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Klappenwahl


Rene.A

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Ihr Lieben,

 

meine OP ist in Planung, kurz habe ich mich hier auch schon vorgestellt.

Ziel ist die David-OP, leider sprechen sämtliche TTE Befunde von - Aortenklappe leicht verdickt - und entsprechend dieser Ergebnisse ist ein Rekondtruktion ungewiss.

 

Was nehm ich als Alternative, Inspiris oder On-X?

Mir ist klar, dass mir diese Entscheidung niemand abnehmen kann, erzählt einfach mal wenn ihr Lust habt wofür und warum Ihr euch für Bio oder mechanisch entschieden habt. Ich habe natürlich hier schon sehr viel gelesen auch!

 

Meine Bedenken sind:

  • Inspiris - neu, keine ausreichende Studienlage aber vielversprechend. Re-OP vermutlich sicher aber wann? Ist TAVI gesichert bei der Inspiris? Absoluter Vorteil für mich und meine Magen/Darm Probleme keine Blutverdünner (ASS100 bei On-X). Es gibt eigentlich nur einen Nachteil, diesen Nachteil der Re-OP muss ich aber auch in die Bewertung der On-X in einem gewissen Grad einfließen lassen.
  • On-X - auch eher neu wie ich gelesen habe. Vorteil, fertige Prothese mit bereits eingenähter Klappe, INR Zielwert 1,5 - 2,0. Nachteile aber für mich erdrückend. Magen, Nieren und Leber auf Dauer belastet. Blutungsrisiko auch bei niedrigerem INR Zielwert. Erhöhtes bakterielles Infektionsrisiko (Endokarditis) bei Krankheiten oder eingriffen. Lebenslanges INR Monitoring und auch kein Garant dafür die nächsten 40 Jahre sicher damit zu sein - Stichwort Verwachsungen.

 

Hab ich das so halbwegs richtig erfasst?

 

Von DAH und tierisch-biologischen Ansätzen wird mir mit meinen 47 Jahren klarerweise abgeraten.

 

Liebe Grüße

Rene

Edited by Rene.A
Link zum anderen Thema eingefügt
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  • Rene.A

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@Rene.A

 

Ich persönlich würde mich immer wieder für eine Biologische Klappe entscheiden.

 

Warum?

Schon kurzer Zeit nach der OP erinnert Dich nichts mehr an die OP. Du lebst Dein Leben danach als wäre nie etwas gewesen. Wirst nicht täglich durch die Einnahme von Tabletten oder durch das Ticken der Klappe an die OP erinnert.

 

Das einzige was mich an die OP erinnert ist die Narbe die ich vor dem Badezimmerspiegel täglich sehe, aber die ist so toll verheilt, dass sie kaum noch auffällt. Die aber erinnert lediglich an eine OP und und nicht daran, dass Du mal Herzprobleme hattest oder immer noch vorsichtig leben solltest wegen des angeschlagenen Herzens.

 

Wie gesagt, lebt man nachher als wäre nie etwas gewesen. Man braucht nie etwas planen, sei es der Zahnarztbesuch, eine Übernachtung bei einer Freundin oder der Spontanurlaub.

Also alles einfach so wie man es ein Leben lang gewohnt war.

 

Trotz allem muss das jeder für sich selber entscheiden.

 

LG ferdisch

 

 

 

 

 

 

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@ferdisch

ich freue mich immer über Deine positiven Berichte, vor allem, weil Du ja auch ganz am Anfang geschildert hast, wie schlecht Du mit der Entscheidung für die OP zurecht gekommen bist. 
Aber Endokarditisprophylaxe beim Zahnarzt ist aus meiner Sicht auch bei einer Bio-Klappe Pflicht.

LG

Nic

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@4Takt

 

Ich bin seit ein paar Wochen in Zahnärztlicher Behandlung.

Man hat mit 3 Zähne gezogen und nun bekommen ich neue Brücken.

Über diese "Endokarditisprophylaxe" haben wir nie gesprochen.

Ja, er weiß, dass ich eine Herzop hatte und er weiß, dass ich keine Tabletten nehme.

 

Also haben wir nichts mit dem Endodingbums gemacht.

