Die tiefen Thrombosen der Beine und deren Komplikationen, die Lungenembolie und das postthrombotische Syndrom (im Volksmund auch "offenes Bein" genannt), gehören immer noch zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Etwa 1,6 auf 1.000 Einwohner pro Jahr sind davon betroffen, dies bedeutet hochgerechnet auf die Bevölkerung Deutschlands mindestens 150.000 neue Thrombosen pro Jahr, wobei die Dunkelziffer hoch ist.
Laut dem Statistischem Bundesamt verstarben im Jahre 2002 etwa 40.000 Menschen in Deutschland an einer Lungenembolie, die Zahl der Verkehrstoten lag demgegenüber in diesem Jahr bei ca. 7.000.
Wenn wir sehen, welcher berechtigte Aufwand betrieben wird, um die Zahl der Verkehrstoten weiter zu senken, dann muss dies auch in Zukunft für die Verminderung der Zahl der Thrombosen und Embolien gelten. Es liegt hier also noch ein weiter Weg vor uns.
Eine Möglichkeit zur besseren Behandlung und auch zur Vermeidung von neuen Thrombosen stellt die Thrombophilie-Diagnostik dar.
"Thrombophilie" bedeutet Thromboseneigung, entweder angeboren und/oder erworbener Art. Wir möchten Ihnen hier einige der häufigsten Störungen vorstellen. Bitte informieren Sie sich hierüber auf unserer Website. Auch für Fragen stehen wir zur Verfügung.
Vielen Dank für Ihr Interesse.
Dr. med. Hannelore Rott
Christian Schaefer
Arbeitskreis Gerinnungs- und Herzklappen-Patienten

Reisen und Gerinnungshemmer
PD Dr. med. Jürgen Ringwald berichtet über erste Ergebnisse der internationalen Reisestudie, die auf der 55 Jahrestagung der Gesellschaft für Thgrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) am 19.2.2011 in Wiesbaden von ihm vorgestellt wurden.

Leben mit Gerinnungshemmern
Unsere Animation ist jetz auch unter You Tube zu finden:
Faktor-V-Mutation Leiden G1691A=APC-Resistenz
Viele Patienten mit Thrombosen und Lungenmbolien sind auf eine langfristige Behandlung mit Gerinnungshemmern angewiesen. Zunehmend wird empfohlen, bei diesen Patienten eine so genannte "Thrombophilie-Diagnostik" durchzuführen.
Deutlich verstärkte Monatsblutung bei Anwendung des Vitamin-K-Antagonisten (VKA) Phenprocoumon
Der menstruelle Blutverlust wird durch VKA erheblich verstärkt mit erheblicher Einschränkung der Lebensqualität. Die Patientinnen sind diesbezüglich unterbehandelt und es wird nur in den seltensten Fällen eine sichere Empfängnisverhütung durchgeführt. Eine Schulung der behandelnden Ärzte (vor allem Gynäkologen, Hausärzte, Kardiologen) tut Not, ebenso muss gutes Infomaterial für Patientinnen dringend erarbeitet und zugänglich gemacht werden. Weitere große kontrollierte Studien sind erforderlich.
Gibt es Wechselwirkungen zwischen Gerinnungshemmern und Naturheilmitteln?
Zu den Naturheilmitteln zählen pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel sowie Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine und Fischöl. Pflanzliche Heilmittel haben in Deutschland und der Schweiz den Status eines Arzneimittels. In anderen Ländern werden diese oftmals als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.
Aktuelle Fragen für Sie aufbereitet
Letzte Überarbeitung: 12. März 2011