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Hallo an alle hier im Forum.

 

Da ich (35,w) seit einem halben Jahr starke Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen, Palpitationen und Herzrasen) habe, untersuchte mich die Hausärztin gründlich. Sie konnte keine speziellen Geräusche hören und machte dann aber noch einen Ultraschall. Dort konnte sie nur zwei Aortaklappen sehen und meinte, es sehe aus, als ob die Aorta erweitert sei. Da sie aber nicht so gut sehen konnte im Ultraschall, möchte sie mich nun zum Kardiologen weiterschicken.

 

Kann es denn überhaupt sein, dass man eine Biskupide Aortaklappe hat und mit dem Stethoskop wirklich nichts spezielles hört? Die Ärztin ist ja nicht die erste, die das Herz abhört mit Stethoskop, wurde vor einigen Monaten schon mal gemacht, auch da wurde nichts festgestellt.

 

Da ich nicht gerne zum Arzt gehe und auch nicht gerne überflüssige Untersuchungen machen lasse, überlege ich mir, den Termin beim Kardiologen abzusagen. Die Hausärztin möchte bestimmt nichts "verpassen", und schickt mich daher vielleicht auch unnötigerweise weiter zum Spezialisten.

 

(Kurz zur Info: Mein Vater hat einen Herzklappenfehler, liegt also schon in der Familie).

 

Danke für Eure Hilfe und Erfahrungen!

Liebe Grüsse

Smartini

 

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hallo smartini,

 

ich würde an deiner stelle den termin beim kardiologen wahr nehmen.

 

auch ich hatte eine bicuspide Aortenklappe und ein anneurysma der aorta und bei mir hat NIEMALS ein arzt (und glaube mir, ich war bei vielen ärzten schon alleine wegen mehrfachen umzug usw.) den verdacht gehegt, dass ich einen angeborgen herzfehler haben könnte. es war auch damals nur von meiner hausärztin eine vermutung, mein linker herzmuskel war ganz ganz minimal vergrößert ,das hat das ekg ergeben, geschoben hatte es man es allerdings auf die allergien und ich wurde auch zum kardiologen überwiesen mit den worten, machen sie sich keine sorgen, damit können sie 100 werden...... und ab dem termin beim kardiologen waren es genau noch 3 monate bis zu meiner op! lass es lieber abklären!

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Also theoretisch hört das jeder Hausarzt so meine Kardiologin. Aber viele sind dazu leider nicht mehr in der Lage. Ich hatte 49 Jahre einen Herzklappenfehler, und sogar als ich schon richtige Probleme hatte, hat es der Hausarzt nicht gehört. Ehrlich gesagt hat mich das im Nachhinein sehr erschreckt, denn wieviele Patienten könnte viel erspart bleiben, wenn es rechtzeitig entdeckt werden würde

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Brigittchen mir gings genauso .... und im Klinikum sagt dann ein arzt zu mir, " ja wenn man es weiss, hört man es auch" ... schon erschreckend , aber es durften dann ganz viele angehende mediziner im kh vor meiner op an meinem herz probe hören... ich hoffe, das sie daraus auch was mit auf ihren weg als mediziner genommen haben!

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Dank dir, carofee,werden jetzt wohl einige Diagnosen noch rechtzeitig gestellt!!!!!

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Also bei mir haben sie es erst gehört, als sie nicht mehr richtig geschlossen hat..., das konnte ich dann aber sogar selber hören mit dem Stethoskop.

bearbeitet von JensBlond

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Huhu,

 

also ich weiß noch, wie die Oberärztin letztes Jahr im Krankenhaus zu mir meinte, dass mein Herz für die Medizinstudenten wunderbar zum abhören wäre, da man die bikuspide Klappe raushören würde. Ich hab das nie gehört, auch beim Ultraschall (wobei ich das Geräusch während des Ultraschalls echt eklig finde :mellow: )

 

Liebe Grüße

Anne

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Ganz herzlichen Dank euch allen für die Antworten!

Das ermutigt mich, diesen Untersuch beim Kardiologen doch noch zu machen. Bei meinem Vater wurde der Herzfehler auch erst mit 40 festgestellt, per Zufall. Und ich denke ihr habt da recht, dass die Ärzte früher "besser hören" konnten, was heute mit der ganzen Technik wohl eher verloren geht.

DANKE!

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Liebe alle

 

aus Euren Erfahrungen... bei der bikuspiden Aortenklappe, bzw. daraus resultierender Aortaklappeninsuffizienz:

Ist da immer auch der merkwürdige Blutdruck dabei, hoher oberer, tiefer unterer Blutdruck, also grosse Amplitude?