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Hallo ferdisch,

 

da irrst du und vor allem dein Zahnarzt. Entsprechend der Leitlinie zur Endokarditisprophylaxe haben alle Patienten mit Herzklappenersatz (mechanische und biologische Prothesen) ein hohes Risiko des Auftretens einer infektiösen Endokarditis. Daher ist eine Einnahme von Antibiotika vor einem Eingriff absolut notwendig.

 

Grüße
Dietmar

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vor 2 Stunden schrieb marathon2:

Bitte eröffnet für Diskussionen über die Klappenwahl ein neues Thema. Ich kann die bisherigen Beiträge auch in einen neuen Thread verschieben, wenn gewünscht.

 

Ja bitte, DANKE!

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@marathon2

Das ich mich irre will auf gar keinen Fall abstreiten. Immerhin habe ich von dem ganzen Thema NULL Ahnung. Ich habe aber auch NULL Interesse mich in dieses Thema einzulesen. Ich berichte nur von Tatsachen die ich selber so erlebt habe bzw. gerade erlebe.

 

Und ja, ich habe ein Antibiotikum bekommen nach dem sich eine der drei Wunden etwas entzündet hat. Davon bin ich dann erst recht krank geworden. Hatte starke Magenschmerzen und extremen Durchfall und am Ende noch erhöhte Temperatur.

Dann musste ich am nächsten Tag ins Krankenhaus zur Entfernung der Drähte und hatte Angst, die nehmen mich wegen des Fiebers nicht. Gott sei Dank, war die Temperatur am nächsten Morgen wieder normal.

 

 

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Hallo,

 

hierhin habe ich die aktuellen Beiträge aus dem Thread „Gründe für biologische oder mechanische Herzklappen” verschoben, die dort nicht passend sind.

 

@ferdisch

Aus gesundheitlichem Eigeninteresse sollte dich das Thema Endokarditisprophylaxe schon etwas mehr interessieren. Wie man an deinem Beispiel erkennen kann, ist auf Ärzte in diesem Zusammenhang auch nicht immer Verlass.

 

Grüße
Dietmar

 

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vor 2 Stunden schrieb marathon2:

@ferdisch

Aus gesundheitlichem Eigeninteresse sollte dich das Thema Endokarditisprophylaxe schon etwas mehr interessieren. Wie man an deinem Beispiel erkennen kann, ist auf Ärzte in diesem Zusammenhang auch nicht immer Verlass.

 

Wäre vielleicht richtig, aber ich hatte vor ca. 23 Jahren einen Spontanpneumothorax.

Das Wort kannte ich vorher auch nicht.

Selbst wenn ich es gekannt hätte, hätte ich nichts dagegen tun können.

 

Was ich damit sagen will, man sich nicht vor alles schützen. Was passieren soll wird auch passieren.

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vor 21 Stunden schrieb Rene.A:

Ihr Lieben,

 

meine OP ist in Planung, kurz habe ich mich hier auch schon vorgestellt.

Ziel ist die David-OP, leider sprechen sämtliche TTE Befunde von - Aortenklappe leicht verdickt - und entsprechend dieser Ergebnisse ist ein Rekondtruktion ungewiss.

 

Was nehm ich als Alternative, Inspiris oder On-X?

Mir ist klar, dass mir diese Entscheidung niemand abnehmen kann, erzählt einfach mal wenn ihr Lust habt wofür und warum Ihr euch für Bio oder mechanisch entschieden habt. Ich habe natürlich hier schon sehr viel gelesen auch!

 

Meine Bedenken sind:

  • Inspiris - neu, keine ausreichende Studienlage aber vielversprechend. Re-OP vermutlich sicher aber wann? Ist TAVI gesichert bei der Inspiris? Absoluter Vorteil für mich und meine Magen/Darm Probleme keine Blutverdünner (ASS100 bei On-X). Es gibt eigentlich nur einen Nachteil, diesen Nachteil der Re-OP muss ich aber auch in die Bewertung der On-X in einem gewissen Grad einfließen lassen.
  • On-X - auch eher neu wie ich gelesen habe. Vorteil, fertige Prothese mit bereits eingenähter Klappe, INR Zielwert 1,5 - 2,0. Nachteile aber für mich erdrückend. Magen, Nieren und Leber auf Dauer belastet. Blutungsrisiko auch bei niedrigerem INR Zielwert. Erhöhtes bakterielles Infektionsrisiko (Endokarditis) bei Krankheiten oder eingriffen. Lebenslanges INR Monitoring und auch kein Garant dafür die nächsten 40 Jahre sicher damit zu sein - Stichwort Verwachsungen.

