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Bevorstehende Mitralklappenrekonstruktion


Janine1987

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Hallo Zusammen, 

zu mir ich bin 34 Jahre alt und werde demnächst an meiner Mitralklappe operiert. Ich habe die Mitralklappeninsuffizienz bereits 17 Jahre und mir war klar das irgendwann der Tag kommen wird. Meine Klappe ist grenzwertig. Zwischen Grad 3 und 4. Der Vorhof minimal erweitert. Soll nach der Op wohl  wieder zurück gehen.

Es soll aber gemacht werden um weitere Schäden zu vermeiden. Und weil ich noch ein Baby möchte und es aktuell mit der Klappe ein zu großes Risiko wäre. 

 

Ich habe schon sämtliche Untersuchungen hinter mir. Das T.E.E. war bis auf die Klappe weiter gut nicht auffällig . Meine Spiro Ergometrie war voll belastbar. Mein Herz und Leisten CT ist auch durch. Ich warte jetzt nur auf das Finale Chirurgen Gespräch am 10.05 und dort bekomme ich den Termin.

 

Ich habe furchtbare Angst vor diesem Eingriff. Ich habe eine 4 jährige Tochter und bei dem Gedanken das was passieren könnte, könnte ich nur weinen. Angst vor dem Eingriff habe ich nicht. Nur vor der Herz Lungen Maschine und den ganzen Zugängen. Den Tagen danach. Das warten vor der OP macht mich verrückt.

 

Jetzt geht es mir gut. Ich nehme lediglich 2,5 mg Bisoprolol das war alles. Würde ich nicht wissen das ich den Defekt habe würd ich es noch nicht merken. Habe Angst davor nach der OP ein Trümmerhaufen zu sein. 

 

Ich habe mich für das Westdeutsche Herzzentrum Essen entschieden, da es in unmittelbarer Nähe ist und ich dort seit 15 Jahren zur Kontrolle gehen. 

 

Ich würde mich auf Rückantworten freuen.

 

 

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Hallo Janine,

 

ich bin am 11.02.21 im DHZ München an der Mitralklappe operiert worden, da sie undicht war und die Sehnenfäden abgerissen waren.(hochgradige Mitralklappeninsuffienz).Die Mitralklappe konnte Rekonstruiert werden. Ich wurde minimalinvasiv operiert und dabei noch das PFO verschlossen. War 2 Tage auf der Intensivstation und wurde nach 9 Tagen in die Reha entlassen. Alle Untersuchungen vor und nach der OP waren OK und meine Herzklappe funktioniert wieder einwandfrei. Die ersten 3-4 Tage nach der OP waren schon anstrengend aber da bekam ich genügend Schmerzmittel. Am 3. Tag habe ich dann nach und nach alle Schläuche und die Drainage raus bekommen und ich konnte schon aufstehen und danach schon langsam Gymnastik mit dem Physio machen.

Die Reha dauerte 3 Wochen. War bis Ende Mai 2021 krank geschrieben und machte zu Hause meine Übungen von der Reha und schonte mich. Habe 3 Monate Marcumar und Bisoprolol eingenommen. (Bisoprolol nehme ich immer noch)

Durfte 4-5 Wochen nach der Reha kein Auto fahren und nicht mehr als 5-10 kg tragen bzw. heben.

Alles gute und Schöne Grüße

Gerald

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Meine Frage muss eine stationäre Reha machen oder geht auch eine ambulante. Ich möchte meine Tochter nicht so lang allein lassen. Und es muss alles geplant werden.  Mein Mann muss auch arbeiten etc. 

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Hallo Janine,

ein Trümmerhaufen wirst du garantiert nicht sein. Deine OP ist geplant und du hast noch keine Symptome oder Einschränkungen.

 

Bei mir ist es jetzt ein Jahr her mit der Mitralklappenoperation und während es natürlich auch kein Spaziergang war, muss ich hinterher sagen, dass es nicht halb so schlimm war, wie ich es vorher gedacht hatte.

