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EvH

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  1. Dressler Syndrom

    Hallo B. (anonymisierte Antwort auf eine Anfrage, da sie vermutlich von allg. Interesse ist), es hängt davon ab, wie lange Du schon die 20 mg Dosis nimmst. Nimmst Du sie schon länger (länger 1-2 Wochen), dann ist es nach meiner Erfahrung besser, langsam (exponentiell) auszuschleichen, z.B. jede Woche um die Hälfte der aktuellen Dosis reduzieren, also z.B. 20 - 10 - 5 - 2.5 - 1.5 - 1 - 0.5 - 0.25 mg (hängt auch mit der Tablettengröße und Teilbarkeit zusammen). Bessere Erfahrungen habe ich aber mit der Stoßtherapie (s.o.) gemacht - lieber kurze Zeit eine deutlich höhere Dosis (bei mir haben 20...25 mg gereicht, ganz zu Anfang hatte ich sogar mal 50 mg genommen, aber nur für 2 Tage), und dann direkt wieder absetzen. Je kürzer Du die hohe Dosis nimmst / brauchst, desto schneller kannst Du wieder absetzen. ABER: Du mußt Dein Befinden sehr genau beobachten, jeder reagiert vermutlich etwas anders! Ich hatte z.B. bei einen Schub mal nur mit 15 mg / Tag getestet - das hat nichts gebracht bei mir, obwohl ich es 2 Wochen lang (!) gemacht habe. Ich habe den Eindruck, daß "kurz und heftig" viel mehr bringt und über alles viel schonender ist. Nicht auf kleiner Dosis verbleiben - Dein Körper muß am Ende die Ursache des Dressler selber bekämpfen (s.o.) und das kann er nicht, wenn Du ihm mit Cortison dauerhaft die Erkennung und Bekämpfung des Problems unmöglich machst. Mit Cortison kannst Du nur (glücklicherweise) erreichen, daß Dein Körper bei der "Bekämpfung" nicht überfordert wird und am Ende erfolgreich ist! (siehe meine Texte zuvor in diesem Thread). Ich bin den Dressler jetzt seit fast einem Jahr jetzt total los. Es hat aber über ein Jahr seit dem ersten Auftreten gebraucht, bis ich ihn therapiert hatte. Ich hoffe, er bleibt nun für immer weg :-) Gruß und gute Besserung, EvH PS: Ich habe keine Zeit, mir den Thread regelmäßig auf Anfragen anzusehen - bitte daher bei Bedarf den Weg der "privaten Nachricht" wählen, ich versuche zeitnah zu antworten. Über Beiträge von Forum-Nutzern in diesem Thread würde ich mich natürlich dennoch sehr freuen, da jede Schilderung / Nachricht allen Betroffenen sehr hilft.
  2. Guten Tag, mir ist leider aufgefallen, daß mindestens ein Beitrag mit besonders hoher Relevanz (d.h. mit sehr vielen Aufrufen, > 10'000 über 18 Monate! ) plötzlich aus der Liste der nach Aufrufhäufigkeit sortierten Themen verschwunden ist. Ich bitte den Forums-Manager, diesen Systemfehler zu prüfen und zu korrigieren. Den besagten Themenblog "Dressler", um das es hier geht, sollte man aufgrund seiner Diagnoseschwierigkeit und der damit verbundenen Hilfestellung im Forum m.E. nicht aus technischen oder sonstigen Gründen ungewollt oder gewollt "zensieren". Die hohe Anzahl der Leser zeigt klar die Relevanz des Themas und den Informationsbedarf der Forumsnutzer! Ich hoffe im Sinne aller Nutzer des Forums auf das Verständnis der Forums-Manager! Gruß EvH
  3. Dressler Syndrom