 

Hab ich das so halbwegs richtig erfasst?

 

Von DAH und tierisch-biologischen Ansätzen wird mir mit meinen 47 Jahren klarerweise abgeraten.

 

Liebe Grüße

Rene

So eine Entscheidung ist natürlich nicht leicht, bei deinem Alter würde ich aber auch eine Bioklappe nicht in Betracht ziehen.

 

Ich selbst bin 30 und hab eine herkömmliche mechanische Aortenklappe mit INR Zielwert 2-3 und hab keine größeren Probleme mit Blutungen.

 

Ich hatte nicht die Wahl zu entscheiden, bin aber froh dass (im Normalfall) keine Re-OP notwendig ist. Je älter man wird desto schlechter verträgt man leider auch eine OP. 

 

Mein Opa war Anfang 70 und hatte ein Bauchaorta Anorysma. OP ist geglückt, aber er ist leider nicht mehr aufgewacht und eine Woche nach der OP an multiplen Organversagen gestorben.

 

Insofern wäre ich ich froh wenn mir vorallem in höherem Alter eine OP erspart bleibt.

 

Meine Wahl wäre das was lang erprobt ist und wo man zumindest davon ausgeht dass es lange hält. (Garantie gibt's nirgendwo) ein INR von 1,5-2 ist jetzt auch nicht so schlimm. 

 

Hast du dich denn schon mit dem Geräusch auseinandergesetzt die so eine Klappe macht? Die On-X wird wohl auch klicken, Inspiris kenn ich jetzt nicht, wäre aber wohl Geräuschlos wenn ich das richtig verstehe.

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Ich erlaube mich reagieren.

Keine Reoperation nach Kunstklappe - genauso wie @marathon2 (Admin) gesagt hat. Infektion ist das große Problem! Wenn sich die Mechanische Klappe infiziert muss auch reoperiert werden. Bitte nicht die ATB Prophylaxe unterschätzen. Resilia Inspiris ist Gräuschlos wie jede Bioklappe. LG Benny

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Am 23.8.2021 um 08:43 schrieb Rene.A:

Ihr Lieben,

 

meine OP ist in Planung, kurz habe ich mich hier auch schon vorgestellt.

Ziel ist die David-OP, leider sprechen sämtliche TTE Befunde von - Aortenklappe leicht verdickt - und entsprechend dieser Ergebnisse ist ein Rekondtruktion ungewiss.

 

Was nehm ich als Alternative, Inspiris oder On-X?

Mir ist klar, dass mir diese Entscheidung niemand abnehmen kann, erzählt einfach mal wenn ihr Lust habt wofür und warum Ihr euch für Bio oder mechanisch entschieden habt. Ich habe natürlich hier schon sehr viel gelesen auch!

 

Meine Bedenken sind:

  • Inspiris - neu, keine ausreichende Studienlage aber vielversprechend. Re-OP vermutlich sicher aber wann? Ist TAVI gesichert bei der Inspiris? Absoluter Vorteil für mich und meine Magen/Darm Probleme keine Blutverdünner (ASS100 bei On-X). Es gibt eigentlich nur einen Nachteil, diesen Nachteil der Re-OP muss ich aber auch in die Bewertung der On-X in einem gewissen Grad einfließen lassen.
  • On-X - auch eher neu wie ich gelesen habe. Vorteil, fertige Prothese mit bereits eingenähter Klappe, INR Zielwert 1,5 - 2,0. Nachteile aber für mich erdrückend. Magen, Nieren und Leber auf Dauer belastet. Blutungsrisiko auch bei niedrigerem INR Zielwert. Erhöhtes bakterielles Infektionsrisiko (Endokarditis) bei Krankheiten oder eingriffen. Lebenslanges INR Monitoring und auch kein Garant dafür die nächsten 40 Jahre sicher damit zu sein - Stichwort Verwachsungen.

