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Schilderung meiner gemachten Erfahrung zum Ablauf Krankenhausaufenthalt, etc bei Aortenklappenersatz


Tobi82

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Liebes Forum,

 

in der Vorbereitung auf meine eigene anstehende OP habe ich hier oft gestöbert. Nicht so sehr aus fachlichen Gründen, denn ich bin selbst Arzt (Allgemeinmedizin). Sondern vielmehr bezüglich des „drum herum“ die OP betreffend, die Auswirkungen auf die Psyche, oder auch was bei euch so die jeweils individuelle Rationale für/wider biologischen oder mechanischen Aortenklappenersatz war. Denn auch wenn ich selbst Arzt bin, so war und bin ich in diesem Fall zunächst Patient und Mensch mit allen zugehörigen Sorgen und Ängsten und auf diese Rolle bereitet mich mein Berufsalltag dann doch eher nur marginal vor. Die vielfältigen teils sehr menschlichen Berichte hier haben mir sehr geholfen im Vorfeld. Allseits Danke dafür. 

 

Bei mir stand nun also auch eine Operation der Aortenklappe (ab jetzt abgekürzt als „Ao-Klappe“) an. Insofern möchte ich meinen Beitrag hier mit einem (hoffentlich nicht zu ausführlich-langweiligen) Bericht leisten. Zumal, wie ihr lesen werdet nicht zwingend alles glücklich im Vorfeld gelaufen sein mag. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass auch wenn ich selbst Arzt bin, mich dennoch bemüht habe eine möglichst laien-verständliche Sprache gefunden zu haben. Man sehe es mir nach, wenn dies nicht immer gelungen sein mag:

 

1.) Das Warum der OP: 

Die OP wurde wegen einer tumorartigen Struktur an der Ao-Klappe anberaumt (V.a. Fibroelastom mit zudem begleitend leicht- bis mittelgradiger exzentrischer Ao-Klappen Insuffizienz und bereits leicht erweiterter linker Herzkammer bei allerdings erhaltener Pumpfunktion) Ich hatte als Kopfmensch/ Kopfarbeiter (Akademiker) schlicht Angst vor dem mit Fibroelastomen einer bestimmten Grösse einhergehenden erhöhten Schlaganfallrisiko und zudem bemerkte ich definitiv einen gewissen körperlichen Leistungsabfall in den letzten 2 Jahren, wobei ich mich für mein Alter (Anfang 40) dennoch durchaus als einigermaßen sportlich zählen würde. Seitens der Kardiologie, wo im Sommer 2022 das TEE („Schluckecho“) durchgeführt wurde, wurde zunächst die Empfehlung zur Beobachtung ausgesprochen. Ich holte mir allerdings auch zwei voneinander unabhängige herzchirurgische Expertisen ein. Beide hielten zum einen die Verdachtsdiagnose (Fibroelastom) für plausibel und empfahlen zum anderen unabhängig voneinander ausdrücklich die operative Versorgung bereits zu diesem Zeitpunkt. TTE, TEE, zudem Kardio MRT und Koronar CT liefen im Vorfeld, Bilder und Befunde lagen dem herzchirurgischem Fachkollegen natürlich jeweils vor. Die Struktur mit dem V.a. auf ein Fibroelastom war im MRT bzw (nebenbefundlich auch im CT)jeweils knapp > 1cm beschrieben, im TEE (der genaueren Diagnostik bezügl. Klappenanomalien) knapp <1cm. Die 1cm Grenze ist bei solchen Tumoren meines Wissens nach in etwa die Grenze, an der man eher „pro OP“ empfiehlt u.a. aufgrund des zugehörigen embolischen Schlaganfallrisikos (Bildung von Gerinnseln am Tumor bzw Abgang von Tumoranteilen selbst). Im auch für mich schwierigen Prozess der Entscheidung pro/contra OP zu diesem Zeitpunkt angesichts der divergierenden Empfehlungen der Kardiologie bzw Herzchirurgien entschied ich mich letztlich für die Operation. Man muss dazu wissen, dass solche Herztumore (Fibroelastome) per se eher selten sind und entsprechend die Evidenzbasis bezüglich des optimalen Behandlungszeitpunktes zumindest nicht allzu hoch ist. Meine persönliche Entscheidung, siehe unten, kann ich nun im Nachhinein eher als unglücklich bezeichnen.

