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Erkältung im Anmarsch - Darf man Aspirin nehmen?


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21 Antworten in diesem Thema

#1 Sandrine Becker

Sandrine Becker

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Geschrieben 25 Juni 2004 - 06:36

mein Hals ist trocken und damit kündigt sich bei mir zuverlässig eine Erkältung an. Ich nehme Marcumar zur Zeit. Normalerweise kann ich durch die Einnahme von Aspirin harmlosere Erkältungen im Anfangsstadium abfangen. Darf ich zusätzlich zum Marcumar noch Aspirin nehmen, vermutlich nicht. Habt ihr einen Tipp, was man statt dessen tun könnte?

Sandrine

#2 stefan

stefan

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Geschrieben 25 Juni 2004 - 08:16

Hallo Sandrine,

ich nehme in diesem Falle immer UMCKALOABA - Tropfen, ein pflanzliches Mittel. Dieses wirkt bei mir recht zuverlässig, ist aber auch relativ teuer (20 ml ca. 8 -10 Euro). Aber auch dieses Mittel kann eventuell die Gerinnung beeinflussen, jedoch nicht im gleichen Maße wie Aspirin. Ich selber habe unter Einnahme von UMCKALOABO keine abweichenden INR Werte gehabt.

Stefan

#3 Roger

Roger

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Geschrieben 25 Juni 2004 - 09:18

Mir ist nicht klar, ob die INR wirklich der absolut richtige Parameter für die Gerinnungseinstellung ist.


So weit ich es mal gelesen habe, kommt es, wenn man Aspirin zusätzlich zu Marcumar einnimmt, häufiger zu Blutungen. In einer Studie war die Aspirin-Einnahme ein eindeutiger Risikofaktor bei Leuten gewesen, die schwere Blutungen hatten. Und zwar auch dann, wenn der INR-Wert im therapeutischen Bereich war! Es geht wohl leider nicht, daß man die INR vielleicht häufiger mißt und dann, wenn man Aspirin nimmt, die Marcumar-Dosis anpaßt, so daß man trotz Aspirin im therapeutischen Bereich bleibt. Mit anderen Worten: Die INR erfaßt nicht das durch Apirin erzeugte Blutungsrisiko.
Man würde sich eigentlich statt des INR einen absoluten Meßwert, der das gesamte Blutungs- und Gerinnungsrisiko mißt, wünschen.

Ich persönlich nehme in solchen Fällen Aleve, das wirkt ähnlich wie Aspirin, soll aber angeblich das Blutungsrisiko nur minimal erhöhen.
Die andere Alternative ist Paracetamol als Schmerzmittel, dieses ist aber nicht entzündungshemmend, was Aspirin und Aleve sind.

Und: Gegen Erkältungen soll angeblich auch Zink helfen

http://www.pharmanor...tm?l=uk&id=zinc


Gruß

Roger

#4 Sven

Sven

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Geschrieben 25 Juni 2004 - 11:21

Hallo Roger,

der INR ist nicht das Blutungsrisiko, sondern der Verlängerungsfaktor der Blutgerinnung. Bei der Selbstbestimmung des INR, ist es leider so, daß das CC spezielle Bereiche im Blut mißt, welche z.B. auch bei einnahme von Heparin nicht berücksichtigt werden.

@Sandrine - gehe doch zum Apotheker Deines Vertrauens :D und bitte
Ihn, Dir entsprechende Alternativen aufzuzeigen.
Gute Besserung !
Lache auch wenn es regnet, denn es regnet
auch, wenn du dich nicht lachst.
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MKE 04/92 n. bakt.Endokarditis, künstl.SJM, INR-Selbstbestimmung, th.Bereich INR 3-4,5

#5 Reni

Reni

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Geschrieben 25 Juni 2004 - 15:45

Hi,

derzeit selbst erkältet habe ich folgende Beobachtung gemacht: ASS darf ich nicht nehmen - ist Acetylsalicylsäure drin. Habe mir aber wagemutig zwei ACC akut (Acetylcystein) eingeschmissen. Ich dachte, die stehen nicht auf dem Index. Siehe da: Messung heute früh hat einen INR-Wert von 4,3 ergeben. Das ist zwar gerade noch erträglich, hat mich aber verwundert. Darf ich also als Marcumarpatient diese Tabletten auch nicht nehmen?