 

Hab ich das so halbwegs richtig erfasst?

 

Von DAH und tierisch-biologischen Ansätzen wird mir mit meinen 47 Jahren klarerweise abgeraten.

 

Liebe Grüße

Rene

Hallo Rene,

Man muss sich immer kleines Ziel stellen. Keine Reoperation gehört zum großen Zielen. Biologische Klappe werde ich als die letzte Alternative nehmen, da bei jungen Menschen (unter 50 Jahre) ziemlich schnell degenerieren. Da du ohne Gerinnungshemmer leben möchtest, kommt nur eine Ozaki oder Ross Operation in Frage. Ich bin (wie kannst du sich einlesen, kein Ross Fan. Wenn du über Ozaki aber auch über alle Möglichkeiten sprechen möchtest, komm einfach zu mir nach Krefeld. BG Benny

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vor 12 Stunden schrieb ferdisch:

 

Wäre vielleicht richtig, aber ich hatte vor ca. 23 Jahren einen Spontanpneumothorax.

Das Wort kannte ich vorher auch nicht.

Selbst wenn ich es gekannt hätte, hätte ich nichts dagegen tun können.

 

Was ich damit sagen will, man sich nicht vor alles schützen. Was passieren soll wird auch passieren.

Nur kleine Anmerkung - Nicht kennen ist keine Entschuldigung. In der Zeit des Internets, Google etc. soll die unnötige Sachen verbeugen. BG Benny

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vor einer Stunde schrieb Benny:

Hallo Rene,

 

Man muss sich immer kleines Ziel stellen. Keine Reoperation gehört zum großen Zielen. Biologische Klappe werde ich als die letzte Alternative nehmen, da bei jungen Menschen (unter 50 Jahre) ziemlich schnell degenerieren. Da du ohne Gerinnungshemmer leben möchtest, kommt nur eine Ozaki oder Ross Operation in Frage. Ich bin (wie kannst du sich einlesen, kein Ross Fan. Wenn du über Ozaki aber auch über alle Möglichkeiten sprechen möchtest, komm einfach zu mir nach Krefeld. BG Benny

 

Außerdem gibt es noch das DAH, wenn auch (noch?) eher ein Exot, wenn Du Dich dafür interessierst, solltest Du Dich bei der MHH erkundigen. 

 

LG Jens 

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Danke ihr Lieben!

 

Es ist vermutlich wie man es macht verkehrt. Es könnte auch sein, dass die Inspiris der langerwartete Durchbruch war und Edwards ist ja auch kein Start-Up, aber heute weiß es eben noch niemand. Und die Ankündigung bei der Inspiris "Potential für zukünftige ViV Verfahren" muss auch einkalkuliert werden.

 

Eine Re-OP bei der machanischen kann ich auch nicht ausschließen wie wir wissen, Endokarditis, Verwachsungen oder eventuell ein anderer Defekt ...

 

DAH hatte ich lange im Kopf Jens, aber für mich klingt das Inspiris Modell beim biologischen Ansatz fast durchdachter. Ich hoffe natürlich auf eine Rekonstruktion, ist aber ungewiss, da in den TTE´s immer von leicht verdickter Aortenwurzel gesprochen wird.

 

Danke Benni, ich habe die Ozaki Themen gelesen, wird hier aber nicht angeboten und klingt für mich auch nicht sicherer als der Inspiris Ansatz.

 

Es ist eine Bauch/Kopf Entscheidung, echt übel .... Bauch sagt Inspiris, Kopf sagt On-X, meine Frau ist näher bei der Inspiris. *beides bleibt leider nur ein Kompromiss ;)

 

Danke für eure Gedanken!

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vor 20 Stunden schrieb JensBlond:

Außerdem gibt es noch das DAH, wenn auch (noch?) eher ein Exot, wenn Du Dich dafür interessierst, solltest Du Dich bei der MHH erkundigen. 

 

LG Jens 

Richtig, aber auch hier muss man die Langzeitergebnisse bei jungen Patienten abwarten...

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vor 20 Stunden schrieb Rene.A:

Danke ihr Lieben!

