen... lass dich nicht verrückt machen... hole zur Not noch weitere meinung ein... wenn ich auf meinen heimkardiologen gehört hätte, wer weiß was dann mit mir passiert wäre... ich drück dir die daumen für die richtigen Entscheidungen.. LG Katharina

Posted

Das ist die Krux an der Geschichte. Man merkt eine Verschlechterung erst, wenn sie weit voran geschritten ist. Bei mir war es damals ne knappe Kiste, da sich auf einmal eine Herzinsuffizienz (mit Symptomen) einstellte. Mein niedergelassener Kardio hat nicht reagiert, da sowas einfach mal vorkommen kann und es ja sonst auch immer stabil war. Mein Hausarzt hat beim abhören schon gemerkt, dass was nicht stimmte. Innerhalb von 7 Tagen hatte ich nen Termin im Herzzentrum. Die Klappe war hochgradig undicht und mittelgradig verkalkt. Zur Sicherheit wurde noch ein MRT gemacht und die Bilder vom Ultraschall bestätigt.

Was nicht mit operiert wurde war mein Aneurysma, da es mit 40mm noch nicht operationspflichtig war.

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