Irene Posted March 8, 2025 Posted March 8, 2025 Hallo Ihr Lieben, am 19.02. habe ich meine Inspiris Resilia 23 mm komplikationslos eingesetzt bekommen. Operiert wurde minimalinvasiv durch die rechte Achsel. Nach den ersten wirklich gruseligen (ich wusste noch nicht, dass es schlimmer geht) Tagen wurden 5 Tage später der Drainageschlauch und die Schrittmachersonden entfernt. Die zweite Schrittmachersonde wollte nicht raus. Woraufhin der Arzt eine Kollegin dazu geholt hat, irgendjemand hat mit Gewalt an der Sonde gezogen, raus war sie und der rechte Vorhof hatte einen Riss. Ich bin sofort kollabiert. Die Panik, die um mich herum ausbrach, habe ich in Fetzen mitbekommen, ebenso die Schleuse zum OP. Irgendjemand hat ständig versucht mich wach zuhalten. Ich habe nur gespürt das Leben weicht aus mir, aber ich hatte keinerlei Angst. Nun das Ende vom Lied, alles ging gut. Habe nun zur wunden rechten Seite auch eine Sternotomie. Die linke Luge wurde punktiert (1 Liter Wasser), die rechte hat noch Luft, die sich selber abbauen soll. Das neue Schrittmacherkabel wurde, um keinerlei Risiko mehr einzugehen abgeschnitten. Seit zwei Tagen bin ich zu Hause und noch ziemlich hilflos. Am 18.03. darf ich nach Königstein, ob ich bis dahin Reha fähig bin wage ich zu bezweifeln. Nun zwei Fragen an Euch: ich habe starke Pulsschwankungen von morgens 50 bis nach dem Frühstück 105. Ist das noch "normal"? Blutdruck hatte ich schon immer etwas zu niedrig. Ich bin sehr kurzatmig, kann immer noch nicht sprechen ohne Hustenanfälle, auch normal? Wünsche Euch allen einen sonnigen Samstag Ruth (Irene musste ich nehmen, weil Ruth nicht ging) Quote
Sandrine Posted March 8, 2025 Posted March 8, 2025 (edited) Liebe Ruth, habe gerade Deinen Beitrag gelesen - da hast Du ja ganz schön heftige Tage hinter Dir! Zwar kann ich aus Mangel an Erfahrung zu Deinen Fragen nichts beitragen, aber ich wünsche Dir alles Liebe und eine gute Genesung. Liebe Grüße Sandrine Edited March 8, 2025 by Sandrine Quote
Shirley Posted March 8, 2025 Posted March 8, 2025 Hallo Ruth, ganz ehrlich ich hätte das Krankenhaus zur Verantwortung gezogen. Ohne rausreißen des Schrittmacherkabels hättest du keine Sternotomie gehabt und wesentlich weniger Schmerzen.(Geschweige denn von einem weiteren Infektionsrisiko wenn man als Notfall wieder aufgemacht wird ) Wo wurdest du operiert? Auf jeden Fall weiterhin alles gute 🍀 Lg Shirley Quote
Irene Posted March 8, 2025 Author Posted March 8, 2025 Danke Euch beiden! Operiert wurde ich in der Uniklinik Mainz. Mein Puls ist mittlerweile bei 115, dafür ist der Blutdruck jetzt normal. Beides geht wohl noch nicht Liebe Grüße Ruth Quote
marathon2 Posted March 8, 2025 Posted March 8, 2025 Hallo Ruth, ich kann Shirley nur zustimmen. Du solltest dir auf jeden Fall die OP-Berichte geben lassen. Grüße Dietmar Quote
AnneS Posted March 8, 2025 Posted March 8, 2025 Hi Ruth! Uff das ist harter Tobak, ich würde dem Ganzen auch nachgehen und die Berichte einfordern. Das mit dem Puls kann normal sein, du erholst dich gerade von der Hausnummer. Husten hatte ich lange, war durch meinen Pleuraerguss bedingt. Was spricht denn dein Kardiologe bzw Hausarzt? Liebe Grüße und alles Gute Anne Quote
Irene Posted March 8, 2025 Author Posted March 8, 2025 Hi und danke Euch! ich selbst bin noch zu schwach um dem nachzugehen. Mein Sohn hat letzte Woche schon bei der Krankenkasse nachgefragt und wird sich kommende Woche, wenn der endgültige Bericht da ist, darum kümmern. Bei meinem Hausarzt habe ich erst am 14.03. den Termin zum Fäden ziehen, rufe am Montag nochmal an. Bei meinem Kardiologen habe ich mich noch nicht gemeldet. Liebe Anne es beruhigt mich, was du schreibst, danke! Herzlichst Ruth Quote