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ##### ####### ##### ...schon fast 10'000 Aufrufe zum Thema "Dressler Syndrom" in diesem Forum ! ####### ##### ####### -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Liebe Leserinnen und Leser ! Es freut mich sehr, daß ich einen bescheidenen Beitrag leisten konnte, in den vergangenen 18 Monaten so viele Leser, Betroffene und Angehörige über das Thema "Dressler Syndrom" / Pericarditis aufklären und Diagnose- und Therapieunterstützung bieten zu können. Über 9'700 Aufrufe des Blogs sind für dieses spezielle Fachthema eine wahrlich große Anzahl! Damit ist dieser Blog "Dressler Syndrom - Plötzliche Leistungsschwäche" durch seine interessierten Leser neben dem Fundamental-Thema "Gründe für biologische und mech. Herzklappen" zum bisher am häufigsten gelesen Blog in diesem Forum geworden. Dies zeigt das große Informationsbedürfnis der Betroffenen und die große Hilfe, die sie in diesem Forum erhalten können. Es zeigt aber auch in vielen Beiträgen, wie auch heute noch viel zu viele Patienten falsch diagnostiziert (d.h. der "Dressler" wird nicht oder viel zu spät erkannt) und behandelt werden. Es soll aber auch alle Betroffenen ermuntern, selber aktiv zu sein und Beiträge in Form von Erfahrungsberichten und Empfehlungen zu verfassen und zu veröffentlichen. Dieses Forum ermöglicht es, die auch bei weltweit herausragenden Fachärzten gesammelten Erfahrungen mit modernen Diagnose- und Therapieformen zum Nutzen aller Betroffenen weitergeben und bewerten zu können. Dazu möchte ich den Betreibern und Moderatoren dieses Forums hier nochmals ganz herzlich danken! Danken möchte ich an dieser Stelle auch nochmals sehr Herrn Prof. H.-J. Schäfers und seinem gesamten Team (Herzklinik Homburg), der nicht nur national und international einen ausgesprochen guten Ruf genießt sondern sein herausragendes Können auch in meinem Fall eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Gruß EvH
  4. Dressler Syndrom

    ======================================================================================= Kardiologische Abschlußuntersuchung: alles ok! Dressler Syndrom / Pericarditis ist offenbar komplett überwunden! ======================================================================================= Moin, bin bei der kardiologischen Nachuntersuchung am Uniklinikum in Homburg gewesen (Mitral- und Trikuspidalklappenrekonstruktion via aufgeflextem Brustbein im Nov. 2012, dann ab Januar 2013 über 14 Monate Dressler-Syndrom, nach 3 Monaten in Eigentherapie behandelt - sehe ausführliche Beschreibung oben in diesem Thread) und alle Untersuchungen bestätigen, daß sich alles im besten Zustand befindet. Fazit: Mit dem Dressler muß man schon viel Geduld haben, es hat bei mir in fast einem Dutzend Schüben 14 Monate gedauert, aber ich konnte aufgrund der oben beschriebenen Therapie vollständig auf "riskante" Behandlungsmethoden (d.h. solche mit potentiell starken und bleibenden Nebenwirkungen, wir MTX, Colchicin, Ibuprofen u.ä.) verzichten. Ich habe nur Cortison in m.E. sehr überschaubaren Dosen angewendet. Ich fühle mich seit einigen Monaten so gut und leistungsfähig wie seit vielen Jahren nicht mehr (hätte im Nachhinein betrachtet die Herzklappen-OP schon viel früher machen lassen sollen - es war wirklich "easy" und die Zeit hätte ich mir einfach schon eher nehmen sollen, zumal man ja nach 3 Wochen im Homeoffice schon wieder sehr gut tätig sein kann und eine Reha bei entsprechender Eigeninitiative völlig entbehrlich ist (Treppenlaufen und Blutdruck messen kann man auch zu Hause...). Der Dressler hat mich natürlich schon stark eingeschränkt, aber "unterm Strich" ist die Bilanz nach der OP ausschließlich und extrem positiv. Hätte diesen Leistungs- und damit verbundenen Wohlfühlgewinn vor der OP nie für möglich gehalten. Wünsche allen Lesern die gleichen Erfahrungen - natürlich ohne den Dressler, auf den kann man auch gut verzichten kann ;-) , aber der Dressler liegt in der Reaktion des eigenen Autoimmunsystems begründet und ist durch den Operateur nach heutigem Stand des Wissens weder voraussagbar noch verhinderbar; aber der gute Operateur ist in der Lage, ihn sicher und schnell zu erkennen und darin lag wohl auch ein Schlüssel des Erfolgs, daß ich ihn am Ende so gut wieder los geworden bin - Danke an Prof. Schäfers und sein Team an der Uniklinik Homburg/Saar! Gruß EvH
  5. Dressler Syndrom