 

2.) Die OP selbst + Wahl der Klappe:

Letztlich wurde ich nun Mitte Januar 2023 operiert, wobei sich der mutmaßliche Tumor intraoperativ als schlichtweg tumorartig stark verdickte, „steinhart“ verkalkte und verbackene bikuspide Aortenklappe herausstellte, wobei eine Rekonstruktion (die ich natürlich bevorzugt hätte) aufgrund der Ausgeprägtheit des Verwachsungsbefundes laut Aussage des zweifellos sehr erfahrenen Operateurs nicht seriös sinnvoll gewesen wäre. Ergo: Ich habe nun eine neue Aortenklappe. Wobei ich mich im Vorfeld (bei Nicht-Machbarkeit der Rekonstruktion) für eine biologische Ao Klappe entschieden hatte, wenngleich mein Alter, Anfang 40 (keine für die Klappenwahl relevanten Vorerkrankungen), natürlich eine mechanische Ao Klappe nahe gelegt hätte. Meine persönliche Rationale f. die biolog. Ao Klappe war letztlich der dadurch mögliche Verzicht auf Marcumar und zudem der psychische Aspekt (ca. bis zu 1/3 der Patienten nehmen (nach Schwedischen Daten) bekanntermaßen die typischen „Klack-Geräusche“ beim Schlafen als störend wahr (mit entsprechenden Schlafstörungen)) bei ohnehin sehr leichtem Schlaf bei mir. Ich habe nun also eine „Inspiris resilia“ von Edward Science. D.h. ich habe mich im vollen Bewusstsein der möglichen Konsequenzen (Haltbarkeit vielleicht 10 (oder weniger) Jahre oder wenns sehr gut läuft (aber sicherlich eher unwahrscheinlich) 15+ Jahre) für eine biologische Klappe entschieden mit der Hoffnung, dass es in der Zwischenzeit einen gewissen wissenschaftlichen Fortschritt gibt, der zumindest das Re OP Risiko etwas absenkt (schonendere Op Verfahren/ Zugangsmöglichkeiten, kürzere Zeiten an der Herz-Lungenmaschiene, etc) oder alternativ bis dahin TAVI Verfahren auch bei jüngeren Menschen sinnvoll (und ggfs wiederholt) durchgeführt werden können (was zumindest derzeit nicht ersthaft absehbar ist; an dieser Stelle für den Laien hier der es nicht ad hoc weiss: Mit einer TAVI ist der kathetergestützte Ao Klappenersatz gemeint (i.d.R. über die Leistenarterie), heutzutage zwar breit verwendet aber sinnvoll i.d.R. nur bei Menschen mit zu hohem OP Risiko, d.h. vor allem älteren Menschen. Menschen, bei denen die angenommene Restlebenszeit in der Regel kürzer ist als die Klappenhaltbarkeit. Wobei hier sicherlich viel im Wandel ist derzeit).
Eine gewisse Wette auf die Zukunft bin ich also gewissermaßen eingegangen, was ich an dieser Stelle natürlich ausdrücklich nicht (!) empfehle unreflektiert nachzuahmen, sondern sich natürlich gut herzchirurgisch/kardiologisch beraten zu lassen. Zumal mir bewusst ist, dass es für verschiedene Wege jeweils gute Gründe pro/contra gibt und mein Weg, rein wissenschaftlich-rational betrachtet, nicht zwingend ein Überhang auf der „pro“ - Seite haben wird. Im übrigen, da hier auch der ein oder andere herzchir. Fachmann möglicherweise mitliest: in früherer (=präop) Kenntnis des tatsächlichen OP Befundes (bikuspide Ao Klappe) wäre ich wohl noch (!) nicht operiert worden. Hier war ich zweifellos früh dran. Der mich operierende sehr erfahrene Chirurg meinte zwar nach der Op zu mir, angesichts des ausgeprägt pathologischen morphologischen Befundes hätte er meiner vorhandenen Klappe auch so maximal noch 2 Jahre gegeben, was mich in gewisser Weise trösten mag und mir das Gefühl gibt, es passt (zeitlich) schon so alles wie es ist. Aber es ist mir natürlich klar, dass gerade bikuspide Ao-Klappen einen sehr variablen Verlauf zeigen und auch vermeintlich (morphologisch) schwere Befunde noch sehr unterschiedlich lange (klinisch) stabil bleiben. Ob ich nun also noch 2 Jahre ohne OP oder vielleicht 5 Jahre ausgekommen wäre? Spekulationen helfen im Leben selten weiter, die Zeit ist besser genutzt sich mit dem „Hier und Jetzt“ zu arrangieren. Und ich bin gerade auf gutem Wege mich damit zu arrangieren. In meinem Fall war die Vorfeld gelaufene Bildgebung einfach für meinen speziellen (vor allem TEE, aber auch MRT und CT) Befund anscheinend zu uneindeutig, als dass hier die alternative Verdachtsdiagnose einer bikuspiden Aortenklappe aufgekommen wäre. Es ist schade, aber nun schlichtweg nicht mehr zu ändern. Nur der Vollständigkeit halber: in gleicher Sitzung wurde - wie natürlich präop abgesprochen - ein ASD mit einem Patch verschlossen, da ich ja „schon einmal offen“ war. 

