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Hallo Leute,

 

ich bräuchte mal dringend wieder euere Erfahrungen !

Am Dienstag ist es soweit und ich muß in Augsburg einrücken. Gestern hatte ich nochmal ein Gespräch mit meinem Internisten. Er hat mich doch etwas verunsichert was die Reha betrifft. Er persöhnlich würde nicht zur Reha gehen, sagte er im laufe des Gesprächs. Das was dort gemacht würde sei sicher gut, aber doch überwiegend für ältere Patienten, die in schlechterer Verfassung seien. Ich bin 46 sportlich aktiv und habe immer noch keine Probleme wegen meiner undichten Aortenklappe, die aber wegen der Undichtheit und Größe nun ersetzt erden muß !

Meine Voraussetzungen zu einer OP seien optimal was die körperliche Verfassung betrifft und somit sei eine schnelle Genesung zu erwarten. Tja, im Grunde bin ich nicht so begeistert von einer Reha, weil ich schon mal negative Erfahrungen in dieser Richtung gemacht habe.

 

Nun meine eigentliche Frage an Euch, was habt Ihr für Erfahrungen gemacht ???

Wird man beschäftigt, was für Anwendungen bekommt man, ist der Tag ausgefüllt oder sitzt man die meiste Zeit nur rum......ein Ergobike habe ich zuhause auch, um den Kreislauf wieder langsam zu belasten. Ist die Reha in Euren Augen wichtig und Sinnvoll ???

 

Vielleicht kann mir der ein oder andere mal so einen Tages oder Wochen-Ablauf berichten, ich wär Euch sehr dankbar.

 

Danke schon mal für Euere Antworten,

Gruß Walter

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Hallo Walter,

 

ich persönlich kann die Reha nur empfehlen. Meine Reha war in Bad Krozingen. Morgens nach dem Frühstück kam bei mir Ergometer mit Anschluss an den Herzmonitor. Danach die Sportgruppe in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Anschließend Lauftraining auch für die Beanspruchung wo man vom Arzt eingeteilt wurde. Von Spazierengehen bis Jogging. Schwimmen gab es auch jeden Tag. Die Belastbarkeit wurde vom Arzt festgestellt. Der Tag war außer am Wochenende immer mit vier bis fünf Stunden Anwendungen gefüllt. Der Kontakt zu Mitpatienten war echt prima. Leidensgenossen können doch besser mit der Situation umgehen als nichtbetroffene im Umfeld zu Hause.

Die Altersklasse war von ungefähr achtzehn bis achzig. Durchschnittlich so 35 bis 40 Jahre. Ich war 41 Jahre alt. In der Reha habe ich dann auch einen Lehrgang für die Selbstbestimmung vom INR gemacht. Die Kompetenz der Ärzte in der Klinik war sensationell. Vor allen Dingen der Chefarzt, der für jedes Problem ein offenes Ohr hatte. Die Klinik kam einem eher wie ein Hotel vor vom ganzen Umfeld her. Psychische Betreuung gab es natürlich bei Bedarf auch.

 

 

LG

 

Klaus

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Moin, Walter,

ich persönlich kann die Reha nur empfehlen.
Das möchte ich bestätigen. Ich war damals 36, allerdings bedingt durch die vorhergegangene Endokarditis körperlich nicht ganz so fit, aber nach der Reha war ich es wieder. Die Reha nach OP heisst auch Anschluss Heilbehandlung. Ich habe diese Zeit auch genutzt, um mal ein bisschen nachdenken zu können, wie ich mich in den nächsten Jahren verhalten werde zB beruflich. Ich weiss nicht, ob Dein Internist sich schon mal eine Herz OP "gegönnt" hat, Prof. Koerfer aus Oeynhausen hat zu mir damals gesagt: "Sie waren ja schliesslich nicht zum Haare schneiden hier...". Betrachte die Reah einfach als Aktivurlaub und nutze die gewonnene Zeit.