Gruß Reni

bakt. Endokarditis nach Rheuma 1965, MKE 09/95, UNI-Klinik Göttingen, INR-Selbstbest., therap. Bereich 2,5-3,5 geb. 1959

 

"Eine erkannte Gefahr ist nur noch eine halbe Gefahr."


#6 ilona

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Geschrieben 25 Juni 2004 - 21:00

Hallo,
Was in Aleve drin ist, weiß ich im Moment nicht, kann als auch nichts dazu sagen.
Aspirin® als Wirkstoff Acetylsalicylsäure, hat als Wirkung auf die Blutgerinnung eine Thrombocytenaggregationshemmung, d.h. daß die Blutplättchen weniger gut verkleben. Dadurch hat es einen Einfluß auf die Blutgerinnung, aber nicht auf den INR. Außerdem vermindert es einen Schutzfaktor im Magen, so daß es bei empfänglichen Personen leichter zu Magenschleimhautentzündungen und ggf auch zu Magengeschwüren kommen kann (Gruppeneffekt auch bei Diclofenac (Voltaren® und verwandten Medikamenten zu beobachten)
ACC , als Wirkstoff N-Acetylcystein hat eine ganz andere Wirkung, es wirkt Schleimverflüssigend und ist ein Antidot bei Paracetamolvergiftungen. An der Gerinnung macht es gar nichts.
Man darf aber nicht vergessen, wie Sven(?) an anderer Stelle mal schrieb, daß über 30 Faktoren an der Blutgerinnung mitwirken.
Auch Entzündungen, wie sie bei grippalen Infekte u.ä. vorkommen, wirken auf die Blutgerinnung ein.
Bei bgeginnendem Infekt würde ich erst mal zu Umckaloabo oder Contramutan greifen, zusätzlich Vitamin C und Zink hochdosiert und retardiert (Langzeitwirkung) oder mehrmals am Tag. Gurgeln mit Salbeitee, ansteigendes Fußbad und ab ins Bett. Auch Lindenblütentee oder Holunderblütentee ist gut.
Gute Besserung wünscht Ilona
(die zur Zeit viele Patienten mit Magen-Darm-Grippe hat)
Gelehrt sind wir genug-was uns fehlt ist Freude,was wir brauchen ist Hoffnung, was uns not tut ist Zuversicht, wonach wir verschmachten ist Frohsinn!! (Curt Goetz)

ICD 04/08 wegen tachycarden Rhythmusstörungen
mechan. PKE 08/03 (Sorin) in Erlangen bei angeb. Herzfehler. INR 3,0-4,0 (Selbstmessung)

Beruf: Ärztin für Allgemeinmedizin/Naturheilverfahren, Ernährungsmedizinerin, LOGI-Trainerin, Schulungspraxis für CoaguChek

Bitte Beachten: Individuelle Therapieentscheidungen sind immer mit dem eigenen Hausarzt/Kardiologen zu treffen, meine Äußerungen zu Fragestellungen sind allgemein und evtl. nicht für Jeden zutreffend!

#7 Roger

Roger

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Geschrieben 25 Juni 2004 - 21:17

Aleve ist Naproxen-Natrium und wirkt ähnlich entzündungshemmend wie Aspirin.

#8 Reni

Reni

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Geschrieben 25 Juni 2004 - 21:22

Hallo,
na, wenn's nicht das ACC akut war - habe letzte Woche (MI-FR) je zwei
Zitromax vom Dok. erhalten.

Gruß Reni

bakt. Endokarditis nach Rheuma 1965, MKE 09/95, UNI-Klinik Göttingen, INR-Selbstbest., therap. Bereich 2,5-3,5 geb. 1959

 

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#9 Roger

Roger

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Geschrieben 26 Juni 2004 - 12:47

Hallo Ilona,

ich habe gelesen, daß Du eine Sorin-Herzklappe hast.