MajaD Posted March 8, 2025 Posted March 8, 2025 Hallo liebe Ruth, da kann ich mich nur den anderen anschließen - was Du erlebt hast, ist mehr als heftig! Man mag es gar nicht glauben, dass so etwas passieren kann! Wie Dietmar schon schrieb - lass Dir von der Klinik nicht nur den Entlassungs/Arztbrief, sondern auch die OP-Berichte geben. Sollst Du in die https://www.kvb-klinik.de/ ? Da war ich auch gewesen. Hast Du denn jemanden zuhause, der sich um Dich kümmert? Ich wäre so kurz nach der OP noch nicht rehafähig gewesen und war froh, dass mein Mann einen Monat vorher Rentner geworden war. Falls Du niemanden hast, gibt es eine besondere Pflegestufe für Akutfälle (die "normale" Pflegestufe kriegt man nur, wenn davon auszugehen ist, dass man mind. 6 Monate Hilfsbedarf hat), hat man mir damals gesagt. Weiß allerdings nicht mehr genau, wie das heißt. Ich wünsche Dir von Herzen schnelle und gute Besserung, erhol Dich gut! LG MajaD. Quote
Irene Posted March 9, 2025 Author Posted March 9, 2025 Liebe Maja, danke Dir! Ja ich darf nach Königstein, hoffe das es die richtige Entscheidung ist? Hat es Dir dort gefallen und gut getan? Erst habe ich mir Aukamm in Wiesbaden angeschaut, aber das ist teilweise ein bisschen "verranzt". Rehafähig bin ich noch nicht und hoffe, dass sich diese Woche noch was ändert, sonst muss ich es verschieben. Danke Dir auch für den Tipp der Akutpflege. Zum Glück bin ich liebevoll umsorgt. Mein Mann ist selbstständig, kann sich die Arbeit teilweise gut einteilen, unser Sohn studiert und lebt noch zu Hause. Die beiden sind so entsetzt über das was passiert ist und kümmern sich. Dir auch alles Liebe und einen schönen Sonntag LG Ruth Quote
Sabichan Posted March 9, 2025 Posted March 9, 2025 Liebe Ruth, das ist ja wirklich unfassbar, was Dir da passiert ist! Entsetzlich! Ich wünsche Dir, dass Du diese Sache gut verarbeiten kannst und hoffe, dass Du in der Reha viel mitnehmen kannst. Lieber verschieben, falls es in einer Woche jetzt noch nicht merklich aufwärts geht. Du brauchst sicher ganz viel Hilfe dort und solltest auch mitmachen können. Au weia, wirklich! Das tut mir so leid.... Alles Liebe, Sabine Quote
MajaD Posted March 9, 2025 Posted March 9, 2025 Liebe Ruth, wie gut, dass Du zuhause so rundum versorgt bist - das ist so wichtig nach einer so heftigen OP. Mir hat´s in Königstein gut gefallen (allerdings habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten). Ich hatte zwar kein Zimmer mit Balkon, aber mit Ausblick über den Garten, wo ich dann auch morgens die aufgehende Sonne sehen konnte. Es gibt direkt am Fuß der Klinik eine Bushaltestelle, dort kann man mit dem Bus ins Städtchen fahren, allerdings habe ich das nicht in Anspruch genommen, da ich noch mit Schwindel und Unsicherheit zu tun hatte. Das Essen war soweit ok - für meinen Geschmack gab es zu selten Eier (nur sonntags) und nicht viel Abwechslung bei Wurst und Käse, beim Gekochten kam´s draufan, welcher Koch es zubereitet hat. So ein älterer, korpulenter neigte dazu, alles zu versalzen, während der Chefkoch sehr gut abgeschmeckt hat. Morgens gab es auch Quark und Joghurt, mittags und abends Salate (für meinen Geschmack allerdings oft ein bisschen zu sauer). Die Physios und das medizinische Personal waren insgesamt nett und hilfreich und meine Stationsärztin, eine Frau Dr. Netopil, war sehr nett. Den Chefarzt Dr. Jansen fand ich zu ehrgeizig und war da mit meiner Einschätzung auch nicht allein. Anscheinend wollte er uns mit aller Gewalt schnell wieder fit kriegen, aber das klappt halt nicht bei jedem. Ich bin bis heute noch nicht richtig fit und hatte natürlich auch damals ein Thema mit dem Treppensteigen. Er wollte mir dann den Aufzug in den 3. Stock (dort war mein Zimmer) verbieten... bin dann einmal die Treppe hoch (mit vielen Unterbrechungen) und dann nicht wieder. Auch wollte er mich ratzfatz von der Geh-Gruppe (bisschen spazieren mit verschiedenen Gangübungen) zu denen stecken, die