Alles Gute, bye, Roland

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Hi Walter,

 

eine REHA bzw. hier AHB ist aus meiner Sicht nicht überflüssig. Die Anforderungen werden an Deinen Zustand angepasst und Du hast Zeit nach der Belastung der OP wieder zu Dir zu kommen. Auch wie Roland schon schrieb - vom Kopf her.

 

Und nur so nebenbei auch ältere Patienten waren vorher sportlich und fit - wunder Dich also nicht wenn ein 70 - 75 jähriger Patient Dich beim Walken oder Joggen bedrängt ;) und die Lichthupe setzt.

 

MfG

Thomas Wagner

 

PS-

Angebote sind verschieden je nach REHA Klinik:

Ergometer

Walken/Joggen

Wassergym.

Gym. allg.

Atemtraining

psychologische Unterstützung

Gesprächskreise

alles angepasst nach Deiner Leistungsfähigkeit

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Hallo Walter! :)

 

Ich kann vertehen, dass du jetzt verunsichert bist und ich muß sagen ich finde den Kommentar deines Internisten etwas lapidar. Ich sehe es genauso wie Roland und frage mich "hat er schon mal Herz-OP ohne Reha hinter sich gebracht?" ;)

 

Zu deiner Frage werde ich in 2 Teilen antworten:

 

Zunächst zu meiner stationären Reha in der Eifel, dort hatte ich folgendes Programm:

 

Kardiotraining

Krafttraining (wenn ich gewollt hätte hätte ich auch noch die Mukibude benutzen können - natürlich nur "brustkorbfreundliche" Übungen wählen!)

Schwimmen (sobald die Narbe es zuließ)

Physiotherapie (lechz- tierisch angenehme Massagen für meinen gemarterten Rücken)

Atemtherapie

Psychologische Gesprächsgruppe mit anderen "Klappis" zur Frage was sich im Leben jetzt verändert durch die Klappe

Einzelbetreuung durch einem Psychologen wegen meines anfänglichen Problems mit dem Klickgeräusch

INR- Schulung völlig Kostenlos und sehr umfassend!

Voträge des Chefarztes zu medizinisch relevanten Themen

Außenprogramm: organisierte Halbtagsausflüge in die Umgebung von Bad Münstereifel mit Führungen etc. begleitet von medizinischem Personal!

 

Du siehst - nicht gerade wenig und qualitativ und menschlich (supernettes Personal)auch sehr gut!

 

Aber es hat mich trotzdem nicht ganz "glücklich" gemacht. Ich war mit OP und Reha insgesamt 6 Wochen von zuhause weg und hatte meine Familie auch nicht so wahnsinnig oft zu Besuch wegen der Entfernung. Und wenn ich ehrlich bin, ich würde , wenn ich jetzt noch einmal operiert werden müsste, sicher wieder eine Reha machen, aber eine ambulante! Ich brauche meine Family an meiner Seite und ich habe durch meinen Job( Leitung der psychologischen Gesprächsgruppen in einer ambulanten, kardiologischen Rehaeinrichtung) schon vor meiner Klappen-OP einen umfassenden Einblick in eine ambulante Reha bekommen. Ich muss sagen, das funktioniert auch, das Programm ist dort ähnlich. Nur 2 Sachen sind bei der ambulanten Reha sehr wichtig: Egal wie fit du vor der Op warst und nach der OP wieder sein wirst, sofort nach dem Krankenhausaufenthalt darfst du noch nicht Autofahren, es sollte sichergestellt werden, dass man jemanden hat zum hinbringen und abholen! Und man sollte sich zuhause gut abgrenzen können und auch bestimmte körperliche Grenzen nicht überschreiten (z. B. keine Wasserkästen tragen etc.),auch mal andere bitten können und Hilfe annehmen können(fällt Männern besonders schwer, ich weiß :D )- ansonsten übernimmt man sich schon mal gerne.

 

Aber - gar keine Reha? Das käme für mich nicht in Frage. Ich war 42 bei OP und bin jetzt 44 und körperlich jetzt sehr fit!

 

Eine gutes Händchen bei Deiner Entscheidung!