Kannst Du sagen, welche Vorteile bzw. Gründe es gab, diese zu nehmen und nicht die sonst weit verbreiteten? (Z.B. SJM, Carbomedics, ATS)

Gruß


Roger

(der immer noch nicht weiß, welche Klappe er denn will)

#10 ilona

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Geschrieben 26 Juni 2004 - 20:32

Hallo Roger,
der Grund war schlichtweg der, daß die Uni.
Erlangen(Prof. Weyand) mit Sorin arbeitet.
Mir war es "egal" nachdem mir vorher so Sachen wie Homograft (mit 43!!) im Herzzentrum München empf. worden waren (dort habe ich mich sowieso nicht gut aufgehoben gefühlt, aber das ist ja auch immer subjektiv) Ich fand in Erlangen die Beratung gut, und dann finde ICH die Unterschiede zw den Einzelnen Klappen (zumal der Pulmonalklappenersatz sowieso etwas "exotisch" ist) so wie die Entscheidung zw. Audi, BMW, Mecedes, Daimler...Alles renomierte Marken.
Viele Grüße
Ilona
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#11 Roger

Roger

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Geschrieben 26 Juni 2004 - 20:54

Hallo Ilona,

meintest Du das Deutsche Herzzentrum München oder Großhadern? ; meines Wissens sind nur die in Großhadern Fans von Homografts, zumindest für die Aortenposition.

Und bei der Pulmonalklappe nimmt man doch gern Homografts, weil es dort lange hält.

Gruß

Roger

#12 Emanuel2

Emanuel2

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Geschrieben 26 Juni 2004 - 21:33

nachdem mir vorher so Sachen wie Homograft (mit 43!!)  im Herzzentrum München empf. worden waren

Aber liebste Ilona ich habe mir mit 25 auch eine Homograft als PKE geben lassen. Bin ich denn jetzt völlig verrückt oder was wollen mir deine Ausrufezeichen sagen? *etwas verwirrt* :wink:

Denk doch mal dran was Roger gesagt hat.

MfG
Emanuel

#13 ilona

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Geschrieben 27 Juni 2004 - 12:58

Hallo,
in Münschen war es schon das Herzzentrum, nicht in Großhadern.
Von Homografts haben jedenfalls immer die Internisten gesprochen.
Mein Chirurg war der Meinung, daß in meinem speziellen Fall, mit dem sehr belasteten und vergrößertem rechten Herzen und der pulmonalen Hypertonie (wobei sich die Kollegen nie einig wurden, ob sie beginnend oder schon manifest ist), sowie der hypoplastischen A. pulmonalis re, es insgesamt günstiger wäre, eine Kunstklappe zu nehmen.
Da ich keine Lust auf Re-Op hatte (huhu Steffi), und die Kunstklappe mich überleben wird, habe ich gar nicht mehr lange debattiert.
Übrigens sprach sowohl Prof. Singer (Kinderkardiologie Erlangen) als auch Prof. Hess (München) von einer Lebensdauer von 10 - 15 Jahren für ein Homograft - das ist nix für meiner Mutter Tochter!! (@ Emanuel: die Ausrufezeichen hinter meinem Alter bezogen sich gerade darauf, daß ich ja schon Mittelalt/UHU bin und Familienplanung abgeschlossen ist, auf Re-Op mit ca 60 bin ich nicht scharf - und das waren die Infos die ich hatte)

Liebe Grüße und allen eine gute Entscheidung
wünscht Ilona
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#14 steffi

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Geschrieben 28 Juni 2004 - 20:02

Hallo Ilona,
kann Dir nur beipflichten und diese Diskussion welche Klappenmarke am besten sei ist jedenfalls bescheuert.
Naja, wir habens hinter uns und uns ja aus gutem Grund für unsere Kunstklappen entschieden.
Alles liebe von Steffi

Alles wird gut...
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Z.n. Fallot OP 1977; mech. PKE 8/03 SJM, MHH Hannover
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#15 Sven

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Geschrieben 29 Juni 2004 - 11:29

Hallo,

bitte, bitte keine Diskussion über wer, warum, welche Klappe etc.