 

Es ist vermutlich wie man es macht verkehrt. Es könnte auch sein, dass die Inspiris der langerwartete Durchbruch war und Edwards ist ja auch kein Start-Up, aber heute weiß es eben noch niemand. Und die Ankündigung bei der Inspiris "Potential für zukünftige ViV Verfahren" muss auch einkalkuliert werden.

 

Eine Re-OP bei der machanischen kann ich auch nicht ausschließen wie wir wissen, Endokarditis, Verwachsungen oder eventuell ein anderer Defekt ...

 

DAH hatte ich lange im Kopf Jens, aber für mich klingt das Inspiris Modell beim biologischen Ansatz fast durchdachter. Ich hoffe natürlich auf eine Rekonstruktion, ist aber ungewiss, da in den TTE´s immer von leicht verdickter Aortenwurzel gesprochen wird.

 

Danke Benni, ich habe die Ozaki Themen gelesen, wird hier aber nicht angeboten und klingt für mich auch nicht sicherer als der Inspiris Ansatz.

 

Es ist eine Bauch/Kopf Entscheidung, echt übel .... Bauch sagt Inspiris, Kopf sagt On-X, meine Frau ist näher bei der Inspiris. *beides bleibt leider nur ein Kompromiss ;)

 

Danke für eure Gedanken!

Lieber Rene,

nur kurze Anmerkung zur Aussage ... "es wird hier nicht angeboten". Die Patienten fahren weit weg wegen Spezialisten. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der OP und lange Zeit ohne Komplikationen. Benny

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Hallo René

 

ich muss mich auch kurz bezüglich dem "es wird hier nicht angeboten" zu Wort melden.

Man sollte keine Entfernung scheuen. Es ist ja schon eine lebenswichtige Entscheidung vor der man da steht. Was wären da schon 500km? Teilweise fährt man so eine Strecke mal spontan um sich ein Auto anzusehen, was es dann vielleicht nicht mal Wert war um dahin zu fahren.

Für mich stand das nie zur Debatte wo ich Operiert werde, sondern für mich Stand nur fest ich muss überzeugt sein von der Methode und möchte ein Gutes Gefühl nach dem Gespräch mit dem Arzt haben. Es lohnt sich absolut für solche Gespräche, die Entfernung hinten anzustellen.

Ich selbst nehme für meine OP fast 500km Strecke auf mich, dass verlangt meiner Familie auch einen riesen logistischen Aufwand ab. Aber alle werden helfen.

 

Liebe Grüße

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vor 3 Minuten schrieb Benny:

Lieber Rene,

nur kurze Anmerkung zur Aussage ... "es wird hier nicht angeboten". Die Patienten fahren weit weg wegen Spezialisten. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der OP und lange Zeit ohne Komplikationen. Benny

Hallo Benny, ich bin froh, dass es Chirurgen wie dich gibt aber ich selbst wäre zu vorsichtig für Ozaki. Wenn ich mir die Prozedur so durchlese

Zitat

Bei der Ozaki-Methode wird die alte, defekte Aortenklappe zuerst vollständig entfernt und der natürliche Aortenklappenring gereinigt. Da die menschliche Aortenklappe aus drei Segeln besteht, müssen auch diese drei Elemente aus dem Herzbeutel des Patienten wieder nachgebildet werden. Markus Krane entnimmt hierzu ein entsprechend großes Stück aus dem Herzbeutel des Patienten, welches als neues Material für die Klappe verwendet wird. Das ist unproblematisch, da diese offene Stelle am Ende der Operation mit einem Stück Kunstperikard verschlossen wird.

Bevor der Chirurg das entnommene Herzbeutelgewebe für die Rekonstruktion der Aortenklappe verwenden kann, muss dieses behandelt werden. „Das Gewebe ist nach der Entnahme noch sehr weich, um es als robuste und dauerhafte Klappe einsetzen zu können, müssen wir es gerben - vergleichbar mit der Herstellung von Leder“, erklärt Krane. Da jeder Patient eine individuelle Klappengröße hat, vermessen die Ärzte anschließend die alten Klappensegel und schneiden mit Hilfe einer angepassten Schablone die neuen Segel aus dem entnommenen Herzbeutel. Anschließend werden die neuen Segel im Herzen des Patienten am natürlichen Klappenring angenäht.

Das gibt bestimmt auch extra Vernarbungen am Perikard?