 

Ich hätte mir das Leben wohl noch einfacher gemacht während Reha und Krankenhaus, wenn ich gewusst hätte, bzw. mir zu Herzen genommen hätte, dass es halt einfach eine Weile dauert, bis die Dinge wieder normal werden. Betraf vor allem meine Zeiten mit Vorhofflimmern noch während ich im Krankenhaus war als auch während der Reha. Aber alles hat sich kurz nach Reha Ende in Wohlgefallen aufgelöst.

 

Reha habe ich übrigens ambulant gemacht. War kein Problem. Ich war im Herzpark Mönchengladbach. Meine OP war in Krefeld. Essen wäre aber auch in Frage gekommen.

 

LG

Karsten

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Hallo Janine,

 

ich war kurz vor der OP auch fix und alle. 2 Wochen von der Diagnose zur OP - ich wollte nur noch eines - operiert werden und wieder gesund werden. Ich hatte Riesenangst, daß ich es nicht schaffe. Aber - alle Ärzte, Stationsärzte, Aufklärungsärzte, der Operateur, der am Abend vor der OP persönlich zu mir auf`s Zimmer kam - ALLE waren so positiv. Einer meinte, daß ich in einigen Monaten dann wieder meinen Kraftsport ausüben könne. Ich war davon ganz verwundert aber er sagte nur: " Ja, natürlich ! Warum denn auch nicht ? "

 

Herz OP`s sind heutzutage so professionell - es ist ein wahrer Segen ! Es gibt so viele tolle Möglichkeiten, viele davon findet man hier im Forum. Hier gibt es so viele positive Geschichten, unglaubliche sportliche Leistungen nach solchen Operationen, dann die liebe Veronika Meyer, die hier im Forum aktiv ist und mit neuer Herzklappe unfassbare Bergtouren gemacht hat. ( Veronika R. Meyer, Gaias Gipfel - Mein Weg vom Gantrisch zum Mount Everest, Appenzeller Verlag 2011 )

 

Ich habe eine stationäre Reha gemacht, war mir lieber, weil ich mich einfach sicherer gefühlt habe. Ich hatte vor allem psychisch meine Probleme. Körperlich hätte ich mir wahrscheinlich viel früher mehr zutrauen können. 3 Wochen nach der OP habe ich in der Reha ein Belastungs-EKG gemacht - 150 Watt !! Ich weiß noch, wie sehr ich mich darüber gefreut habe und wie mir das wieder neue Türen geöffnet hat.

 

Meine Tochter war damals 8 Jahre alt, meine Frau arbeiten - aber fast täglich war jemand da. Schwiegermama, Eltern, Freunde - so viele liebe Menschen haben mich besucht. Und da merkt man, wenn man so viel lieben Besuch bekommt, daß man im Leben wohl einiges richtig gemacht hat. :wub:

 

Ich drücke dir ganz fest die Daumen - bitte halte uns hier auf dem Laufenden !! 

 

Ganz liebe Grüße vom Michi 

 

Du schaffst es !! :wub::wub::wub:

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Hi Janine,

 

ich weiß wie du dich fühlst. 
 

Als ich in Oktober 2018 meine mechanische Aorteklappe bekommen habe, war mein Sohn 2 und meine Tochter 3 Monate. 
 

Es war eine sehr schwere Zeit für uns. Ich habe viel geweint, als ich in der Rehaklinik war. Ich habe meine Kinder so vermisst, Vorallem mein kleines Baby. Mir kommen die Tränen wenn ich an dieser Zeit denke. 
 

Es ist eine große OP. Keine Frage. Aber es ist machbar.

 

Du wirst die OP überstehen. Du wirst wieder gesund werden um dazusein für deine Tochter. 
 

Du schaffst das. Die blödeste Zeit ist die Zeit vor der OP. 
 

Wenn du ein Kleinkind hast und der Papa arbeiten musst, hast du max 6 Monate Anspruch auf eine Haushaltshilfe.

Erkundige dich bei der Krankenkasse…

 

Ich habe während der Reha noch einen ambulanten Psychotherapie Platz ergattert bekommen. 
 

Ich drücke dir ganz fest meine beiden Daumen. 
 

Alles gut laufen. Und Herzzentrum Essen soll eine gute Adresse sein. 

ich drücke dich!!