 

3.) Nach der OP: Die Zeit im Krankenhaus. Hier möchte ich explizit auch bei mir vorhandene Nebenwirkungen von OP und Narkose aufführen. Vielleicht hat der ein oder andere ja ähnlich empfunden oder möchte wissen was im Einzelfall auf einen zukommen kann (aber natürlich nicht zwingend muss). Ich bitte aber darum hier nicht fehl zu glauben, dass alles so bei jedem auftreten mag. Dies sind nur meine persönlichen Erfahrungen, die ich gerne teilen möchte, da ich glaube, dass über nicht wenige solcher möglichen Punkte im Vorfeld einfach wenig bis gar nicht informiert bzw gesprochen wird. Und, ganz ehrlich, auch hier im Forum es nicht immer einfach wahr Detailbeschreibungen zu (zeitnah zur OP liegenden) OP Nachwirkungen zu finden.

  • Auch von früheren (banalen) OPs bekannt, ist bei mir eine gewisse PONV („post operative nausea and vomiting“) Neigung vorhanden. Diese hat gnadenlos zugeschlagen nach der Herz OP. Fünf Tage lang habe ich wiederholt erbrochen nach der OP. In Intensität mit der Zeit zwar leicht abnehmend, aber dennoch (vor allem psychisch) sehr belastend. Die üblichen Dinge (Vomex, Ondansetron, Droperidol, etc) haben kaum geholfen. 
  • Damit verbunden hatte ich eine überaus starke Geruchs-/ Geschmacksempfindlichkeit. Gerüche/Geschmäcker habe ich also zunächst sehr intensiv und teils völlig anders als präoperativ wahrgenommen. Vieles war mir also zunächst zuwider, selbst Tabletten (z.B. Metamizol) habe ich in ihrer geschmacklichen Note wahrgenommen wie nie zuvor. Das führte (neben der Übelkeit) dazu, dass ich zunächst nur wenig Essen konnte. Zum Beispiel habe ich anfangs nur milden FruchtJoghurt (warum auch immer) vertragen, später dann auch Mischbrot mit Butter (aber Käse oder Wurst ging gar nicht), Mittagessen über eine Woche postop noch nicht angerührt habe, etc. Erst an Tag 9 postop konnte ich erstmals wieder weitgehend alles Essen, wobei dies parallel auch mit einer Entspannung (also zumindest Minderung) der geschmacklichen/geruchlichen Überempfindlichkeit  einherging. Mittlerweile (einige Wochen nach OP) hat es sich vollständig normalisiert.
  • Zudem hatte ich initial Durchfall, nachher dann bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus weichen Stuhl. Hier kann ich nur sagen: Gott sei Dank. Denn, wie viele von euch zweifellos bestätigen können: Pressen ist in der Anfangsphase (erste Wochen) nach erfolgter Sternotomie kaum möglich. Solltet ihr hingegen über Verstopfung leiden, so zögert bessert nicht euch helfen zu lassen. Das Ärzte-/Pflegeteam hat hier in der Regel einige wirksamen Dinge auf Lager. 
  • Meine psychische Situation, auch angesichts dessen, dass mir nun bewusst wurde, dass die OP f den letztendlichen Befund einer bikuspiden Ao Klappe doch eher früh kam, war in den ersten Tagen nach der OP wahrlich überschaubar. Wobei hier die oben beschriebene PONV Situation natürlich auch einen relevanten Anteil hatte. Ich war zweifellos weinerlich, wenn ich alleine im Zimmer und unbeobachtet war. Mit Rückgang der Übelkeit, zunehmenden Mobilisierung und intensiven Gesprächen mit dem Operateur wie auch früheren Kolleginnen und Kollegen (Ärzten, MFAs, Pflegern) aus dem Krankenhaus (hatte früher einen Teil meiner Weiterbildung dort durchlaufen) und natürlich der größten Stütze in dieser Zeit, meiner lieben Ehefrau, gings mir dann aber genauso rasch besser. Wie gesagt, mittlerweile habe ich mich gut mit der Situation arrangiert und empfinde eigentlich keine relevante psychische Belastung mehr.
  • Eine neue Erfahrung für mich waren zudem optische Halluzinationen in den ersten gut 4 Tagen nach OP, von Tag zu Tag aber abklingend in dieser Zeit. An den Rändern des Gesichtsfeldes hat mal was gekrabbelt, oder wenn ich die Augen geschlossen hatte sah ich teils völlig abstruse Dinge wie ein Relief von Felswänden, etc. Zudem hatte ich sehr intensive Träume die sich bizarr reell anfühlten. 
  • Was mir ehrlich gesagt vorher nicht so bewusst war, aber eigentlich jeden nach so einer Op mehr oder weniger betrifft, waren die ausgeprägten Wassereinlagerungen (Lymphödeme). Am Tag nach der OP hatte ich mal eben 12 Kg mehr an Gewicht als am Tag vor der Op. Natürlich waren die Flüssigkeitseinlagerungen der Schwerkraft nach primär in den abhängigen Körperpartien, also initial in den Händen, der Bauchdecke, Genitalbereich und den Beinen. Später waren dann nur noch die Beine und Füße betroffen. Das  damit verbundene Spannungsgefühl war eine zweifellos einmalige Erfahrung auf die ich gerne verzichtet hätte aber nunmal (individuell mehr oder weniger) dazu gehört. Was hat geholfen: Schlichtweg die Mobilisierung/ zunehmende Bewegung, zudem natürlich Diuretika („Wassertabletten“) und in meinen Fall auch Lymphdrainage. An Tag 12 nach OP hatte ich in etwa mein Ausgangsgewicht wieder.
  • Unglücklich, wobei hierzu wohl „jüngere Männer“ möglicherweise eher neigen, war zudem ein vorübergehender begleitender Perikard-/Pleuraerguss, der allerdings nicht punktionswürdig war. Dennoch: entsprechend überschaubar gut war die Luft bei schon einfachen Belastungen. Und ich war hierdurch länger im Krankenhaus als ursprünglich gedacht. Genannter Perikardeguss begleitet mich derzeit (also einige Wochen nach OP) in geringen Maße auch noch, zudem ein naturgemäß niedriger postoperativer Hämoglobinwert von etwa 10g/dl. Die Kombination macht einem nicht gerade Lust dazu, sich über Gebühr zu belasten.
  • Die üblichen Schmerzen im Brustkorb über der Narbe und dem verletzten Sternum („Brustbein“) waren für mich bisher eher erträglich und mit nur geringen Analgetikabedarf (NSAR ausreichend) gut in den Griff zu bekommen.
  • Auch typisch ist ein gewisser Hustenreiz in den ersten Tagen nach der OP, der Intubation und dem intraoperativen TEE geschuldet. Zwar typisch aber nicht minder unangenehm, denn ein jeder Hustenreiz macht wahrlich keine Freude aufgrund des verletzten Brustkorbs. 