 

Liebe Grüße

 

Hildegard

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Hallo Walter,

 

meine "Vorschreiber" :) haben eigentlich alles wesentliche bereits erwähnt, da kann ich mich nur anschließen.

 

Mir sagte der Herzchirurg vor der OP, ich könnte einfach 1-2 Tage länger stationär bei ihnen bleiben und dann ohne Reha nach Hause ... in meinem Alter (42) und meinem körperlichen Allgemeinzustand sei eine Reha nicht zwingend erforderlich.

Ich entschloss mich jedoch dagegen und kann nur sagen ...GOTT sei Dank!

 

Man ist nach so einer OP wider erwartend zwar recht schnell wieder körperlich fit, aber die Psyche/Seele benötigt ein weniger länger, um das ganze zu verarbeiten und den IST-Zustand neu zu integrieren.

 

Man kann diese Zeit -außer für die körperliche Fitness- auch sehr gut nutzen, um einfach noch ein Weilchen die »Seele baumeln zu lassen« ;) .

Und wie Thomas bereits sagte: :D ...wundere dich nicht, wenn dir sogenannte "Oldies" auch mal die Rücklichter zeigen :) . (Das ist ein Erfahrungsstatement ;) )

 

In diesem Sinne ...

 

Alles alles Gute für deine OP und auch für die anschließende Rekonvaleszenz

 

Sanne

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Hallo Walter,

 

stimmt, eigentlich ist alles schon gesagt.

 

Auch ich habe vor zwei Jahren eine AHB - in der gleichen Klinik in der ich operiert wurde - mitgemacht.

 

Zu diesem Zeitpunkt war ich 47 und durch die mehrjährige, sich ständig verschlechternde Aortenklappenstenose in einem konditionell ziemlich katastrophalen Zustand.

 

Mir hat das "Aufbauprogramm" nicht nur sehr gut geholfen, sondern mich auch über meine Nikotinsucht sehr gut hinweg geführt.

 

Die Wellnessbehandlungen

- Moorpackungen und

- Hydrojet (Wasserstrahlmassage im Wasserbett)

halfen dann auch dabei, meine »Seele baumeln zu lassen« (O-Ton Sanne) um daraus Kraft für's weitermachen zu gewinnen.

 

Ein Argument wurde aber noch nicht aufgeführt. Die bald in Sekundenschnelle auftauchende, professionelle Hilfe im Notfall, die ich viermal - aufgrund von Herzrhythmusstörungen - in Anspruch genommen habe.

 

Egal wie fitt du in eine OP hineingehst, dass danach, birgt immer noch einige Risiken, die es einzugrenzen gilt. Der beste Weg dazu, bleibe im Umkreis von Spezialisten, die dir bei Bedarf sofort helfen können.

 

Viele Grüße

Michael

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Hallo Walter,

 

ich würde in jedem Fall nochmal eine stationäre AHB machen. Einmal, um mich mal ohne Familie sortieren und sammeln zu können. Das empfindet wahrscheinlich jede/r anders, mir ist es aber wichtig. Mal Besuch ist ok, aber ständig mehr oder weniger besorgte Gesichter um mich rum, das wäre mir so kurz nach der OP zu viel gewesen.

Aber auch, um mich wieder an den normalen Lebensrhythmus zu gewöhnen. Das hätte mit ambulanter Reha nie und nimmer geklappt, sondern ich wäre wenigstens zur Hälfte gleich wieder im ganz normalen Business gewesen.

 

Schau dir aber in jedem Fall die Einrichtung vorher an - oder lass die von einer Person deines Vetrauens inspizieren. Ich kenn jemand, der zur Reha in der Nähe von Augsburg war - im Mehrbettzimmer mit paramilitärischer Organisation. Sowas gibt es noch! Der Erholungswert hält sich hier doch sehr in Grenzen.