    Bin da völlig d'accord mit euch, will sicher nichts niemandem verbieten. Vielleicht liegt es auch etwas an der Strukturierung des Forums. Denkt euch einfach mehr auch in diejenigen hinein, die Informationen in diesem Forum suchen... deshalb mein gut gemeinter Vorschlag, die Aspekte (Weitergabe und Austausch von Erfahrung und Informationen an Dritte zum einen, und alles sonstige zum anderen) möglichst zu trennen. Wenn ihr selbst Infos und Tipps sucht, möchtet ihr euch ja auch nicht zuerst durch Dinge durcharbeiten müssen, die mit den Thema (nur) indirekt zu tun haben. Gruß EvH
  6. Dressler Syndrom

    Hallo David, ja, das ist wohl der beste Weg, es in den Griff zu bekommen. Bei mir ist dieses "Tagebuch" schon ziemlich dick geworden, aber seit einiger Zeit kommt nichts mehr wirklich hinzu (nur noch ab und zu Blutdruck und Puls), da alles überstanden zu sein scheint :-) Gruß und alles Gute, EvH -------------------------------------------------------------------- Hallo Chrissy und Birgit, vielleicht zieht ihr mit eurem Chat besser in eine Rubrik um, wo eurer Thema besser hinein paßt (Psyche o.ä.). Dieses "Thema" hier soll ein fachlich orientierter Beitrag zum Dressler-Syndrom bleiben und er dient inzwischen vielen Nutzern als Wissensbasis. Es ist sogar eines der qualifizierten Fachthemen hier im Forum mit den meisten Lesern. Da ist es manchmal wirklich schwer, Information herauszulesen, wenn "kreuz und quer" fachfremde Beiträge eingestreut sind. Bitte meinen Vorschlag an euch nicht falsch verstehen - Danke! Chrissy, Dir alles Gute und zieh' Deine Therapie mit Willenskraft durch, auch wenn es mal wenige Tage scheint, als ginge es besser! Wenn's nicht hilft, gibt es auch andere gute, erfahrene Ärzte (s.o.). EvH PS: Oder wie sehen die Moderatoren dies?
  7. Dressler Syndrom

    Hallo David, was Du beschreibst ist ganz klar das Dressler Syndrom (Pericarditis). Nimm' Dir bitte die Zeit und lies alle meine Beiträge hierzu in diesem Thread, dann findest Du auch, daß die Zunahme des CRP sogar der beste Indikator für jeden beginnenden Dressler-Schub ist! Leider gibt es keinen mobile CRP-Test, aber der Hausarzt macht das auch über das angeschlossene Labor innerhalb von 24 Stunden. Ich bin gespannt, ob Du die Sache mit der oben von mir beschriebenen Vorgehensweise genauso gut in den Griff bekommst! Für eine Rückmeldung wäre ich sehr dankbar. Ich hatte bei der Diagnose absolutes Glück - während bei Dir Deine Ärzte zuerst leider völlig falsch therapiert haben (Ibu statt Cortison, völlig daneben...), weil sie wie die meisten Kardiologen das Problem überhaupt nicht richtig diagnostiziert haben, hat "mein" Kardiologe (Prof. Schäfers, Uniklinik Homburg) das Problem aufgrund seiner Erfahrung auf den ersten Blick erkannt und die richtige Starttherapie angestoßen (und danach hat er glaub' ich noch ziemlich viel durch meine Eigentherapie gelernt und auch immer sehr interessiert mitgekoppelt mit den von mir berichteten Resultaten :-) Ich denke, daß ich die Sache seit 2 Monaten nun wirklich vollständig überwunden habe - d.h. 16 Monate nach der OP !! das ganze hat also 14 Monate gedauert Geduld ist angesagt und eine sensitiv geführte Cortison-Dosierung ist angesagt, die man selbst herausfinden muß - Anleitung siehe oben. Alles Gute, EvH
  8. Dressler Syndrom