 

Dann geht´s bei mir ja um ein Aortenwurzelaneuysma, mittlerweile 57mm wo ja die gesamte Wurzelbasis ausgeschnitten werden muss, da weiß ich gar nicht ob Ozaki die günstigste Methode dafür wäre?

 

Aber ich tue mir e schon schwer alleine zwischen den beiden Typen (mechanisch oder biologisch) zu entscheiden.

 

Ich habs für mich jetzt so geregelt. Ich muss am 24.9 zur Diagnostischen Herzkatheter Untersuchung. Wenn sich dort herausstellt, dass meine Herzkranzgefäße denen eines jungen Sportlers ähneln, dann werde ich es mit der Inspiris riskieren. Sollte sich dort herausstellen, naja, da werden wir in den nächsten Jahren vermutlich eine Sanierung (Stent) benötigen, entscheide ich mich für die On-X, da ich ja zukünftig sowieso auf ASS100 angewiesen wäre. Also mach ich´s vom Ergebnis des Katheterlabors abhängig.

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vor 1 Minute schrieb Versuch-Nr-87:

Hallo René

 

ich muss mich auch kurz bezüglich dem "es wird hier nicht angeboten" zu Wort melden.

Man sollte keine Entfernung scheuen. Es ist ja schon eine lebenswichtige Entscheidung vor der man da steht. Was wären da schon 500km? Teilweise fährt man so eine Strecke mal spontan um sich ein Auto anzusehen, was es dann vielleicht nicht mal Wert war um dahin zu fahren.

Für mich stand das nie zur Debatte wo ich Operiert werde, sondern für mich Stand nur fest ich muss überzeugt sein von der Methode und möchte ein Gutes Gefühl nach dem Gespräch mit dem Arzt haben. Es lohnt sich absolut für solche Gespräche, die Entfernung hinten anzustellen.

Ich selbst nehme für meine OP fast 500km Strecke auf mich, dass verlangt meiner Familie auch einen riesen logistischen Aufwand ab. Aber alle werden helfen.

 

Liebe Grüße

Klar verstehe ich, ich habs im vorigen Post eben beschrieben.

Wofür entscheidest du dich in welchem Alter?

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vor 2 Minuten schrieb Rene.A:

Klar verstehe ich, ich habs im vorigen Post eben beschrieben.

Wofür entscheidest du dich in welchem Alter?

Ich bin 33 Jahre alt und habe mich für Benny und Ozaki-Methode entschieden. Das Hauptbestreben ist aber auch eine Rekonstruktion der Klappe. Für mich stand aber fest, ich will keine mechanische Klappe. Wo ich wohne werden hauptsächlich mechanische Klappen eingesetzt. Rekonstruieren wollten die Ärzte hier auch am liebsten, würde sich bei der OP aber herausstellen das dies nicht möglich ist, dann wäre ich mit einer mechanischen Klappe aufgewacht. Das war für mich keine Option.

Natürlich gehe ich da ein gewisses Risiko ein, nicht auf die "alt bewährten" Methoden zurück zu greifen, aber wer weiß  vielleicht hält es ja mein restliches Leben. Ich freue mich darauf, zumindest die Chance zu bekommen das es so sein könnte.

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vor einer Stunde schrieb Versuch-Nr-87:

aber wer weiß  vielleicht hält es ja mein restliches Leben.

 

Da drück ich uns beiden die Daumen! Hast du schon einen OP Termin?

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Jap mein Termin ist am 12.Oktober.

Ich denke jeder Trifft für sich die richtige Entscheidung und ich wünsche auch allen, dass egal welche Ergebnis alles so lange wie möglich hält.

 

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  • 1 month later...

Hallo in die Runde,

 

vor ein paar Wochen wurde bei mir zufällig eine hochgradige Aortenklappeninsuffizienz festgestellt. Nun stehe ich vor derselben Entscheidung wie Rene, entweder Resilia Inspiris oder On-x (falls eine Rekonstruktion nicht möglich ist). Das Krankenhaus meiner Wahl empfiehlt die On-x, ich bin 36 Jahre alt.

