Martina789 Posted March 24, 2025 Posted March 24, 2025 Hallo zusammen, mein Post richtet sich an diejenigen, die auch schon länger mit einem Aneurysma bzw. einer leicht undichten Klappe leben. Bei mir wurden vor 10 Jahren ein Aneurysma von 4,7 cm sowie eine biskupide Aortenklappe mit mittelgradiger Undichtigkeit gefunden. Seitdem ist alles stabil (regelmäßig im Ultraschall und CT kontrolliert, letztes Schluckecho hatte ich vor 2 Jahren). Jetzt steht dieses Jahr wieder sowohl CT als natürlich auch das normale Ultraschall an und ich bin mal wieder so kurz vor dem Termin innerlich total angespannt. Dauernd "horche" ich in mich rein und frage mich, ob ich eine Verschlechterung irgendwie bemerken würde? Da ich denke dass so eine Verschlechterung ja eher schleichend kommt und nicht "über Nacht" - kann man sowas übersehen? So ein bisschen "außer Atem" bin ich ja sowieso immer - da finde ich es schwer, ein Gefühl zu haben. Hat da irgendjemand Erfahrungen zu? Innere Stimme? Viele Grüße Quote
AnneS Posted March 25, 2025 Posted March 25, 2025 Hi Martina, ich glaube, das kommt drauf an. Bei mir war lange alles stabil, dann kamen aber schleichend Symptome hinzu. Am Ende hatte ich eine Linksherzinsuffizienz entwickelt. Ich war schneller aus der Puste (es war ein Kampf in die Wohnung zu kommen, da wir im 4. OG lebten) und am Ende hatte ich nicht mal mehr die Kraft, die Waschmaschine zu beladen. Das ging nur noch im Sitzen. Ich denke, mit dem was du machst, hast du nen guten Plan. Mein Problem am Ende war, dass mein alter Kardiologe meinte, ich bilde mir alles nur ein. Liebe Grüße Quote
Mika23 Posted March 26, 2025 Posted March 26, 2025 Hallo Martina ich bin in einer ähnichen Situation. Ich habe auch eine bikuspide Aortenklappe und ein Aortenaneurysma. Bei der letzten Untersuchung war der Insuffizienz Grad der Klappe noch bei 1. Ich habe zur Zeit keine Probleme, keine Luftnot oder Schmerzen und nach meiner Meinung eine normale Leistungsfähigkeit. Nach meiner (Laien-) Meinung würde sich eine Verschlechterung zuerst beim Treppensteigen bemerkbar machen. Wenn man bei bekannten Treppen, die man schon x-mal rauf- und runtergelaufen ist, plötzlich stehenbleiben muß um zu verschnaufen. Aber am besten ist eine mindestens jährliche Kontrolle beim Kardiologen. Was mich aber zur Zeit am meisten beschäftigt, ist die Frage: Kann man die Verschlechterung der bikuspiden Aortenklappen aufhalten oder zumindest verlangsamen? Die aktuelle Meinung der von mir befragten Kardiologen ist, dass man die fortschreitende Verkalkung, gerade bei einer bikuspiden Klappe nicht beeinflussen kann. Ich kann das nicht glauben. Es gibt z.B. diverse Medikamente die bei allgemeiner Aterienverkalkung helfen sollen (z.B. Statine). Auch z.B. das Rauchen aufgeben ist sicher hilfreich. Es könnte vielleicht auch eine kalziumarme Ernährung einen positiven Effekt haben? Auch kalziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel sollte man meiden (oder nicht?) dazu gibt es verschiedene Studien und Diskussionen hier im Forum. Vielleicht hat ja jemand noch einen Tipp, was gegen die fortschreitende Verkalkung der Aortenklappe helfen könnte ? Quote
Brigittchen Posted March 26, 2025 Posted March 26, 2025 (edited) Meine bikuspide Aortenklappe war nicht verkalkt, und konnte rekonstruiert werden. Ich hatte eine schwere Insuffizienz entwickelt und meine Kardiologin meinte nach der Op zu mir, dass mein Herz einen sehr müden Eindruck auf sie machte. Verkalkung verhindern allein ist es nicht. Der Klappenfehler ist in erster Linie ein physikalischen Problem, Genetik kommt dazu. Gesunde Lebensweise, ein gut eingestellter Blutdruck tut natürlich dem Herz gut, jedem Herz. Das Herz kompensiert sehr lange Herzfehler, wenn es spürbar wird, hat es meist schon lange vorher Probleme gegeben. Daher würde ich immer zur Kontrolle gehen und den messbaren Veränderungen vertrauen. Vergrößert sich das Herz, ist es nur bis zu einem bestimmten Punkt reversibel. Edited March 26, 2025 by Brigittchen Quote
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