 

Zusammengefasst bin ich nun ein Träger einer biolog. Ao Klappe mit allen zugehörigen Problemen und Risiken (Degeneration, Endokarditisrisiko, etc). Dies für den letztendlichen Befund mutmaßlich ein paar Jahre zu früh, aber letztlich gilt es mit der Situation zu leben. Es läuft halt nicht immer alles glatt im Leben, wer von euch hier könnte hier kein Lied von singen. So hoffe ich, dass die Klappe möglichst lange hält (für den der damit was anfangen kann zur Info: die postop mean/peak Gradienten liegen zumindest in der Norm) und vor allem auch frei bleibt von einer Endokarditis (wobei ich hier zuvor mit der nicht bekannten bikuspiden Ao Klappe natürlich auch ein erhöhtes Risiko hatte, aber wohl vermutlich noch etwas unter dem Risiko eines künstlichen Klappenersatzes liegend; wenngleich ich hier keine genaueren Vergleichszahlen in der Literatur fand).

 

Ich hoffe euch mit dem Bericht nicht gelangweilt zu haben und werde nach der nahenden Reha - wenn gewünscht- gerne was zum Verlauf/Ablauf, etc schreiben.

 

Die im Vorfeld beteiligten Herzchirurgien bzw Kardiologie habe ich bewusst nicht namentlich/örtlich aufgeführt, um hier angesichts des oben geschilderten kniffligen, teils unglücklichen Verlaufs nicht Gefahr zu laufen eine Art „Rufschädigung“ zu betreiben. Nicht immer ist alles eindeutig und es läuft halt nicht immer alles glatt in der Medizin, wie ich jetzt selbst am eigenen Leib erfahren durfte. Zumal ich mich im letztlich operierenden Krankenhaus bestens aufgehoben und betreut gefühlt habe, von den Ärzten über die Pflege bis hin zur Physioabteilung. Ich bitte also schon mal präventiv von Nachfragen bezüglich der Nennung der Herzchirurgien abzusehen… ;-)

Edited by Tobi82
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  • Tobi82 changed the title to Schilderung meiner gemachten Erfahrung zum Ablauf Krankenhausaufenthalt, etc bei Aortenklappenersatz

Hallo Tobi,

 

danke für deinen interessanten ausführlichen Bericht zu deiner Krankengeschichte. 

 

Aufgrund deiner Schilderungen glaube ich aber eher nicht, dass der OP-Termin zu früh war. Eine Operation hätte ja relativ zeitnah ohnehin vorgenommen werden müssen. Ein weiteres Hinauszögern hätte nur die psychische Belastung, im Wissen um eine Zeitbombe im Körper, weiter verlängert.  