 

Der Tagesplan bei mir war, abgesehen vom vorzüglichen Essen, geprägt durch eher sportliche Aktivitäten, die zwar anwendungsmäßig organisiert waren, aber immer dann, wenn die Freigabe durch den Stationsarzt erteilt wurde, auch nach Lust und Laune ausgeführt werden konnten. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, 3 Wochen lang täglich mehrmals ein super Schwimmbad, Saune, Kneipp-Einrichtungen, Fitness-Raum etc. pp. nutzen zu können. Das Duchschnittsalter lag wahscheinlich um die 50, wobei in dieser Einrichtung (Klinik am See in Rüdersdorf) ausser kardiologischen Fällen auch onkologische PatientInnen behandelt werden.

 

Gutes Gelingen

 

Frieder

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Den positiven Reha-Berichten kann sich Harold überhaupt nicht anschließen. Ob es an der Klinik Ennepetal lag oder an der Wundheilungsstörung, das Programm war lächerlich! Schwimmen durfte er nicht, belasten auch nicht, also blieb eine (oder zwei) tägliche Umrundungen der Klinik, leichteste Gymnastik und eine Tasse kostenloser Kaffee mit einem Stück Kuchen und Vorträgen über die Entstehung der Klinik.

 

Eine Schulung wurde durchgeführt- aber er war nicht dabei. Erstens war sie schon während seiner Anwesenheit "gelaufen", zweitens hätten sie nicht genug Geräte. Für ihn alles ein absoluter Flop.

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Den positiven Reha-Berichten kann sich Harold überhaupt nicht anschließen. Ob es an der Klinik Ennepetal lag oder an der Wundheilungsstörung, das Programm war lächerlich! Schwimmen durfte er nicht, belasten auch nicht, also blieb eine (oder zwei) tägliche Umrundungen der Klinik, leichteste Gymnastik und eine Tasse kostenloser Kaffee mit einem Stück Kuchen und Vorträgen über die Entstehung der Klinik.

 

Eine Schulung wurde durchgeführt- aber er war nicht dabei. Erstens war sie schon während seiner Anwesenheit "gelaufen", zweitens hätten sie nicht genug Geräte. Für ihn alles ein absoluter Flop.

 

 

Hallo,

 

ich bin in der Shettler Klinik in Bad Schönborn gewesen. Ich war 48 Jahre und weder der älteste noch der jüngste. Das Programm ist Full Time gewesen. Wenn keine Anwendungen gewesen sind , dann Vorträge über sämtliche Probleme und Ratschläge wie in Zukunft mit sich umzugehen ist. Am 1. Tag konnte ich kaum 100 m gehen. Als ich nach 3 Wochen ging konnte ich Problemlos wieder 5 Km wandern.

Meine Empfehlung: auf jeden Fall zur REHA.

Alles andere wurde schon gesagt!

 

Mein Tip für den Internisten......besser etwas weniger dummschwätzen auf Kto. der Patienten.

 

Viel Erfolg für die Zukunft und TOI TOI TOI !

 

Berichte uns dann wieder wie Du die REHA erlebt hast.

 

Alles Gute

 

RLB

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...naja, noch ein Kommentar erwünscht ?? mal sehen..:

 

nach dem Einbau meiner ersten Klappe, ich war noch keine 25 Jahre alt, ging ich auf Reha.

Prien am Chiemsee. Das Programm habe ich als nicht recht umfangreich empfunden, es

gab doch recht viel "Leerzeit". Kurz vor Ende der geplanten Zeit, damals waren das noch vier

Wochen, habe ich mir mit 10 anderen "Kollegen" eine Hepatitis eingefangen. Dort ! Das hat

mich sehr zurückgeworfen, sowohl körperlich, als auch seelisch. Ich war dann fast 2 Monate

auf Reha.

 

Nach der zweiten und nach der nächsten OP bin ich nicht mehr auf Reha gegangen. Obwohl

ich natürlich inzwischen etwas älter bin und nicht mehr ganz so spritzig, wie mit 25. Aber

das habe ich nicht bereut. Ich lebte zwar alleine und habe dann erst 'mal niemand gehabt,

der mir einen Wasserkasten getragen hätte, aber eine einzelne Flasche tat's auch...musste

ich halt öfter laufen...was mir auch nicht geschadet hat, war ja nicht fusskrank...