 

lg

 

bea

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Vielen Dank für eure Antworten. Dies beruhigt mich ein wenig. Es muss alles gut laufen denn wir haben noch viel vor. 

Ich bin gespannt wie ich die Tage nach der OP verkrafte. Ich werde euch natürlich berichten.

Vielen Dank

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Nur noch eine Frage hattet ihr große Probleme nach dem Anschluss der Herz Lungen Maschine ? Schmerzen in der Leiste ? Ich habe große Angst vor dieser Maschine und bei dem Gedanken das das Herz still gelegt wird könnte ich wieder heulen.

 

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Hallo Janine, 

 

Das mit der HLM war für mich auch ein Graus, der Gedanke, dass ich für 4,5h nach meinem Verständnis tot war - klar nicht wirklich, aber wenn das Herz steht ist man das ja normal - das ist auch heute nicht zu begreifen.

Du bis 12 Jahre jünger als ich bei der OP und für mich war die ambulante Reha genau das Richtige. Aber nur weil meine EX- Frau zu der Zeit durchgehend die Kinder (da 10 und 13) genommen hat und sie mich nur besucht haben. Wenn Du eine Sternotomie machst, darfst Du Deine Kleine für 3 Monate nicht heben, Dein Mann muss da sein. 

Mit minimalinvasiv kenne ich mich da nicht aus, weiß nur, dass Rippen zwar auch schmerzhaft sind, aber viel schneller heilen als das Sternum. 

Die Reha war für mich sehr wichtig, hat mir geholfen wieder Vertrauen zu meinem Körper zu bekommen, der mich doch so im Stich gelassen hatte. Ob ambulat oder stationär kannst nur Du entscheiden. 

 

Ich kann Dir nur empfehlen, dass jetzt zu entscheiden und dann schon mal die anzusprechen, wo Du die machen willst. Als der soziale Dienst kam, konnte ich gleich sagen, dass ich eine ambulante bei... machen möchte und die auch freie Kapazitäten haben - ein Problem weniger. Ich war froh abends in gewohnter Umgebung zu sein und hatte öfter Besuch von meinen Kindern, die natürlich schon verstanden was mit Papa los ist und dass sie vorsichtig sein müssen. 

 

Alles Gute für Dich, 

 

Jens 

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Hallo Janine, 

 

ich kann mich nur dem Rest hier anschließen. Mach dir wegen der HLM keine große Sorgen. Die heutige Medizin ist so weit und im KH wird dir immer geholfen. Wenn du Schmerzen hast, sagt es schnell und früh genug. Die haben einiges Köcher, ich lag z.B. mit Schmerzen gekrümmt im Bett, wollte auch nicht mehr Tabletten als nötig nehmen, aber das ging dann nicht mehr anders. Nach 2 Tagen konnte ich den Zauber schon wieder absetzen und ging selbstständig schon wieder über die Flure der Klinik. Völlig verrückt, aber lös dich von deinen Ängsten.

 

Ein Tipp von meiner Seite aus, was mir auch für die Psyche gut getan hat (war ein Tipp aus einem anderen Forum); kapsel dich von Social Media, Messengern etc ab. Lass die Kommunikation über deinen Mann oder anderen engen Vertrauten laufen. Ich habe das allen vorher gesagt, wenn ihr Fragen habt sprecht XY an.

Wenn du die 27igste Nachricht bekommst, "ach du Arme, wie geht es dir" und "ach wie schrecklich", glaubst du auch irgendwann, das es schrecklich ist. Deine Gesundheit, körperlich und seelisch muss du in den Vordergrund stellen und jeder wird dafür Verständnis haben.

Hab Vertrauen in die Klinik und den Ärtzen und besonders den Pfleger:innen. Sie werden das möglichste Tun um dich schnell auf die Beine zu bringen.

 

Bezüglich Reha kann ich dir auch die ambulante Reha ans "Herz" legen. Such dir eine Reha bei dir in der direkten Nähe, gerade in unserem Alter, bin Anfang 40, ist das viel lockerer als die stationäre und du schläfst in deinem eigenen Umfeld am besten.