Ich kenne das auch aus meiner Krankengeschichte. Ich habe mit der OP sehr lange gewartet und bin im Nachhinein froh, dass es dabei nicht zu einer Katastrophe gekommen ist. 

Das Endokarditis-Risiko ist mit einem Aortenklappenersatz natürlich ein ständiger Begleiter. Aber mit der nötigen Vorsicht und Prophylaxe ist es gut beherrschbar.

 

Du wirst sehen, es geht nun Tag für Tag aufwärts, wenn auch zwischenzeitlich mal kleinere Rückschläge eintreten.

 

Für deine Reha wünsche ich dir alles Gute, und natürlich weiterhin eine gute Genesung.

 

Grüße
Dietmar

 

 

PS. Ein Folgebericht von dir würde mich sehr freuen.

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Hallo Dietmar,

 

Danke für deine nette Antwort. Wie gesagt, ich mache gerade meinen Frieden damit wie es letztlich gelaufen ist. Zumal, wie gesagt, auch heutige Medizin nunmal manchmal ihre Lücken hat. Daher will ich auch niemand „Schuld“ zuweisen oder den Begriff „Schuld“ überhaupt verwenden.

 

Denn ich bin zwar nun recht früh für die letztendliche Diagnose operiert worden, aber früher oder später wäre ich ohnehin dran gewesen. Der Chirurg sagte mir ja ohnehin in seiner Einschätzung, dass die Klappe wohl nicht mehr lange (s.o.) gehalten hätte. Er sagte aber auch, dass ich aus Chirurgensicht ein idealer, da noch nicht relevant eingeschränkter, OP Kandidat gewesen sei. Denn eigentlich sehen die Chirurgen die bikuspiden Ao Klappen in der Regel erst, wenn die Lage nicht mehr tragbar ist, also nicht selten auch schon der Alltag Mühe macht. Deine Nachricht deutet ja auch in gewisser Weise darauf hin. Zumindest darum kam ich ja, wie Du schon schreibst,  herum und, wer weiss wofür es letztlich gut ist. 
 

Ich hoffe natürlich, dass ich in etwas mein altes Level der Belastbarkeit wieder erlange in den nächsten Monaten. Aber bin derzeit erstmal optimistisch, eher fast schon ungeduldig angesichts der nun gestarteten Reha/AHB. 
 

Also, Danke nochmals und schönen Sonntag noch,

 

Tobi

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Danke, dass du dir die Zeit genommen hast für einen so ausführlichen Bericht! 

 

Mein vollstes Mitgefühl für diese schlimmen ersten Tage post-op...

Da ist ja wirklich einiges zusammengekommen! 

 

Was die Übelkeit, Träume und "Halluzinationen" anbelangt: Ich bin überzeugt, dass das abgesehen von einer gewissen Veranlagung (und Risikofaktoren bzgl Delir) auch sehr mit dem Blutverlust zusammenhängt. Mich hat es zwar bei weitem nicht so arg erwischt (ich konnte "schon" am dritten Tag wieder ein wenig essen), aber ich könnte schwören, dass meine Übelkeit infolge zweier Infusionen besser wurde (die Antiemetika waren bei mir auch nutzlos): Volumenersatz nicht nur mit Elektrolytlösung sondern auch mit Plasma oder sowas ähnlichem, sowie am zweiten Tag eine Infusion mit diversen Supplementen - diese erhielt ich auf meine Nachfrage hin wegen meines Blutverlusts, weil ich mich so extrem schwach fühlte, und eben nichts essen konnte und deshalb fragte, ob man da nicht was tun kann, um die Blutbildung zu unterstützen) 

 

Interessante Studie zu dem Thema:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7034819/

 

Dir alles alles Gute für die weitere Genesung und Erholung!

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Hallo Mirjam, Danke für deine Genesungswünsche und überhaupt deine Antwort/ Anmerkungen. 
 

Tatsächlich passe ich zwar eher nicht zur Diagnose „postoperatives Delir“, da ich jederzeit nach der OP per se geistig voll auf der Höhe war (wenn ich nicht gerade erbrochen oder geschlafen habe). Also bspw auch von den optischen Fehlwahrnehmungen wusste, dass sie Fehlwahrnehmungen sind, während ich sie erlebte. Dennoch ein kurioses Erlebnis… ;-)

Jedenfalls eine spannende Studie, die Du da verlinkt hast. 
 

Gruß,

 

Tobi

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  • 3 weeks later...

Hallo Tobi,

 

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, der alles andere als langweilig ist :)

 

Ich wünsche Die alles Gute!
 

