In Deutschland leben etwa 900 000 Menschen unter dauerhafter bzw. lebenslanger Antikoagulation, davon etwa 200 000 mit künstlicher Herzklappe.
Das Leben mit einer künstlichen Herzklappe schränkt nicht die Lebensqualität ein - bedarf aber gewisser Vorsichtsmaßnahmen. Zu diesen unabänderlichen Maßnahmen zählt die lebenslange Einnahme von Gerinnungshemmern. Diese besondere Situation ist bei künstlichen Herzklappen gegeben. Das Klappenmaterial ist ein High-Tech-Material mit einer extrem glatten Oberfläche, die nicht der natürlichen Oberfläche der „alten“ Herzklappe ähnelt.
Die künstliche Herzklappe wird vom Organismus nicht als Wunde, sondern als „fremde Oberfläche“ erkannt. Damit wird im Körper eine Gerinnung angestoßen, die, wenn sie nicht gehemmt werden würde, weitere Gerinnungsfaktoren aktiviert und Gerinnselbildungen an der künstlichen Herzklappe die Folge wären - mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit.
Alles zu diesem Thema aber auch über das Leben mit der künstlichen Herzklappe selbst finden Sie auf dieser Website.
Im Namen aller Autoren möchte ich mich für Ihr Interesse bedanken.
Christian Schaefer
Arbeitskreis Herzklappen- und Gerinnungs-Patienten
Leben mit Gerinnungshemmern
Wir laden Sie herzlich zu einer kleinen Reise zwischen Scylla und Charybdis ein (Bitte auf Bild klicken)
Patiententag in Österreich
20.11.2009 in Wien
27.11.2009 in Salzburg
Weitere Auskünfte unter www.inr-austria.at
INRswiss-Tag in Solothurn
Am Samstag, den 21. November 2009 findet im Hotel RAMADA Hotel Solothurn der diesjährige INRswiss-Tag statt. Die Einladung ist abrufbar unter inrswiss.ch
Programm:
09.30 Uhr Kaffee
10.00 Uhr Begrüßung
10.15 Uhr Die wichtigsten Tipps für eine sichere Antikoagulation - eine Repitition
Dr. med. Alan Niederer, Olten
11.00 Uhr Vitamin K - Freund oder Feind?
Prof. Dr. Dr. med. W. Wuillemin, Luzern
11.45 Uhr Apero - anschließend Mittagessen
13.45 Uhr Naturheilmittel und Blutgerinnung
Dr. Dr. med. Bernhard Uehleke, Zürich
14.30 Uhr Faktor-V-Leiden Mutation, Diagnose und Klinik
Dr. med. Giuseppe Colucci, Bern
15.30 Uhr Ende der Veranstaltung
72. Kurs für Gerinnungs-Selbstbestimmer
Die Hoehenrieder Fortbildungen bieten am 4. und 11.12.2009 den 72. Kurs für Gerinungs-Selbstbestimmer (incl. Übungsgerät für die Zeit bis zum Erhalt des eigenen Monitors) an. Die Kursgebühr beträgt Euro 150,--.
Auskunft erteilt: Dr. med. Dirk Michel, Klinik Hoehenried, 82347 Bernried,
E-Mail: dirk.michel@hoehenried.de
"Herz & Ski" – in Krün (Alpenhof)
Vom 30.01. bis 6.2. 2010 bietet Dr. med. Dirk Michel, Klinik Höhenried,den Kursus "Herz & Ski" an. Es gibt eine Voruntersuchung: Ergospirometrie auf Rad und Laufband.
Im Schnee Langzeit-EKGs sowie Blutdurckmonitoring.
Diagnostik und Ski-Kurs: € 350,--, hinzu kommen Unterkunft und Verpflegung.
Auskunft erteilt: Dr. med. D. Michel, E-Mail: dirk.michel@hoehenried.de
Aktuell: Leitlinien – Endokarditis-Prophylaxe
In der Ausgabe der Cardio News 10/2007 wird auf die „Kehrtwende bei der Endokarditis-Prophylaxe“ hingewiesen. Zu lesen ist, dass das neue Positionspapier eine Prophylaxe nur noch bei Hochrisiko-Patienten mit künstlichen Herzklappen oder mit einer Endokarditis in der Vorgeschichte, bei Patienten mit bestimmten angeborenen Herzfehlern oder bei Patienten nach einer Herztransplantation, die Klappenfehler entwickeln, empfiehlt. Frau Dr. Christa Gohlke-Bärwolf weist darauf hin, dass die Mundhygiene zur Vorbeugung einer infektiösen Endokarditis im neuen Positionspapier einen großen Stellenwert hat. „Eine Möglichkeit ist, dass die Bakterien aufgrund eines schlechten Zahnstatus bereits bei alltäglichen Aktivitäten wie dem kauen ins Blut gelangen. Davor können wir nicht mit Medikamenten schützen. Es macht daher Sinn, kranke Zähne rechtzeitig solide zu sanieren und Karies und Parodontose effektiv zu behandeln.“
Das Positionspapier „Prophylaxe der infektiösen Endokarditis“ finden Sie unter den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
http://leitlinien.dgk.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5&Itemid=28
Aktuelles auf diesen Webseiten
Herzschrittmacher, Defibrillation und körperliche Aktivität
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Zahnmedizin und Gerinnungshemmung
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Überbrücken mit Heparin
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22 Fragen werden beantwortet
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Schulungen zur INR-Selbstbestimmung in der Schweiz
Die aktuellen Termine für 2009 finden Sie auf dieser Website unter:
Telemedizinische Beratung von Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen
Es besteht nunmehr die Möglichkeit, die aktuellen INR-Werte mittels eines speziell entwickelten Übertragungsmodems automatisiert direkt an das Institut für angewandte Telemedizin (IFAT) zu übermitteln. Ziel dieses Angebots ist es, sich bei der exakten Einstellung des therapeutischen INR-Bereichs, durch ärztliche und fachliche Kompetenz unterstützen zu lassen.
(Wien, 4.2.2009/CS) – Aktiv auf dem GTH
Auf der diesjähringen Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. vom 4. bis 7. Februar in der Hofburg in Wien präsentierten sich die drei deutschsprachigen Patienten-Organisationen (Arbeitskreis Gerinnungs- und Herzklappen-Patienten, INR-Austria und INRswiss) vor einem großen Publikum. Annähernd 1 500 Ärzte waren anwesend. Und so war es für eine gute Gelegenheit, die Sorgen und Nöte von antikoagulierten Patienten in vielen Gesprächen darzulegen.
Letzte Überarbeitung: 19. Oktober 2009

