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MRT mit biologischer Aortenklappe Resilia Inspiris ( bedingt MRT sicher)?


Ella

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Hallo zusammen,

 

ich hatte heute einen Termin zum MRT Schädel. Da ich ja nach der OP mit Gedächtnisstörungen zu tun hatte ( was sich aber schon wieder gebessert hat), meinte mein Kardiologe, ich sollte zur Absicherung ein Schädel MRT machen lassen. 

Auf der Radiologie Station angekommen wurde ich erst vom Radiologie Assistenten gefragt, ob ich denn überhaupt ein MRT mit der Klappe haben dürfte. Dann kam extra noch der Radiologe und fragte mich, ob das mit der Uniklinik abgesprochen sei.

Ich war irgendwie ganz verwirrt und plötzlich ganz unsicher.

Da mich aber mein Kardiologe zum MRT geschickt hat und ich wusste, dass auch in meinem OP Bericht steht, dass ich nun in jährlichem Abstand erst CT machen lassen sollte ( wegen meines noch vorhandenen Aneurysma) und nach 3 Jahren dann als MRT, war doch eigentlich klar, dass bei mir ein MRT mit meiner Resilia Inspiris möglich wäre.

 

In meinem von der Uniklinik ausgestellten Herzpass steht diesbzgl gar nichts drin. Nur das ich eine Inspiris Resilia habe und die Serien Nummer. Auch nicht welches Modell ( oder gibt es da nur eins?) Und eine Endokarditis Prophylaxe Empfehlung.

Ich selbst habe mir vor ein paar Wochen von Edwards noch einen Patientenausweis bestellt. Den musste ich aber selbst ausfüllen.

Dort steht u.a. drin:

Es wurden bereits bei vielen Empfängern von implantierbaren Edwards-Produkten Kernspintomographien (MRT) durchgeführt, ohne dass dabei Probleme auftraten. Alle Klappenprothesen sind nicht bzw nur schwach ferromagnetisch. Bei den schwach ferromagnetischen Produkten sind die natürlich vorkommenden Kräfte stärker als jene, die durch Wechselwirkungen des Produkts mit dem Magnetfeld des Tomographen entstehen (d.h. die dabei entstehenden Übergangs- und Drehkräfte sind geringer als die natürliche Schwerkraft). 

 

Auf der Seite von Edwards habe ich dazu das gefunden :

MRT-Sicherheitsinformationen Bedingt MR-sicher In nichtklinischen Tests erwies sich die INSPIRIS RESILIA Aortenklappe, Modell 11500A, als bedingt MR-sicher. Ein Patient mit der INSPIRIS RESILIA Aortenklappe, Modell 11500A, kann unter den folgenden Bedingungen gefahrlos gescannt werden: • Statisches Magnetfeld von 1,5 T oder 3 T (ausschließlich). • Räumliches Gradientenfeld von max. 3000 Gauß/cm (30 T/m). • Maximale, vom MR-System gemeldete, ganzkörpergemittelte, spezifische Absorptionsrate (SAR) von 2,0 W/kg im normalen Betriebsmodus. Unter den oben definierten Scan-Bedingungen ist zu erwarten, dass die INSPIRIS RESILIA Aortenklappe, Modell 11500A, nach 15minütiger kontinuierlicher Scan-Dauer einen maximalen In-vivo Temperaturanstieg von unter 2,0 °C bei 1,5 T und unter 2,5 °C bei 3 T produziert. In nichtklinischen Tests tritt das Bildartefakt in der Bildgebung in einem Bereich von ca. 10 mm um die Klappe, Modell 11500A, bzw. in einem Bereich von 17 mm im Bereich des Produkts auf, wenn eine Spin-Echo-Pulssequenz bzw. eine GradientenechoPulssequenz und ein MRT-System mit 3 T verwendet wurden.

 

Nun war ich aber ungefähr 25 Minuten in dem MRT und habe es auch überstanden.....

Aber mir war doch sehr mulmig, weil ich etwas Angst hatte, dass was passiert.

 

Was könnte denn eigentlich passieren? Bedeutet das, dass der Klappenersatz 2 Grad wärmer als Körpertemperatur wird? 

 

Hm, irgendwie fand ich das komisch. Mein Kardiologe würde mich ja nicht ins MRT schicken, wenn das gefährlich sein könnte. Aber auf jeden Fall war ich deutlich länger als 15 Minuten da drin...

 

Wer von euch war denn schon im MRT mit dieser Klappe? Und was steht denn bei euch so im Klappenpass? Habt ihr eine Modellnummer oder nur eine Seriennummer?

 

Den Befund habe ich noch nicht - der geht an meinen Kardiologen.