 

Kann man einen bikuspide Aortenklappe haben ohne AKI?

 

Habe mich immer noch nicht zum Kardiologen gewagt. Wenn nichts ist, mag ich keine überflüssigen Untersuche, wenn etwas wäre hätte ich schlicht Angst davor...

 

Danke für Eure Tipps ;-) Liebe Grüsse Smartini

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Hallo Smartini,

 

alles Grübeln und Rätseln nützt nichts. Geh zum Kardiologen, dann hast du Klarheit.

Wissen ist immer besser als ständige Unsicherheit.

 

Grüße
Dietmar

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Hallo

 

Solange meine bikuspide Klappe richtig geschlossen hat, war mein Blutdruck ganz normal bis etwas erhöht, was aber wohl dem damaligen Übergewicht geschuldet war. Ich gebe Dietmar völlig recht: Kopf in den Sand stecken nützt nichts!

 

 

LG Jens 

bearbeitet von JensBlond

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Da habt ihr schon recht. Ich frag mich halt einfach, ob ich nicht einfach warten soll, ob ich nebst Herzrhythmusstörungen und Herzklopfen, weitere Symptome bekomme oder nicht. Wenn's nur das ist kann ich damit leben und vielleicht gehts ja wieder weg wie es gekommen ist.

Zur bikuspiden Klappe gehören doch bestimmt noch viele andere Symptome dazu, nicht?

 

 

 

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Hallo Smartini,

ich denke es ist vielleicht etwas die Sorge, dass etwas sein könnte, der Grund warum Du gerne hören möchtest, "dass alles nicht so schlimm "ist. - Verständlich! Aber den Kopf in den Sand stecken bringt nichts,  wenn es was therapeutisches relevantes ist, bist Du froh früh genug agiert zu haben. Wenn sich alles in Luft auflöst kannst Du es ad acta legen. ...

Sei mutig und geh zum Kardiologen.

 

Gruß Steffi

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Hallo Smartini,

 

ich kann dich ja verstehen. Man hat immer die Hoffnung, dass Symptome einfach wieder von alleine verschwinden. Leider ist das nicht immer so und gerade bei Herzensangelegenheiten ist Gewissheit besser und kann unter Umständen sogar lebensrettend sein.

Also, drück' dich nicht länger, sondern mache gleich noch heute einen Termin beim Kardiologen.

 

Grüße
Dietmar

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Hi,

 

sei mir nich böse, aber wenn du nur ratest kannst du nicht wissen was genau jetzt los ist. Und sich mit Rätseln abfinden erleichtert auch nich.

Ich würd auch zum Kardiologen gehen, da die Symptome schnell schlechter werden können und dann wärst du einfach in Behandlung und jemanden der dir sagen kann, was genau dir fehlt oder eben nicht. Ich hab meinen Herzfehler die letzten 20 Jahre nicht bemerkt, so viele Symptome hab ich da nich. Trotz bikuspider Aortenklappe, AI und AS.

 

Lg Anne

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Hallo Smartini,

es geht auch noch schlimmer als eine Herz-OP. Und je länger du wartest, um so größer kann der nicht behandelte Schaden und die entsprechenden Symptome werden. Oder aber der Arzt/Kardiologe stellt fest, das du eigentlich nur Pipifax hast und dich unnötig sorgst. Wer hat dich eigentlich auf die bikuspide Klappe gebracht?

Gruß Rainer

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Hm, das stimmt natürlich schon. Werde den Termin wohl doch noch machen. 

Meine Hausärztin hat wegen meinen Rhythmusstörungen einen Ultraschall gemacht und meinte, sie könne nur zwei Klappen entdecken und meinte auch eine erweiterte Aorta zusehen, aber ihr Gerät sei nicht so genau und sie hätte zu wenig Erfahrung um das sicher sagen zu können. Sie empfahl mir zum Kardiologen zu gehen. 

Da ich aber auch wegen anderen Symptomen zu ihr ging und sie dort nicht weiter wusste, hatte ich das Gefühl sie möchte mich lieber "weiter schieben", so wurde ich unsicher, ob der Untersuch beim Kardiologen wirklich begründet ist. 