Grüße

Stephan

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So, nun noch die Schilderung der Reha Erfahrungen:

 

Meine Wunschrehaklinik(en) bekam ich nicht, da frühestmögliche Aufnahmetermine zu weit im Frühjahr gewesen wären. Also wurde es der Viertwunsch, die Frankenklinik in Bad Kissingen. Ich war drei Wochen dort zur AHB.

 

- Zur Administration: Dies lief tatsächlich recht unkompliziert, der Sozialdienst der Kinik, in der man operiert wurde, organisiert ja letztlich die AHB. Auch der persönliche Kontakt vorab mit der Frankenklinik war unkompliziert, das Personal der Patientenaufnahme, wie auch der Rezeption, war sehr freundlich und hilfreich. Das Aufnahmeprozedere am Aufnahmetag machte auf mich einen strukturierten Eindruck.

 

- Zur Klinik selbst: Die Klinik ist zweifellos in die Jahre gekommen, insbesondere die Patientenzimmer. Man hat sein Einzelzimmer wie (vermutlich?) üblich in der Rehaklinik, das Mobiliar ist aber sehr veraltet. Insbesondere die Stühle im Patientenzimmer waren eine Zumutung, länger als 10 Minuten war da kaum drauf zu sitzen. Ich habe mir dann ein Sitzpolster privat beschafft, damit gings einigermaßen (bequem ist aber etwas anderes). Die Betten sind nur manuell verstellbar, dies auch recht sperrig, was für einen Patienten mit kürzlich stattgehabter Sternotomie recht unglücklich ist. Ich hab da etwas improvisiert mit Händen und Füßen, dann ging es einigermaßen. Andere haben dafür die Schwestern rangeklingelt, auch das ist legitim und möglich. Eine elektrische Verstellung wäre sicher sinnvoll gewesen, zumal es auch keine "Bettleiter" zum Hochziehen aus dem Liegen oder dergleichen gibt. Sehr unkomfortabel so frisch nach Sternotomie. Die Matratzen sind wie üblich mit irgendwas gummiartigem überzogen, also ist nachts Schwitzen am Rücken angesagt, da man ja zunächst nur auf dem Rücken liegen soll. Der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss war ok, bequeme Polstersessel und einigermaßen warm klimatisiert bei ansonsten gefühlt eher schwacher Dämmung des Gebäudes.  Ach so, innerhalb einer Etage gibt es teils noch Zwischentreppenstufen, d.h. nicht alle Zimmer sind barrierefrei erreichbar, was auch für frisch operierte Herzpatienten ungünstig sein kann. Ich hatte ein solches Zimmer, vermutlich da noch nicht zu alt. Für mich war es ok, bis auf den An- und Abreisetag mit dem Gepäcktransport ins Zimmer bzw aus dem Zimmer heraus, da die Gepäckwagen (man soll ja noch nicht heben) nunmal mit Zwischenstufen nicht verwendbar sind. Da hätte die Klinik ggfs etwas mitdenken können. WLAN auf dem Zimmer kostet extra, im Gemeinschaftsbereich ists hingegen kostenfrei.

 

- zur Pflege: Ich kanns verstehen, die sehen viele Patienten unterschiedlichster Sozialisation und Freundlichkeit, arbeiten teils in Schicht (also mit Nachtdiensten und wochenends), da kann man schon mal etwas grantigen Gemüts sein. Aber insgesamt waren da echt einige "Drachen" älteren Baujahrs mit teils recht autoritären Gehabes dabei. Glücklicherweise in der Minderzahl, die meisten Pflegekräfte waren durchaus sehr freundlich. Irgendwie gehört eine Athmosphäre des Willkommenseins aber für mich zu einer Reha dazu, dies hatte ich hier also leider nicht immer erlebt. Vom Fachlichen und Professionellen her, was ja nunmal auch sehr wichtig ist, hatte ich aber wirklich durchweg einen sehr guten Eindruck.

 

- zur Physiotherapieabteilung: Auch hier ein recht heterogenes Bild aus meiner Sicht. Viele sehr junge Physiotherapeutinnen, teils noch in der Ausbildung, die fast durchweg einen sehr motivierten und (gemäß des Ausbildungstandes) auch kompetenten Eindruck gemacht haben. Von den älteren Semestern waren mir einige Herren der Zunft dabei, bei denen man hingegen den Eindruck hatte, dass die da ihre Zeit nur absitzen. So ein bischen das Klischee des öffentlichen Diestes bedienend. Bis auf wenige Ausnahmen hatte ich hier insgesamt für mich das Bild gewonnen, dass die Damen der Physioabteilung hier leistungs- und motivationstechnisch den Herren einiges voraus hatten.