 

Ausserdem habe ich für mich festgestellt, dass der Heilungsprozess in der gewohnten,

normalen Umgebung viel rascher und leichter ging, als in einer Phase, in der viele andre

"Kranke" um mich herum waren. Dreimal darfst Du raten, was das (fast) einzige Ge-

sprächsthema in Runden solcher Leute ist: ihre Krankheit ! Und glaube mir, jeder einzelne

ist selbstverständlich derjenige, den es am schlimmsten erwischt hat und wehe Du zweifelst...

Ich habe das als äusserst deprimierend empfunden, immer diese Krankengeschichten...

ich musste aufpassen, mich dabei nicht selber auch noch 'runterziehen zu lassen ! ;)

 

Bei mir wird es später nochmal fällig, dass ich mich dem Metzger auf's Brett lege. Die Aorta,

ein "Feuerwehrschlauch", so dick.... und da werde ich dann ja nochmal älter sein, als heute.

Aber auf Reha werde ich sicherlich wieder nicht gehen. 'Raus, normale Umgebung, normale

Menschen, normale Anforderungen und gut is'. Die Einschränkungen gibt der Körper schon

bekannt, dem folge ich schlicht. Ängste hab' ich dabei nicht.

 

Das ist in etwa meine heutige Haltung zu dem Thema. Sicher muss hier jeder selbst ent-

scheiden, was nun für ihn speziell das Richtige ist.

 

Bei dieser Wahl wünsche ich Dir viel Glück und Erfolg in all' dem, was auf Dich zukommt !!

Kraft, Stärke, Mut und Gesundheit !!!!!!!!!!!!!!!!!

 

sapphire .... :D

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Hallo miteinander,

 

ich habe mich zwar schon einmal zu Wort gemeldet aber ich möchte hier trotzdem noch einmal etwas zu meinen Erfahrungen schreiben.

Ich hatte einen Unfall mit den Folgen eines Schädelbruches und einer Gehirnquetschung außer meiner Herzgeschichte hinter mir. An den Auswirkungen leide ich noch heute und es wird wahrscheinlich nicht besser werden.

Nach dem Unfall war ich 14 Tage im Krankenhaus und im Anschluss daran vier Monate ambulante Reha. Es war eine neurologische Reha. Man wurde zu Hause abgeholt und nachmittags wieder zurückgebracht. Die Anwendungen entsprachen einer stationären Reha. Ich habe mich immer hin- und hergerissen zwischen Reha und dem Familienleben gefühlt. Ich habe eine tolle Familie. Wir haben einen Sohn und eine Tochter. Sie haben wirklich alles getan, dass es mir besser geht. Die Fortschritte waren da, aber es dauerte ewig. Der Kontakt zu anderen Patienten war nicht da. Man ist sofort nach den Anwendungen wieder nach Hause gebracht worden. Im Anschluss habe ich einen Arbeitsversuch gestartet, der schon nach 14 Tagen abgebrochen wurde. Diesmal wurde ich in eine Koma-Klinik verlegt, weil Symptome eher einem Koma-Patienten als psychischer Natur zugeordnet werden konnte. Wir hatten uns kurz über die Krankheiten ausgelassen, aber danach interessierte es nur noch nebensächlich. Es war ein enger Zusammenhalt auch außerhalb der Anwendungen. Minigolf, Schwimmen Spaziergänge und abends Spieleabende haben sehr zu einer schnelleren Besserung beigetragen. Nach zwei Monaten habe ich die Reha wegen Herzbeschwerden beendet. Dann kam die Herzoperation und die nächste Reha. Wieder war es sehr förderlich, den Kontakt zu anderen Leidensgenossen aufzunehmen. Über Krankheiten haben wir fast nie gesprochen. Vier Jahre später war ich bis heute in der letzten Reha. Meine Beschwerden vom Kopf her sind wieder schlimmer geworden. Es haben sich ziemlich schnell Gruppen gebildet, die dann Unternehmungen gestartet haben. Alter war nebensächlich. Am Ende einer jeden Reha hat es eine Verabschiedung gegeben und man hielt noch ein paar Monate den Kontakt aufrecht. Das war meine persönliche Erfahrung. Anderen kann es garantiert auch anders ergangen sein, aber viel kann man auch selber tun. Die Reha soll, wie schon öfters beschrieben, nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche helfen. Ich war in der Herzklinik und in der Reha mit einem leitenden Angestellten von einer Automobilfirma befreundet. Der war im Krankenhaus noch der Meinung, daß er sofort wieder arbeiten will und während dem Kuraufenthalt hat man ihn nicht wiedererkannt. Es muss aber jeder selber entscheiden, wie er entscheidet.