 

Grundsätzlich bin ich dankbar, dass die Insuffizienz jetzt erkannt wurde und dass es mehrere Möglichkeiten der Behandlung gibt. Ich denke, dass ich mich sowohl mit der Resilia als auch der On-x arrangieren kann, schwanke aber dennoch von Woche zu Woche zwischen den beiden Optionen.

 

Für mich ist die Anstrengung weiterer OPs bei der biologischen Klappe nicht entscheidend, genauso wenig das Geräusche der mechanischen Klappe oder das Messen des INR-Werts. Entscheidend ist die Abwägung der Risiken weiterer OPs gegenüber den langfristigen Risiken von Marcumar oder anderen Gerinnungshemmern. Und hier habe ich für mich noch kein Ergebnis gefunden.

 

Bei der Resilia Inspiris wäre mindestens eine weitere große OP notwendig, vermutlich bei mir mit 50+. Danach reicht evtl. TAVI, vielleicht auch nicht. Ich habe es bisher so verstanden, dass bei jungen Patienten wegen der absehbaren Reoperation von biologischen Klappen abgeraten wird. Aber was bedeutet das Risiko einer Reoperation? Darauf habe ich bisher noch keine klare Antwort. Mich irritiert dabei auch, dass die Rekonstruktion in der Regel der optimale OP-Verlauf ist. Aber auch hier kann es zu Reoperationen kommen. Sind die Risiken einer Reoperation bei einer biologischen Klappe signifikant höher? Für mich im Moment schwer greifbar.

 

Für die On-x spricht natürlich eine hoffentlich lebenslange Haltbarkeit und ein vergleichsweise niedriger INR-Wert. Es gibt in den USA wohl auch eine Studie, in der alternativ der Einsatz von Apixaban getestet wird. Vom Handling her sicherlich gut machbar, aber über 30/40/50 Jahre Gerinnungshemmer ist schon eine Ansage. Ich habe kleine Kinder, mit denen ich in den nächsten Jahren noch viel toben möchte, Fahrradausflüge, Schwimmen usw. Ich will auch in gefährlichen Situationen bei den Kindern eingreifen können, ohne mir dabei Gedanken machen zu müssen (zB wenn ein Glas kaputt geht oder was auch immer). Ich bin kein Extremsportler, aber in den nächsten Jahrzehnten werde ich mich sicher in irgendeiner Form mal verletzen.

 

Mich beschäftigt im Moment vor allem die Einschätzung der Risiken weiterer Operationen bei der biologischen Klappe. Dazu spreche ich natürlich mit meinen Ärzten. Aber vielleicht habt ihr für euch eine Abwägung getroffen und mich würde interessieren wie ihr das seht.

 

@Rene.A , hast du dich mittlerweile für eine Klappe entschieden?

 

Auf jeden Fall alles Gute an @Rene.A & @Versuch-Nr-87 und natürlich alle anderen, die betroffen sind! 

Edited by meigl
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vor 6 Stunden schrieb meigl:

@Rene.A , hast du dich mittlerweile für eine Klappe entschieden?

 

Auf jeden Fall alles Gute an @Rene.A & @Versuch-Nr-87 und natürlich alle anderen, die betroffen sind! 

 

Danke dir! Mein OP Termin wurde am Freitag mit 25.10 geplant, vorausgesetzt die Zahlen auf der Intensivstation halten sich in Grenzen. Scheinbar ist mein Aneurysma mit 58mm nicht akut genug um den Termin sichern zu können :wacko:

 

Ich hatte letzte Woche meine Voruntersuchungen (Ultraschall Abdomen, Lungenfunktion, Carotis und Koronarangio) mit durchgängig sehr guten Ergebnissen, keine Verkalkungen oder Entzündungen feststellbar, Ausschluss einer KHK. Deshalb habe ich gestern meinem Chirurgen als Alternative zur Rekonstruktion die Inspiris Resilia mitgeteilt.

 

Ich vertraue hier in die Weiterentwicklung von Edwards und wenn die Inspiris 20 Jahre duchhält und sogar eventuell mittels ViV saniert werden kann, dann weis ich spätestens in 20 Jahren, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Das Risiko eine konventionellen ReOP ist mir bewusst, und aufgrund meines sehr guten Allgemeinzustandes den ich auch in Zukunft weiterhin pflegen werde, riskiere ich das einfach für mich.

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