Der Leiter von meinem Herzteam meinte nur "sie können die Reha hier stationär machen, aber nach 2 Stunden geht ihnen das Gesprächsthema mit den alten Leuten hier aus" Wohlgemerkt, er war Mitte 50 und meinte auch, er würde das nicht stationär machen ;) und gerade mit deiner Kleinen bist du flexibel. Bei mir war i.d.R. um 15 Uhr Schluss und ich hatte noch was vom Tag.

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Mach dir keinen Stress, ist heute Standard. Versuche es positiv zu sehen, eine Herz OP ist heutzutage keine grosse Sache mehr. Ich hatte meine erste grosse Herzop mit ca. 23 ( angeborener Herzfehler). Damals hies es ohne OP würde ich die 40 nicht erreichen. Heute bin ich 58, hatte letztes Jahr eine weitere Herzop (MK Ersatzt) und ich bin wieder auf dem Damm. Alles Gute!

 

PS: ich habe auch in meiner Klinik nach der OP mich durch einen Psychologen mit betreuen lassen. Das hilft

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Zur Frage Reha oder nicht: Ich habe auch keine Reha gemacht nach Mitralklappenrekonstruktion und denke nicht, dass ich dadurch irgendeinen Nachteil hatte. 

Meine Tochter war damals knappe 4 Monate alt. 

Was ich wichtig finde: Dass du vorab Unterstützung für Haushalt+Kind und eine Physiotherapie organisierst (Physio, damit man bei Bedarf Übungen zur Atmung und Atemmuskulatur, außerdem Massage und bei Bedarf Übungen gegen Schmerzen machen kann).

Was mir wichtig war: Dass ich ein einfaches EKG machen kann (da gibt es verschiedene Geräte und Apps), damit ich nicht wegen Herzstolperern und hohem Puls zum Arzt fahren muss, wenn ich sichergehen will, dass ich kein Vorhofflimmern habe. (Mein Puls war noch lang nach der OP erhöht und Extrasystolen/Herzstolpern hatte ich vorher schon oft.)

 

Wegen minimalinvasiv: Da würde ich persönlich um ein Gespräch mit dem Chirurgen bitten, und ihm sagen, dass du als Mama natürlich große Sorgen hast: Dass du dich davor fürchtest, dass die OP bzw potentielle Folgen vom Anschluss an die HLM bewirken, dass du nicht mehr so gut für dein Kind da sein kannst. Ich hab meinen Chirurgen damals gefragt, wie lang bei Sternotomie/minimalinvasiver OP etwa die Abklemmzeit wäre und was er mir seiner Erfahrung nach raten würde, um möglichst wenige Komplikationen zu riskieren. Da mein Chirurg damals weniger Erfahrung mit minimalinvasiver OP hatte, wäre die Abklemmzeit nach seiner Erfahrung minimalinvasiv länger gewesen, womit für mich die Entscheidung klar war (bin also mit Brustbeinschnitt operiert worden). Chirurgen mit viel minimalinv. Erfahrung sind aber laut Studien so ziemlich gleich schnell wie mit Sternotomie.

 

Was das Tragen von Kindern nach Sternotomie anbelangt: starkes Husten oder Öffnen einer Auto-/Haustür kann  mitunter eine wesentlich stärkere Belastung für das Brustbein sein als das Tragen eines Kindes. Mir sagte ein renommierter Chirurg, dass man als gesunder Mensch nach 14 Tagen das Brustbein ohne Bedenken wieder nach und nach (kontrolliert) stärker belasten könne und dass es keine Evidenz dafür gäbe, dass man 3 Monate nicht schwer heben soll.

Und bei minimalinvasiver OP ist man (abgesehen von Schmerzen,  Atemvolumen, Blutdruck) sowieso (theoretisch, und wenn man keine Komplikationen hat) kaum eingeschränkt, was die Belastbarkeit anbelangt. 

 

Was die Kinderbetreuung direkt nach der OP betrifft: Man muss sich halt drauf einstellen, dass man am Anfang noch ein paar Wochen weit von 100% Leistungsfähigkeit entfernt ist. Zumindest nach Brustbeinschnitt atmet man nach der OP erstmal eine Weile sehr flach, kommt bei jedem Schritt außer Atem, und ist zunächst sehr kraftlos. Das kann dann nach kurzer Zeit extrem schnell aufwärts gehen, kann aber auch eine längere Weile andauern. 