JEDER hat mindestens einen guten Grund sich für "seine" Klappe entscheiden zu haben - laßt es uns dabei belassen 8O
Lache auch wenn es regnet, denn es regnet
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#16 Emanuel2

Emanuel2

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Geschrieben 29 Juni 2004 - 12:40

So kann es nicht weitergehen!!!!

Entweder es gelten für alle die gleichen Regeln, oder ich bin weg.

Es ist wirklich egal was ich sage, ich werde IMMER angegriffen. Warum sollte man denn nicht auch bei mir sensibel reagieren? Ich erinnere da nur an den anderen Thread. Ich habe einen Homograft, und ihn als "so Sachen" zu bezeichnen ist wirklich nicht nett. Komisch, daß dazu niemand etwas sagt. Aber bei anderen schon. Darauf kann ich wirklich verzichten.

Ich habe Illone lediglich etwas gefragt. Es müssen keine dummen Kommentare von Steffi und Sven kommen. Das ist wirklich nicht notwendig!

Ende
Emanuel

#17 steffi

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Geschrieben 29 Juni 2004 - 13:36

Emanuel,

ich glaube Du reagierst da etwas empfindlich, immerhin reagierst Du auch gleich sehr sensibel und hinterfragst alles wenn Du den Verdacht hast es könnte sich gegen Bioklappe-Homograft handeln, vielleicht ziehst Du Dir deshalb jetzt auch vorschnell diesen Schuh an?????

Ich finde nur allgemein echt bescheuert und dass richtet sich gegen verschiedene Beiträge:

a)Roger macht einen auf Fachmann und fragt Ilona oder überhaupt warum welche Klappenmarke etc.das man dass meistens nicht beeinflussen kann und die Wahl bei dem haus oder Chirurgen liegen sagten wir bereits.
Dieses Pseudo getue diese oder jene Marke ist vielleicht lauter leiser besser günstiger ist BESCHEUERT.

b)wenn einige siehe Dietmar Bioklappen haben ,gleich wiso warum weshalb
gefragt wird ohne davon ausszugehen dass es für ihn in seiner Situation die Rictige Entscheidung war.

c)einige Klappenops Bio oder Kunst o.mech. immer favorisieret werden

ALSO ich finde den BEURTEILUNGSTREND DES FORUMS sehr negativ, da leute verunsichert werden und KEINEM von uns zusteht Richtungen(Op oder Klappen)zu favorisieren oder abzulehnen
WEIL ES IMMER VON JEDEM EINZELNEN Krankheitszustand, Lebensweise, Wünsche, Ängste abhängt Wie und mit welcher Klappe er sich operieren lässt ohne wenn und aber.
DAS FORUM SOLLTE JEDIGLICH NEWUTRAL( und dass fehlt momentan in diesem FORUM )AUFTRETEN UND ERLÄUTERN.

Also Emanuel beruhige Dich Du siehst es ist eine allgemein verzwickte Sache wo jeder auch ich schon mal in einer weise reagiert oder berichtet hat wie es eigentlich nicht vorkommen sollte.

Falls sich jemand also durch meine Äusserungen angegriffen fühlt also bitte ENTSCHULDIGUNG, und spezielle Sachen kann man auch in PN klären.

Lieben Gruss Steffi

Alles wird gut...
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#18 ilona

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Geschrieben 29 Juni 2004 - 14:22

Hallo Ihr Lieben alle,
ich denke, wir sollten uns mal wieder einkriegen!