querfeldein, bergauf, bergab liefen - das habe ich auch verweigert. Ich erinnere mich noch, dass einige der männlichen Mitpatienten (meisten Bypässe) sich auch überfordert vorkamen. Wichtig ist, dass Du nur das machst, was Dir gut tut und Dich nicht übernimmst. Mir hatte eine erfahrene Physiotherapeutin, die jahrelange Erfahrung auf der Kardiochirurgie hatte, vorher den Tipp gegeben, nichts zu machen, was den Puls höher bringt als 30 Schläge über dem Ruhepuls. In den ersten Monaten solle man das Herz keinesfalls zu sehr fordern oder überlasten, da sich das im Nachhinein negativ auswirken könne. Soweit zu dem, was mir zum Thema Königstein noch einfällt... Ich selbst würde auch wieder hingehen und die Beurteilungen im Net waren damals auch nicht schlecht. Nimm Dir die Zeit, die Du zum Heilen brauchst, alles Liebe und LG MajaD. Quote
Irene Posted March 10, 2025 Author Posted March 10, 2025 Liebe Maja, vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht! So kann ich mich darauf einstellen, vor allem hinsichtlich Überforderung. Fühl Dich umarmt LG Ruth Quote
Irene Posted March 10, 2025 Author Posted March 10, 2025 Liebe Sabine, danke für Deine lieben Zeilen, das tut so gut. Alles Liebe für Dich Ruth Quote
KarstenNRW Posted March 11, 2025 Posted March 11, 2025 Hallo Ruth, erstmal schön zu lesen, dass am Ende doch noch alles Gut ging. Vor dem Ziehen der Schrittmacherdrähte, hatte ich tatsächlich auch ziemlichen Bammel. Da ich tatsächlich noch während meines Krankenhausaufenthaltes in den zweifelhaften Genuss der Anwendung dieser gekommen bin (mein Herzschlag ging deutlich unter 40, während gerade in dem Moment der Arzt zur Visite rein kam), wurde diese bis zum Schluss meines Krankenhausaufenthaltes drin gelassen. War dann aber zum Glück recht problemlos, diese tatsächlich zu ziehen. Die Pulsschwankungen würde ich als normal einstufen. Gerade nach dem was du erlebt hast, dauert es sicher ne Weile, bis sich das wieder komplett einpendelt. Bei mir hat es nach der OP ca. 5 bis 6 Wochen gedauert, bis ich dauerhaft kein Vorhofflimmern oder Vorhofflattern mehr hatte. Und bei mir ist alles reibungslos verlaufen. Alles Gute und schnelle Genesung, Karsten Quote
Angsthase40 Posted March 11, 2025 Posted March 11, 2025 Hat man doch eh keine Chance bei den Halbgöttern in Weiss. Mainz?...ok alles klar.....da habe ich so meine ganz speziellen Erfahrungen die ich aber nicht öffentlich schreiben kann! Quote
Irene Posted March 11, 2025 Author Posted March 11, 2025 Hallo Karsten, danke dir! Es ist sehr beruhigend zu lesen, es wird alles gut. Der Bammel vorm Ziehen kam bei mir beim 2. Mal, aber die Ärztin hatte dann den selben Respekt davor und hat gemeint wir schneiden den jetzt einfach ab. Auch dir alles Gute LG Ruth Quote
Irene Posted March 11, 2025 Author Posted March 11, 2025 Hi Angsthase, das vermute ich auch, aber egal, Hauptsache ich werde wieder gesund. LG Ruth Quote
KeinPlan Posted March 12, 2025 Posted March 12, 2025 Am 11.3.2025 um 09:31 schrieb Angsthase40: Hat man doch eh keine Chance bei den Halbgöttern in Weiss. Mainz?...ok alles klar.....da habe ich so meine ganz speziellen Erfahrungen die ich aber nicht öffentlich schreiben kann! Nope, das sehe ich anders. Wenn Patienten keinen Druck machen und immer alles brav hinnehmen, wird sich nie was ändern an der Arroganz der Herrschaften. Egal, wie hilflos man sich auch führt: Man muss das nicht auch demonstrieren. Mich haben Sie auch für dumm verkauft und den Schlauch nach Sternotomie "rausgerissen". Das tut nicht weh, wurde mir feierlich versichert. Leider kam es ganz anders und ich hatte diese vielen anderen Wunden und der Schlauch steckte schon tagelang in meinem Bauch. „$%@!“, habt ihr selbst so was schon erlebt? Wie könnt ihr dann beurteilen, wie weh das tut? Ein bisschen Propofol und ich hätte nichts spüren müssen! Man kann Propofol so dosieren, dass man nicht bewußtlos wird. Die Fäden der Sternotomie habe ich mir im KH selbst gezogen, nachdem ich mitbekommen habe, wie grob und rücksichtslos die da mit Patienten sind. So was passiert mir niemals wieder. Ich bin im KH immer der Staatsfeind Nr. 1, aber es geht um mein Leben!!! Komplette OP-Berichte sind eine Selbstverständlichkeit. Was man letztendlich damit anfängt, kann man sich danach in Ruhe noch überlegen! Quote