Aber ja, etwas verpassen wäre wirklich ungünstig. Meine vier Kids brauchen mich ja noch und ich bin gerne hier! :-)

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Im zarten Alter von 10 - 12 Jahren , in den 70ern hatte man bei mir einen Herzfehler festgestellt und das nur mit Abhören , also Stetoskop . Der alte Hausarzt war wirklich ein ganz guter . Das Hören eines Herzfehlers ist möglich , erfordert aber viel Erfahrung . Das ist heute vielen Ärzten , besonders den Jungen , abhanden gekommen . In Herzkliniken oder Zentren gibt es aber noch viele Ärzte die das können . 

Mein Herz fauchte damals vierzig Jahre nach der Diagnose ( 2013 ) nur noch , wie ein alter Tieger und das Geräusch war mir als Laie sogar unheimlich . Chiurogen können das abhören eines Herzfehlers nicht , warum?? , weil sie kein Stetoskop benutzen , sondern das Skalpell, und das ist kein Witz , es war die Erklärung eines Chirurgen an mich , als ich ihn fragte , wo sein Stetoskop ist ? Zögere nicht zu lange und lass dich von einem Fachmann ( Kardiologen) untersuchen , dann hast du Gewissheit und kannst weitere Entscheidungen treffen. 

 

Gruss Gerd

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Ich kann den anderen auch nur zustimmen ! Gehe unbedingt zum Kardiologen ! Lasse alles abchecken, dann weiß jeder Bescheid und man kann eventuell größeres Übel abwenden. Also, ran an den Hörer, sieh zu, daß du einen raschen Termin bekommst !

 

Gruß

 

Michael

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Hi. Auch ich würde Dir empfehlen, das abklären und überwachen zu lassen. Bei Herzerkrankungen gibts halt häufig keine Gefangenen, wenn es dann schiefgeht.

Und zum Herzfehler mit dem Stethoskop hören, las ich einmal, dass das heute nur richtige Profis hören, die damit Erfahrung haben. Weil das durch die High-Tec gar nicht mehr oft gemacht wird. Gruß, Maggus.

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Hallo,

 

Also ob man bei einer noch gut funktionierenden Klappe heraushören kann ob sie bikuspid oder trikuspid ist bezweifele ich, zumindest hat es bei mir in 46 Jahren nie jemand gehört. Mit ca. 20 habe ich mal intensiv untersuchen lassen, da ich beim Sport (Rock'n'Roll als ich mit Turniertanz anfing)  Pulswerte von bis über 220 hatte und auch da ist niemand was aufgefallen. US hat keiner gemacht, nur EKG. Jetzt - ein Jahr nach der Op verändere ich mich zum Normalpulser. Auf dem Ergometer wo ich vor 1-4 Jahren immer bei Werten von um 175 gelandet bin, bin ich heute bei knapp über 160 also über 10 Schläge weniger als damals und es ist exakt das gleiche Intervalltrainingsprogramm. Ich glaube nicht, dass sich das Ergometer verändert hat und ich trete noch immer die gleiche Frequenz. Und sonst gibt es da ja keine Einflüsse wie Wind, Rollwiderstand,...

 

@Michael: Schön jetzt ein Bild von Dir zu sehen!

 

 

LG Jens 

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Also ich hatte ja eine bikuspide Klappe, die jetzt trikuspid ist nach Rekonstruktion. Mir wurde gesagt, dass man Klappenfehler hören kann, es die Ärzte aber nicht mehr explizit erlernen. Bei mir hat mein Hausarzt noch nicht mal 2 Monate vor der OP was gehört, obwohl laut Kardiologe das eindeutig zu hören war. Sowas ist mehr als bedenklich finde ich, denn vielleicht htäte man den anderen Patienten früher oder überhaupt helfen können.

Viele scheuen die Hochtechnische Diagnostik und Vertrauen nur dem Hausarzt, vor allem die Älteren.

 

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Das ist wirklich bedenklich, dass bei vielen trotz regelmäßiger Untersuche beim Hausarzt der Klappenfehler nicht entdeckt wurde oder erst dann wenns richtig schlimm ist. 

Ich hab mich entschieden und gehe zum Kardiologen. Besser er schickt mich als Hypochonder wieder raus mit gesundem Herz ;-) als dass ich eine wichtige Diagnose verpasse... 

Ganz lieben Dank euch allen fürs Schreiben! 

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Naja, ein Hausarzt ist ja in Regel nicht dafür da. Klar, einige können es noch abhören, andere nicht mehr. Als ich mal im Krankenhaus war meinte die Oberärztin dort "ach, mit ihrem Herz könnten es die Leute im Lehrkrankenhaus super lernen einen Herzfehler zu hören".

Du hast Recht, geh zum Kardiologen und lass dich in Ruhe durchchecken

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