 

- zum Ärzteteam: Meine ärztlichen Ansprechpartner(innen) haben einen guten Eindruck auf mich hinterlassen. Andere Patienten haben wohl teils andere Erfrahrungen gemacht. Einmal wöchentlich findet eine Visite mit dem Chefarzt und dem zuständigen Stationsarzt statt, hier kann man entsprechend Fragen stellen, wenngleich die Visite mit ca. 15 min recht straff getaktet ist.

 

- zur Kantine/ zum Service/ zum Essen: Die Qualität der verwendeten Zutaten fürs Essen war aus meiner Sicht gut, so zum Beispiel die Qualität vom Fleisch oder Fisch, vom Gemüse, etc. Der Geschmack hingegen recht fade und wenig gewürtzt. Nur eine Vermutung: Mag auch an der Situation liegen, dass der Essenssaal zusammengelegt ist mit der Nachbarklinik (Saale Klinik), wo primär adipöse Patienten und Typ 2 Diabetiker behandelt werden. Die sind dort verständlicherweise um den Einstieg ins Abnehmen und überhaupt eine gesündere Lebensführung zu schaffen. Da muss ggfs auch die Küche drauf abgestellt werden. Insgesamt war ich mit dem Essen zufrieden, war aber auch froh wenn ich bspw wochenends mal etwas Geschmackvolleres außerhalb der Klinik gegessen habe. Was mich wirklich gestört hat: Man kann sich zwar 24/7 Kaltwasser zapfen (und sollte entsprechend eine Mehrwegflasche mit großer Öffnung mitbringen), allerdings gibt es Warmwasser und Teebeutel nur während der Essenszeiten im Essenssahl. Eine Thermoskanne (während der Essenszeit zum Befüllen) mag hier zwar hilfreich sein. Das ist aus meiner Sicht dennoch mal echt am falschen Ende gespart, gerade im Winter. Wie schwer kann es sein im öffentlichen Bereich eine "Teebar" zu etablieren?  Es gibt übrigens nur einen Kaltwasserspender für die gesamte Klinik vor der Cafeteria. Hier wäre eine Lösung wie zum Beispiel für jedes Stockwerk ein Spender irgendwie sinniger.

 

- zur Zimmerreinigung: findet regelmäßig (täglich außer am Wochenende) statt, zumindest das Bad wird regelmäßig gewischt/ geputzt, man bekommt regelmäßig neue Handtücher. Die Bettwäsche wird glaube ich einmal pro Woche gewechselt. Passte soweit alles.

 

- Zu den Anwendungen: Wochenends lief hier gar nichts an Anwendungen, zumindest bei mir nicht. Überhaupt kann man sich für eine Nacht am Wochenende frei stellen lassen, also zum Beispiel nach Hause fahren. In Eigenregie kann man wochenends in begrenzten Maß (auf Öffnungszeiten achten!) etwas trainieren, also im Sportraum am Ergometer. Als operierter Herzpatient ist nämlich der einzige Sport, den man im Sportraum machen darf, das Ergometertraining. Kein Schwimmbad, keine sonstigen Fitnessgeräte. Das Ergometer ist zudem mit einem Chipkarteneinschub ausgestattet, wo jeder seine individuelle Wattzahl einprogrammiert bekommt, um beim Training seine Wattgrenzen nicht zu überschreiten. Hierhabe ich mich manches Mal etwas unterfordert gefühlt, war vielleicht aber auch etwas ungeduldig. Die individuellen Wattgrenzen wurden im regelmäßig stattfindenden Ergometertraining in der Kleingruppe (mit Herzfrequenzaufzeichnung und Blutdruckmessung) regelmäßig neu festgelegt. Wenn Anwendungen stattfinden, so ist die Dauer der Anwendung per se recht kurz. Für uns Rückenlieger nach OP ist zum Beispiel Rotlichttherapie ("Ferkellampe") angesagt, aber nur 10 min zwei bis drei mal in der Woche. Gleiches gilt für die Teilmassage (des Rückens im Sitzen), nur dass hier die Anwendungdauer 15 min war. Dann noch Sitzgymnastik (15 min), völlig abseits der individuellen Fitness und daher zwar nett aber (je nach individueller Konstitution)  definitiv unterfordernd (25 Watt Gruppe).  Diverse Schulungen/Vorträge und Unterrichte finden statt, die einen etwas längeren Zeitansatz (durchaus bis zu einer Stunde) haben und je nach Vortragenden durchaus gut waren. Zudem gibts einen Fernsehkanal im Zimmer wo manche Schulungen angeboten werden, allerdings (sehr unflexibel) nur selten und zu fixen Zeiten, ein "on-demand" Angebot wäre viel sinniger gewesen.  Ein echtes Highlight für mich war eindeutig die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen (vier Termine bei einer netten Psychologin), wobei hier leider die Gruppengröße (gefühlt ca. 20 Personen in einem kleinen Raum) sehr groß geplant war, was die Entspannung nicht zwingend vereinfacht. Man bekommt am Vortag (nachmittags bzw abends) immer den Plan für den nächsten Tag. Manchmal waren es an einem Tag nur zwei oder drei wirklich kurze Anwendungen und sonst nichts, andere Tage waren hingegen voll (insb mit Vorträgen/Schulungen). Mir war persönlich die Frequenz der Anwendungen oder generell des Tagesprogramms insgesamt etwas zu wenig. Man muss hierbei aber natürlich berücksichtigen, dass die Budgets durch die Krankenkassen bzw Rentenversicherungsträger für die Reha bzw AHB  nicht zwingend fürstlich sind. Unter Berücksichtigung der vorhanden Mittel mag es also angemessen sein, da fehlt mir aber schlicht der Vergleich zu anderen Rehakliniken.