MajaD Posted March 12, 2025 Posted March 12, 2025 Da hast Du ja wirklich schlechte Erfahrungen gemacht! Ich fand das Ziehen der Schläuche und Drähte auch als sehr unangenehm, aber sooo schlimm, wie es bei Dir war, zum Glück dann doch nicht. Liegt sicher sehr daran, wer es grade macht. Man kriegt das vorher oft so verkauft als handele es sich um eine Kleinigkeit, aber von wegen! (Letztens wollte mein Neurologe mir erklären, wie harmlos eine Liquorpunktion sei - man müsse sich nur ein bisschen vorbeugen etc. - ganz schnelle, einfache Sache, gar kein Ding... NEIN DANKE!!!) Wir hatten einen sehr netten Arzt auf Station, der hat bei mir auch am Tag vor der Entlassung ´ne Pleurapunktion gemacht, vor der ich den größten Schiss aller Zeiten hatte - und er hat es wirklich prima gemacht! Ob sie nötig war, weiß ich auch nicht, denn kurz später war wieder genauso viel Flüssigkeit drin. Aber sie wollten mich damit nicht entlassen. Ich frage dann schon mal, was sie machen würden, wenn es sich um Familienangehörige, z. B. ihre Mutter, handeln würde. Dieser Dr. Juri antwortete, er würde es auch seiner Mutter raten, aber nur, wenn er es selber mache, denn er wisse, dass er es könne! Was wohl nicht bei jedem der Fall ist... Meine Fäden hat eine Arzthelferin beim Hausarzt gemacht und die war wirklich klasse - ich habe kaum was gespürt. Thema OP-Berichte... es müsste doch eigentlich auch einen Bericht vom Herzkatheter geben, oder? Muss ich mal in Krefeld nachfragen. Mich interessiert vor allem, ob sie mit dem Ding durch die verkalkte Klappe sind oder nicht. Habe eine Studie gelesen, dass dies bei verkalkten Klappen nicht ungefährlich ist und sich durchaus was lösen kann. Du hast recht - im KH und überhaupt im Medizinbetrieb MUSS man ganz sehr für sich selbst sorgen oder jemanden haben, der mit aufpasst, sonst ist man schnell verratzt und verloren! Quote
KeinPlan Posted March 13, 2025 Posted March 13, 2025 Ja, das kann man wohl so sagen. Und was ich während dieser ganzen Krankengeschichte gehört und gesehen habe, mag ich gar nicht mehr detailliert erinnern... Unfaßbarer Pfusch und - wie man in den Medien oft genug verfolgen kann - Ärzte, die Patienten mißbauchen und/oder töten. ABER: Ich stehe immer noch sprachlos vor den Wundern, die sie vollbringen können. Auch Dank meinem OP-Bericht. Dass hier so unfassbar akribisch und wahnsinnig perfektionistisch vorgegangen wurde, bringt mich zum absoluten Staunen. Ich will mir die tatsächliche "Futzelarbeit", die erforderlich ist, um eine Herzklappe zu ersetzen, überhaupt nicht im Detail vorstellen ... Auch kann ich nur sagen, dass wir unfassbares Glück haben, in diesem unserem Krankenvers.system zu leben. In anderen Ländern wären einige von - vermutlich auch ich - mehr oder weniger auf der Müllhalde gelandet. Nichtsdestotrotz gab es auch bei uns Zeiten, da hätten Patienten nicht einmal ein Recht auf einen Einblick in ihre Akten gehabt. Es ist also gut, an dem Thron zu rütteln und Menschen, die ja auch Ärzte nun mal sind, wieder ein wenig auf den Boden zurückzuholen. Ein Podest reicht auch. Nicht jeder, der mal in der Schule ein Streber war, hat auch gleichzeitig einen guten Charakter. Und: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser 😉 Quote