Weil man halt keine Garantie hat, wie es läuft, würde ich sicherheitshalber zumindest für die ersten zwei Monate Hilfe im Voraus organisieren, so gut es geht. 

Ich konnte nach 3 Wochen alles unbedingt Notwendige allein machen, aber mit Baby hat man ja noch deutlich mehr Ruhepausen als mit einem 4jährigen Kind.

 

Alles Gute jedenfalls! Hier werden dir ganz viele Daumen gedrückt werden!

Die Zeit vor der OP war für mich wegen der vielen Sorgen das allerschlimmste.

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zum Thema Reha oder nicht: Unbedingt machen, da wenn du später mal eine Reha oder Kur beantragen willst und festgestellt wird, das du keine nach so einem großen Eingriff gemacht hast, eine Ablehnung sehr wahrscheinlich ist. Der Sozialdienst im Klinikum hatte mich extra darauf hingewiesen, gerade auch weil ich noch so jung bin und Sie gerade massiv Probleme mit ehemaligen Patienten haben, die eine Reha abgelehnt haben, nach dem Motto "Hätte ich das vorher gewusst..."

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vor 3 Stunden schrieb flophi:

zum Thema Reha oder nicht: Unbedingt machen, da wenn du später mal eine Reha oder Kur beantragen willst und festgestellt wird, das du keine nach so einem großen Eingriff gemacht hast, eine Ablehnung sehr wahrscheinlich ist. Der Sozialdienst im Klinikum hatte mich extra darauf hingewiesen, gerade auch weil ich noch so jung bin und Sie gerade massiv Probleme mit ehemaligen Patienten haben, die eine Reha abgelehnt haben, nach dem Motto "Hätte ich das vorher gewusst..."

Vielen Dank. Ich werde auf eine Fall eine Reha machen  . Hab mich schon informiert und angefragt bei ambulanten Stellen der Contilia in Essen.

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  • 2 weeks later...

Liebe Janine,

ich bin 41 Jahre alt und bin heute, 7 Tage nach OP wieder zu Hause :-)

Minimalinvasive Mitralklappenrekonstruktion im Herzzentrum Bad Krozingen.

Das schönste war heute für mich, meine Kinder wieder zu sehen.

Nach einer Woche geht's weiter in Reha, das bricht mir schon jetzt das Herz, obwohl die zwei schon 8 und 10 Jahte alt sind. Mit einem vierjährigen Kind so lange weg zu sein, oder manche hier mit noch kleineren Kindern, ist echt sehr sehr hart. Das tut mir so leid für alle, die da durch müssen.

Aber was bleibt für eine Wahl...

Meine OP ist super verlaufen, vor der Herz-Lungenmaschine hatte ich keine große Angst. Klar ziept es danach in der Leiste, aber nun nach 7 Tagen kaum noch. Meine größten Probleme sind im Moment meine Verdauung, da geht gar nichts und ich kann kaum was essen, deshalb fühle ich mich sehr geschwächt. Außerdem habe ich nachts echt fiese Nervenschmerzen, die mich kaum schlafen lassen.

Minimalinvasiv klingt so niedlich, aber ich bin jetzt eine Woche post OP überhaupt nicht in der Lage, etwas zu Tragen oder so. Bin froh, wenn ich selbst oben die Treppe angekommen bin.

Ich finde das ist alles schon eine ganz schön große Sache, die körperlich wie psychisch erst mal verarbeitet werden und ausheilen muss.

Die ersten beiden Tage nach OP waren echt hart, ich hatte Dauermigräne und Übelkeit. Sonst Schmerzen echt wenig.

Als der Drainageschlauch am 2. Tag rauskam, ging alles schnell bergauf und mit weniger Schmerzmitteln fühle ich mich jetzt auch wieder mehr wie ein Mensch.

Nun entspannt in die Reha gehen, kann man als Mama wahrscheinlich nie. Mit Kindern sind solche Einschnitte eine extreme Belastung für alle.

