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> was kommt denn noch?
Marion1
Beitrag Feb 4 2010, 11:19
Beitrag #1


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Hallo zusammen,

gerade hat es mir wieder den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe gerade ein Telefonat mit meiner Hausärztin geführt.
Ich war vergangenen Montag zum Herzecho in Klinikum. Eigentlich war bei mir ein Schrittmacher geplant, der aber nach erneutem LZ-EKG wohl doch nicht nötig ist. Sicherheitshalber sollte aber noch ein Echo gemacht werden, das war eben montag. Einen Besprechungstermin habe ich aber erst für den 19.2. gekommen.

Das Herzecho hat sehr lange gedauert und der, der es durchgeführt hat, hat sich mit Äußerungen auch sehr zurückgehalten. Er sagte nur , es gäbe eine mitralstenose.
Genaueres sollte ich aber im Gespräch mit der Ärztin am 19.2. erhalten.

Nunja, wie man sich fühlt, wenn man nicht genau weiß, was los ist, weiß hier wohl jeder.
Meine HA hat gestern dann im Klinikum angerufen und wollte vorab genaueres erfahren. Das hat sie dann auch heute morgen, nämlich dass ich eine Mitralstenose II-III und einen leicht verdickten Herzbeutel habe.
Ich soll nun einen Termin zum Schluckecho bekommen, weil das genauer ist.

Ich kann nicht mehr!!!!!!

Was muss ich denn noch alles ertragen? Wieso hat denn beim Echo im September letzten Jahres keiner diese Stenose gesehen, kommt die von heute auf morgen? Man hat immer nur von einer Mitralklappeninsuffizienz I und einer Trikuspidalklappeninsuffizienz I gesprochen.

Wie das jetzt behandelt werden soll, wird man dann wohl nach dem Schluckecho sehen.

Naja, und solange muss ich wohl aushalten und versuchen, meine Nerven in den Griff zu kriegen. Ich habe mir von meiner HA eine Psychologin empfehlen lassen, denn allein kann ich das alles nicht mehr bewältigen. Ich brauche Strategien, wie ich damit umgehen soll.

Danke fürs Zuhören

Marion


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Bekannt seit 03/2010: MI II - III, TKI II-III, AI I, Herzwandverdickung 4 mm, 6.11.2009 Stentimplantation in eine hochgradige Hauptstammstenose sowie RIVA Stenose.
AKE SJM Regent 21 mm, akoronare Wurzelerweiterung, koronare Dreifachrevaskularisation am 6.8.08 im Essener Universitätsklinikum. Pulmonale Hypertonie. Z. n. Morbus Hodgkin Stad. IIIB 1989 bis 1992 nach Chemo- und Strahlentherapie und später Stammzelltransplantation in der Uniklinik Heidelberg. COPDIII, INR Selbstbestimmung, Zielwert 2,5 bis 3,5.
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Tim
Beitrag Feb 4 2010, 13:31
Beitrag #2


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ZITAT(Marion1 @ Feb 4 2010, 11:19) *
Was muss ich denn noch alles ertragen? Wieso hat denn beim Echo im September letzten Jahres keiner diese Stenose gesehen, kommt die von heute auf morgen? Man hat immer nur von einer Mitralklappeninsuffizienz I und einer Trikuspidalklappeninsuffizienz I gesprochen.

.. eine Psychologin empfehlen lassen, denn allein kann ich das alles nicht mehr bewältigen. Ich brauche Strategien, wie ich damit umgehen soll.


Hallo Marion,

Beim Echo sieht man nun mal nicht alles. Beim Schluckecho(TEE) sind nun mal keine Knochen im Weg welche die Sichtbarkeit beeinträchtigen kann. Die Mitralklappeninsuffizienz I bedeutet erst einmal das die Mitrallappe undicht wird oder schon ist. Ich hatte Mitralklappeninsuffizienz III und habe eine MKR hinter mir. Sollten sie beim TEE wieder unschlüssig sein naja, ich möchte Dir ja nicht noch mehr Angst machen wie es schon ist, aber um Meinungen von Betroffenen zu hören dafür bist Du ja hier. Nach dem TEE kommt dann bestimmt noch eine Katheteruntersuchung und da sehen sie es am besten.