 

Viele Grüße Elke

 

 

Posted

Hallo liebe Elke,

auch wenn ich keine Deiner Fragen beantworten kann - Dein mulmiges Gefühl kann ich total nachempfinden! Wäre ja nicht schlecht, wenn die Radiologen entsprechende Daten zur Verfügung hätten und sie interpretieren könnten, denn das kommt doch öfter vor!

Ich sollte ja auch ein Kopf-MRT haben, hatte aber dann nach Aufenthalt am Induktionsherd so schlimme VES bekommen und so wurde nach Rücksprache mit der Radiologin nur ein CT gemacht. 

 

Posted (edited)

Hallo Elke,

 

die physikalischen Aspekte eines MRTs sind jetzt auch nicht unbedingt meine Profession, aber vom Grundgedanken her ist es ja nicht so, dass in der Gesamtzeit, während der man in einer MRT Röhre liegt, immer das gleiche Programm ablaufen würde.  Sondern die MRT Untersuchung untergliedert sich in Phasen, die man akustisch ja auch wahrnimmt. Ich habe dazu einfach mal eine AI befragt und dabei kam folgendes raus:

 

Frage an GPT-4o mini: Wenn man die Gesamtezeit einer MRT Untersuchung betrachtet: Wieviel dieser Zeit ist tatsächlich ein Magnetfeld aktiv?

 

Antwort: 

Die Gesamtdauer einer MRT-Untersuchung kann variieren, typischerweise liegt sie jedoch zwischen 15 und 60 Minuten, abhängig von der Art der Untersuchung und dem zu untersuchenden Körperbereich.

Das Magnetfeld selbst ist während der gesamten Untersuchung aktiv, da es notwendig ist, um die Wasserstoffkerne im Körper auszurichten. Allerdings sind die Phasen, in denen tatsächlich Bilddaten gesammelt werden, kürzer. Diese Phasen, in denen Radiofrequenzimpulse gesendet und die Reaktionen der Wasserstoffkerne gemessen werden, machen oft nur einen Teil der gesamten Untersuchungszeit aus.

In der Regel kann man sagen, dass die aktive Bildgebung (also die Zeit, in der die Daten gesammelt werden) etwa 20-30% der gesamten Untersuchungszeit ausmacht. Der Rest der Zeit wird für Vorbereitungen, Positionierung des Patienten und das Warten auf die Bildverarbeitung verwendet.

 

Frage an GPT-4o mini: Wie unterscheidet sich die kontinuierliche Scandauer vom statischen Magnetfeld im MRT?

 

Antwort:

Die kontinuierliche Scandauer und das statische Magnetfeld im MRT beziehen sich auf unterschiedliche Aspekte des MRT-Prozesses:

  1. Statisches Magnetfeld:

    • Das statische Magnetfeld ist das permanente Magnetfeld, das durch die Hauptmagneten des MRT-Geräts erzeugt wird. Es ist notwendig, um die Wasserstoffkerne im Körper auszurichten. Dieses Magnetfeld ist während der gesamten Dauer der MRT-Untersuchung aktiv, unabhängig davon, ob gerade Bilddaten gesammelt werden oder nicht.
    • Das statische Magnetfeld sorgt dafür, dass die Spins der Wasserstoffkerne in eine bestimmte Richtung ausgerichtet sind, was die Grundlage für die Bildgebung im MRT bildet.
  2. Kontinuierliche Scandauer:

    • Die kontinuierliche Scandauer bezieht sich auf den spezifischen Zeitraum, in dem das MRT-Gerät aktiv Bilddaten erfasst. Während dieser Zeit werden Radiofrequenzimpulse gesendet, um die ausgerichteten Wasserstoffkerne zu stimulieren, und die Reaktionen dieser Kerne werden gemessen, um die Bilder zu erzeugen.
    • Die kontinuierliche Scandauer ist also nur ein Teil der gesamten Untersuchungszeit und findet innerhalb des statischen Magnetfeldes statt.

Zusammengefasst: Das statische Magnetfeld ist immer aktiv und notwendig für die Ausrichtung der Wasserstoffkerne, während die kontinuierliche Scandauer der Zeitraum ist, in dem das Gerät aktiv Bilddaten sammelt.

 

Frage an GPT-4o mini: Hat auch das statische Magnetfeld einen EInfluss auf die Erhitzung von Implantaten oder nur die kontinuierliche Scandauer?

 

Antwort:

Das statische Magnetfeld kann ebenfalls einen Einfluss auf die Erhitzung von Implantaten haben, jedoch ist dieser Einfluss in der Regel geringer als der Einfluss der kontinuierlichen Scandauer, insbesondere während der Bildakquisition.