Ella Posted March 17, 2025 Posted March 17, 2025 Liebe Irene, erstmal gut, dass du die OP hinter dir hast und du nach den weiteren schweren Ereignissen nun auf dem Weg der Besserung bist. Ich bin ehrlich gesagt sprachlos, was dir dir passiert ist. Puhhhh.... Schrecklich!!! Ich kann mich auch noch an das Ziehen des SM Kabel erinnern und ich fand es auch sehr schmerzhaft. Viel schlimmer als die Drainagen... Manno mann...das würde ich aber auch nicht einfach so hinnehmen.... Zumindest mal mit der Beschwerdestelle des KH in Verbindung setzten bzw. auch deiner Krankenkasse mitteilen, wie dein Verlauf war. Hat sich das Krankenhaus denn dazu mal geäussert? Ich wünsche dir erstmal alles erdenklich Gute und eine erfolgreiche Reha Zeit. Quote
Marta Posted March 19, 2025 Posted March 19, 2025 Hallo Irene, heftig, was dir passiert ist. Gut das am Ende doch alles gut gegangen ist. Ich weiß noch als ich von der Intensiv auf die Überwachungsstation kam und gefragt habe, was die ganzen Schläuche und Kabel an mir sind. Davor war ich zu sediert und hatte zuviel Schmerzen um zu fragen. Mir hat kein Mensch vorher erklärt, dass ich einen Schrittmacher mit einer Sonde/ Drahtkabel bekomme. War total geschockt. Habe dann verstanden, weshalb ich teilweise beim Schlafen aufgewacht bin von einem innerlichen Zucken. Beim ziehen der Drainagen wurde ich vorher aufgeklärt, dass man sie rausgeht. Beim ziehen der Sonde des Herzschrittmacher kam eine Ärztin und hat sie ohne Warnung rausgezogen. Husten hatte ich auch. Habe aber auch Asthma und hatte auch einen Pleuraerguss. Konnte kaum atmen auch noch 3 Wochen. Dachte ich wäre nicht Rehafähig. Es war jedoch die richtige Entscheidung direkt in Reha zu gehen. Zu Hause wäre ich nicht so schnell fit gewesen. Bist du jetzt schon in Reha? Quote
Irene Posted March 21, 2025 Author Posted March 21, 2025 Liebe Ella, liebe Marta, erstmal vielen Dank für Eure Zeilen! Ich war auch völlig ahnungslos über diese Schrittmachersonden. Jetzt habe ich ja auch noch eine abgeschnittene in mir, aber besser so als nochmal, was ich denke, ich nicht überlebt hätte. Leider musste die Reha tatsächlich verschoben werden. Ich habe Ende letzter Woche Fieber bekommen und kam nochmal in die Klinik. Ich habe einen Harnwegsinfekt und mehrere Atelektasen in der Lunge. Nun habe ich in der Klinik Levofloxacin intravenös bekommen, das muss ich bis Mittwoch oral weiternehmen. Es tut mir gar nicht gut, ich habe fürchterliche Alpträume, aber zumindest bin ich wieder zu Hause. Hoffe sehr die Lunge erholt sich wieder komplett. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Ruth Quote
MajaD Posted March 21, 2025 Posted March 21, 2025 Oh liebe Ruth, das klingt ja nicht so gut! Tut mir so leid, dass Du nach allem, was Du durchgemacht hast, jetzt auch noch dies erlebst. Ich wünsche Dir von Herzen gute Besserung und vor allem, dass Du dieses schreckliche AB nicht länger brauchst oder, wenn Du Probleme damit hast, zu einem anderen AB wechseln kannst (natürlich immer nach Rücksprache mit dem Arzt). Fluorchinolone können leider sehr starke Nebenwirkungen haben (Albträume gehören auch dazu, sind aber noch das Harmloseste) und sollten nur im alleräußersten Notfall gegeben werden. Pass gut auf Dich auf - gute Besserung und Erholung und dann hoffentlich eine erfolgreiche Reha! Alles Liebe, LG MajaD. Quote
Irene Posted March 22, 2025 Author Posted March 22, 2025 Liebe Maja, danke Dir! Leider habe ich ausgeprägt Allergien unter anderem gegen verschiedene Antibiotika, das vertrage ich (ha, ha) anscheinend. Ich glaube viele, wenn nicht alle hier würden die Zeit gerne zurückdrehen. Ich war vor der OP so fit und gefühlt gesund. Habe bis zum Schluss, in einem Beruf, der mir Freude macht Vollzeit gearbeitet. Jetzt bin ich völlig lädiert. Will nicht jammern, bin auch dankbar, was die Medizin und manche Ärzte leisten können. Sei mir umarmt, LG Ruth Quote
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