    Es geht in bestimmten Fällen auch ohne Cortison... Ein weiterer Erfahrungsbericht: Nun sind seit dem ersten Auftreten des Dressler-Syndroms in besonders heftiger Form (s.o.) mittlerweile gut 14 Monate vergangen. Die Eigen-Behandlung hat bisher sehr gut funktioniert (s.o.) - man raucht halt Geduld. Die von Fachärzten propagierte MTX-Keule wäre für mich definitiv der falsche Weg gewesen, zumal mit erheblichem Potenzial für Nebenwirkungen und Spätfolgen. Aus meinen Aufzeichnungen über das letzte Jahr sehe ich, daß die Rückkehr der Symptome in etwa immer im selben zeitlichen Rhythmus auftritt, aber daß die Intensität der Symptome genau dann immer geringer wird, wenn ich beim vorhergehenden Auftreten der Symptome diese nicht zu 100 % mit Cortison-Gabe unterdrückt habe. Die Symptome kommen etwa alle 6 Wochen zurück. Beim letzten Auftreten Mitte März waren die Symptome (Herz-Ziehen im unteren Bereich des Herzens beim tiefen Einatmen, spürbare aber nur sehr geringe Einschränkung in der Belastbarkeit) spürbar, aber so gering, daß ich mich entschloß, sie nicht mit Cortison zu bekämpfen sondern experimentell mal abzuwarten, was nun passieren würde. Für den Notfall hatte ich einige 20 mg Cortison Tabletten immer bei mir (beruhigt, wen man "mit Dressler" im Ausland unterwegs ist). Die Symptome wurden über etwa 5 Tage etwas stärker, blieben einige Tage bestehen und gingen dann langsam und kontinuierlich über etwa 10 Tage von alleine zurück. Es scheint also, daß mein Autoimmunsystem nun soweit trainiert ist, daß es die Angelegenheit selber in den Griff bekommt! Das hatte ich so aufgrund meiner nun einjährigen Beobachtung der Angelegenheit auch fast schon so erwartet Dies beweist natürlich meine Hypothese im o.a. Blog vom 29.12.2013 nicht im wissenschaftlichen Sinne (es könnte ja eine Ursache haben, die ich noch gar nicht gesehen habe...), legt aber doch sehr nahe, daß diese nicht ganz falsch sein kann: Somit trägt das Cortison nicht zur Heilung bei (keine Bekämpfung der Ursache) sondern verschafft dem Autoimmunsystem mehr Zeit und Möglichkeiten, die Ursache selbst zu bekämpfen (oder sich mit der Ursache zu arrangieren). Und dafür Bedarf es viel Geduld, viel mehr, als in der Literatur dazu genannt wird. Die richtige Dosierung des Cortison ist eine Abwägung zwischen Wohlbefinden (viel Cortison) und dem Zulassen eines gewissen Maßes an Symptomen (weniger Cortison), um die Aktivität das Autoimmunsystems nicht zu weit zu reduzieren und es durch die Symptome anzuregen, diese zu bekämpfen. Man könnte nun recht einfach feststellen, ob das Autoimmunsystem sich an die Ursache (totes Restgewebe aufgrund der Mitralklappen-Operation) gewöhnt hat oder diese unschädlich gemacht hat: Ich könnte mich zwecks Erkenntnisgewinn noch mal einer Pseudo-Herz-OP unterziehen und beobachten, ob das Dressler-Syndrom in starker Form nochmal auftritt. Wen ja, dann hat das Autoimmunsystem sich nicht an die Ursache (Ergebnis der Herz-OP vor 16 Monaten) gewöhnt sondern vielmehr diese unschädlich gemacht. Aber vielleicht kann ja einer der vielen Medizin-Forscher das Thema besser mal wissenschaftlich / bio-chemisch untersuchen und daraus eine Theorie ableiten und bestätigen? Dazu ist aber eine gute Datenbasis erforderlich. Leider ist es mir noch nicht gelungen, eine wissenschaftliche Studie zum Thema zu initiieren, da das Thema extrem fächerübergreifend ist und man nicht genügend Fälle an einer einzelnen Uniklinik finden wird. Ich habe auch leider aus beruflichen Gründen keine Zeit, mich dem Thema umfänglich zu widmen. Wer interessiert ist, seine eigenen Erfahrungen zum Thema Dressler-Syndrom / Pericarditis in eine Fakten-Sammlung einzubringen oder sogar bereit ist, darüber Auskunft zu erteilen (als Basis für eine klinische Studie), damit die Forschung hier voran kommt, der bekunde bitte hier im Blog seine Teilnahmebereitschaft. Österliche Grüße, EvH
  9. Dressler Syndrom