 

Ich wünsche einen schönen Sonntag

 

LG

 

Klaus aus Schwabenland

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Hallo,

ich bin seit einer Woche aus der Reha zurück und merke seither, wieviel anstrengender der normale Alltag ist...!

 

Ich habe meine Reha (in Bernkastel-Kues an der Mosel) sogar freiwillig verlängert.

Wann der Zeitpunkt gekommen ist, wo man nicht mehr von anderen (überwiegend älteren) Kranken und den typischen Gesprächsthemen umgeben sein will, muss jeder für sich selbst merken - bei mir war es nach 3 Wochen Reha noch nicht so, nach 4 Wochen dann schon.

 

Mir persönlich war die Reha nicht langweilig und hat körperlich wie auch psychisch sehr gut getan.

 

Man lernt die OP zu verarbeiten und unter Anleitung wieder Zutrauen in den eigenen Körper und die eigenen Möglichkeiten zu gewinnen.

Die Klinikumgebung gibt einem Sicherheit, z.B. war es mir wichtig, nach dem Absetzen des Antibiotikums zunächst noch in ärztlicher Beobachtung zu sein.

 

Um einen "Klinikkoller" zu vermeiden, würde ich raten, zwischen Krankenhaus und Reha ein paar Tage nach Hause zu gehen. Das war bei mir so, und ich bin dadurch mit einer positiveren Einstellung in die Reha gegangen als manche, die ihr Zuhause wochenlang nicht gesehen hatten.

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Hallo Leute,

 

ich bräuchte mal dringend wieder euere Erfahrungen !

Am Dienstag ist es soweit und ich muß in Augsburg einrücken. Gestern hatte ich nochmal ein Gespräch mit meinem Internisten. Er hat mich doch etwas verunsichert was die Reha betrifft. Er persöhnlich würde nicht zur Reha gehen, sagte er im laufe des Gesprächs. Das was dort gemacht würde sei sicher gut, aber doch überwiegend für ältere Patienten, die in schlechterer Verfassung seien. Ich bin 46 sportlich aktiv und habe immer noch keine Probleme wegen meiner undichten Aortenklappe, die aber wegen der Undichtheit und Größe nun ersetzt erden muß !

Meine Voraussetzungen zu einer OP seien optimal was die körperliche Verfassung betrifft und somit sei eine schnelle Genesung zu erwarten. Tja, im Grunde bin ich nicht so begeistert von einer Reha, weil ich schon mal negative Erfahrungen in dieser Richtung gemacht habe.

 

Nun meine eigentliche Frage an Euch, was habt Ihr für Erfahrungen gemacht ???

Wird man beschäftigt, was für Anwendungen bekommt man, ist der Tag ausgefüllt oder sitzt man die meiste Zeit nur rum......ein Ergobike habe ich zuhause auch, um den Kreislauf wieder langsam zu belasten. Ist die Reha in Euren Augen wichtig und Sinnvoll ???

 

Vielleicht kann mir der ein oder andere mal so einen Tages oder Wochen-Ablauf berichten, ich wär Euch sehr dankbar.

 

Danke schon mal für Euere Antworten,

Gruß Walter

 

Hallo Walter !

Oh man, ich weiß nicht ob die PN weg ging die ich Dir vor 1 Minuten geschrieben habe, falls nicht ganz toi toi toi. LG Claudia

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