Ob hier jemand Strategien geben kann denke ich nicht da ja jeder nur seine eigenen Erfahrungen einbringen kann.
Mit der Psychologin ist es wie mit der Familie. Die Psychologin hört zwar zu und die Familie (Kollegen usw.)
können es nicht mehr hören mal abgesehen vom Partner. Ist bei mir zumindest so seit 20Monaten so.
Hier kann man sehr viel bewältigen auch wenn es nicht auf einen zutreffend sein wird.





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Schlaganfall am 19.06.08
Minimalinvasive MKR in Leipzig am 08.10.2008.
Aus meiner Sicht 22 Tage auf der Intensiv der reinste Horror.
Pumpleistung weniger als 27%.
Defi seit 28.11.09. Einkammersystem.
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Klaus
Beitrag Feb 4 2010, 21:01
Beitrag #3


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Hallo Marion,

ersteinmal alle Achtung! Sich in deiner jetztigen Situation hinzusetzen und diesen Beitrag zu schreiben zeugt schon von einer gewissen Stärke. Ich finde, dass nicht Alles so schwarz aussieht, wie es Dir vielleicht vorkommt. Den Herzschrittmacher brauchst Du doch offensichtlich schon einmal nicht. Die Erkenntnis: " Ich benötige Hilfe und werde aktiv" ,ist auch eine ganz wichtige und, wie ich finde richtige Entscheidung. Man kann über Psychiologen geteilter Meinung sein, letztlich ist es deren Beruf, sich solcher Probleme, wie Du sie schilderst anzunehmen und die gewünschte Strategie der Problembewältigung zu entwickeln. Die Kunst ist natürlich jemanden zu finden, der Erfahrung hat und wo die Chemie zwischen Euch Beiden stimmt. Der Befund an sich muß ersteinmal durch die beschriebenen Untersuchungen bestätigt und genauer beurteilt werden. Das ist Stand der Dinge. Entschieden ist noch Nichts. Dein Hauptproblem, wie ich es sehe ist, dass man für einen subjektiv ziemlich langen Zeitraum im Unklaren gelassen wird. Das ist absolut belastend und bedarf wirklich einer guten Konstitution, dies solange zu ertragen. Andererseits hat man Dich nicht ins Krankenhaus eingewiesen und eine Notoperation veranlasst. Alles also irgendwie relativ. Ich bin überzeugt, dass Du deine Situation meistern wirst, so oder so. Viel Schlimmer wäre es, jetzt in Selbstmitleid zu verfallen und den Kopf hängen zu lassen. Glaub an Dich, denke positiv und halte Dir die augenblicklichen Fakten vor Augen nicht die Eventuallitäten!

Viele Grüsse

Klaus


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Meine Ratschläge bzw Tips basieren auf meine laienhaften Erfahrungen und ersetzen in keinster Weise einen Arztbesuch!

Denke darüber nach wie Du etwas schaffst, und nicht darüber, warum Du es nicht schaffen kannst!

künstl Herzklappe seit 26.8.03, Medtronic Advantage, INR-Selbstbestimmer
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Hildegard
Beitrag Feb 4 2010, 22:34
Beitrag #4


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Hallo Marion,
ich wünsche dir ganz viel Kraft, die nervliche Anspannung während der Phase der Unklarheit, aushalten zu können und finde deine Idee, dir einen professionellen Gesprächspartner zu suchen sehr gut, das kann sehr hilfreich sein. Auch ich habe das in den letzten Wochen in Anspruch genommen, da ich als Angehörige sozusagen "retraumatisiert" worden bin im Vorfeld der OP meines Mannes. Alle negativen Erinnerungen "kamen hoch" und ich empfand es wohltuend über meine Empfindungen sprechen zu können und sie auch mit anderen gestalttherapeutischen Methoden ausdrücken zu können. Ich bin sehr gut durch den Prozeß begleitet worden und würde das jedem empfehlen, der spürt, dass ihm diese Hilfe guttun würde und der das für sich zulassen kann. Da ich selber in dem Bereich arbeite, weiß ich, dass viele Menschen Vorbehalte haben. Aber ich muss auch sagen, dass man manchmal auch etwas suchen muss, um denjenigen zu finden, bei dem man gut aufgehoben ist und wo die "Chemie stimmt".
Ich wünsche dir alles Gute

Liebe Grüße
Hildegard


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1973 Rekonstruktion der Aortenklappe, Uniklinik Bonn; 10/2004 AKE SJM 21, Privates Herzzentrum Essen, Selbstesterin
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 9th September 2010 - 18:15