 

- Zur Lage der Klinik: Wenn man also einen anwendungsarmen Tag erwischt hat, dann hat man entsprechend Zeit zum Erkunden des Ortes. Nun ist Bad Kissingen im Winter sicherlich nicht so reizvoll wie im Frühling oder Sommer, aber mir hat der Ort dennoch gefallen. Man kann schöne, lange und teils idyllische Spaziergänge an der Saale machen. Man bekommt von der Klinik eine Kurkarte ausgestellt und kann damit bspw die fast täglich stattfindenden Kurkonzerte kostenfrei besuchen wenns zeitlich passt. Und überhaupt ist es ein recht ruhiger und netter kleiner Ort (ok, immer im Auge des Betrachters, aber mir hats gefallen). Der Kurpark ist in ca. 5-10 min Fußweg (je nach persönlicher Fitness) recht gut von der Klinik aus erreichbar.

 

Fazit: Mich hat die AHB durchaus vorangebracht, bis zu den mir empfohlenen Herzfrequenzgrenzen kann ich zum Ende der Reha problemlos belasten. Drüber hinaus gehe ich in Absprache mit dem Kardiologen derzeit noch nicht. Die Frankenklinik in Bad Kissingen bietet aus meiner Sicht Licht und Schatten, vom Gesamtpaket her ziehe ich für mich aber ein insgesamt positives Fazit. Eine Renovierung (bzw Neumöbilierung) insbesondere der Patientenzimmer wäre aus meiner Sicht allerdings mal dringend nötig. Würde ich nochmal in die Frankenkkinik zur AHB gehen? Grundsätzlich ja, wahrscheinlich würde ich aber eher eine andere Klinik ausprobieren.

 

So, ich hoffe ein einigermaßen ausführliches und umfassendes Bild der Reha und Rehaklinik hinterlassen zu haben. Bei Fragen einfach melden.

 

Gruß,

 

Tobi

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Am 17.2.2023 um 22:54 schrieb Christkind:

Hallo Tobi,

 

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, der alles andere als langweilig ist :)

 

Ich wünsche Die alles Gute!
 

Grüße

Stephan

 

Danke für dein Feedback Stephan, auch Dir alles Gute.

 

Gruß,

 

Tobi

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Vielen Dank für deine Bericht, deine Erfahrung mit der Reha waren größtenteils ähnlich mit meiner Erfahrung in Bad Steben.

 

Der Oberarzt hatte mir gleich am ersten Tag gesagt das ich nach 3 Monaten ohne Widereingliederung wieder Vollzeit arbeiten kann. Das fand ich komisch, andere mit Beinbruch sollen sogar eine Widereingliederung machen, ich nach einer Not-op und Sternotomie nicht?

Und leider waren dort auch nur "Drachen" in der Pflege, als ich gesagt habe das meine Marcumar Dosis zu wenig sei, hat man mich nur angefahren und gesagt der Arzt wird schon wissen was er verschreibt, und was mir eigentich einfällt das zu bemängeln, schließlich sei ich ja kein Arzt und hab von Marcumar garkeine Ahnung. Als ich dann 3 Tage später wegen einer INR Entgleisung wieder an den Heparin Perfuser im Krankenhaus musste, hat man mich wieder angefahren, ich soll mich nicht zu anstellen, sind ja nur ein paar Tage und dann wäre ich ja wieder hier. Bin aber nicht wieder zurück...

 

Ich denke die Erfahrung wird bei den meisten Reha Kliniken sehr ähnlich sein. Alte runtergekommene Gebäude, zweitklassiges Personal, und Ärzte die keine Zeit für einen haben, drauf getrimmt einen gesund zu schreiben. Insgesamt bin ich von den Kliniken der deutschen Rentenkasse entäuscht. In Bischofsgrün hab ich nur meinen INR-Selbstbestimmungskurs gemacht (ambulant), aber gesehen das der Zustand des Gebäudes genauso schlecht und veraltet ist.

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