    Halo Chrissy, wurde MTX in Betracht gezogen? Ergeben sich die 35 % Herzleistung nur aufgrund des Dresslers?? Was sind die organischen Symptome? Was sagt der CRP-Wert im Blut (Entzündungsindikator)? Hilft eine 3-5 tägige Cortison-Stoßtherapie mit 25 mg - wenn ja, wo liegt dann die Herzleistung danach? Dressler kann absolut sicher genauso nach operativen Eingriffen am Herzen auftreten wie nach einem Herzinfarkt (Gewebeveränderung). Dein Kardiologe sollte mal die Fachliteratur lesen (ich gehe mal davon aus, daß er englisch kann und sich regelmäßig fortbildet...) oder Dich an einen Spezialisten überweisen. Alles Gute, EvH
  10. Schmerzen am Brustbei nach Herz-OP

    Moin, ich habe nach geöffnetem Sternum (war vor 14 Monaten) nie (!) Schmerzen gehabt und habe seit dem 2. Tag nach der OP nie Schmerzmittel nehmen müssen. Bin nach 2 Tagen wieder auf den Beinen gewesen. Von den Titandrähten ist nichts zu spüren, aber beim Check-In auf dem Flughafen fallen sie jedesmal beim Durchleuchten auf ;-) Es hängt wohl auch damit zusammen, wie das Sternum nach dem Aufflexen wieder zusammengebunden wird - wichtig ist, daß da keine Eigenspannungen im Brustkorb zurück bleiben. Gruß EvH
  11. Mitralklappenrekontruktion,MHH Hannover

    Worst-Case Alternative zur Klappen-Rekonstruktion rechtzeitig festlegen ! Patientenverfügung rechtzeitig aufsetzen ! ...ich finde es mindestens genauso wichtig, für welche Alternative (für den Fall, daß die Rekonstruktion aus einem erst in der OP ersichtlichen Grund nicht machbar sein sollte) man sich entscheidend: - Biologische Klappe oder - künstliche Klappe. Das sollte man rechtzeitig mit seinem Chirurgen besprechen (und nicht erst einen Tag vor der OP...). Außerdem an das Schreiben einer Patientenverfügung denken und diese in den Nachttisch im Krankenhaus legen und den Arzt darauf hinweisen! Es gibt diverse Drafts im Internet - im Krankenhaus abends vor der OP damit zu beginnen, ist zu spät . Man denkt nicht gerne darüber nach, aber es gibt einem und seinen Angehörigen, wenn man sie denn dann geschrieben hat, ein noch besseres Gefühl ... und man braucht die Nacht vor der OP dann auch nicht die obligatorisch verabreichte Schlaftablette sondern schläft bestens auch ohne. Gruß und dem Operateur viel Erfolg und allen, die sich der OP unterziehen, zusätzlich noch das erforderliche Quäntchen Glück, EvH (Anamnese: Mitral- + Trikuspidalklappenrekonstruktion (Grad III) nach MS-CT (d.h. ohne Katheteruntersuchung!) in 11/2012 in Homburg / Prof. Schäfers durch Aufflexen des Sternums)
  12. Dressler Syndrom