Das Jede/r von uns für seine/ihre Klappenwahl entweder gute Gründe hatte oder gar keine Möglichkeit hatte in die Entscheidung des Chirurgen einzugreifen, ist, denke ich, zu Genüge besprochen worden.
Auch finde ich, daß man NICHT sagen kann, daß die eine Klappenart (welche auch immer) "besser" sei, als eine andere. Es muß eben alles passen, das Krankheitsbild, der Operateur, die Wünsche und Vorstellungen des Patienten und, nicht zu vergessen, die Verhältnisse, die der Operateur bei der Op vorfindet, und die (wenn auch selten) die vorher getroffene Entscheidung revidieren können.
Ich hoffe, daß jeder, der schon eine Klappe hat (oder zwei) sich gut fühlt und alles in Ordnung ist!
Und ich hoffe, daß diejenigen, die noch vor der Op stehen, die individuell "richtige" Entscheidung treffen und einen guten Op-Erfolg haben.
Liebe Grüße aus der Mittagspause von Ilona
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#19 Roger

Roger

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Geschrieben 29 Juni 2004 - 15:29

Hallo,

ich denke, in diesem Forum sollte alles in sachlicher Form diskutiert werden, und ich hoffe, daß ich immer sachlich bin.

Natürlich ist davon auszugehen, daß jemand, der eine bestimmte Klappe bekommen hat, unter den bestehenden Umständen eine gute Lösung zur Verfügung hat. Und jeder lebt mit seiner Klappe in der Regel sehr gut!

Insofern, denke ich, geht es nicht um eine Verunsicherung.

Allerdings, das ist klar, gibt es zwischen verschiedenen Klappentypen enorme Unterschiede. Und ich möchte ein Mißverständnis korrigieren: Es ist nach meiner Meinung keinesfalls so, daß nur mechanische Klappen das A und O sind. Insgesamt heben sich vielleicht jeweils Vor- und Nachteile der verschiedenen Klappen gegenseitig auf, aber da muß jeder seine Prioritäten setzten. Und ich denke, daß diese Position in diesem Forum vertreten und diskutiert werden darf.

Das Forum sollte, so verstehe ich das, Informationen und Austausch für alle Klappenpatienten liefern. Und also auch für die, die sich erst eine Klappe aussuchen wollen oder müssen. Insofern sollte auch über Vor -und Nachteile von Klappentypen diskutiert werden. Ich geb gern zu, daß ich mich im Moment erst theoretisch mit den Klappentypen beschäftige und noch keine "praktische" Erfahrung habe. Natürlich spielt das "Danach" auch eine große Rolle, aber da muß ich mich noch raushalten, weil noch nicht operiert.

Ich finde es schon hilfreich, wenn Klappenkandidaten sich in Diskussionen über SJM, Carbomedics, ATS, Advantage, Sorin, Freestyle, Doppelflügel, Kippscheibe, Mosaic, Ross, Homograft .... einlesen können, damit sie entscheiden können, ob sie eine eigene Spenderklappe, eine vom anderen Menschen, vom Rind, vom Pferd, vom Schwein oder eine aus Kohlenstoff haben möchten.

Natürlich kann man sich nicht in allen Umständen seine Klappe aussuchen weil es für bestimmte Probleme nur eine Lösung gibt. Viele möchten das auch nicht. Das ist ja auch in Ordnung.

Und noch was: Wenn man Op-reif ist, dann ist jede Klappe viel viel besser, als sich nicht operieren zu lassen!

Meine Meinung, die ich vertrete, ist natürlich meine persönliche Meinung, die ich mir aus vielen Informationen gebildet habe. Die Quellen dieser Information stelle ich auch dann gern zur Verfügung.

Als GIMP (Gut Informierter Mündiger Patient) bin ich Auftraggeber, Zahler und Entscheider. Und da erlaube ich mir schon, mir die Klappe auszusuchen.
Und noch was: Es gibt fast keine einzige Erkrankung (Ausnahme z.B. : akute Blinddarmentzündung) für die es nur EIN einziges richtiges Vorgehen gibt. Überall gibt es Varianten, Entscheidungs- Wissens- und Erfahrungsspielräume. Genau das gilt auch für die Klappenoperation.

Best Grüße


Roger

#20 Roger

Roger

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Geschrieben 29 Juni 2004 - 16:06

Natürlich frage ich Leute, die sich für eine bestimmte Klappe entschieden haben, welche Gründe sie hatten.

Es ist doch sehr interessant, diese Gründe zu erfahren und auch zu diskutieren. Davon können wir alle und andere lernen.

Damit stelle ich doch nicht die Entscheidung, die jeder selbst trifft, in Frage!

Gruß


Roger


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