  1. Statisches Magnetfeld:

    • Das statische Magnetfeld selbst erzeugt normalerweise keine signifikante Erhitzung von Implantaten. Es kann jedoch in bestimmten Fällen, insbesondere bei ferromagnetischen Materialien, zu einer Bewegung oder einer Wechselwirkung mit dem Magnetfeld kommen, die potenziell gefährlich sein kann. Die Erhitzung durch das statische Magnetfeld ist in der Regel minimal.
  2. Kontinuierliche Scandauer:

    • Während der kontinuierlichen Scandauer, wenn Radiofrequenzimpulse gesendet werden, kann es zu einer signifikanten Erhitzung von Implantaten kommen, insbesondere wenn diese aus bestimmten Materialien bestehen, die empfindlich auf die Radiofrequenzstrahlung reagieren. Die Radiofrequenzimpulse können die Moleküle im Implantat anregen und dadurch Wärme erzeugen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die kontinuierliche Scandauer einen größeren Einfluss auf die Erhitzung von Implantaten hat als das statische Magnetfeld. Bei der Planung einer MRT-Untersuchung ist es wichtig, die Art des Implantats zu berücksichtigen und sicherzustellen, dass es für die MRT-Untersuchung geeignet ist, um mögliche Risiken zu minimieren.

 

Wenn du jetzt die Herstellerspezifikationen betrachtest, die du oben benannt hast, dann siehst du in dem Satz "Unter den oben definierten Scan-Bedingungen ist zu erwarten, dass die INSPIRIS RESILIA Aortenklappe, Modell 11500A, nach 15minütiger kontinuierlicher Scan-Dauer einen maximalen In-vivo Temperaturanstieg von unter 2,0 °C bei 1,5 T und unter 2,5 °C bei 3 T produziert", dass hier mit den 15 min nur die o.g. kontinuierliche Scandauer benannt ist, die (s.o.) nur einen (kleinen) Teil der Gesamtuntersuchung ausmacht. D.h. es ist auch immer im Einzelfall seitens der Radiologie zu betrachten, ob die geplante MRT Untersuchung die Herstellerspezifikationen überschreitet oder nicht, jede MRT Untersuchung dauert abhängig davon was (also welches Gewebe) untersucht wird ja unterschiedlich lange.

 

Jedenfalls: Die Gesamtzeit der MRT Untersuchung ist ungleich der eigentlichen Scan-Zeit.

 

Diese Angaben von mir sind natürlich ohne Gewähr da weder Physiker noch Radiologe. Aber ich zumindest finde, es leuchtet ein. Ich hoffe, es konnte zu deiner Beruhigung beitragen.

 

Es wäre sehr zu wünschen, dass die Hersteller (oder auch die Radiologen/-innen) die Aspekte zur MRT Sicherheit von künstlichen Herzklappen einfach und für Laien erklärt veröffentlichen würden und nicht nur in fachchinesisch. Offenkundig führt dies ja zur Verunsicherung.

 

Gruß und ein schönes Wochenende allseits,

 

Tobi

Edited by Tobi82
Posted

Dankeschön @Tobi82, deine Infos und beigefügten Erklärungen sind für mich gut verständlich. 

Es wäre wirklich von großem Vorteil, wenn Patienten mit künstlicher Herzklappe ordentlich aufgeklärt würden.

Aber wahrscheinlich fehlt da das Personal und die Zeit?

 

Auf jeden Fall bin ich jetzt erstmal beruhigt.

 

Posted

Liebe Ella,

ich trage auch eine Inspiries Resilia.

Am 24.04.24 wurde meine Aortenklappe ersetzt.

Knapp 8 Wochen später wurde wegen Perikarditis ein MRT gemacht. Ich war stationär in der Uni Mainz aufgenommen, dort wurde auch zuvor die OP gemacht.

Das MRT wurde ganz selbstverständlich gemacht und dauerte gut 40 Minuten.

Im Dezember 2024, also 8 Monate nach OP wurde ein Schädel MRT gemacht in radiologischer Praxis.

Hier wurde der Ausweis geprüft und sie haben irgendwo angerufen um sich abzusichern. Dann gab es grünes Licht.

Ich habe den gleichen Text den du geschrieben hast ....1,5 bzw. 3 Tesla in meinem Ausweis stehen...Serien Nr. auch, aber ich fühlte mich sehr sicher, da die Uni ständig mit Klappenträgern zu tun hat die ins MRT gehen - hab mich drauf verlassen und alles bestens überstanden. 

Mein künstliches Kniegelenk - aus ganz viel Metall - war auch brav. 😉

Fazit : ich würde jederzeit sehr ruhig in ein weiteres MRT gehen, mir fallen allerdings ganz viele Sachen ein, die ich lieber unternehmen möchte!

Alles Liebe für dich, Eva 

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