    Wie man in 8 Wochen 9 kg abnimmt (nicht nur nach einer Cortison-Dressler-Therapie) ! Ich habe über knapp ein Jahr mal mehr mal weniger Cortison nehmen müssen, um das Dressler-Syndrom zu eliminieren (siehe Bericht oben im Text). Wenn man es nicht beachtet, nimmt man während der Kortison-Therapie stark zu, da sich ein großes Hungergefühl ausbreitet. Während der Therapie habe ich keine Infos gefunden, wie ich das praktisch vermeiden kann. Jetzt bin ich einen gewaltigen Schritt weiter und gebe meine Erkenntnisse gerne weiter: Nachdem ich gut 9 kg zugenommen hatte während der Therapie (das ging recht schleichemd...), beschloß ich Anf. Januar '14, wieder mein Normalgewicht zu erreichen. Dazu wendete ich folgende Ernährung, kombiniert mit Bewegungstraining, an: keine absolute Diät, kein wirklicher Verzicht, aber alles einfach in Maßen (einfach die Hälfte des üblichen) Verzicht auf Käse, nur wenig Milch (1/4 l pro Tag, 1.5 %) Morgens 1/2 l Tee (ohne Zucker, mit Milch) und eine (nur eine!) Stulle Vollkornbrot mit Butter und Honig Mittags eine (nur eine!) Stulle Vollkornbrot mit Butter, 0.33 l Leitungswasser Abends 1/2 l Hühnerkraftbouillon (1 knapper Teelöffel Knorr Instant Pulver) späterer Abend 150...200 gr frischer Joghurt mit viel Obst und etwas Haferflocken/Nüsse/Rosinen und etwas Milch gelegentlich (2 x pro Woche) mittags frische Gemüsepfanne mit Saisongemüse, Kartoffeln, Eier statt Butterstulle Jeden Tag 10...20 Minuten Laufen oder Hometrainer (Puls ca. 150 1/min) Ich habe Anfang Januar '14 gestartet und habe seit dem bis heute (28. Februar14) unglaubliche 9.5 kg abgenommen, ohne jemals objektiv Hungergefühl gehabt oder irgendwelche andere Einschränkungen bemerkt zu haben. Ich hätte wirklich nicht gedacht, daß es so einfach und schnell geht. Und das alles ganz ohne irgendwelche Hilfsmittel (außer der Hühner-Kraftbouillon; 2 Glässchen zu je 2.50 €, das ist alles)! Zugleich fühle ich mich körperlich wieder super fit und leistungsfähig. Zusammenfassung: Entscheidend waren m.E. 3 Aspekte: Hühnerbrühe (hat so gut wie keine Kalorien, blockt aber ausgesprochen gut den Hunger!) statt reichhaltiger (energiehaltiger) Ernährung Verzicht auf Käse (ab und zu mal eine Scheibe ist gar kein Problem!); gut Butter auf dem Brot ist auch kein Problem, muß auch sein, denn etwas Fett braucht man auf jeden Fall! Verzicht auf Süßkrams (der Verzicht muß strikt sein, da der Süßkrams den Appetit noch "mehr" anregt; wenn man 3 Tage darauf verzichtet, verschwindet automatisch alles "Verlangen" danach) Also, total easy, wenn man die ersten 3 Tage willensstark ist (das sollte ja bei den Nutzern dieses Forums kein Problem sein!). Wenn mir diese Strategie, die ich mir leider erst jetzt überlegt und getestet habe, zu Beginn meiner Dressler / Cortison / Therapie bekannt gewesen wäre, hätte ich sehr wahrscheinlich nie wesentlich Gewicht zugelegt. So mußte ich mir 8 Wochen Zeit nehmen, die Kilos wieder los zu werden. Wünsche jedem, der es ebenfalls probiert, viel Erfolg! Gruß EvH
  13. Mitralklappenrekontruktion,MHH Hannover