Ich tröste mich damit, dass ich eine Erkrankung hatte, die relativ gefahrlos und mit so gutem Ergebnis geheilt werden konnte. Ich habe durch den Eingriff nun eine vollkommen dichte Herzklappe, dafür bin ich unendlich dankbar!! Das ist doch ein Wunder. Manche Leute haben Kinder und unheilbare Krankheiten, da wöllte ich nun wirklich nicht tauschen.

In jeder Krise steckt auch eine Chance. Ich gebe dir als Tipp: Geh sie Sache mutig, tapfer und zuversichtlich an, das spürt dann auch dein Kind. Es darf vielleicht die Erfahrung machen, dass das Leben ganz schön durcheinandergeschüttelt werden kann und danach alles wieder gut wird, wenn alle fest zusammenhalten und sich unterstützen.

Jetzt steht deine Gesundheit an erster Stelle.

Ich wünsche euch viel Kraft für die nun bevorstehende Zeit!

Viele Grüße, Claudia

 

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Hallo Zusammen, 

 

ich hatte gestern meine Op-Vorbereitungsuntersuchungen ( CT Leisten, Doppler Sono, Lungenfunktionstest etc). Das Chirurgengespräch habe ich erst am 10.05.22.

Allerdings hatte ich gestern ein ambulantes Vorgespräch und dieses hat mich total verunsichert. Bei mir wird eine minimal invasive Rekonstruktion angestrebt. Der Arzt meinte jedoch das diese OP Wahl viel schmerzhafter ist als eine Sternotomie. Auch die HLM wird per minimal invasiv 3-4 Std genutzt bei der Sternotomie rund 2 Std. Ich dachte immer die minimal invasive OP ist eine schonernde als die Brustbeinöffnung. 

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Hallo Janine,

das Fiese an dem minimal-invasiven Eingriff ist halt die Rippenspreizung, die tut echt weh. Meine Nervenschmerzen an den Nahtstellen, die kaum auf Schmerzmittel angesprochen haben, sind seit heute fast weg :-)

Die Rippenschmerzen kann man mit Schmerzmittel behandeln  und dann ist man mit dieser Methode halt schnell wieder belastbar. Mit Brustbeinschnitt muss man sich halt konsequent schonen und Bewegungen mehr kontrollieren, das fände ich mit Kind jetzt schwierig. Außerdem hat man mit minimal-invasiv nicht die hässliche Brustnarbe.

Keine Angst vor der HLM! Du bist jung und hast bestimmt gesunde Arterien. Du bekommst ja nicht mit, wie viele Stunden du da dran hängst.

Viele Grüße

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Am 27.4.2022 um 14:16 schrieb Mirjam:

@ClaudzgeHerzlichen Glückwunsch und weiterhin eine gute Genesung!!

Sehr, sehr schön geschrieben! :)

Vielen Dank!!

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Ich hatte zuerst eine minimalinvasive MKR und ein paar Jahre später eine Herz-Op mit Sternotomie. Ich kann nicht sagen, dass die MKR so viel schmerzhafter, oder umgekehrt die Sternotomie deutlich weniger schmerzhaft war. Beides war nicht toll, aber dank ausreichender Schmerzmittel durchaus auszuhalten. 
Alles Gute! Steffi

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@Janine1987 Weißt du schon, wer dich operieren wird? Dann könntest du auch  direkt den Chirurgen anschreiben und ihm das schreiben, was du auch hier geschrieben hast.

Mir war es wichtig, dass mein Chirurg mit der Variante operiert, die er persönlich besser findet. Mein Chirurg hatte damals aber auch noch kaum Erfahrubg mit minimalinvasiver MK-Rekonstruktion.

 

Für Leute unter 50 ist die HLM in den allermeisten Fällen kein Problem, auch wenn die kardiopulmonale Bypasszeit etwas länger ist. Eine lange Abklemmzeit (die ist kürzer als die gesamte Zeit an der HLM) erhöht ein wenig das (sehr geringe) Risiko, dass man das im Nachhinein spürt. Mehr Migräne und (extrem selten) Schlaganfälle.