    Wie gesagt, das hängt alles auch sehr von der eigenen körperlichen Verfassung ab. Ich habe nie Schmerzen am aufgeflexten Brustbein oder sonst wo gehabt, bin nach wenigen Tagen wieder herumgelaufen und bin Treppen gestiegen. Habe keine Reha gemacht sondern mein eigenes Trainingsprogramm durchgezogen... und war den ersten Monat nach der OP mit ca. 4 Stunden / Tag, die folgenden 2 Monate mit etwa 6-8 Stunden pro Tag und seit dem wieder mit ganz deutlich mehr Stunden pro Tag beruflich tätig. Mein Tipp (und damit bin ich in Homburg sehr gut gefahren): Am besten die Ärzte fragen, die beide Operationsarten gleichermaßen beherrschen und anbieten - da bekommt man vermutlich die objektivste Auskunft für die eigene Situation! Gruß EvH
  14. Mitralklappenrekontruktion,MHH Hannover

    Moin, nein, habe keine Reha gemacht - mit etwas Selbstdisziplin kommt man da deutlich weiter und kann nebenbei beruflich im Home-Office tätig sein. Ich habe statt Katheter eine MS-CT machen lassen - ist deutlich verträglicher und wenn man zu keiner Risikogruppe gehört (kein Übergewicht, kein Raucher, kein Alkohol, < 50 Jahre), zumeist völlig ausreichend (bringt der Klinik allerdings weniger Einkünfte, daher wird es generell meist nicht vorgeschlagen...). Bei mir sind auch beide Klappen in einem Durchgang rekonstruiert worden, ohne Probleme. Und das Aufflexen und Wiederverschließen mit Titandraht hat auch keinerlei Probleme gebracht - bei mir sogar ohne jegliche Schmerzmittel ab dem 1. Tag nach der OP völlig schmerzfrei ! Ein Wort zum "Aufflexen" contra Minimalinvasiv: Wer arbeitet schon gerne durch ein schlecht beleuchtetes Schlüsselloch hindurch??? Die OP am offenen Herzen ist, wenn der Patient kein Risikopatient ist, lt. Statistik aufgrund der besseren Zugänglichkeit angeblich deutlich erfolgreicher und das Ergebnis hält wohl auch länger! Das kann ich in meinem Fall bisher nur bestätigen. Also mein Rat: - MS-CT statt Katheter - "Aufflexen" statt "Minimalinvasiv (kann man aber sicher nicht pauschal verallgemeinern) Alles Gute, EvH
  15. Mitralklappenrekontruktion,MHH Hannover

    Hallo, ich kenne die Herzklinik der MHH nicht selber - kann nur sagen, daß die OP zur Korrektur des fast gleichen Befunds an der Herzklinik in Homburg (Prof. Schäfers) optimal lief (siehe auch meine Berichte hier). Ich habe mich aus guten Gründen, die ich dort erfahren habe, NICHT für minimalinvasiv entschieden und war trotz "Aufflexen" des Sternums nach weniger als 1 Woche wieder auf den Beinen. Hängt aber sicher auch vom Alter (das ist bei Dir ja ebenfalls unproblematisch für so einen Eingriff) und anderen Faktoren ab. Bei Deinem Alter "Dressler Syndrom" beachten, kommt öfter als bei älteren Patienten vor. Alles Gute !! Gruß EvH
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