Dafür ist bei minimalinvasiver OP der Blutverlust geringer (was auch dazu beiträgt, dass man schnell wieder zu Kräften kommt) und auch das Risiko einer Wundinfektion ist geringer.

 

Aber da die Risiken für so junge Menschen sowieso sehr sehr klein sind, ist es wahrscheinlich völlig unnötig, sich überhaupt Gedanken darüber zu machen. Tut mir leid, falls ich dich mit der HLM verunsichert habe.

 

Es wird bestimmt so oder so gut laufen! 

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Vielen Dank für Eure Antworten. Das hilft mir wirklich. Ich möchte nur noch endlich den Termin haben und alles hinter mich bringen. Das warten und die Gedanken machen einen Wahnsinnig . 

 

Am 10.5 hab ich das Gespräch mit meinem Chirurgen Prof. Dr. El Gabry und werde dann noch einmal sämtlliche Bedenken äußern. 

 

Danke .

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Hallo,

ich hatte vor 10 Tagen eine Mitralklappen- und Trikluspedalklappenrekonstruktion minimalinvasiv. Dort hatte ich dann 48h einen sogenannten Block gesetzt bekommen, der mit Hilfe einer Pumpe die Region der Rippenspreizung betäubt. Dadurch waren die Schmerzen sehr erträglich. Diese Methode wird schon in mehreren Herzkliniken eingesetzt.

Gruß

Wibke

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Hallo alle zusammen,

 

Ich habe mich schon vor einiger Zeit hier angemeldet. 

Interessant lese ich alles hier mit. Jetzt möchte ich mich selbst zur Wort melden.

Diese Woche werde ich im Herzzentrum Leipzig an der Mitralklappe minimalinvasiv operiert. Im Januar wurde festgestellt das die mitralklappe nicht richtig schließt. Der Fehler ist laut den Kardiologen angeboren. Im September 2021 ging es mir 2 Tage im Urlaub nicht so gut. Herzrasen, Schmerzen. In der Zeit muss sich ein Faden abgerissen haben. So haben es die Kardiologen und ich rekonstruiert im Nachhinein. Seitdem ging es mir immer mal schlechter. Im Januar hat mich meine neue Hausärztin zu den Kardiologen überwiesen. Dabei wurde alles festgestellt und mir zu OP geraten. Seit Februar bin ich im krankenstand. Alle Voruntersuchungen wurden hier in Dresden abgeschlossen. Sehr schnell bekam ich nach der Herzkatheteruntersuchung Mitte März den OP Termin für den 22.4. In Leipzig. Am 21.4. Bin ich nach Leipzig, hatte dann noch alle Gespräche und wurde leider nach Hause geschickt, wegen Notfälle und weil die Aufnahmen vom Schluckecho noch fehlten. Ausserdem bin ich nicht die schlankeste und da muss ein anderer Arzt ran. Nun gehe ich übermorgen erneut nach Leipzig und am 5.5. Werde ich wohl dann von einem der beiden Professoren minimalinvasiv operiert. Angst habe ich sehr grosse. Aber ich möchte das es jetzt endlich passiert.

Zu mir ich bin Bianca, 53 Jahre alt. Ansonsten gesund. 

An meinem eigentlichen OP Termin, da war ich ja wieder zu Hause, habe ich noch die Kündigung von meinem derzeitigen Arbeitgeber zu Ende Mai 2022 bekommen. Eigentlich sollte ich nach der Reha ( Bad Lausick ) und einer geraumen Zeit an meinen Arbeitsplatz wieder eingegliedert werden. ( Büro Tätigkeit). 

Vielen Dank fürs zuhören und allen alles Gute.

 

 

Liebe Grüße 

 

Bianca

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  • 2 weeks later...

So am 07.06 ist die Einweisung und am 08.06 um 8 .00 findet die OP statt. Jetzt wo der Termin steht bin ich schon erleichtert. Der Chirurg meinte zu 95 % kann er die Klappe rekonstruieren.  Es sei denn noch eine Herz Op und diese bleibt halt gefährlich.  Ob marcumar oder Ass wird im Nachhinein entschieden. 

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